• Zitat von JoeDoe

    Es war einfach nur ein dumpfes Gefühl von Gier. Habe mich dann daheim eingeigelt und einige Computerspiele rausgekramt.

    Klingt bekannt und gut, dass es jetzt wieder vorbei ist. Vielleicht war es ja nicht der Karneval direkt und du hast irgendwelche besoffene gesehen? Oder es lag daran, dass das Thema Alk dieser Tage wieder besonders forciert wurde? Ich hab zumindest kein Werbeprospekt gesehen, wo nicht vorne auf der ersten Seite in Übergröße irgendwelche Alkgetränke prangten :roll:

    LG
    Plejaden

  • Hallo zusammen:

    Blizzard :
    Aus der nassen Zeit kenne ich das Gefühl natürlich auch, allerdings hätte ich das in der Situation sofort durch den Kauf eines Kastens besänftigt. Diese Gier wurde auch immer durch die Tatsache gedeckelt, dass ja im Laufe des Tages irgendwann der Zeitpunkt kommen würde, an dem ich dann die erste Flasche öffnen könnte. Und diesen Emotionsdeckel gibt es ja nun nicht mehr. Naja, dafür wurde ich aber bisher von Träumen verschont, wie sie Dir jetzt erschienen sind :wink: . Aber ich sehe das bei mir ähnlich wie Du bei Deinem Traum: Eine durchaus sinnige Warnung, das Thema eben nicht nach und nach in der Versenkung verschwinden zu lassen.

    Plejaden :
    Besoffene selbst habe ich keine angetroffen – die waren einige Kilometer von mir entfernt :wink: . Aber mir war schon bewusst, dass sich eben dort nun viele einer sicher nicht zu unterschätzenden Sauferei hingaben, während ich in einem der wenigen geöffneten Discounter durch die leeren Gänge schlich. Dazu kam dann noch die Tatsache, dass ich den ganzen Tag allein verbringen musste und meine Partnerin erst spät abends nach Hause gekommen ist. Für den Konsum von 3 oder 4 Flaschen Bier hätte es also weder Zeugen noch irgendwelche Spuren gegeben … Hmmm ….

    Aber wie schon erwähnt: Eine Stunde Zocken hat das ganze Gefühl wieder verschwinden lassen.
    (Wobei Starcraft an sich schon etwas mit Alkohol bzw. der Erinnerung daran zu tun hat: Als ich mich vor Jahren durch die Missionen schlug, waren immer viele Biere mit am Start. Ich hab damals wirklich bis vier oder fünf Uhr in der Früh gespielt und erst aufgehört, als ich die Maus schon gar nicht mehr sicher halten konnte :? . Macht aber auch ohne Spaß und ich freu mich auf den hoffentlich bald erscheinenden Nachfolger :D ).

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo Allerseits!

    Habe soeben einen kühnen, ja fast schon verwegenen Plan beschlossen, dessen Durchführung die Lösung (fast) all meiner momentanen Probleme verspricht. Ich bin mir zwar etwas unsicher, ob die Preisgabe dieser, meiner Gedanken nicht dazu führt, dass andere versuchen werden, es mir gleich zu tun und somit ein Heer von Trittbrettfahrern sich in intensiven Bemühungen üben könnte, mir den angestrebten Erfolg streitig zu machen, aber die Zuversicht ist tief in mir verankert. Also schnallt Euch an, hier mein Plan: Ich werde Lotto spielen :wink: . Kein Scherz! Das habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht und es erklärt wohl auch, warum der gute Mann mit dem Geldköfferchen nie den Weg an meine Haustür gefunden hat!

    So, nu hab ich's verraten. Aber seid gewarnt: ICH habe die richtigen Zahlen :D .

    Wünsche Euch allen ein angenehmes und trockenes Wochenende!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • FYI:

    Ich bleibe Euch erhalten und ziehe nicht auf die Malediven. Das ist einerseits schade, aber es bewahrt den ein oder anderen sicher auch vor einer Suchtverlagerung (wenn ich hier jetzt plötzlichen Reichtum verkündet hätte) - hat also auch etwas Gutes :wink:.

