Beiträge von Lütze

    Sicherlich klebt noch in 20 Jahren zumindest für einige Unverbesserliche sichtbar auf meiner Stirn der Zettel:"Das ist ein Alki";ob trocken oder nicht wird für diese Typen nicht zählen.Aber für mich zählt das was.Ich werde alles daran setzen,auch in 20 Jahren trocken zu sein!

    Vielen Dank,Linde,für deine ersten Zeilen an mich hier im Thread.Ich staune jedesmal,wer hier alles liest und mir schreibt.Es ist für mich ungemein beruhigend,das es hier eine Gemeinschaft gibt,zu der ich mit meinen Ansichten,die zugegebenerweise nicht alle richtig sind;also,das ich mit meinen Ansichten zu jeder Zeit hier herkommen kann.

    In meiner realen SHG habe ich darüber geredet,der Grundtenor ist derselbe wie hier.Mir tut bloß noch eins weh,dachte ich doch,ich habe meinen Freundeskreis nun schon genügend aussortiert bzw. das Leben hätte das schon zur Genüge getan.Ich dachte da wirklich,auf die Leute,die ich jetzt um mich habe ,könne ich vertrauen.Gut,klingt jetzt vlt hart,aber trifft doch auch irgendwie den Kern.
    Vlt spielt da aber auch das Gefühl ne Rolle,ich habe doch schon genug gebüßt für mein zeitweilig verfehltes Leben.Hört denn das Gerede nie auf...Vermutlich nicht.Nein,sicher nicht.Gemessen an der relativ kurzen Zeitspanne meines trockenen Lebens,kennen mich die Leute ja immer noch kaum so.Trank ich doch das 10 fache von meiner trockenen Zeit.Jedenfalls fast.Ich habe keine Lust da nachzurechnen.

    Hallo Ihr
    Endlich bin ich wieder hier,habe endlich mal Zeit gefunden für mich.Fühl mich euch gegenüber mies,da ich solange nichts hören liess von mir.
    Vielen Dank für eure Posts.Es gab inzwischen ein Gespräch mit dem Freund,der daran nichts fand.Er ließe sich seinen Mund nicht verbieten ,bedauerte aber die Wortwahl und die Gegenüber,denen er sich so mitteilte.Für mich hieß das,es war mehr wie dummes Gequatsche.Ich bin enttäuscht,weiss aber ,das ich da nichts ändern kann.Außer meine Einstellung darauf.Ich bemühe mich jedenfalls,diesen Menschen erst mal aus meinem Leben rauszuhalten,bis ich mir da entgültig ne Meinung davon gebildet habe.Und,vlt merkt er ja dadurch noch was mehr.Naja,es kam wohl viel zusammen bei mir,auch und gerade meine schlechte Grundstimmung.

    Hey Lieblingsgemüse!
    Mich hat deine Antwort in meinem Thread sehr gefreut.War so persönlich.Aber so biste!Und das ist richtig gut!
    Gerne würde ich dir mal ne Portion Selbsvertrauen rüberschicken,denn ich glaube das ist es,woran es zeitweise fehlt.Ich habe das früher (noch gar nicht solange her) auch immer gemacht:überall noch mal erklärt,warum und wie ich was wann tat.
    Ich hoffte damals auch noch auf ein bischen Anerkennung,vlt sogar auf Dankbarkeit.
    Mmh.Ist aber selten was gekommen.
    Jetzt kann ich mich meist schon recht gut einschätzen dienstlich,wie ich war und rechtfertige mich kaum noch.
    Schliesslich kann ich nur was an Erfahrungen gewinnen,wenn ich vorher Fehler gemacht habe...

