Beiträge von Grazia

    Hallo

    Genauso habe ich auch erlebt.
    Ich konnte nichts sagen und habe die Wut, Enttaeuschung und verletztsein in mich reingefresseen. Viele Jahre lang. Bis mir das alles in mir fast umgebracht hat.
    Haette ich nicht in allerletzte Minute noch um Leben angefangen zu kaempfen, waere ich heute nicht mehr auf dieser Welt.

    Ob sie es merken? keine Ahnung, ist auch egal, Sucht ist wichtiger als Du, und als das Leben.

    Deine Entscheidung ist, willst Du zusammen untergehen oder ist das Leben noch lebenswert fuer Dich? Fuer sie kannst Du nichts tun, aber fuer Dich...noch.

    LG Grazia

    Hallo Miriel

    Hier Erfahrungen von einer Ex-Jasagerin und krankarbeiterin.

    Da rauszukommen war nicht leicht aber es hat sich sowas von gelohnt. Das glaube ich selber nicht.
    Seit ich mir am wichtigsten bin habe ich solche Kraft und Mut in mir, ich bin mir selber ein Fels in der Brandung. Das tut gut, weil ich auf mich bauen kann.
    Und die Angst die ich frueher hatte: keiner wird mich da lieb haben, war vollkommen unbegruendet.
    Man begegnet mich seitdem mit mehr Respekt, und ich bin immer noch beliebt. Auch weil mir nichts ausmacht, dass man ueber mich tuschelt (machen die Weiber eh immer) es trifft mich nicht.
    Das tut gut.

    Nimm Dir Zeit fuer sich, DU bist wichtig, alles andere kommt und geht aber DU bleibst Dir fuer immer.

    LG Grazia

    Hallo Ihr Lieben

    ...kein Schritt fuer die Menschheit, aber ein grosser Schritt fuer mich.... (das habe ich jetzt toll formulliert ;) )

    Eine mein Baustellen war, in meine Wahrnehmung zu vertrauen. War/ist eine schwere Baustelle, da mir das schon in Kindsalter abhanden gekommen ist.

    Gestern zum ersten mal vertraute ich daran, (nicht ohne Panikgefuehlen).
    Was passiert: seit einiger Zeit haben wir neue Nachbarn, mit denen wir alle (auch andere Familien) ein Problem haben. Gestern habe ich sie im Treppenhaus gehoert und halbe Stunde danach kam meine Nachbarin und sagte, dass der Wasserhahn voll aufgedreht ist. Es ist mein Wasser fuer den garten, im Winter haengt da aber kein Gartenschlauch dran, so lief das Wasser die ganze Zeit die Hausfassade runter, direkt neben meinem Fensterkeller.
    Ich habe sofort gedacht, das war der Halbstarke von oben. Gesehen habe ich es nicht.
    Zum ersten mal vertraute ich wirklich auf mein Bauchgefuehl, bin nach oben, hab mich beschwert und auch ein Brief an die Verwaltung geschrieben.

    Ich habe mich unwohl gefuehlt, weil ich ja nicht wirklich wusste, dass er das war.
    Nachhinein bin ich Stolz darauf, dass ich mir vertraue. Oder anfange zu vertrauen. Wieder ein kleines Stueckchen weiter.

    Mein Sohn hat sich bis heute nicht gemeldet. Ich vermisse ihn ganz schlimm, aber ich weiss, dass es richtig war.

    LG Grazia

    Hallo Lindi

    Dank Deinem Faedchen hier, dachte ich darueber nach, was mich hindert das zu tun was ich tun soll/muss.
    Oft ist es, ich mag/will das nicht, hier geht es um "einfache" Dinge wie z.B. Telefonate oder Buegeln oder so.

    Bei "groesseren" Sache ist es einfach Angst vor Neuem und Unbekanntem. Wie z.B. sich scheiden lassen oder Jobwechsel. da muss mir das Wasser wirklich bis zum Hals stehn, bis ich "gezungen" bin zu agieren. Das sind Sachen die ich machen will aber....Schi.....gabe. Weil ich nicht weiss wie es fuer mich endet. Und das hat wiederum was in fehlenden Vertrauen in mich selbst zu tun.