    Diese Woche wird spannend, werde berichten!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Bleib dran J.! Du hast die richtigen Zahlen, fragt sich nur für welche Ziehung? Äh, egal, ich finde deinen Plan super. Ich träume auch ziemlich oft davon Lotto-Millionärin zu werden, aber wie soll das gehen, wenn ich nie Lotto spiele :roll: .

    Ich erwarte mit Spannung deine Berichte.

  • Hallo Plejaden,

    Da haben wir ja schon wieder etwas gemeinsam :wink: . Aber ich bin Dir enteilt, weil ich bereits mein Leben dahingehend verändert habe, mich dem Spiel hinzugeben :D .

    @all: Nicht nachmachen! Der Plan klappt nur bei mir, vielleicht auch noch bei Plejaden, aber dann ist Feierabend.

    Spaß beiseite: Die Sonne lacht am Firmament und ich muss noch bis morgen Abend eine Steuererklärung fertig machen. Die Damen und Herren vom Finanzamt drohen mit Schätzung *grusel*. Aber bevor ich mich daran mache, werde ich noch ein paar Momente mit den Hunden an der frischen Luft genießen.

    Soweit.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • So, wieder zurück und nun ran an die Akten *grummel*

    An dieser Stelle erspare ich Euch eine vierzigseitige Hasstirade, in der ich mit tiefster Fassungslosigkeit das deutsche Steuersystem auseinandernehme, sondern stelle nur die Frage in den Raum, wer sich das alles eigentlich ausgedacht hat, und wer diese verursachenden Verbrecher denn bitte gewählt hat. Schuldige bitte vortreten, Steuerberater zuerst!

    Naja, aber hilft ja nix :cry: - hätt ich den Kram früher gemacht, hätt ich heut einen schönen Tag an der Sonne. Aber hab mich gedrückt und lieber Bier in mich hineingeschüttet, so gesehen: Selbst Schuld!

    Liebe Grüße

    J. (der jetzt auf Quittungsjagd geht :wink:)

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • N'Abend miteinander!

    Kleines Update:

    Nun bin ich schon fast durch mit der Steuer und es sieht doch ziemlich bitter aus. Wird wohl auf eine durchaus lochschlagende Nachzahlung hinauslaufen *cry*. Bin dennoch zufrieden: Immerhin hab ich mich zusammengerafft und das ganze erledigt. Vor einigen Monaten hätte ich auf das Schreiben vom FA gar nicht reagiert und versucht, mir Trost im Rausch zu suchen. So, wie man die Augen fest verschließt, wenn ein hungriger Tiger auf einen zurennt. Völlig daneben, wenn man es mal genauer betrachtet, oder? Die pure Sinnlosigkeit des Trinkens per se wird mir immer bewusster und das ist auch gut so ... auch wenn mein Konto das Weinen bekommt :wink: .

    Alles wird besser, ich glaub da dran!

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    die Steuererklärung ist fertig und eingeschmissen – nu warte ich mal auf den daraus resultierenden Bescheid. Auch wenn ich bereits jetzt schon in der Gewissheit lebe, dass der ein oder andere Euro ohne Gegenleistung den Besitzer wechseln wird. Naja …

    Dann hatte ich heute auch wieder einen Termin bei meinem Bewerbungscoach. Lustigerweise hat dieser in der letzten Woche den Entschluss gefasst, sich beruflich auch umzuorientieren und so verging die Stunde mehr oder minder mit einer Übergabeprozedur und einem intensiven Beschnuppern meines neuen Beraters. Hmmm, aber wir sind soweit schon mal übereingekommen, dass ich mit meinem erlernten Beruf (Medieninformatik) nicht sehr weit kommen werde: Ich bin älter als 24 Jahre, habe keinen Hochschulabschluss und beherrsche weniger als 3 Fremdsprachen fließend. Tja, und so geht das ja nun mal gar nicht *grummel*. Wenigstens meine Bewerbungsunterlagen sind erstklassig bewertet worden, allerdings mit dem Hinweis, dass diese bei einer Bewerbung auf eine geringer qualifizierte Position bereits zu gut aussieht. WTF! Wenigstens gibt es auf Einwegflaschen 25 Cent Pfand, da bleiben einem ja doch noch Perspektiven :roll: .

