Beiträge von Lütze

    Hallo ihr
    Das frage ich mich auch:Wo ist die Zeit geblieben?
    Mir geht es gut.Fühle mich gereifter,habe gestern wieder so Erfahrungen oder Schlußfolgerungen gewonnen,gezogen.Dinge,die ich in der Deutlichkeit gar nicht sah bisher.
    Ich glaube,es ist alles irgendwie vorbestimmt im Leben.Da ist meine Krankheit,der ich mich nie jetzt schon gestellt hätte,wenn sie nicht gegangen wäre.Da ist das Auto,dass wir vor 2 Jahren das erste Mal "bloß" leasten und nicht bezahlten.Da ist das Haus,das immer noch keine Anstalten macht,mal zu mir zu gehören...jetzt brauch ich es gar nicht mehr.Es ist eine Wohnung und nichts weiter.Es ist mein Rückzugsort,der viel zu selten mit Leben erfüllt wird.Halt,das ist schon falsch!Ein Ort,der regelmäßig mit Leben erfüllt wird und zwar durch mich und meine Kinder!Da gibt es ein bekanntes Ehepaar,das nie Kinder wollte,und jetzt ein Haus baut.Neben einem Kinderspielplatz,was beide vorher nicht wußten.Da konnte ich letztes Jahr die Arbeitsstelle wechseln,was ich nicht tat und im Gegenteil den Chef einweihte.Einen Chef,der mir vertraut auch und gerade in Hinblick auf meine Suchtkrankheit.Da sind Freunde,die jetzt nur noch Bekannte sind.Die ihre eigenen Fehler machen und deren Überheblichkeit unseren Eheproblemen damals und dem Stellen meiner Krankheit jetzt,sie dahin führten,dass ich sie nicht als Freunde bezeichnen kann.Die gaben keine Hilfe damals und jetzt nicht,weder mir noch meiner Frau,sie bewerteten oder kommentieren das Geschehen.Ohne was davon zu wissen.Nur um was gesagt zu haben.Ohne jegliche Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber.
    Da gibts auch mich.Ich lerne das erste Mal seit langem,oder das erste Mal überhaupt etwas über mich!Ich stelle Fragen,nach deren Antworten ich schon lange suchte.Und ich habe das Gefühl,ich gehe meinen Weg.Das inzwischen sichere Gefühl,das ich es alleine packe.Im Haushalt,im Leben.Bei der Suchtbewältigung und beim Eindringen in mein Innerstes brauch ich noch Hilfe,und die habe ich mir geholt.Ich ganz alleine!
    Ette hat mich gefragt,was tut meine Frau für sich?Das ist eine gute FRage!Aus der Ferne geht das schlecht zu beurteilen.Aber ich weiss ,worauf die Frage abzielt.Solange ich der Einzige bin,der sich verändert,so lange kann es nichts werden mit uns.Schliesslich haben sich jetzt schon meine Vorstellung von Liebe geändert.Die ich ihr nicht zeigen kann,die ich ihr nicht geben darf,weil sie es nicht möchte.Vlt. bringt sie sich da um was.Aber das kann nur sie wissen.Ich hab sie gestern zum Abendessen eingeladen,war eine Blitzidee und kam auch für mich überraschend.Sie nahm die Einladung an und wir hatten einen schönen Abend mit dem Kleinen.Als Vorwand sagte ich,es ist mein "Jubiläum".Keine Sorge,ich klärte das auf und sagte,dass es wirklich nur ein Vorwand war,um sie zu sehen.Wir redeten und sie meinte,das sei der Höhepunkt ihrer Woche.Meiner war es nicht,für mich der Höhepunkt des Tages!Denn ich habe noch 2 Tage vor mir,und es liegt an mir,welche Höhepunkte ich mir hinzufüge.Wisst ihr,wie ich es meine?Vermutlich hatte ich doch recht,damit,dass ihre Arbeitszeiten und die ständige WE-Arbeit uns trennten und sie fertig machen.Und die Ahnung,dass ich sie mitnehme mit meinem Schwung und meinem neuen Leben.Es liegt an ihr,mitzukommen.Und es liegt an mir loszulassen.Ich will nicht zu früh loslassen,das stimmt.Aber wenn ich will,das es ihr gut geht,dann muß ich das!Ette,es gibt schon ein paar Sachen,die sie tut,was früher nicht war.Soweit ich das beurteilen kann,denn ich frage inzwischen nicht mehr dannach.Wenn sie es sagt,ist es ok.Ich habe selber erst lernen müssen,wie sehr Kleinigkeiten einen "verletzten" Menschen aufbauen können.Ja,heute geht es mir gut!Ich werde heute einen alkfreien Grillabend gestalten.Mit meinen Söhnen und ein paar Gästen.Nicht lange,und der ERwartung,das ich wieder was über die Gäste lernen werde.Ich weisas schon in welche Richtung es gehen wird.Aber ich weiss schon,was richtig ist für mich.
    Angst habe ich,die Fragen aller Fragen ihr gegenüber zu stellen.Bei der Thera wurde mir dazu geraten.Flagge zeigen,nicht Fahne riechen...Ich glaube,das käme jetzt zu früh.Und habe gleichzeitig Sorge,es kommt irgendwann zu spät.Was solls.Ich versuche ,es zu nehmen,wie es kommt.Und da bin ich wieder am Anfang:Alles hat einen Sinn.Wenn es so kommen sollte oder kommen soll,kann ich es nicht ändern und werd ich mein Bestes dazu geben und mich um mich kümmern.
    Plejaden,bitte schreib doch ein wenig mehr über deine Gedanken.Das klingt so treffend und ich wüsste gern mehr darüber,wie bist du so weit gekommen.Was kann ich noch mitnehmen von dir.

