Beiträge von JoeDoe

    Hallo Plejaden,

    hmmm, da habe ich mich bezüglich der Vokabel ‚Egoismus’ mal extra zurückgehalten, weil ich diesem Wort auch einen negativen Beigeschmack zuordne, aber Du hast das ja mit Andi zusammen gut hingebogen (und ich bin nicht der fiese Haarspalter :wink:). Im Ernst: Eigenverantwortung klingt nicht nur besser, es trifft meiner Meinung nach auch viel besser den Kern der Sache.

    Das Thema ‚Nein sagen’ ist bei mir ja auch ein sehr kritisches Ding: Werde ich um einen Gefallen gebeten, dann entspringen meinem Munde sehr oft die Worte ‚Ja, kein Problem!’. Leider kommt es aber auch zu Situationen, dass ich später leider feststellen muss, dass sich da doch ein Problem größerer Natur befindet und die Enttäuschung beim Bittsteller ist dann doch viel größer, als wenn ich die Sache direkt verneint hätte. Das ist bezüglich der Förderung einer guten Meinung über meine Person natürlich wenig dienlich.

    Was die Meinung über Deine Person angeht (und das gilt für mich natürlich genauso): Da wird es immer Menschen geben, die Dich nicht mögen. Aber ist das wirklich ein Problem? Oder anders herum gefragt: Magst Du wirklich jeden Menschen? Möchtest Du wirklich jedem eine gute Freundin sein? Ich versuche da ganz ehrlich zu sein und mache mir auch bewusst, dass es genügend Leute gibt, die ich gar nicht näher kennen lernen will! Das bedeutet nicht, dass ich mich denjenigen gegenüber respektlos verhalte, aber bei der höflichen Umgangsart endet dann auch mein Interesse an der Persönlichkeit. Ich nehme mir sogar das Recht heraus, den ein oder anderen Menschen für einen Idioten zu halten, und weil ich mir dieses Recht gebe, denke ich, dass meinem gegenüber das gleiche Recht zur Verfügung steht. Solange man eine kleine Schar ausgewählter guter Freunde hat, einen ehrlichen und treuen Partner an der Seite hat …

    Soweit

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Leosaar,

    ich habe nie eine MPU machen müssen und daher kann ich Dir da auch keine Erfahrungsberichte liefern (was aber nicht bedeutet, das ich es tun würde, wenn!). Trotzdem mag ich Dir einige Sätze zum Thema mitgeben.

    Wenn ein Mensch betrunken mit dem Auto unterwegs ist, dann ist er entweder
    - völlig irre, oder
    - leidet an einer Alkoholkrankheit

    Im ersten Fall -da brauchen wir nicht weiter drüber zu sprechen- gehört die entsprechende Person einfach nicht hinter das Steuer eines Fahrzeugs und sollte auch keinen Führerschein erhalten!

    Im zweiten Fall liegt eine Erkrankung vor, gegen die man als Betroffener aktiv etwas tun kann. Dazu gehört an allererster Stelle die Einsicht, dass man mit der Droge Alkohol nicht umgehen kann, und man im Rausch nicht einmal davor zurückschreckt, sich und andere zu gefährden. Darauf aufbauend gilt es dann, sich die notwendige Hilfe zu suchen, die man benötigt, um ein zufriedenes und verzichtsfreies Leben ohne Alkohol zu führen. Wenn man diesen Weg gewissenhaft geht, dann gibt es für den Sünder eine zweite Chance.

    Vor der MPU brauchst Du also keine Angst zu haben, nur vor Dir selbst. Denn wenn Dein Ziel einzig und allein die Wiedererlangung Deines Lappens war und ist, dann werden die Damen und Herren das schon herausfinden. Wenn Du Dich auf einem geraden Weg befindest, dann musst Du auch nichts befürchten. So einfach ist das.

    Als Tipp noch zum Schluss: Putz Dir morgens die Zähne und spuck das Kaugummi aus, bevor Du ein Gespräch beginnst :wink: .

    Liebe Grüße

    J.