    Lütze

    Hallo Ihr
    Und Danke für eure Posts.Tja,die letzte Woche war weg wie nischt.Und doch war ich wieder viel mit mir beschäftigt.War mehr in mich gekehrt,konnte;vielleicht wollte ich mich nicht äussern.Es war ein Tief in meinem Leben,von dem ich nicht weiss,woher es kam und warum ich mich so mies fühlte.Ich hatte das Gefühl ohnehin alles falsch zu machen.Ob ich mir nun Mühe gebe oder nicht.Fühlte mich gehetzt und getrieben.Stand unter Erwartungsdruck.Aber es waren nicht meine Erwartungen,sondern die von anderen.Es hat gedauert bis ich begriff,mir kann es auch mal schlecht gehen.Ich muß auch jetzt nicht perfekt sein und vor allem muß ich niemandem was beweisen.Weder mir,noch meiner Familie ,noch im Beruf.Schon aus Angst mich zu verstellen.
    Ich habe gedacht,ich mache alles so,wie ich mich damit wohl fühle.Oder wie ich denke,dass es richtig ist.Das ich damit jemandem verletze,hatte ich weder geplant noch erwartet.Aber jemand fühlte sich verletzt.Da war die Sache mit der Schuld wieder.Man sagte mir,ich sei Schuld,das dies und jenes nicht so läuft,wie es laufen könnte.Ich sage euch ehrlich,wenn du das ein paarmal hörst,fängst du an ,daran zu glauben.Und Schuld erzeugt auch Scham.Und besondere Vorsicht,ja nichts verkehrt zu machen...
    Ich war heilfroh,dass ich Termin mit n Therapeuten hatte.Ich mußte das Alles erst mal sortieren,was sich da so angesammelt hat in meienem Kopf.
    Es hat sicher viele Gründe für mein Tief gegeben.

    ...

    Wisst ihr was,mir fällt auf,das ich immer noch zuviel die Schuld bei mir suche.Ich frage mich jetzt,warum ich solche Menschen immer noch oder schon wieder so nahe an mich ranlasse.Vor allem ist es richtig,dass ich nach meinen Bedürfnissen lebe.Und jeder ist für seine Gefühle selber verantwortlich.Und dann kann ich auch nichts dafür,wenn sich andere verletzt fühlen.

    Eine andere Sache ist die:In meinem erweiterten Bekannten kreis wissen zwar viele,das ich nicht trinke;wissen aber nicht warum.Ich verheimliche meine Sucht nicht,nur sehe ich nicht ein,das ich es Leuten,mit denen ich 2 mal im Jahr ein kurzes Gespräch führe,das ich es diesen Leuten auf die Nase binde.Wer mich gezielt danach fragt,wird die Antwort bekommen:Ich bin trockener Alkoholiker.
    Nun,letzte Woche krieg ich mit,das es ein richtiger Freund,solchen Leuten von meiner Sucht erzählt mit dem Unterton"der ist ja richtig krank und kaputt".
    Hat mich geärgert.
    Auch für diesen Freund sind es nur weitläufige Bekannte...

    Wie seht ihr das?

    Lütze

    Hey Handwerkerfrau!
    Es gibt solche Tage und da muß man sich einfach durchbeissen.Ich weiss,wie weh Einsamkeit tut.Aber stelle deswegen nicht alles in Frage!Nein,natürlich wirst du nicht alleine bleiben!
    Irgendwo da draussen rennt einer rum,der zu dir passt und der dich selber schon sucht.
    Hab Geduld!
    Ich schick dir mal Selbstvertrauen durch die Leitung...

    Das mit der Mail...vlt. nicht die beste Idee gewesen...

    Lütze

    Hi Pley

    Das sind wieder die Zeilen,die mir gefehlt haben.
    Genauso ist das,wie du schreibst.Früher war mir die Vorstellung so absurd,das ich mal zu einem Psychotherapeuten gehe.Das ich krank sein könnte nicht am Kopf,sondern drinne...

    Mach nur schön langsam.Und pass auf dich auf.

    Lütze

    Hi Karotte
    Ich will mal liebe Grüße dalassen.Ich hoffe,Migräne ist heute weg.
    Ansonsten finde ich,das es einem auch mal schlecht gehen darf;daß man auch mal alles satt haben kann.Es darf bloß kein Dauerzustand werden!
    Dieses Schlagfertigkeitstraining find ich ja interessant.Halt mich mal auf dem Laufenden,ob das was bringt.Auf der anderen Art,was kann sowas bringen,wenn ich mich klein und schlecht in mir fühle?

