Beiträge von JoeDoe

    Hallo Allerseits!

    Habe soeben einen kühnen, ja fast schon verwegenen Plan beschlossen, dessen Durchführung die Lösung (fast) all meiner momentanen Probleme verspricht. Ich bin mir zwar etwas unsicher, ob die Preisgabe dieser, meiner Gedanken nicht dazu führt, dass andere versuchen werden, es mir gleich zu tun und somit ein Heer von Trittbrettfahrern sich in intensiven Bemühungen üben könnte, mir den angestrebten Erfolg streitig zu machen, aber die Zuversicht ist tief in mir verankert. Also schnallt Euch an, hier mein Plan: Ich werde Lotto spielen :wink: . Kein Scherz! Das habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht und es erklärt wohl auch, warum der gute Mann mit dem Geldköfferchen nie den Weg an meine Haustür gefunden hat!

    So, nu hab ich's verraten. Aber seid gewarnt: ICH habe die richtigen Zahlen :D .

    Wünsche Euch allen ein angenehmes und trockenes Wochenende!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo zusammen:

    Blizzard :
    Aus der nassen Zeit kenne ich das Gefühl natürlich auch, allerdings hätte ich das in der Situation sofort durch den Kauf eines Kastens besänftigt. Diese Gier wurde auch immer durch die Tatsache gedeckelt, dass ja im Laufe des Tages irgendwann der Zeitpunkt kommen würde, an dem ich dann die erste Flasche öffnen könnte. Und diesen Emotionsdeckel gibt es ja nun nicht mehr. Naja, dafür wurde ich aber bisher von Träumen verschont, wie sie Dir jetzt erschienen sind :wink: . Aber ich sehe das bei mir ähnlich wie Du bei Deinem Traum: Eine durchaus sinnige Warnung, das Thema eben nicht nach und nach in der Versenkung verschwinden zu lassen.

    Plejaden :
    Besoffene selbst habe ich keine angetroffen – die waren einige Kilometer von mir entfernt :wink: . Aber mir war schon bewusst, dass sich eben dort nun viele einer sicher nicht zu unterschätzenden Sauferei hingaben, während ich in einem der wenigen geöffneten Discounter durch die leeren Gänge schlich. Dazu kam dann noch die Tatsache, dass ich den ganzen Tag allein verbringen musste und meine Partnerin erst spät abends nach Hause gekommen ist. Für den Konsum von 3 oder 4 Flaschen Bier hätte es also weder Zeugen noch irgendwelche Spuren gegeben … Hmmm ….

    Aber wie schon erwähnt: Eine Stunde Zocken hat das ganze Gefühl wieder verschwinden lassen.
    (Wobei Starcraft an sich schon etwas mit Alkohol bzw. der Erinnerung daran zu tun hat: Als ich mich vor Jahren durch die Missionen schlug, waren immer viele Biere mit am Start. Ich hab damals wirklich bis vier oder fünf Uhr in der Früh gespielt und erst aufgehört, als ich die Maus schon gar nicht mehr sicher halten konnte :? . Macht aber auch ohne Spaß und ich freu mich auf den hoffentlich bald erscheinenden Nachfolger :D ).

    Liebe Grüße

    J.

    Hi Pappnase,

    hast ein prima Frauchen :wink: !

    Im Ernst: Wenn Du wirklich dauerhaft ohne Alkohol leben möchtest, dann macht es auch keinen Sinn, selbigen im Haus zu horten. Und auch wenn Du Deiner Frau gerne mal ein Glas gönnen magst: Wenn sie kein Alkoholproblem hat, dann ist es für sie auch kein Verzicht, dieses Glas eben nicht zu bekommen. Das macht den Unterschied zwischen ‚normal’ und ‚alkoholkrank’ aus :wink: .

    btw:

    Zitat

    ihr solltet immer daran denken das ich weder zu einer entgiftung oder ähnichen musste, keine zitterigen hände oder ähniches

    Das ist eigentlich völlig egal, weil der Mechanismus immer der gleiche ist: Kontrollverlust! Ob das jetzt alle vier Wochen passiert, jeden Samstag oder sogar täglich, der Hase liegt genau da im Pfeffer, wo man die Fähigkeit verliert, sein Trinkverhalten im Rahmen zu halten. Das sollte Dich freuen, weil Du eben schon so 'früh' einen anderen Weg einschlägst, aber Dir auch ins Bewustsein rufen, dass sich der Alkoholkonsum wirklich zu einer dramatischen Erkrankung ausweiten kann.