    Hi Pappnase,

    Zitat

    also habe ich gestern praktisch eine null runde gemacht und mich 45 minuten mit einer "ich schau mal aus dem fenster raus" unterhalten


    Das ist natürlich schade und vor Allem auch wenig konstruktiv. Aber natürlich sind auch Suchtberater am Ende nur Menschen und da gilt natürlich immer: Es gibt solche und solche!

    Noch mal kurz zur Begriffs- und Krankheitsdefinition: Natürlich machen Mediziner und Psychologen auch Differenzierungen. Für Dich als Betroffener sollten diese allerdings keine Rolle spielen. Viel eher solltest Du eine klare Position beziehen, also alkoholerkrankt (Alkoholiker) oder eben nicht. Denn nur so wirst Du auf Dauer auch in der Lage sein, eine wirkliche Loslösung vom Alkohol zu erreichen.

    Ein kleines Beispiel aus dem weiteren Bekanntenkreis: Ein sehr geschäftstüchtiger Mann um die 60 Jahre und somit im besten Alter, die Früchte seiner Arbeit zu geniessen, liegt jetzt mit einer apfelgroßen Leber, die so hart wie ein Betonbrocken ist, im Sterben. Dieser Mann hat wirklich gesoffen, ich habe ihn noch nie wirklich nüchtern erlebt. Aber wie gesagt: Ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann. Und in der Zeit zwischen Karneval und Ostern hat er natürlich nicht getrunken (man ist ja katholisch!), also geht es ja auch ohne. Selbstverständlich ist dieser Mann kein Alkoholiker, auch nicht alkoholkrank ... nur leider ist er eben auch bald tot :roll:!

    Du siehst, es gilt für Dich eine klare Position zu beziehen.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Plejaden,

    ja, dieses Enkelkindthema wird bei uns auch bisweilen hervorgekramt :wink: . Besonders schlimm finde ich bei diesen Familienfeierlichkeiten jedoch, dass sich zur reinen Verwandtschaft auch diverse Freunde und Bekannte meiner Schwiegereltern gesellen. Da drehen sich die Gesprächsthemen eben nicht nur um die aktuellen Wehwehchen, sondern natürlich auch darum, wer jetzt eigentlich der Tollste von Allen ist. Frei nach dem Motto: Mein Haus, mein Auto, mein Garten und ganz wichtig: Meine erfolgreichen(!!!) Kinder. Leider geben meine Partnerin und ich selten Anlass zum Prahlen, von daher ist unsere Anwesenheit zwar Pflicht, aber da man uns nicht so präsentieren kann, wie man es gerne möchte … naja. Ganz ehrlich: Wenn es uns finanziell dauerhaft besser gehen würde, dann würde der Kontakt wohl auch immer weiter einschlafen (was übrigens auch im Sinne meiner Partnerin wäre: Sie regt sich dreimal so heftig über ihre Familie auf), aber solange dem nicht so ist, sind wir eben im Notfall auch auf diese Beziehungen angewiesen. Da sind dem Thema Egoismus/Eigenverantwortung aus Deinem Thread leider Grenzen gesetzt. Tja, da hätten wir es wieder: Ein paar Kröten mehr auf dem Konto und das Leben wäre zwar nicht schöner, aber zumindest unkomplizierter.

    Die Welt ist schlecht! :wink:

    Liebe Grüße

    J.

    Hi Pappnase,

    lass es mich mal kurz in zwei kleinen Sätzen versuchen. Also:

    Ein Alkoholiker ist alkoholkrank! … Und:
    Einen alkoholkranken Menschen nenn man auch Alkoholiker!

