hallo zusammen...
meine vt hatte es heut in sich.war heftig und tat weh...
heute haben wir uns selbstverständlich über meinen bruch mit mum unterhalten.was passiert ist in der zwischenzeit und wie es dazu kam,das ich gesagt habe:ja,wir sind ab jetzt geschiedene leute...ich kann nicht anders.
erzählte die irrsinnigen vorwürfe,ihr trinken,ihre lügen,ihre hetzerei,ihr schlecht machen aller anderen...halt alles was so war...
laut therapeutin sind das ganz klare verhaltensweisen für einen alkoholiker.leider wäre es sehr oft so,das wenn ein ehepartner trinkt,der andere auch mittrinkt,da er nicht die kraft für eine trennung hat.ich glaube das das immer so bei meiner mum war.bin ich überzeugt von.nicht umsonst hat meine schwester sie als kind mehrmals gebeten sich von papa zu trennen.es ging auch um meine erinnerungen.da kann ich auch nur zu sagen das meine mum immer schon getrunken hat(obwohl sie es ja immer verharmlost hat).ich erzählte von einer mum die als ich nach hause kam regungslos auf dem boden lag.als wär es das normalste von der welt hob ich ihre beine hoch,rief immer wieder mama,mama..holte nasse tücher,schüttelte sie.solange bis sie aufwachte.ich weiss garnicht wie sie es mir erklärte damals.entweder sagte sie wohl kreislauf,medikamente,oder so..ich habs vergessen.es kann aber auch sein das zwischen uns keine erklärung notwendig war.ICH VERTRAUTE IHR VON KINDHEITSBEINEN AN BLIND.war wohl nur froh "das sie wieder bei mir war"...
ich sollte heut über den leberzirrhosetot meines papas erzählen...wie ich ihn erlebt habe...wie und was passiert ist im krankenhaus...
mein papa kam ins kh und am nächsten tag war er eigentlich schon wirre.dann ging alles sehr schnell.in der darauffolgenden nacht randalierte er wohl.wollte nach hause.schimpfte,schlug um sich...er wurde fixiert.zum schutz für ihn und für andere...danach fiel er ins delirium,schlief nur noch..wir fütterten ihn(das heisst wir flösten ihm flüssigkeit ein)er phantasierte,sah dinge die nicht da waren,erzählte unheimliche sachen.wurde gehässig.überwiegend lag er aber einfach nur teilnahmslos rum.er jammerte,wurde mittlerweile künstlich ernährt.wahr mehr wie wund gelegen,alles suppte nur so aus ihm herraus.ich pflegte ihn,cremte ihn ein,sprach mit ihm.er hörte mich...oder auch nicht.er schaute mich immer nur an.ich glaube er wusste schon garnicht mehr wer ich überhaupt war.dann die nachricht...intensivstation.papa hatte eine lungenentzündung.neben uns mussten andere leute über leben und tot bei ihren angehörigen entscheiden,wärend papa eigentlich garnicht verstand was um ihn rum passiert...nach drei tagen wieder zur normalesn station.er war "wach"und ein wrack.man hatte ihn in einen stuhl gesetzt als ich mal kam.er saß da und wollte was trinken.ich fragte ihn ob ich helfen solle.nein(kopfschütteln)..mein papa konnte nicht mehr allein trinken.es ging nicht mehr,vom bewegungsablauf...das gehirn funktionierte nicht mehr...immer wieder sprach ich ihm gut zu...das er wieder zu kräften kommen müsse...meine mum war eigentlich während dieser gesammten zeit(4wochen)ziemlich gefasst.sie hat ihn schon sehr früh "abgeschrieben".die behandelnde ärztin besprach immer alles mit mir.weiss auch nicht warum...ich hab auf jeden fall nicht...hier,hallo gerufen...sprechen sie mit mir und nicht mit meiner mutter.damals konnte ich mir schon von mum anhören,das ja alle nur immer mich angucken und mit mir reden...eines tages sagte die ärztin das nun alles medizinische getan worden wär und ich mich mit ner sozialarbeiterin besprechen solle was mit papa wird.er sei nun ein pflegefall und müsse ins heim...meine mum wünschte sich das ihm das erspart bleibt...ich wünschte mir meinen papa zurück.ich hielt mich richtiggehend an diesem strohhalm fest.wenn auch im heim..ich hätte ihn noch..und er wär noch da..ein paar tage musste papa die ganzen prozeduren noch ertragen..mehrmals täglich abgesaugt werden(die geräusche hör ich immer noch,so schrecklich war das..ich stand daneben und weinte..)sein fuss sah aus wie ein klumpen und verfärbt in allen farben,alles an ihm war knochig und zerbrechlich...an einem samstag ist sein herz dann einfach stehen geblieben.
heute sagte ich dann meiner therapeutin das ich keinen solchen tot mehr zugucken werde.ich will das alles nicht nochmal.sie sagt das es gut ist das ich das so deutlich aussprechen kann und für mich so klar entschieden habe.ich sprach von schuldgefühlen..schlechte tochter und so...darauf sagte sie das das nichts mit schuld zu tun hat.das sei reiner selbstschutz den ich jetz anwende...und das ich selbst wenn ich nicht den kontakt abgebrochen hätte,ich meine mum auch nicht retten könne.das was ich zuerst versucht und gemacht hab war kurzfristige konsequenz.jetzt heisst es langfristige konsequenz zu lernen.das "aushalten"...
im moment weiss ich auf jeden fall,das ich lieber kurze ungute gefühle wie schlagartige übelkeit,angst und traurigkeit in kauf nehme...als mit meiner mum "so"wie bisher weiter zu machen...
ach ja,es ging auch noch darum das meine mum die sich ja sehr lange zeit über ihren mann beschwerte,wie unglücklich sie doch sei u.s.w. und alles nur von papa abhing...nach seinem tot führte sie jedoch überwiegend dieses leben weiter...aus freiem willen.bis eines tages ihr kartenhaus zusammen brach und ihre sucht ans tageslicht kam.in der zwischenzeit fokussierte sie sich unaufhörlich auf mich(ihr mann war ja nicht mehr da).ihr werden auch meine veränderungen in keinster weise gefallen.ich funktioniere ja nicht mehr so wie gewohnt..
ich hör erstmal auf...
gute nacht ihr lieben..
liebe grüsse caro