    Lütze
    PS:Der Nickname ist von meinem Namen abgeleitet.Den hab ich als Spitznamen schon immer.Als ich hier anfing im Forum zu schreiben,wollte ich das so persönlich haben.

    Spazieren gehen,im Wald gehen,rennen,joggen.
    Reden mit Betroffenen.Gute Musik hören.

    Gespräche mit dem Therapeuten.
    Im Forum lesen.
    Gutes Buch lesen.

    Tagebuch schreiben.

    Das ist eine gute Frage,was tut mir eigentlich alles gut?Ist doch jetzt schon ne ganze Menge.

    Lütze

    Hallo Ihr

    Als ich eure Antworten in meinem alten Thread las,mußte ich einfach mal einen neuen Threads aufmachen:soviel Seiten brauch keiner lesen.Auserdem trifft der Titel nicht mehr auf mich zu.Ich glaube,ich bin schon ein Stück weiter als am Anfang...

    Ich bin Lütze und 38 Jahre alt.Vor wenigen Tagen hatte ich meinen 2.trockenen Geburtstag,wenn man so will.Ich erinnere mich noch genau an meine Anfänge,trocken zu leben.Mein Tiefpunkt war die Trennung von meiner Frau im November 2007.Unsere Ehe damals schlitterte immer mehr in ein Chaos aus unerfüllten Erwartungen und Enttäuschungen.Es war die Zeit,als ich ahnte ,das mit meinem Alk-konsum was nicht stimmte.Ich begann früher zu trinken und zu unüblichen Zeiten.Ich richtete meinen Heimweg von der Arbeit so aus,daß ich an Läden,Tankstellen in wechselnder Reihenfolge vorbeikam,um mir meinen Vorrat an Alk zu sichern.Ich hoffte,meine Sucht würde so nicht auffallen.Hatte ich dann genügend Pegel,veränderte ich mich in meinem Wesen:Ich war großkotzig,selbstgefällig und gemein.Am nächsten Tag wieder nüchtern,kamen dann Schuldgefühle auf,deswegen.Die hörten erst auf,wenn ich wieder trank.Die Aussetzer häuften sich.Allesamt Sachen,auf die ich nicht stolz bin rückblickend,aber sie gehören zu meinem Leben.
    Und in dieser Zeit geht meine Frau...Zieht die Notbremse für sich.
    Ich ziehe sie für mich.Lege mich selber trocken.Ich wusste damals nicht,welche gesundheitliche Folgen das haben kann.Ich hoffte damals noch,sie kommt vielleicht zurück,wenn ich nur durchhalte.
    Ich offenbarte mich beim Hausarzt und ging zur Suchtberatung der Diakonie.Im Netz fand ich das Forum hier,was mich auf meinem ganzen Weg begleitet hat.Was mir genauso wichtig ist,wie meine reale SHG ,die ich seit Dezember 2007 besuche.Darüberhinaus ging ich noch zu einem andern Psychotherapeuten,der mein Leben mit mir durchleuchtete.Im März 2008 begann ich eine ambulante Therapie,die diese Jahr im Juni endete.
    Seit November letzten Jahres bin ich mit meiner Frau wieder zusammen und seit Juni diesen Jahres wohnen wir zusammen in einem Haus,was wir uns gemeinsam umbauten.
    Ein ganz schöner Weg ist das alles gewesen.Ein Weg,der sich bis heute fortsetzt.Ich selber bin da mal gespannt,wohin es geht.Ich fühle mich gereift,gewachsen in meinem Handeln.Ich bin selbstsicherer und selbstkritischer geworden.Stelle mein Leben aber nicht hinter anderen Interessen zurück.
    Weil ich es mir wert bin.
    Da auch nach 2 Jahren Trockenheit,sich die Probleme nicht in Luft auflösen,das das Ringen um eine stabile und zufriedene Abstinenz auch anstrengend ist,möchte ich mich auch weiterhin hier mitteilen.Auch,weil ich hoffe,ein Stück von dem zurückgeben zu können,was ich bekommen habe hier im Forum.