    Verstanden? :wink:

    Mal ganz im Ernst: Es ist völlig unerheblich, in welchen Abständen oder in welcher Intensität die Kontrollverluste stattfinden, wichtig ist nur die Tatsache, dass es passiert. Meine persönliche Meinung ist, dass es keinerlei Rolle spielt, welchen Namen man diesem Kind jetzt gibt, solange man sich der Ernsthaftigkeit dieser Problematik bewusst bleibt. Viele gehen dort den Weg, sich selbst ganz offensiv als Alkoholiker zu begreifen, obwohl das eigene Verhalten dem Klischeebild des ‚Penners vom Hbf’ noch lange nicht entsprach. Das führt sicher zu einer Menge Unverständnis bei dem ein oder anderen Mitmenschen (besonders bei denen, die selbst gerne eine heben!), hilft jedoch ungemein, sich die Problematik intensiv im Gedächtnis wach zu halten.

    Zu Deiner Suchtberaterin: Ich würde dieser Aussage von Ihr nicht allzu viel Bedeutung geben. Ich glaube auch nicht an irgendwelche psychologischen Testverfahren nach dem Motto: Wir prüfen, ob der Junge jetzt so am Boden ist, dass er sich einer Hilfe auch als würdig erweist. Bis auf Deine Aussetzer ist Dein Trinkverhalten ja fast noch WHO-konform, was soll die Dame Dir denn dazu sagen? Es wäre etwas anderes, wenn Du eine 16-wöchige, stationäre Entwöhnungsbehandlung anstreben würdest. Da hätte Dein Leidensdruck sicher etwas dramatischere Züge annehmen müssen. Ohne Dich jetzt in einer falschen Sicherheit wiegen zu wollen: Ein Suchtberater sieht im Berufsalltag ganz andere Fälle, wie den Deinen! Aber Du hast die Chance, Dich durch eine konsequente und verzichtsfreie Abstinenz davor zu bewahren, einmal auch ein solch schweres Schicksal zu werden. Dann werden die Antworten kommen, die Du jetzt nicht bekommen hast, aber ob das ein Weg ist?

    Also: Bleib trocken und lass Dich nicht beirren!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Plejaden,

    Punkt 2 und Punkt 5 finde ich sehr wichtig.

    Die Verantwortung für Dein Leben hast Du - und zwar ganz ausschließlich! Solltest Du wieder zum Glas greifen, dann werden andere Menschen dazu eine Meinung haben, oder eben auch nicht. Das ist dann deren Sache und auch völlig unerheblich für Deinen weiteren Weg. Denn wie Du am Ende so schön erwähnt hast: Du bist diejenige, die mit Dir ein Leben lang zusammen lebt, und nicht die anderen! So gesehen, wäre die einzige Person, der Du bei einem Rückfall Rechenschaft schuldig wärst, eben Du selbst und niemand sonst.

    Also: Immer schön egoistisch sein (bezogen auf den Alkohol natürlich :wink:)

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo miteinander,

    nur ein kurzer Gruß von mir.

    Habe ein sehr intensives Wochenende hinter mir: Wir waren Sa/So mit den Hunden unterwegs (natürlich nicht nur spazieren, wir arbeiten ja auch mit den Tieren :wink: ), zwei Internetseiten wollten mit einem intensiven Update auf dem Laufenden gehalten werden und zu guter letzt habe ich Starcraft zu Ende gespielt :wink: . Letzteres ist mir zwar bereits dreimal in meinem Leben gelungen, aber da ich neulich einen Anflug von Suchtdruck damit bekämpft habe, musste ich nun natürlich den ganzen Weg gehen … so von wegen, womit man begonnen hat …!).

    Freitagabend war dann auch mal wieder eine familiäre Pflichtveranstaltung auf dem Programm. Ein runder Geburtstag und da wir uns in letzter Zeit ein wenig Geld leihen mussten, wäre ein Fernbleiben von der Festivität als völlig inakzeptabel angesehen worden. Also sind wir hin und haben uns dazugesellt. Ist schon komisch: Ich fand diese Feiern schon mit Bier nie wirklich interessant, aber ganz ohne ist es nur noch gruselig. Ein oberflächliches Gefasel und Dünkel soweit das Auge blicken kann. Macht echt keinen Spaß, aber wie gesagt: Musste sein! Sind dann aber auch zeitig wieder aufgebrochen, also bevor man den Leuten den Rausch auch wirklich anmerkte. Ich bin froh, dass mich diese Veranstaltung nicht wirklich emotional tangiert hat, denn so entstanden auch keine Trinkgelüste bei mir - weder davor, dabei, noch danach. Naja.