    Also: Tapfer bleiben und konsequent den Weg beschreiten!

    Liebe Grüße

    J.

    Hi Pappnase,

    hmmmm, was hast Du denn noch so mit Deinen Vorräten vor? Ihnen beim Überschreiten des MHD zuschauen, oder lieber Gästen anbieten und Dir ein "Hah, das tut jetzt aber gut" anhören? Ich frag ja nur mal so.

    Im Ernst: 4 Tage sind jetzt rum, Dein Leben dauert aber noch ein Weilchen länger und sicher wird es auch Tage geben, an denen Du Dir denkst "Schei## die Wand an, was is das alles eine Ka###" oder so ähnlich. Da sind die paar Meter zur Bäckerei vielleicht diejenigen, die Dich vor dem Griff zur Flasche bewahren. Schuhe und Jacke anziehen, den Schlüssel einpacken, das sind alles wertvolle Momente, in denen man noch einmal nachdenken kann.

    Übrigens: Flaschen können nicht hören, daher ist es ihnen egal, was Du ihnen sagst :wink: . It's all in your head!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo zusammen,

    wollte noch einen kleinen Nachtrag zum Karneval machen, weil ich gestern ja nur kurz hineingeschaut habe:

    Also, in letzter Zeit habe ich mir ja einige Gedanken zum Thema Suchtdruck / Rauscherinnerung / Trinkverlangen gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich seit meinem Abstinenzbeginn keinen wirklichen Saufdruck empfunden habe, oder anders formuliert: Die Beschreibungen von anderen Personen zu diesem Thema klangen für mich immer um ein Vielfaches dramatischer.

    Nun hatte ich am Rosenmontag dann tatsächlich das ‚Vergnügen’, auch mal von dieser Dramatik gepackt zu werden. Wie ich ja schon mal erwähnt habe, kann ich mit Karneval per se nichts anfangen. Von daher kann es also nicht gekommen sein. Aber trotzdem überkam mich beim Einkaufen der Drang, mir ein paar Flaschen Bier mitzunehmen :cry: . Nun habe ich das zwar nicht getan, aber es kostete doch ein wenig Überwindung, mich ‚ohne’ aus dem Laden zu entfernen und den Heimweg anzutreten. Hmmm, und anders, als bei anderen Gelegenheiten hatte ich diesmal auch überhaupt keinen Grund, also weder als Belohnung, noch zur Frustbekämpfung. Es war einfach nur ein dumpfes Gefühl von Gier. Habe mich dann daheim eingeigelt und einige Computerspiele rausgekramt. Bin bei Starcraft hängengeblieben und nach einer Stunde war das Gefühl dann auch rückstandsfrei vergangen.

    Tja, so etwas gibt’s dann wohl auch bei mir, aber wenn es erst nach gut 7 Monaten erstmalig und in Zukunft auch nicht wieder auftritt, dann bin ich ja weiter guter Dinge …. Unangenehm war es dennoch!

    Nun ja …

    Liebe Grüße

    J.

    So, da bin ich wieder!

    Karneval ist überstanden und das sogar ohne Netzanschluss! Das zweite Modem innerhalb eines halben Jahres gehimmelt (wobei ich diesmal nicht selbst schuld war :wink:). Aber es gibt ja noch so etwas wie Kundenservice. Ist zwar selten, aber manchmal gibt's den tatsächlich.

    Whatever!