    Ciao,Lütze

    Hallo Ihr
    Vielen Dank für eure lieben Wünsche.Tut mir gut,von Euch zu hören und zu lesen.Und ja,ich bin stolz darauf,auch wenn das so vielleicht nicht klang oder rauszulesen war.
    Die letzte Woche war unheimlich stressig.Es gab unheimlich viel zu tun und ehrlich,selten das mich eine Bereitschaftswoche so angepisst hat.Ich war lange unterwegs und spätestens nach dem 3.Tag in Folge,als es schon weit nach 8e abends war;merkte ich,wie belastend das Ganze ist für mich.Allein,so richtig in der Hand daran was zu ändern,hatte ich nicht.Und ich will euch auch sagen,das es mir gefallen hat,wenn dann so alles geklappt hat und ich den Leuten helfen konnte.Wenn ich also gemerkt habe,es bringt den Leuten was.
    Die zum Dank gereichten Alkoholika lehnte ich ab.Es ist aber schon komisch,wie selbstverständlich in unserer Gesellschafft Dank oder Anerkennung mit Alk verbunden wird.Wisst ihr wie ich es meine?
    Gestern hatten wir Besuch,der hat sich kurzfristig angekündigt .Meine Frau hatte Kuchen gebacken und wir unterhielten uns zwanglos und locker.Das ist so ein Moment,wo ich merke angekommen zu sein in meinem neuen Umfeld.

    Lütze

    Hi Lieblingsgemüse

    Zitat von Karotte

    Ich habe ein sehr feines Gespür dafür. Vielleicht ist es eine Gabe. Aber manchmal eben auch Last. Wenn man selber mehr sieht als der den es betrifft. Denn ich kann es natürlich nicht ändern. Und auf seinen Weg muß sich jeder selber machen.

    Du, das kenn ich auch!Ich sehe manchmal in Anderen mehr als die selber sehen.
    Es ist aber eher eine Last.Weil ich dann meist meine,man müsse doch dem Betreffenden helfen.Oder ich lasse da viel mehr durchgehen von denen,weil die ja nicht anders können...
    Oder,weil ich denke ,das die nicht anders können.
    Und frage mich viel zu selten,was hat das nun mit mir zu tun?

    Ciao,Lütze

    PS:Das wird schon wieder mal klappen,mit dem zeitgleichen Aufschlagen hier im Netz.Fühl dich umärmelt.

    Manchmal bin ich so ausgebucht in meinem Leben,das ich es nicht schaffe oder das mir die Zeit fehlt fürs Forum.Zum einen hat sich meine Familie vergrössert,will sagen,das ich ja nun wieder mit meiner Frau und meinem kleineren Sohn zusammenwohne.So die ganz einsamen Nachmittage oder Abende gibt es jetzt nicht mehr,im Gegenteil.Ich vermisse schon hin und wieder meine Freiräume.Ist das nicht irrsinnig,man sucht immer nach dem,was man nicht hat.
    Na gut,sonst bräuchte man nicht suchen.
    Umso mehr finde ich dann manche Gedanken hier im Forum richtig wichtig,so nachhallend in mir.Da denke ich noch ein paar Tage später dran.
    Zum Beispiel fand ich so tröstlich die Vorstellung,das sich das Leben selbst "Ruhepausen" nimmt,um dann wieder voll durchzustarten.
    Ich bin gewachsen,gereift in dieser Zeit der TROCKENHEIT.Habe mich als eigenständigen Menschen wahrgenommen,oder gelernt mich als diesen zu sehen.Mein Selbstwertgefühl ist gewachsen.Da war früher fast keines da.
    Ich bin stolz,jetzt hier zu sein.

    Als trockener Lütze

    Hallo Ihr,Hi Karotte und Gotti

    Nun ist er schon vorbei mein Tag.Ganz unspektakulär.Ganz selbstverständlich.Von meinem "Jahrestag"haben im realen Leben auch nicht allzuviel gewußt.Will sagen,habe es nicht an die große Glocke gehängt.

    Gestern war ich nun 2 Jahre trocken!