    Werde mich jetzt mal ans Abendessen machen und dann überlege ich mir, ob ich Broodwar installiere. Muss ja weitergehen! ... En taro Adun! :wink:

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Plejaden,

    ich habe ähnlich viele Meinungen beim Thema ‚Ich bin trocken, aber gehe dennoch feiern’ gehört und mir ist dabei auch aufgefallen, dass sich hier im Forum der Tenor jedoch gegen ein solches Verhalten richtet. Ich glaube, dass das auch ein Thema ist, welches jeder ganz individuell für sich handhaben sollte, aber bei mangelnder Rückfallerfahrung (so wie bei uns beiden) ist ein Mehr an Vorsicht sicher ganz sinnvoll. Schließlich können wir nur spekulieren, welche Reize für uns zu einer ernsten Gefahr werden können, da wir ja bisher noch nicht gefallen sind. Hmmm, also dann doch lieber die Sache mit der Porzellankiste :wink: . Ob man sich auf Dauer allerdings wirklich zu 100% von Alkohol konsumierenden Menschen wird fernhalten können, wage ich jedoch zu bezweifeln. Aber eines ist natürlich klar: Wo gesoffen wird, da gehe ich nicht mehr hin.

    Bin gespannt auf Deine Ausführungen zum Thema gesunder Krankheitsegoismus.

    Liebe Grüße

    J.

    Huch!

    Nach fast sieben abstinenten Monaten ist mir nu wieder ein Bier in die Finger gefallen. Wohlgemerkt in die Finger und nicht in den Rachen :wink:!

    Bin doch tatsächlich im Chaos-Kabuff auf ein angebrochenes Six-Pack gestoßen. Hmmm … Der Anblick hatte überhaupt keine emotionalen Momente, weder positiv noch negativ (wie ja schon der ganze Tag :wink: ). Aber ich bin doch wieder ein wenig erstaunt ob meiner alten Verhaltensweisen aus den nassen Tagen: Dieses Lager diente als ‚Versorgungsstation’ für die abendlichen Hunderunden :roll: . Wollte ja nicht losziehen und mir eine Pulle aus dem Kühlschrank mitnehmen, denn da hätte meine Partnerin doch schon ein wenig geguckt.

    Tja, wir Alkis sind schon ein merkwürdig Volk.

    Liebe Grüße

    J. (der jetzt hoffentlich das allerletzte alkoholische Nest in seiner Bude ausgehoben hat)

    Hallo Andy,

    naja, zu gut gehen tut es mir bestimmt nicht :wink: . Beim Thema 'Falschmachen' könnte man jetzt diskutieren, ob es sinnvoll wäre, unsere freiberufliche Tätigkeit im Auftrag einer von uns selbst gegründeten Firma durchzuführen. Ob das aber wirklich etwas bringt bei Jahreseinnahmen, die den vierstelligen Bereich nicht verlassen? Ist halt dumm, weil es sich um Beratungstätigkeiten handelt, und sich bis auf Fahrtkosten und einige Büroartikel kaum Ausgaben gegenrechnen lassen. (Und eigentlich habe ich in Zukunft ohnehin keinen Bock mehr auf diese Geschichte, sondern hätte lieber eine Festanstellung und damit diesen Kram von der Backe, aber das ist ein anderes Thema).

    Ansonsten ist heut ein recht ruhiger Tag, der so ganz friedlich dahindümpelt, ohne mich wirklich zu berühren - weder positiv noch negativ. Habe mich als Ordnungsbeauftragter an unser Terrorkabuff gemacht: 6 Quadratmeter Raum, gefüllt mit Werkzeugen, Baumaterial, Elektrokrempel, Autozubehör, Campingartikel, Hundezeug etc. . Mit einem beherzten Bodycheck konnte ich die Tür soweit öffnen, dass ich jetzt einen begehbaren Zugang habe und das Chaos in Angriff nehmen kann :wink: . Wird mich bis in den späten Abend beschäftigen!