    So, und nun bin auch schon wieder weg. Hab noch einiges zu tun, aber musste das neue Modem ja kurz testen :wink:.

    Wünsch Euch allen trockene 24.

    Liebe Grüße

    J.

    ... nun bin ich denn wieder erleuchtet :idea: . So rein lichttechnisch betrachtet jedenfalls. Im Supermarkt habe ich bei dem Biersortiment dann mal auf meine Gefühlslage zu den dargebotetenen Produkten geachtet: Nichts! Trotz mieser Stimmung keinerlei Angebote aus meinem Gehirn, mich doch jetzt mit 'Stoff' zu versorgen. Finde ich irgendwie positiv, auch wenn ich den Tag jetzt abhake. Morgen früh bin ich den ganzen Tag unterwegs und da kann's nur besser werden.

    Plejaden :
    Jupp, bislang sind diese Tage eher selten. Daher mache ich mir auch keine großen Gedanken ... doof ist es dennoch irgendwie. Tja, und mit meiner Partnerin und mir ist es leider eher so, dass wir uns launemäßig ziemlich gleichen. Wenn dann also die Stimmung in den Keller fällt, dann kann uns nur noch ein Hund helfen :wink: .

    Aber morgen geht's wieder aufwärts!

    Liebe Grüße

    J.

    ... so, die Sonne hat mich ein wenig besänftigt und während ihres täglichen Unterganges ein durchaus respktables Abendrot an den Himmel gezaubert. Da ich einen ganz netten Blick aus meinem Dachfenster habe, habe ich die Szene dann mal 'abgeschossen'. Dämmerungsblider ... schön kitschig :wink: . Leider ist es nur eine kleine Aufmunterung gewesen, denn schon wird es dunkel!

    Naja, werde mal losziehen und Glühbirnen besorgen (gestern sind zwei vergangen), damit ich hier nicht im Finsteren sitzen muss.

    LG
    J.

    Hallo zusammen,

    heute ist irgendwie kein schöner Tag :cry: . Das Wetter ist mies, meine Stimmung ist es irgendwie auch und rundherum wird Karneval gefeiert (was mich zwar nicht wirklich tangiert, aber dennoch die Differenz im Wohlfühlfaktor zwischen mir und dem Rest der Welt zum Ausdruck bringt). Weiter versüßt hat mir meine Partnerin den Tag, die heute auch mit dem falschen Fuß dem Bett entstiegen zu sein scheint, indem sie wegen jeder Kleinigkeit eine endlose Diskussion von Zaune brechen wollte. Das ist mir dann aber irgendwann zu blöd geworden und ich hab mich für ein paar Stunden mit meinem Hund im Wald verzogen. Nu sitze ich wieder allein zu Haus und weiß grad nix mit mir anzufangen. Nicht, das es nichts zu tun gäbe, nur die Motivation fehlt gerade ein wenig.

    Hmmm, das war früher ein klarer Fall für ein Bier. Wirklichen Suchtdruck habe ich keinen, nur diese Option tauchte kurz in meinem Hirn auf, erschien aber im gleichen Augenblick so vollständig sinnfrei und wurde direkt mit einer mittlerweile immer stärker werdenden Natürlichkeit zur Seite geschoben.

    Was früher schon mal einen leichten, aktiven Widerstand erforderte, wird bei mir inzwischen schon selbstverständlich und automatisch abgelehnt. Fast schon so, als hätte ich nie ein Alkoholproblem entwickelt. Das ist auf der einen Seite zwar schön, aber offenbart auf der anderen Seite die Gefahr des Vergessens. Achtsamkeit beim Thema sollte mich also auf meinem Lebensweg stets begleiten.

    Mal sehen, ob ich heut noch bessere Laune bekomme :roll: :?:

    Liebe Grüße

    J.

    Kleiner Nachtrag:

    Ich habe gerade 4 Briefe aus dem Kasten gefischt, in denen man mir viel Glück und alles Gute auf meinem weiteren Weg gewünscht hat! … Leider aber immer erst nach dem Satz, der da mit den Worten endet: ‚… haben wir uns für einen anderen Bewerber entschieden.’ :cry:.