    Tja, hätt der liebe Joe doch nicht so viel gesoffen und sich eher seinen Problemen gestellt, dann hätt er jetzt auch einen anderen (beruflichen) Stand. Hat er aber nicht. Das wäre jetzt wieder der Moment, wo mein Hirn mir ein Bier als Problemlösung bzw. –dämpfung anbietet. Nicht in der Form von Druck (wie am Rosenmontag), sondern einfach als Handlungsoption aus der Erkenntnis heraus, dass ich zumindest heute keine zufrieden stellende Lösung für mein Problem mehr finden werde *grmpf*.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo J., es ist schon irgendwie seltsam, zu welchen Zirkelschlüssen einen das Suchtgedächtnis verleiten will, oder? "Weil ich soviel gesoffen und verdrängt habe, habe ich jetzt jede Menge Arbeit am Hals. Auf den Schreck muss ich mir einen Trinken!" :roll: . Gut, dass du dagegen steuerst und dem nicht nachgibst, denn wir wissen ja alle - dadurch verschwinden die Probleme mitnichten ;) .

    Ich beherrsche eigentlich nur Englisch fließend, Latein und Französisch kann ich leidlich lesen und Italienisch muss ich mir grad für meine Abschlussarbeit im Crash-Kurs reintun *jubel*. Im Institut ist man dann noch erzürnt ob meiner Dreistigkeit, nicht auch noch Alt- und Neugriechisch fließend in Wort und Schrift zu beherrschen. Und Türkisch sollte ich auch mal irgendwann lernen, da dort die Zukunft der Archäologie liegt...
    Also, du bist nicht allein auf weiter Flur mit deiner ausbordenden Sprachqualifikation ;)

    LG
    Plejaden

    P.S.: Ach ja, Wellensittich-Brabbeldeutsch kann ich auch noch...

  • Hallo zusammen,

    Plejaden :
    Ja, ist schon eine bemerkenswerte Rekursion, die da entstehen kann: Ich trinke, erleide Nachteile, also trinke ich weiter :? . Tja, und weil wir alle wissen, das Trinken zu keinem positiven Ergebnis kommen kann, haben wir uns da eine schöne Endlosschleife konstruiert. Das dumme an der Sache erscheint mir, dass einem die Geschichte mit den dauerhaften Nachteilen erst so spät bewusst wird, dass die kurzzeitige Vernebelung bereits fest als positiv bewertete Lösungsstrategie im Hirn eingebrannt ist. Dumm gelaufen irgendwie …

    Altgriechisch? Naja, damit könnte ich wohl auch nichts anfangen. Ich hätte Englisch in Wort und Schrift zu bieten, sowie rudimentäre Spanischkenntnisse (Zum Brötchenholen reicht’s :wink: ). Latein hat man auch versucht, mir über 7 lange Jahre beizubringen, aber das hat irgendwie nie wirklich gefruchtet … aber ich bin ja auch kein Archäologe *g*. Hmmm, und ich hätte natürlich auch noch die Fähigkeit, mit Hunden zu kommunizieren. Aber das ist einerseits eine primär nonverbale Verständigung, andererseits auch nicht so wirklich gefragt im Geschäftsleben. Also: Koffer packen, nach Spanien fahren, Sprachkenntnisse aufbessern!

    So, nachdem ich die verspätete Steuererklärung von 06 fertig gemacht habe, mache ich mich direkt an die von 07. Die möchte ja auch bald abgegeben werden und wo ich einmal in der Materie bin …

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Oh, Mann!

    Das ist ja alles gar nicht lustig mit der Steuer :cry: . Allein wegen der zu erwartenden Nachzahlung, werde ich die 07er auch erst zum allerletzten Termin abgeben. Knete will das FA dann aber trotzdem sehen.

    Ich muss zugeben, dass ich trotz meiner 32 Jahre überhaupt keine Ahnung habe, wie 'normale' Menschen mit solchen Situationen umgehen. Früher hätte ich selbstverständlich ein paar Bier getrunken und mich so der Realität entrückt. Aber wie heitert man sich angesichts eines Finanzdebakels eigentlich überhaupt auf? Wie machen die 'Normalen' das?