    Lütze

    Hallo Ihr
    Wo hab ich ers nur gelesen oder gehört?Alles was man verliert ,findet man wieder .Nur nicht so und dort,wo man dachte,das es sei.Mmh.Scheint bald so.Und Ette:Ich nehme dich beim Wort...
    von wegen versprochen und so.
    Ich hatte einen schönen Tag!Vormittags hatte ich mehr Anrufe erhalten,als ich das ganze lange WE führen wollte.Schön.Auserdem hatte ich Zeit für mich,da der Grosse zu seiner Männertagsrunde schon vor dem Mittag aufbrach.Und positiv für mich:Fast nüchtern zurückkam.Gerochen hab ich gar nichts!Ich bin froh,das er mit Alkohol umgehen kann.Keine Vererbung oder so.Mmh.Obwohl ich mit 18 auch noch nicht so wahr.
    Ich hab endlich mal Schränke ausgemistet .Hab mich endlich mal rangetraut!Im Schlafzimmer.Alles mit soviel Erinnerungen belastet oder behaftet.Ich tat es,weil es getan werden mußte.Es war kein Gefühl der Befreiung,eher das Gefühl,die Erinnerungen auf die richtige Größe zu stutzen.Ihren Schrank mit vollgepackt,weil es nicht mehr der ihre ist...Aussortiert ,was mich belastet oder ganz simpel,was ich eh nicht anziehe oder ich selbst mit zuviel von gestern oder so verbinde.Na zum Beispiel wenn ich noch wuste,das trug ich bei einer Sauftour oder so ähnlich.
    Ihr Hochzeitskleid und meinen Anzug habe ich behalten...grins.
    Am Nachmittag waren wir mit dem Kleinen im Kino.Wir hatten uns in der Zeit vertan(zu früh).Also saßen wir noch davor und tranken Cappuchino(ich jedenfalls).Ich konnte ganz souverän die Möchtegern-Männer begucken,die mit Bier und geschmückten Fahrrädern zum Teil sturzbetrunken an mir vorbei fuhren.Und das gute Gefühl:Ich bin anders...Übrigens hatten wir 2 unsere Fahrräder auch mit frischem Flieder geschmückt.Während wir so davor sitzen,bin ich mit der Kartenverkäuferin(einer anderen wie beim letzten mal) ins Gespräch gekommen.Nur geplaudert.Wäre mir früher nie passiert,dass ich ein Gespräch am Leben erhalte...Schliesslich habe ich ja keine Fahne mehr...Es war gestern in erster Linie Vatertag für mich.Schön.
    Nachher werd ich einkaufen gehen müssen...Mal checken,was noch fehlt im Kühlschrank.Und ne Entscheidung fällen,ob ich nun grille oder nicht,also ob ich nun Geburtstag nachfeiere oder nicht.Es ist eigentlich eine Last.Ohne eigentlich.
    @Gotti:Wenn dein "Chef" fragt,wer da manchmal sich meldet ohne "angemeldet" zu sein,dann bin ich das.Danke.
    @Spani:Das Beisichbleiben kann eine Lebensaufgabe sein oder werden.
    @Plejaden:Da hast du wohl sehr recht.Ist es fürs neue Selbstbild nötig,herauszukriegen,warum ich von anderen in diese Form gepresst wurde?Was denkst du?
    @alle:Heute sind es 6 Monate,die ich ohne Alkohol lebe.Darauf bin ich stolz!
    Die Zeit vergeht immer schneller.
    Ich werd eines nicht tun,zerpflücken,was ich besser machen hätte können.Sondern versuchen,zu geniessen,was ich habe.