    LG Grazia

    Hallo Lea

    ich dagegen geniesse meine Erfolge wirklich, ich klopf mir auf die Schulter.
    Trotzdem hilft es nicht.

    ...und anders als bei Dir, Lindi, ich denke ich bin faul, weil ich mich schaeme das ich so bin - trotz allem. Obwohl wenn Struktur und Rahmen da sind, ich immer alles gebe (bei der Arbeit und bei Studium immer 1A)

    Hallo Lindi

    OH man...wie ich das kenne.
    Ich habe einfach keine "innere" Disziplin ( wenn es sowas gibt)
    Vieles bei mir laesst sich mit ADS erklaeren , das ich habe aber ob das alles ist??

    Es faengt schon bei Kleinigkeiten an, im Haushalt z.B. Alles kann man (ich) doch Morgen oder naechste Woche machen..... und je groesser der Haufen den ich "fur Morgen" herschiebe desto grosser meine Angst davor es anzugehen.

    Ich glaube (waere schoen wenn ich mich irren wuerde) dass es einfach SO ist, und ich das Grundproblem nicht wegbekomme.

    Mir hilft ein Plan fuer jeden Tag, das und das und das muss ich heute machen und fertig.
    Funktioniert nicht immer aber ohne geht gar nichts mehr.

    Habe auch darueber nachgedacht, wenn ich mir diese Strukturen aneignen wuerde, heisst es richtig ueber laengere Zeit durchhalten wuerde, ob es zur gewoehnheit wird.
    Tja, ich habe nie so lange durchgehalten um Antwort auf diese Frage zu bekommen. Immer wieder habe ich Rueckfaelle und muss ganz von vorne anfangen.
    Manchmal beneide ich die Menschen denen es Augenscheinlich so leicht faellt das alles zu machen.

    Nu, ich bin wie ich bin - es muss ja jemand so sein (wei ein Freund mal gesagt hat)

    LG Grazia

    Hallo
    Thema Hilfe...

    Zum einen habe ich gelernt dass Hilfe das ist, was wir tun koennen, was der andere nicht tun kann.
    Somit fast alles was ich als Hilfe fur meinen XY sah, keine war.

    Zweitens draengt sich mir gerade der Gedanke auf ob wir als Co's wirklich dem XY helfen wollen.
    Ich befuerchte, wir wollen in erster Linie dass es uns gut geht, und nicht dass es den anderen gut geht.

    LG

    Hallo Lindi

    Bezueglich Kinder...
    Mein LG hat keine und ich habe zwei erwachsene Soehne. Es ist bei mir schon so, dass ich im Konfliktfall an seite meines Kindes stehe. Auch wenn Kritik berechtigt ist und ich auch der Meinung bin und das sage ich auch, trotzdem so innen drin ruehrt sich immer Das Loewenmutterherz "mein Kind ruehrt keiner an".
    Andersrum wuerde ich mir von meinen Kindern nicht verbitten einen Partner zu haben. Ist GsD nicht der Fall, aber ich glaube nicht dass ich mich trennen wurde sollten sie was dagegen zu haben.
    Im Grossen und Ganzen ist -zumindest bei mir- ein Hochstsensibles Thema und wirklich Hut ab, wer das gut meistert.
    LG Grazia

    Hallo Aurora

    So ist das, immer alles auf einmal, und immer wenn man es am wenigsten braucht.
    Ich hab auch so ein Gefuehlschaos, einerseits freut mich, dass mein Studium gut vorangeht, dass mein Grosser endlich Arbeit hat und er sich dort gut fuehlt, andererseits ist da Angst und Sorge um den Kleinen, und ich vermisse ihn einfach, und Winter in der Stadt...mit dem Rollstuhl kommt man nirgendwo voran, d.h. wir muessen ihn ueberall fahren.
    Irgendwie passt im Moment bei mir nicht alles. Ich bin Muede und Traege und das mag ich nicht.
    Aber auch das geht vorbei.