    Naja …

    J.

    Hallo zusammen,

    gestern hatte ich nun das finale Gespräch mit meiner Suchtberaterin. Wir haben noch einmal sehr intensiv auf die letzten Monate zurückgeblickt und natürlich auch einen Blick auf meine Pläne für die Zukunft geworfen. Es hat mich natürlich erfreut, dass sie mich auf einem guten Weg wähnt :D . Ich mag mich auf einer solchen Einschätzung jetzt nicht ausruhen, aber es tut trotzdem gut, wenn man von einem Menschen, der tagtäglich mit Suchterkrankten zu tun hat, gesagt bekommt, dass man sich grundsätzlich in eine richtige Richtung bewegt.

    Ein kleiner Gedanke noch zu dem Thema ‚Therapie – Ja oder Nein?’ aus dem Nachbarthread von liebehexe, denn mein erster Beitrag in diesem Thread hatte ja genau diese Frage als zentrales Thema:

    Ich habe sowohl das ambulante, als auch die stationäre Therapieangebot nicht wahrgenommen. Die Entscheidung habe ich jeweils für mich allein getroffen, wobei mein persönliches Befinden und meine momentane Lebenssituation natürlich auch eine Rolle gespielt haben. Dabei ist mir selbstverständlich bewusst, dass ich unter Umständen einige wertvolle Erfahrungen und Tipps verpasst habe, und dass sich mein Weg in eine wirklich zufriedene Trockenheit auch nicht verkürzt. Aber dennoch war und bin ich der Meinung, dass ich für mich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich fand es teils doch etwas erschreckend, wie sehr sich im Nachbarthread die Gemüter über dieses Thema erhitzt haben. Hätte ich diesen Thread im August als Frischabstinenter gelesen, wäre ich sicher etwas verunsichert worden.

    So, wie ich mir wünsche, dass meine Entscheidung dazu respektiert und geachtet wird, so achte und respektiere ich auch jeden, der seinen Weg mithilfe eines therapeutischen Programms bestreitet. Am Ende kann ich mir nicht vorstellen, dass das persönliche ‚Rüstzeug’ ausschließlich von diplomierten Psychologen ausgehändigt werden kann oder darf (oder gibt es dazu ein Gesetz in Deutschland :wink: ).

    Nun ja, werde mich jetzt mal ans Tagwerk machen (neben Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitätern bin ich hier und heute wohl einer der ganz, ganz wenigen, die versuchen, den Tag mit sinnvoller Tätigkeit zu füllen :wink: ).

    Liebe Grüße

    J. (dem heute freudig aufgefallen ist, dass die Tage langsam länger werden :D )

    Hallo liebehexe (bist Du eigentlich noch da?), Hallo Forum,

    das sind ja richtige Grabenkämpfe, die sich hier abspielen – also ob das so wirklich hilfreich ist :? :? :? .
    Ich kann mich eigentlich auch nur den Worten von Andi anschließen: Die beste Therapie ist frei von Sinn, wenn ich nicht wirklich den Wunsch habe, mein Leben zu ändern. Aber wenn ich mein Leben ändern möchte, dann ist es doch zweitrangig, woher ich mein Rüstzeug bekomme.

    Denn eines ist doch auch klar: Auch die beste Therapie ist irgendwann einmal zu Ende und das darauf folgende Leben, das müssen wir alle wieder allein bewältigen.

    Ach ja: Ich hoffe, jetzt haben wir Dich nicht vergruselt, liebehexe. Ich würde mich immer noch freuen, wenn Du einige Zeilen über Deinen Weg schreiben würdest … aber das dann vielleicht in einem neuen Thread :wink: .

    Liebe Grüsse

    J.

    Hallo marla,

    warum?