    Und was ist alles passiert in der Zeit?Wie bin ich vorangekommen.Und:bIN ich zufrieden mit mir?
    Alle diese Fragen gingen mir durch den Kopf.Ich habe gestern angehalten auf dem Heimweg und bin erst mal ein Stückchen gelaufen.Kopf auslüften.Auch und gerade weil das Wetter so gruselig war.
    Mir ist bis jetzt eine Sache gelungen,die ich mir vor 24 Monaten nicht vorstellen konnte und die ich ohne Auslöser,ohne Tiefpunkt nicht versucht hätte.
    Ich möchte Euch allen hier im Forum danken,dafür das ihr da wart,da seid;wann immmer ich euch brauche.Wenn ich Rat oder Trost suche.

    Hallo Pley

    Schön,das du da bist.Wenn auch in deinem Leben jetzt nicht alles nach Plan läuft:Du bist nicht allein!
    Weist du,ich habe dich oft bewundert,für deine Geradlinigkeit.Ich habe mir Sätze aus deinem Posts abgeschrieben und lese sie auch heute noch hin und wieder durch.
    Was für ein Beweiss deiner Festigkeit hast du dir selbst geliefert:du bist trocken.Trocken geblieben ,als es dir Scheisse ging.Und was dir einmal gelang,warum sollte es nicht wieder gehen.Ich glaube daran,das einen Menschen gibt,der eines Tages in dein Leben tritt,der wie für dich geschaffen ist.Einer,zu dem du passt.Und der zu dir passt.
    Zwischen den Beziehungen kann man viel lernen,viel an Neuem dazugewinnen.
    Und ja,ich glaube es war ein Fehler,sich nicht um eine SHG zu kümmern.Und sei es unsere virtuelle SHG hier.
    Ich finde es sehr interessant,was ihr über die unsichtbare,vorgezeichneten Linien schreibt.Ich glaube auch,das es die gibt!
    Und nochmal:Schön,das du wieder da bist!

    Lütze

    Dem Kleinen kannst du im Moment beim Wachsen zu sehen.Er hat den Großen fast ein und simst fleissig mit einer Kirsche...lächel.Leider ist der enge Kontakt zwischen uns abhanden gekommen.Ich vermute mal,ohne es zu wissen,das er sich abnabeln will von seinen Eltern.Vielleicht schon anfängt seinen eigenen Weg zu gehen.Ich habe immer die Sorge,ihm meine Sucht vererbt zu haben.Inwieweit das Blödsinn ist,weiss ich nicht.IcH meine nicht,das es irgendeinen Anlaß zur Sorge gibt.Es ist mehr mein ungutes Gefühl.
    Ist schon verwirrend.
    Große Pläne habe ich im Moment nicht.Vlt ist es das,was fehlt.
    Ich treibe auf meinen Tag zu.Auf den Tag,wo mein neues Leben begann....damals vor 2 Jahren.
    Und vielleicht holen mich die Gedanken an die negativen Ereignisse vor 2 Jahren immer wieder ein.Holen mich zurück auf den Boden.

    Ich lasse aber nicht zu,das sie mich runter ziehen!

    So jährt sich heute der absolute Absturz,das Sich-Selbst-Vergessen.Das Schrumpfen eines Menschen auf ein kümmerndes,saufendes Etwas....Von dem Tag damals habe ich nur unklare Bilder,aber das Gefühl ist noch gegenwärtig.

    Morgen dann jährt sich die Trennung.Ich werd sie mal fragen,wie sie das jetzt wahrnimmt.Was ihre Gedanken sind,die sie damit jetzt und heute und hier verbindet...
    Oder besser nicht.Hat sie doch genügend andere Sachen um die Ohren.Mal sehen,wie es reinpasst.

    @Karotte:Ansonsten habe ich seit letzte Woche die aktuelle Cd von Virginia Jetzt. :wink:

    Ciao,Lütze

    Hallo Ihr
    Ja,kann man so sagen:der Alltag hat mich überollt...Unangenehme Neuigkeiten allerorts.Ich habe einfach keine Zeit für mich gefunden,jedenfalls nicht ausreichend.Und da dachte ich,es ist besser,etwas mit ganzem Wollen zu tun,als halbherzig herumschustern.Wobei es mir schwer fällt,das genau zu unterscheiden.
    Gut,das heute nichts mehr groß anliegt.
    Beruflich läuft es nicht so besonders für meine Frau,und als ob das nicht genug wäre,überschattet ein Trauerfall die angeheiratete Familie....Trösten will auch gelernt sein.Und zuhören,auch wenn ich selber durch den Wind bin.Und so stecke ich viel zurück,vielleicht viel zu sehr als mir gut tut.Dann gibts Konflikte in der SHG;welche ich zunächst generell mal als positiv für eine Gruppe empfinde.Das Ringen um den richtigen ,neuen Weg,bringt einen schon mal weiter.In der Gruppe und für den Einzelnen.Für mich.
    Und während ich schreibe,erkenne ich ,das sich zu oft ein Tag dem anderen gleicht.Das mir die Höhepunkte fehlen,oder ich zu selten in der Lage bin,diese als solche zu erkennen.
    Heute bin ich froh.Frohen Mutes.Die Sonne scheint und über Nacht hat die Riesenkastanie auf dem Hof ihre Blätter abgeworfen.Wie die peitschende Weide aus dem Film.Alles sah anders aus.Sieht anders aus.Als würde es schon schneien fallen die Blätter.Ich hab heute vormittag an der frischen Luft die Blätter aufgefegt.Und gleichzeitig den Kopf ausgelüftet.Jetzt ist mir kalt,aber das schöne Wetter treibt mich schon wieder raus.Merk ich doch.Ich kenn mich doch.
    Der Große ist arbeiten und ich bin alleine.Kann so richtig mal meinen Gedanken nachhängen.
    Mein Platz im Haus hat sich nun doch zu einem Zimmer entwickelt.Einem Ort,wo ich mich zurückziehen kann.Wenn ich da so sitze oder liege,achte ich genau auf die Geräusche um mich herum.Ich lerne da noch mal das Haus kennen.Und höre Töne,die ich sonst nicht höre.
    Gelegentlich ist Besuch da,aber nur gelegentlich.Ich hätte gern mehr Leute in der Bude.Zumindest zeitweise.Lade auch kräftig ein.Vermute aber,ich muß da selber mal anfangen,Besuche zu machen.Im Moment mangelt es mir an einem echten Vertrauten.Das hat unterschiedliche Gründe.Es ist aber nicht so,das ich nicht wöllte.Und so habe ich die Termine mit dem Therapeut wieder enger gelegt.Ich brauch so ein bischen die Sicht von außen.Außerhalb der Familie.Von ganz draußen.
    Für solche Gespräche eignen sich nicht viele.Ich bin da sorgsamer geworden,mit den Menschen,die ich um mich haben will.

    Hallo ihr

    Bin zurück.Irgendwie freut es mich fast heute,das mein Thread schon soweit hintergerückt ist.Denn das heisst ja,das auch hier in der "Abteilung" viel mehr geschrieben wird,als vor einigen Monaten.So kommt es mir jedenfalls vor.Und das find ich gut.
    Ich staune,das hier Karotte gleich auf Ulm als Stadt gekommen ist:ich war dort ganz in der Nähe.Und schleppte mich bis auf den Dom hoch.Mit Allweibersommer hatte das Wetter ganz gewiss nichts zu tun,es war überwiegend kalt und scheusslig.Wind und Regen von allen Seiten.Auf einmal.
    Dazu noch die Sommerräder drauf...
    Naja.Wie jedesmal bei Urlauben,so kurz sie auch manchmal sind,pass ich auf mich mehr auf ,als sonst.Irgendwie verbindet zu meinem Leidwesen der kleine Mann in meinem Kopf das Wort Urlaub immer noch mit Trinken,ein wenig mehr Trinken ,noch mehr trinken...Saufen!Ich ertappe mich dabei,das ich länger als nötig auf andere Trinker im Restaurant sehe.Auf Leute,die mit Alk umgehen können.Die von Sucht nichts wissen.Ich sehe mir die Speisekarte länger und auf anderen Seiten an...Ich fühle mich dann mies.Ständig rufe ich mich selbst zur Ordnung,was den Entspannungsfaktor aber erheblich mindert.
    Ich hoffe,das vergeht eines Tages.

    Lütze

    @Karotte:Hab mehr sporadisch nach dem Buch gesehen :oops: ,werd ich aber noch mal konkreter machen.