    Ich hoffe Dein Probearbeiten wird Dir gefallen, pass auf Dich auf und lass Dir Zeit. Vieles erledigt sich von selbst, ohne dass wir uns sorgen muessen. Das sagt sich leider so leicht ....

    Liebste Gruesse
    Grazia

    Da liegt der Hund begraben

    Ich kenne es von mir selbst, ich konnte es einfach nicht ertragen....

    Vlt solltest Du da ansetzen. Ein Erwachsener Mensch muss solche Sachen ertragen koennen.
    Harmoniesucht ist auch gefaehrlich.
    probleme zu loesen und nicht zu verdraengen, auch diese "dicke Luft" aushalten zu koennen...
    Da sollst Du dringend daran arbeiten.

    LG Grazia

    Zitat von Uschi1987

    ich möchte mich hier wohlfühlen und nicht angst haben was zu lesen...

    Hallo Uschi

    Vlt ist das Dein Problem. Nicht spezifisch auf dieser Situation, sondern im allgemeinen im leben.
    Auch ich wollte mich immer nur wohlfuehlen, an sich ganz normal, nur... wenn man dann jedem Problem ausweichen versucht, weil die Angst machen...dann kommt man nicht weit.

    Kann es sein das Du Angst vor Auseinandersetzung hast?
    Vor Kritik?
    Warum?

    LG

    Danke Jonas

    Sehe ich genauso. Ich bin EKA, ich bin Co, ich bin Esssuchtig .
    Wenn ich nicht aufgepasst haette, waere ich sehr leicht in Alkoholismus gerutscht. Kann ich mir gut vorstellen. Aber bei mir sind auch nichtorale Suchtformen leicht moeglich.
    Ich kann schwer mittelmass finden. Alles oder Nichts.
    Was jetzt??? Ich versuche mich auf Sachen konzentrieren die am wenigsten Schaden anrichten konnen. Ich hoffe da meine Masslosigkeit unterzubringen. Zuletzt habe ich angefangen zu studieren, fur mich, da kann ich mich austoben und einbringen und ausleben.
    Aber manchmal bin ich es leid immer auf der Hut zu sein. Da bin ich bestimmt nicht alleine mit diesem Gefuehl.

    Hallo Jonas

    Wollte mal auch in Deinem Thread vorbeischauen. Was Du schreibst find ich hochst interressant.

    Suchtpersonlichkeit. Ob es angeboren ist weiss ich nicht (obwohl ich glaub mich zu erinnern dass man ein "Suchtgen" entdeckt hat) ich wuerde mich als Suchtpersonlichkeit bezeichnen.
    Es muss nichtb heissen einmal suchtig, immer suchtig, aber Menschen wie ich fallen da schon eher rein als andere. Ich glaube auch trockene Alkoholiker mussen immer auf sich besonders acht geben nicht nur wenn es um Alk geht. Korrigier mich, wenn ich falsch liege.

    Ob Alk oder Co, bei all den Unterschieden finde ich die Strukturen gleich. Sucht ist Sucht und die funktioniert immer gleich. Durch unseres Gehirn. Jedes Jahr unserer Abhangigkeit macht diese krankhafte Stereotypien starker und am Ende landen wir hier (wenn wir Gluck haben)

    Wollen wir dann wirklich raus, oder wollen wir uns nur mal reinschnuppern um rauszufinden ob das nicht etwa zu anstrengend ist.?
    Ich trau mich selten bei Co's es so krass zu sagen. Obwohl manchmal hatte ich gerne eine oder andere mal durchgeschuttelt und gesagt : Mensch wach auf!
    Ob sie es wollen oder nicht steht nicht in meiner Macht.

    Wurde mich interressieren was verstehst DU unter dem Wort "Co".

    LG Grazia

    Hallo

    Meines Erachtens geht es hier darum, ob diejenigen die hier kommen auch wirklich was andern wollen. Oft, zu oft ist das nicht der Fall. Sobald sich heraustellt dass man SELBST was tun muss ist da das Ende der Motivation.
    Klar, wir leiden aber es ist ein Leid das wir kennen. Sich verandern z.B. sich trennen, tut mehr weh (erstmal) als die Schmerzen die wir "jetzt" aushalten mussen.