    Ich denke, liebehexe hat auch keine klinische Entgiftung hinter sich gebracht. Ich dagegen habe das schon gebraucht. Wenn ich dann auf eine Aussage treffe, die besagt, dass ich das eben nicht alleine hinbekommen habe, dann ist das einfach nur richtig! Da fühle ich mich nicht angegriffen.

    Man kann gerne darüber diskutieren, ob die Formulierung nicht etwas ungeschickt geraten ist und dadurch überheblich wirkt, aber das kann man ganz ehrlich auch oft genug bei Aussagen oder Kritiken von einigen Langzeittrockenen machen. Von daher ... ?

    Was mich interessieren würde, liebehexe, ist, wie Du Dich denn so im Einzelnen 'trockengelegt' hast, also welche Veränderungen Du vorgenommen hast und wie sich Dein Leben dadurch verändert hat.

    Würde mich freuen, darüber etwas lesen zu dürfen!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo miteinander!

    Plejaden :

    Zitat

    Na das tönt doch schon anders.


    Tja, das ist gerade so mein Dilemma: Mal finde ich meine Bemühungen sehr positiv und in die Zukunft orientiert, und an anderer Stelle denke ich, dass ich viel zu wenig mache, um mich beruflich wieder zu rehabilitieren. Schon komisch irgendwie …

    Zitat

    um in Zukunft dann vielleicht doch für verantwortungsvollere Aufgaben gewappnet zu sein.


    Kleine Schritte sind wohl der Weg! Ich kann im Augenblick gar nicht richtig abschätzen, wie viel Verantwortung ich zurzeit tragen kann. Bei meinem letzten Job war es sogar recht viel und ich habe auch 99% meiner Aufgaben erledigen können … aber damals habe ich auch diverse Male den Stress des Tages mit einigen Flaschen Bier besänftigt :? . Und das ist ja nun keine Lösung für Belastungskompensation. Naja, wird schon! Gut Ding will Weile haben :D .

    Werde mich jetzt mal losschwingen und das Abschlussgespräch mit meiner Suchtberaterin führen. In der guten Hoffnung, dass es das letzte Mal ist, dass wir auf dieser Ebene miteinander sprechen :wink: .

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo hexe,

    erstmal herzlich willkommen hier im Forum und meinen Glückwunsch zu Deiner konsequenten Lebensumstellung.

    Zum Thema Therapie: Das ist ja doch ein sehr interessantes Thema. Ich kenne auch Menschen, die 'ganz allein' erfolgreich vom Alkohol losgekommen sind. Ich selbst habe für mich nach reiflicher Überlegung die mir angebotenen Therapien abgelehnt und bin bisher auch guter Dinge. Andere wiederum durchlaufen mehrfach Entwöhnungsprogramme und werden dann trotzdem nach wenigen Wochen immer wieder rückfällig. Bei allem Schwarz-Weiß-Denken sind wir Menschen eben doch Individuen und jeder braucht sein ganz persönliches Maß an Unterstützung.

    Zitat von marla

    anscheinend schaffen es ganz viel ohne thera...

    Zitat von M.2109

    Ganz alleine und ohne jegliche Hilfe ,schafft es auch keiner !


    Dazu fällt mir ein Satz ein, den ich von einem Freund aus Russland einmal gehört habe:

    Ich weiß gar nicht, warum ihr hier in Deutschland alle immer zum Therapeuten rennt, in Russland haben wir dafür Freunde.

    Das soll sich jetzt bitte niemand persönlich anziehen – ist nur eine kleine Kritik an unserer Ellenbogen-Leistungs-Gesellschaft und der daraus resultierenden Konsequenz für das Individuum.

    Ich denke, solange man frei von Verzichtsgedanken und in steter Achtsamkeit leben kann, ist man auf einem guten Weg - ganz egal ob mit oder ohne Therapie.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Andy,

    Dank Dir für die kleine Aufmunterung.