    Liebe Grüße

    J. (der jetzt eine Pause im Wald macht)

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Weisst Du, wer Steuern zahlt, dem geht es entweder zu gut :lol: oder er macht was falsch :shock: . Ich würd mal einen Berater fragen wie Du aus dem Schlamassel rauskommst, da es ja mit Deiner Arbeit immer noch nicht geklappt hat. Kann mir nicht vorstellen, dass da nichts zu machen ist.

    Was mir gefällt ist, dass Du mit Hunden kommunizieren kannst. Mein Vater Werner kann das auch. Sein Hund macht immer WAU und er fragt dann: "Na was hat denn mein Kleiner, was willst du mir denn sagen"? und der Hund darauf: "Ist doch ganz einfach, W wie Werner, A wie Ausgang und U wie Urinieren".
    LG, Andy

  • Hallo Andy,

    naja, zu gut gehen tut es mir bestimmt nicht :wink: . Beim Thema 'Falschmachen' könnte man jetzt diskutieren, ob es sinnvoll wäre, unsere freiberufliche Tätigkeit im Auftrag einer von uns selbst gegründeten Firma durchzuführen. Ob das aber wirklich etwas bringt bei Jahreseinnahmen, die den vierstelligen Bereich nicht verlassen? Ist halt dumm, weil es sich um Beratungstätigkeiten handelt, und sich bis auf Fahrtkosten und einige Büroartikel kaum Ausgaben gegenrechnen lassen. (Und eigentlich habe ich in Zukunft ohnehin keinen Bock mehr auf diese Geschichte, sondern hätte lieber eine Festanstellung und damit diesen Kram von der Backe, aber das ist ein anderes Thema).

    Ansonsten ist heut ein recht ruhiger Tag, der so ganz friedlich dahindümpelt, ohne mich wirklich zu berühren - weder positiv noch negativ. Habe mich als Ordnungsbeauftragter an unser Terrorkabuff gemacht: 6 Quadratmeter Raum, gefüllt mit Werkzeugen, Baumaterial, Elektrokrempel, Autozubehör, Campingartikel, Hundezeug etc. . Mit einem beherzten Bodycheck konnte ich die Tür soweit öffnen, dass ich jetzt einen begehbaren Zugang habe und das Chaos in Angriff nehmen kann :wink: . Wird mich bis in den späten Abend beschäftigen!

    Soweit mal von mir.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Huch!

    Nach fast sieben abstinenten Monaten ist mir nu wieder ein Bier in die Finger gefallen. Wohlgemerkt in die Finger und nicht in den Rachen :wink:!

    Bin doch tatsächlich im Chaos-Kabuff auf ein angebrochenes Six-Pack gestoßen. Hmmm … Der Anblick hatte überhaupt keine emotionalen Momente, weder positiv noch negativ (wie ja schon der ganze Tag :wink: ). Aber ich bin doch wieder ein wenig erstaunt ob meiner alten Verhaltensweisen aus den nassen Tagen: Dieses Lager diente als ‚Versorgungsstation’ für die abendlichen Hunderunden :roll: . Wollte ja nicht losziehen und mir eine Pulle aus dem Kühlschrank mitnehmen, denn da hätte meine Partnerin doch schon ein wenig geguckt.

    Tja, wir Alkis sind schon ein merkwürdig Volk.

    Liebe Grüße

    J. (der jetzt hoffentlich das allerletzte alkoholische Nest in seiner Bude ausgehoben hat)

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Naja, aber irgendwie hättest du auch fast damit rechnen können ;) . Die Beschreibung des Traums auf 6 Quadratmetern klang nach dem idealen Versteck.
    Ich hatte ja vor einigen Monaten eine ziemlich ekelige Entdeckung gemacht, eine versiffte Sektflasche, die ich irgendwann mal draußen aufgesammelt und hier versteckt hab, um sie heimlich zu trinken. Merkwürdiges Volk, ja.