    Schönen Freitag

    Lütze

    Hallo
    Kaltblut und Mannberlin sprechen mir aus dem Herzen.Die Entscheidung,wie ich mein Leben lebe,kann nur ich treffen.Ich allein in meinem Kopf.Der Vergleich mit der Mauer kann treffender nicht sein.
    Natürlich muß ich mich erst einmal in Sicherheit bringen vor mir selbst und vor meinem alten Umfeld.Mein altes Umfeld ist inzwischen keins mehr für mich.Ich schaffe mir ein neues.Ich habe auch Fehler gemacht,oder Erfahrungen selber machen müssen,die ich bei Einhaltung der Grundbausteine vermeiden hätte können.Aber vlt. ist das auch der springende Punkt.Vlt. lerne ich aus eigenen Erfahrungen mehr für mich.Wie hoch das Risiko für jeden einzelnen ist,weiss auch nur jeder einzelne.Wer es nicht weiss,wie ich ganz am Anfang,der muß sich ganz einfach an die Grundbausteine halten.
    Für mich klingen Spedi's Worte sehr nach Wertung.
    Aber ich glaube nicht,dass der induviduelle Suchtverlauf eine Rolle spielt,beim Umgang mit unserer Sucht.Keiner ist besser oder schlechter dran ,wie der andere Alkoholiker.Solange dass wiederum im Kopf des Einzelnen nicht klar ist,solange werden auch diese Grundbausteine vernachlässigt werden.Mit allen negativen Konsequenzen.