    Soweit mal von mir.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Andy,

    Zitat von ottonv

    Also, ihr seht schon, die 13 und die 26 haben es in sich, wer sollte da nicht abergläubisch werden.
    Heute ist mein bescheidener 39. Tag ohne Alk und ich hoffe ich übersteh den ohne Pannen.

    Hmmm ...

    13
    26
    39

    ... merkste was :wink: ?

    Wollen wir hoffen, dass es ein gutes Omen ist :D !

    Liebe Grüße

    J.

    Oh, Mann!

    Das ist ja alles gar nicht lustig mit der Steuer :cry: . Allein wegen der zu erwartenden Nachzahlung, werde ich die 07er auch erst zum allerletzten Termin abgeben. Knete will das FA dann aber trotzdem sehen.

    Ich muss zugeben, dass ich trotz meiner 32 Jahre überhaupt keine Ahnung habe, wie 'normale' Menschen mit solchen Situationen umgehen. Früher hätte ich selbstverständlich ein paar Bier getrunken und mich so der Realität entrückt. Aber wie heitert man sich angesichts eines Finanzdebakels eigentlich überhaupt auf? Wie machen die 'Normalen' das?

    Liebe Grüße

    J. (der jetzt eine Pause im Wald macht)

    Hallo zusammen,

    Plejaden :
    Ja, ist schon eine bemerkenswerte Rekursion, die da entstehen kann: Ich trinke, erleide Nachteile, also trinke ich weiter :? . Tja, und weil wir alle wissen, das Trinken zu keinem positiven Ergebnis kommen kann, haben wir uns da eine schöne Endlosschleife konstruiert. Das dumme an der Sache erscheint mir, dass einem die Geschichte mit den dauerhaften Nachteilen erst so spät bewusst wird, dass die kurzzeitige Vernebelung bereits fest als positiv bewertete Lösungsstrategie im Hirn eingebrannt ist. Dumm gelaufen irgendwie …

    Altgriechisch? Naja, damit könnte ich wohl auch nichts anfangen. Ich hätte Englisch in Wort und Schrift zu bieten, sowie rudimentäre Spanischkenntnisse (Zum Brötchenholen reicht’s :wink: ). Latein hat man auch versucht, mir über 7 lange Jahre beizubringen, aber das hat irgendwie nie wirklich gefruchtet … aber ich bin ja auch kein Archäologe *g*. Hmmm, und ich hätte natürlich auch noch die Fähigkeit, mit Hunden zu kommunizieren. Aber das ist einerseits eine primär nonverbale Verständigung, andererseits auch nicht so wirklich gefragt im Geschäftsleben. Also: Koffer packen, nach Spanien fahren, Sprachkenntnisse aufbessern!

    So, nachdem ich die verspätete Steuererklärung von 06 fertig gemacht habe, mache ich mich direkt an die von 07. Die möchte ja auch bald abgegeben werden und wo ich einmal in der Materie bin …

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo zusammen,

    die Steuererklärung ist fertig und eingeschmissen – nu warte ich mal auf den daraus resultierenden Bescheid. Auch wenn ich bereits jetzt schon in der Gewissheit lebe, dass der ein oder andere Euro ohne Gegenleistung den Besitzer wechseln wird. Naja …

    Dann hatte ich heute auch wieder einen Termin bei meinem Bewerbungscoach. Lustigerweise hat dieser in der letzten Woche den Entschluss gefasst, sich beruflich auch umzuorientieren und so verging die Stunde mehr oder minder mit einer Übergabeprozedur und einem intensiven Beschnuppern meines neuen Beraters. Hmmm, aber wir sind soweit schon mal übereingekommen, dass ich mit meinem erlernten Beruf (Medieninformatik) nicht sehr weit kommen werde: Ich bin älter als 24 Jahre, habe keinen Hochschulabschluss und beherrsche weniger als 3 Fremdsprachen fließend. Tja, und so geht das ja nun mal gar nicht *grummel*. Wenigstens meine Bewerbungsunterlagen sind erstklassig bewertet worden, allerdings mit dem Hinweis, dass diese bei einer Bewerbung auf eine geringer qualifizierte Position bereits zu gut aussieht. WTF! Wenigstens gibt es auf Einwegflaschen 25 Cent Pfand, da bleiben einem ja doch noch Perspektiven :roll: .