    Hoffen wir mal, dass es wirklich das letzte Depot war ;) .

  • Hallo miteinander,

    nur ein kurzer Gruß von mir.

    Habe ein sehr intensives Wochenende hinter mir: Wir waren Sa/So mit den Hunden unterwegs (natürlich nicht nur spazieren, wir arbeiten ja auch mit den Tieren :wink: ), zwei Internetseiten wollten mit einem intensiven Update auf dem Laufenden gehalten werden und zu guter letzt habe ich Starcraft zu Ende gespielt :wink: . Letzteres ist mir zwar bereits dreimal in meinem Leben gelungen, aber da ich neulich einen Anflug von Suchtdruck damit bekämpft habe, musste ich nun natürlich den ganzen Weg gehen … so von wegen, womit man begonnen hat …!).

    Freitagabend war dann auch mal wieder eine familiäre Pflichtveranstaltung auf dem Programm. Ein runder Geburtstag und da wir uns in letzter Zeit ein wenig Geld leihen mussten, wäre ein Fernbleiben von der Festivität als völlig inakzeptabel angesehen worden. Also sind wir hin und haben uns dazugesellt. Ist schon komisch: Ich fand diese Feiern schon mit Bier nie wirklich interessant, aber ganz ohne ist es nur noch gruselig. Ein oberflächliches Gefasel und Dünkel soweit das Auge blicken kann. Macht echt keinen Spaß, aber wie gesagt: Musste sein! Sind dann aber auch zeitig wieder aufgebrochen, also bevor man den Leuten den Rausch auch wirklich anmerkte. Ich bin froh, dass mich diese Veranstaltung nicht wirklich emotional tangiert hat, denn so entstanden auch keine Trinkgelüste bei mir - weder davor, dabei, noch danach. Naja.

    Werde mich jetzt mal ans Abendessen machen und dann überlege ich mir, ob ich Broodwar installiere. Muss ja weitergehen! ... En taro Adun! :wink:

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Zitat

    Ist schon komisch: Ich fand diese Feiern schon mit Bier nie wirklich interessant, aber ganz ohne ist es nur noch gruselig. Ein oberflächliches Gefasel und Dünkel soweit das Auge blicken kann.


    Mh, das hat schon eine Gänsehaut bei mir geweckt. Könntest echt von unseren Familienfeiern reden... Entweder wird darüber gequatscht, dass der Günther wieder Last mit der Prostata hat, die Helma gefallen ist und der Friedrich mit Krebs im Krankenhaus liegt*, oder mein Bro und ich werden auf völlig distanzlose Art und Weise angehauen wann denn endlich die Enkelkinder kommen. An dieser Stelle platzte dann lautlos eine Ader in meinem Hirn.

    Pass trotz der ausgebliebenen Gelüste auf dich auf, wir wissen ja inzwischen, dass die Dinger manchmal im Nachhinein zuschlagen... :? Ansonsten viel Spaß bei Broodwar!

    LG
    Plejaden

    *Namen von der Redaktion geändert bzw. frei erfunden ;)

  • Hallo Plejaden,

    ja, dieses Enkelkindthema wird bei uns auch bisweilen hervorgekramt :wink: . Besonders schlimm finde ich bei diesen Familienfeierlichkeiten jedoch, dass sich zur reinen Verwandtschaft auch diverse Freunde und Bekannte meiner Schwiegereltern gesellen. Da drehen sich die Gesprächsthemen eben nicht nur um die aktuellen Wehwehchen, sondern natürlich auch darum, wer jetzt eigentlich der Tollste von Allen ist. Frei nach dem Motto: Mein Haus, mein Auto, mein Garten und ganz wichtig: Meine erfolgreichen(!!!) Kinder. Leider geben meine Partnerin und ich selten Anlass zum Prahlen, von daher ist unsere Anwesenheit zwar Pflicht, aber da man uns nicht so präsentieren kann, wie man es gerne möchte … naja. Ganz ehrlich: Wenn es uns finanziell dauerhaft besser gehen würde, dann würde der Kontakt wohl auch immer weiter einschlafen (was übrigens auch im Sinne meiner Partnerin wäre: Sie regt sich dreimal so heftig über ihre Familie auf), aber solange dem nicht so ist, sind wir eben im Notfall auch auf diese Beziehungen angewiesen. Da sind dem Thema Egoismus/Eigenverantwortung aus Deinem Thread leider Grenzen gesetzt. Tja, da hätten wir es wieder: Ein paar Kröten mehr auf dem Konto und das Leben wäre zwar nicht schöner, aber zumindest unkomplizierter.

