Hallo Melanie
habe erst jetzt diesen Thread gelesen und natürlich mir so meine Gedanken gemacht.
Zum ersten, ich persönlich glaube nicht an bedienungslose Liebe, nicht in der Partnerschaft. Wenn, dann als Liebe der Mutter/Vater zum Kind aber nicht zum Partner. Für mich ist diese Art Liebe großer als die Liebe zu sich selbst, als selbsterhaltungstrieb. Ich würde sofort und ohne nachzudenken mein Leben für mein Kind opfern, für meinen Partner...weiss nicht, eher nicht.
Bedinungslos heisst auch für mich, dass ich auch das ertrage was für mich nicht gut ist, und das ist auf jeden Fall nicht gesund.
Für mich persönlich erstrebenswert ist ein Gefühl, das stärker ist als alles andere aber ich will einen anderen Menschen nicht mehr mehr lieben als mich.
Als Co hat für mich die Priorität, mich selbst nicht wieder zu verlieren. Wenn ich aus meiner eigenen Kraft für mich leben kann, so kann ich dann auch meinen Partner so lieben wie er ist, weil ich schon alles habe was ich zum Leben brauche, er soll nur die "Sahne" sein. Etwas gutes, fröhliches, wichtiges...wenn ich ein Haus wäre, wäre die Liebe zu mir die Grundmauer, und Liebe meines Partners der Garten. ich kann es leider nicht besser erklären.
Ach Liebe Melanie, eigentlich habe ich das gleiche Problem wie Du, obwohl in einem anderen Bereich. Ich denke aber, die Strukturen und Ursachen sind die gleichen.
Bei der S...tät brauche ich die "seelische intimität" deswegen muss ich lieben um mich fallen zu lassen.
Zwar ist für mich das Knistern bei den neuen ein Kick, aber fürs mehr als flirten langt es nicht.
Mein Problem ist das Reden. Kommt die Nähe, geht das reden. So wie bei meiner jetzigen Partnerschaft, als wir uns nocht nicht so nah waren, konnte ich mich so...mental fallen lassen. mich öffnen, darüber sprechen wie ich bin, was ich erwarte, auch über intime Dinge und Dinge die ich normalerweise nicht erzählen würde. Als die Liebe kam, war es vorbei. Ich kann kaum den Mund aufmachen. So stark die Angst vor der Verletzung, weil mich nur Menschen die ich liebe wirklich verletzen konnen.
Ich glaube auch wie Du, dass es von den Elternhaus kommt. Bei uns wurde niemals über Gefühle gesprochen, Gefühle gezeigt haben meine Eltern normalerweise gezeigt, wenn sie genug intus hatten. Anstonsten gehörte es sich nicht. Ich dürfte nicht laut lachen, ich dürfte nicht weinen. Habe ich geweint wurde ich bestrafft. So, jetzt habe ich das Problem und ich hoffe, ich schaffe es, als Erwachsene mein Inneres Kind dass es sich wieder traut Gefühle auszudrücken, lachen und weinen und die Gefühle in Worte zu fassen.
Ich denke, es wird mir mit meinem jetzigen Partner gelingen, weil ich bei ihm sowas wie Urvertrauen verspüre. Ich würde ohne wenn und aber mein Leben in seine Hände geben, weil ich mir 100% sicher bin, dass er mich beschützen würde.
Das klingt so gut, ist aber so unendlich schwer...
Es ist eine Gratwanderung