Hallo Flower
Na dann schreibe ich in Deinem alten Thread.
Ich hatte am Anfang ziemlich Problem zu verstehen, was unter diesem "Bei sich bleiben" steckt.
Ich dachte, ja ich mach ja, was wollen die von mir?
Es war gelogen.
Ich hab zwar für mich was getan, aber eigentlich immer nur in Erwartung, dass das was ich tue was in ihm bewirkt. ich wollte, dass er endlich kapiert, endlich versteht, endlich einsieht, endlich sich ändert, oder später dass er endlich bestrafft wird für das was er mir angetan hat.
Und das heisst, alles habe ich seinetwegen getan und nicht weil ich um mein wohlergehen mich kümmern wollte.
Erst als ich den Plan für die gemeinsame Zukunft fallen lassen habe, habe ich angefangen etwas wirklich für mich zu tun.
Ich ging zum Arzt, zum Psychiater, nehme jetzt seit jahren Antidepressiva, habe eine Psychotherapie gemacht. Wir lebten zwar getrennt aber in der gemeinsamen Wohnung und die Schikanen wurden unerträglich. ich habe meinen Mann mehrfach bei der Polizei angezeigt, ich habe vorm gericht die Wohnungszuweisung durchgezogen, obwohl ich wusste, dass er nirgendwo anders wohnen kann/will.
Es war mir nicht egal, ob er unter der Brücke schläft, aber ich war einfach für mich wichtiger als er.
Schau Dir die Realität an. Willst Du weiter so wie es ist?
Wenn nicht, was kannst DU tun?
Du kannst ausziehen...oder er kann ausziehen...
vielleicht könnt ihr für eine gewisse Zeit getrennt leben, damit Du zur Ruhe kommst und klaren Kopf wieder hast.
So wie es jetzt ist kann es ja nicht bleiben, Du gehst ja zugrunde.
Also verschwende nicht deine restliche Energie um ihn irgendwas klar zu machen, sondern rette Dich von diesem Boot.
LG Grazia