    Die Welt ist schlecht! :wink:

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo zusammen,

    was ich noch vergessen habe zu erwähnen: Der Dunstkreis um meine Schwiegereltern hat eine doch sehr schwierige Vorstellung von der Krankheit Alkoholismus. Wie ich schon im Faden von Pappnase geschrieben habe, gehört zu diesem Bekanntenkreis auch ein Mann, der mit einer Leberzirrhose im Endstadium dem Ableben entgegensteuert. Die Schädigung des Organs ist auch eindeutig auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen, da gibt es keine Zweifel im Bekanntenkreis. Dennoch wird hier nicht von Alkoholismus gesprochen! Auch wenn der kausale Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung offensichtlich ist, kann man dem Mann allenfalls eine kleine Persönlichkeitsschwäche attestieren. Ein Hauch einer Tendenz zum Genuss sozusagen :roll: . Denn für eine öffentlich zu brandmarkende Klassifikation als Alkoholiker reicht ein verfrühtes Ableben einfach nicht aus. Schließlich ist (oder besser gesagt war) dieser Mann wirtschaftlich sehr erfolgreich und auch Frau und Kinder klagten nicht ihr Leid ob des stets betrunkenen Partners bzw. Vaters. Das sind aber offensichtlich wesentliche Bedingungen, die erfüllt werden müssen, damit man auch das Gütesiegel ‚geprüfter Alkoholiker’ tragen kann.

    Dazu auch folgende kleine Geschichte: Als meine Partnerin meinen Schwiegereltern im letzten Jahr eröffnete, dass ich im Krankenhaus zwecks Entgiftung verweilte, kamen sehr besorgte Fragen auf: Ob ich denn jeden Abend lallend und pöbelnd durch die Gegend wanken würde, oder ob ich denn gar handgreiflich gegenüber meiner Partnerin werde. Nachdem diese Fragen beruhigenderweise verneint wurden, ist aber auch mein Krankheitsstatus gefallen und deshalb betreibe ich eine mehr oder weniger freiwillige Abstinenz. Denn da ich ja offensichtlich noch eine gewisse Kontrolle über das Ausmaß meines Trinkens verfügte, verfüge ich ja wohl auch über die Kontrolle, das erste Glas stehen zu lassen. Ist ja wohl zu schaffen – in den Nachkriegsjahren aufzuwachsen war ja auch nicht leicht *wunder*.

    Bestes Beispiel für das Nichtbegreifen der Krankheit war am Freitag folgende kleine Szene: Meine Partnerin und ich verweilten auf dem Sofa, während sich die Gesellschaft vor dem Essen in zwei Grüppchen aufspaltete: Die einen wanderten in die Küche, um dort in geselliger Runde die ersten Gläser Wein zu trinken, die anderen versammelten sich in der Bar rund um den Zapfhahn. Als meine Schwiegermutter uns da so sitzen sah, fragte sie, warum wir uns denn nicht zu den anderen in die Bar begeben. Auf meine Gegenfrage, was ich denn bitte in einer Bar suchen sollte, kam dann sehr flapsig die Bemerkung: ‚Ach, das ist doch Blödsinn. Du musst ja nichts trinken.’

    Wie gesagt, ich würde mir solche Veranstaltungen auch lieber sparen, aber das würde mit der Begründung ‚Ich kann nicht, weil ich Alkoholiker bin’ erst funktionieren, wenn ich meinen Kontrollverlust mit dem Verlust des Führerscheins und wenigstens einer Anzeige wegen Körperverletzung belegen kann …. wobei ich dann allerdings auch gar nicht mehr aufzutauchen bräuchte :wink: .

    Alles nicht so einfach.

    Liebe Grüße

    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

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