    Zu Deiner Idee: Ahhhh, ich glaube, das ist nichts für mich. Neben meinem Alkoholproblem kämpfe ich auch an einer weiteren Front, und die hat etwas mit überdurchschnittlich ausgeprägter Zurückhaltung bei sozialen Kontakten zu tun. Hochgradig lästig und im Zusammenhang mit Deiner Idee auch nicht unterzubewerten. Zudem hätte ich Angst, mit einem solchen Laden auf die Fre### zu fallen und am Ende ein noch größeres Loch in meinen Finanzen vorzufinden. Ich weiß: Wer nichts wagt … :wink: .

    Ganz ehrlich: Zurzeit würde ich lieber in einem Angestelltenverhältnis arbeiten. Da lastet die Verantwortung nicht so exorbitant auf meinen Schultern und vorausgesetzt ich würde auch in einem soliden Unternehmen landen, hätte ich auch ein regelmäßiges und mittelfristig sicheres Einkommen.

    Ich arbeite im Moment mit einem Bewerbungs-/Vermittlungscoach an meinen Unterlagen und wir suchen Stellen/Unternehmen, die mir bisher noch nicht aufgefallen sind. Nächste Woche habe ich da wieder einen Termin. Mal sehen, was der gute Mann mit seinen Kontakten so herausgefunden hat.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo zusammen,

    habe gerade mal einen kleinen Blick auf unsere aktuelle Finanzlage und die in den nächsten Wochen anstehenden Kosten geworfen und irgendwie wird mir dabei schwindelig :cry: . Die Lichtmaschine und der Tierarzt haben doch ganz schön rein gehauen und die laufenden Ein- und Ausgaben sind zurzeit auch nicht so, wie sie sein sollten. Irgendwie schafft das eine depressive Stimmung bei mir … Hmmm … Eigentlich habe ich mich in den letzten fünf Jahren auch bei fast allen Firmen hier beworben, die einen Arbeitsplatz anzubieten hätten, der in etwa auf mein Ausbildungsprofil passt, aber was soll man sagen: der studentische Jahrespraktikant ist halt viel, viel günstiger in Anschaffung und Pflege :cry: . Würde gerne hier weg! Aber auch ein Umzug kostet Geld. Mist!

    Auch wenn ich im Alltag wenig mit Gedanken an Alkohol zu kämpfen habe, so denke ich, dass sich diese Perspektivlosigkeit auf Dauer als gefährlich erweisen könnte.

    Tja, gestern noch optimistisch, heute wieder ein wenig Trübsal blasend: Bin ein wenig schwankend in meinem Stimmungsbild.

    Liebe Grüße

    J.

    So, nun habe ich leider eine Absage wegen des Jobs bekommen, für den ich mich (auch mit Unterstützung von Vitamin B) beworben habe.

    Irgendwie schade, aber irgendwie auch OK. Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr habe ich tatsächlich auch das Gefühl bekommen, mich mit diesem Job zu überfordern. Ich kann es zwar nicht mit Gewissheit sagen, aber ich glaube, Stress in dieser Form ist sicher nicht trockenheitsfördernd.

    Wie auch immer, sehe trotzdem optimistisch in die Zukunft :D !

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Andy,

    find ich klasse, dass Du Dir die Zeit genommen hast, um über die Worte von Scrooge ein wenig nachzudenken (auch wenn ich diese als sehr direkt empfunden habe). Viele fühlen sich leider durch solche Worte persönlich beleidigt und ziehen sich dann zurück ohne einmal das Gesagte zu reflektieren.

    Von daher: Glückwunsch zum 22sten und schön am Ball bleiben!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Plejaden,

    klingt ja wie immer sehr optimistisch bei Dir :D . Gerade auch die Situation mit Deinem Freund: Die Gefühle eines Menschen wahrnehmen und darauf auch angemessen reagieren zu können, das schafft man nur mit einem klaren Geist! Eine ähnliche Erfahrung habe ich ja kürzlich auch hinter mich bringen können (oder besser gesagt müssen :cry: ).

    Wüsche Dir einen entspannten und erfolgreichen Tag an der Uni.

    LG

    J.