    Was Jonas, Andreas und andere Trockene schreiben ist wichtig. Jede Co sollte den hochsten Respekt dafur haben.

    Wenn man hier kommt, ist der Erste Schritt erstmal getan, der tut aber nicht weh, der verlangt nichts von uns. Dann musste aber die Arbeit beginnen....manche brauchen kurzer manche langer, und andere wiederum....nun, was sie wirklich wollen weiss ich nicht. Da schreibe ich auch nicht, weil wenn sie nicht soweit sind, kann ich egal was schreiben, es hilft gar nichts.

    Wenn es nicht gefallt was mir Jemand schreibt, brauche ich es auch nicht zu beachten, aber da gehe ich die Gefahr dass ich nie das sehen werde was der andere schon erkannt hat.
    Ware dumm von mir. Ich brauche da nicht zu antworten, aber mindestens sollte ich es mir durch den Kopf gehen lassen.

    Uberhaupt wunsche ich mir hier mehr Respekt untereinander. Auch mal loslassen, wenn mich was nervt, lass ich einfach ich muss nicht (mehr) das letzte Wort haben.

    LG Grazia

    Hallo Linde

    Fur mich ist eine Trennung unabdingbar. Fur Co UND fur den Alk.
    Wenn man die einzellfaelle nicht beachtet, wo evtl es auch fur Beide zusammen funktionieren kann, ist es, glaube ich, unmoglich sich gesunden, wenn der "Stoff" immer greifbar ist.
    Sich da auf sich selbst zu konzentrieren ist nicht machbar.
    Es wird manchmal hier vorgeworfen, das wir immer zu Trennung raten. Klar ist es schwer, aber der erste Schritt wenn man was veraendern mochte. Es ist ja nicht ausgeschlossen, dass man danach noch zusammenfindet, wenn beide Seiten an sich erfolgreich gearbeitet haben.

    Ich finde, fast alle kommen hier in erwartung, dass wir die Pille fur den Alkoholiker haben. Dass man an sich selbst was andern muss,das ist was total neues und unerwartetes. Und erstmal geht man da auf Barrikaden. Erstmal ist Trennung ein Ding der unmoglichkeit und sich damit anzufreunden ist schwer.
    Unmoglich - NEIN
    Voraussetzung - eindeutig JA

    LG Grazia

    Liebe Aurora

    Tut mir leid mit dem Arzt. Passiert halt manchmal.

    Die Gedanken mit den Babies...Das schwerste was ich in meinem Leben erfahren habe, war die geburt von meinem ersten Sohn.
    Ich habe ihn so geliebt, bedingunglos, so eine Liebe habe ich bis dahin noch nie verspurt.
    Und dann kommt er so schwerstbehindert zu Welt. Ich durfte in KH keinen besuch empfangen, ich war ganz alleine mit meinem Schmerz, und jede minute musste ich daran denken, dass er womoglich gerade stirbt.
    Ich habe solchen Schmerz noch nie gehabt, und ich hatte mich gewundert, dass die Welt nicht steht bleibt und ich immer noch lebe. Es ist unbeschreiblich...ich dachte, mit solchen Schmerzen in der Seele kann doch kein Mensch leben.
    Ich brauchte 10 Jahre um dieses Trauma soweit zu bewaltigen, dass ich "normal" Leben konnte.
    Und damals, kriegten alle gesunde Babies, das erste, zweite, dritte, alle gesund, und hatte dieses Gluck nicht. Und ich dachte, die konnen dieses Gluck nicht wurdigen.

    Das Schmerz wird nicht weggehen, wir konnen uns damit arrangieren, es wird ertraglicher es wird zum einem Teil von uns. Wie eine Narbe.
    Ich habe gelernt, dass ich trotz Schmerzen leben kann, und glucklich sein darf und das Schmerz ist mein und gehort zu mir und zeigt mir, dass ich lebendig und fuhlend bin und Mensch bin.

    Ich druck Dich ganz doll

    LG Deine Grazia