    Tja, hätt der liebe Joe doch nicht so viel gesoffen und sich eher seinen Problemen gestellt, dann hätt er jetzt auch einen anderen (beruflichen) Stand. Hat er aber nicht. Das wäre jetzt wieder der Moment, wo mein Hirn mir ein Bier als Problemlösung bzw. –dämpfung anbietet. Nicht in der Form von Druck (wie am Rosenmontag), sondern einfach als Handlungsoption aus der Erkenntnis heraus, dass ich zumindest heute keine zufrieden stellende Lösung für mein Problem mehr finden werde *grmpf*.

    Liebe Grüße

    J.

    N'Abend miteinander!

    Kleines Update:

    Nun bin ich schon fast durch mit der Steuer und es sieht doch ziemlich bitter aus. Wird wohl auf eine durchaus lochschlagende Nachzahlung hinauslaufen *cry*. Bin dennoch zufrieden: Immerhin hab ich mich zusammengerafft und das ganze erledigt. Vor einigen Monaten hätte ich auf das Schreiben vom FA gar nicht reagiert und versucht, mir Trost im Rausch zu suchen. So, wie man die Augen fest verschließt, wenn ein hungriger Tiger auf einen zurennt. Völlig daneben, wenn man es mal genauer betrachtet, oder? Die pure Sinnlosigkeit des Trinkens per se wird mir immer bewusster und das ist auch gut so ... auch wenn mein Konto das Weinen bekommt :wink: .

    Alles wird besser, ich glaub da dran!

    Liebe Grüße

    J.

    So, wieder zurück und nun ran an die Akten *grummel*

    An dieser Stelle erspare ich Euch eine vierzigseitige Hasstirade, in der ich mit tiefster Fassungslosigkeit das deutsche Steuersystem auseinandernehme, sondern stelle nur die Frage in den Raum, wer sich das alles eigentlich ausgedacht hat, und wer diese verursachenden Verbrecher denn bitte gewählt hat. Schuldige bitte vortreten, Steuerberater zuerst!

    Naja, aber hilft ja nix :cry: - hätt ich den Kram früher gemacht, hätt ich heut einen schönen Tag an der Sonne. Aber hab mich gedrückt und lieber Bier in mich hineingeschüttet, so gesehen: Selbst Schuld!

    Liebe Grüße

    J. (der jetzt auf Quittungsjagd geht :wink:)

    Hallo Plejaden,

    Da haben wir ja schon wieder etwas gemeinsam :wink: . Aber ich bin Dir enteilt, weil ich bereits mein Leben dahingehend verändert habe, mich dem Spiel hinzugeben :D .

    @all: Nicht nachmachen! Der Plan klappt nur bei mir, vielleicht auch noch bei Plejaden, aber dann ist Feierabend.

    Spaß beiseite: Die Sonne lacht am Firmament und ich muss noch bis morgen Abend eine Steuererklärung fertig machen. Die Damen und Herren vom Finanzamt drohen mit Schätzung *grusel*. Aber bevor ich mich daran mache, werde ich noch ein paar Momente mit den Hunden an der frischen Luft genießen.

    Soweit.

    Liebe Grüße

    J.

    FYI:

    Ich bleibe Euch erhalten und ziehe nicht auf die Malediven. Das ist einerseits schade, aber es bewahrt den ein oder anderen sicher auch vor einer Suchtverlagerung (wenn ich hier jetzt plötzlichen Reichtum verkündet hätte) - hat also auch etwas Gutes :wink:.

    Diese Woche wird spannend, werde berichten!

    Liebe Grüße

    J.