    Lütze

    Danke ihr 3
    Hab mal wieder in den "Briefkasten" gesehen und freu mich immer ,wenn was drin ist.
    Ich habe gestern meine Vorstellung gehalten bei der Thera.Hatte mein Text in Abschnitte gegliedert und wollte nach Stimmungslage dort bestimmte Sachen weglassen oder Alles erzählen.Ich hab dann Alles erzählt...Da ich schon vor einer Weile anfing ,daran zu arbeiten;habe ich gerade in Bezug auf bestimmte Personen wiedersprüchliche Aussagen gemacht.Sie sind für mich Zeichen der Entwicklung,des Nachdenkens und der Erkenntnis.Ich hab nichts beschönigt und nichts verschlechtert.In der Diskussion danach wurden mir Sachen geraten ,die auch hier drin stehen.Nicht zuviel nachdenken,Klärung suchen in Bezug auf Ehefrau,Hilfe holen ,wenn es schlecht geht(genau wie Plejaden schrieb...)und ruhiger werden.Ich war wiedermal überrascht,dass ich dort als sympatisch und naja...nett charakterisiert wurde.Wo ich doch denke manchmal,das auf meiner Stirn das Wort "Looser" steht...Das ist komisch,wenn ich mitkriege,wie ich auf andere wirke.Das hätte ich echt nicht gedacht!In der Thera sitzt auch eine Freundin meiner Frau,dennoch ist es mir egal gewesen ,was da wohl rauskommt.Natürlich spielte auch meine Frau eine Rolle in meiner Vorstellung.Es ist auch egal,wie tief jeder Einzelne in dem Sumpf steckengeblieben ist oder war,uns verbindet das gleiche Übel,die gleiche Krankheit.Nicht mehr und nicht weniger.Es ist das erste Mal Schade ,das ich nächste Woche berufsbedingt nicht hin kann.Schade ist auch,das die SHG heute ausfällt.Ich werd mal anrufen bei ein paar von meinen Leuten.
    Pläne habe ich einige für mein langes WE.So zeitig aufzustehen gehörte nicht dazu...Ich kann den Pool aufbauen,ich kann die Entrümpelungsaktion meiner Wohnung fortsetzen,ich sollte die Steuererklärung anfangen,ich werd Tischtennis spielen,schwimmen gehen und ins Kino.Unter anderem.
    Am Dienstag Abend klingelt das Telefon und meine Frau ist dran.Wir verabreden uns zum Abendessen mit dem Kleinen.Wir haben gegessen zusammen.Mmh,ich war der glücklichste Mensch der Erde...Auf einmal können wir reden miteinander ohne ,dass es eine Last wird.Ohne,dass ich mir wünsche,dass der Tag bald rum ist.Ohne,dass ich mir wünsche,das sie bald auf Arbeit geht,und ich in Ruhe trinken kann,saufen kann.Mit der Begründung,dass ich "armer"Mann selbst am WE alleine bin.
    Ich muß ehrlich sagen,dass ich das erst jetzt erkenne,was ich hatte.Jetzt bin ich mit Kleinigkeiten zufrieden,die mir mein Leben so zu bieten hat.Naja,gut.So ganz stimmt das auch nicht,ihr wisst schon.
    Heute nachmittag kommt ab 14 Uhr mein KLeiner zu mir.Er wird vlt. hier schlafen.Darauf freu ich mich.
    Ich sollte das Leben nehmen ,wie es kommt.Nicht zuviel nachdenken...Das werd ich mal machen.

    Lütze

    Na Hallo ihr
    Mir geht es gut.Gut möglich ist die 2.Baustelle von der kommal spricht.Nicht nur möglich,es ist so.Verfalle oft ins alte Muster,und lehne Arbeiten nicht ab,die andere machen sollten,weil die es entweder nicht bringen,sich schwer tun oder weil ich es ihnen nicht abschlagen kann.Aus Sorge,das die dann enttäuscht sind.Keine neue Erkenntnis.Steht auch so in meiner Vorstellung für die Thera.Da hab ich heute angerufen und gesagt,dass ich morgen diese halten will vor der Gruppe.Mal sehen,was dabei raus kommt und wie es mir danach geht.Wieviel ich tatsächlich rauslasse von mir.Geschrieben hab ich viel,nicht um zu glänzen sondern weil ich nichts beschönigen will.Weder an früher noch an meiner jetzigen Situation.Hier bin ich,so siehts aus in mir.So ungefähr.Daran hab ich auch gestern gebastelt am Abend.Der Große hat 2. Schicht und bin allein zu hause.Bin auch spät von Arbeit heim.Hab von der Thera gestern viel mitgebracht.Soviel muß ich erst mal selbst verarbeiten.Dabei hatte ich nur eine Frage zu beantworten.Was dann so rauskam,war in der Intensität und Heftigkeit auch überraschend für mich und sicher auch für den .Ich konnte in Worte fassen,was mich bewegt und so...Diesem Druck in mir mal Wege geben .Rauslassen und...War dann bis abends noch aufgewühlt und habs in die Vorstellung mit einfliessen lassen.Ich frage mich ,ob ich wirklich meine Version des guten Lebens gelebt habe oder die von anderen.Was ist meine Version des guten Lebens.Wie komme ich da hin?Gebe ich wirklich mein Bestes um mir selbst zu helfen?Oder erwarte ich,dass es mir zufliegt?Ob ich weiter gekommen bin,wird erst die Zeit mit sich bringen.
    Länger trockene Menschen zeichnen sich durch eine grosse GElassenheit und Souveränität aus.Die haben es geschafft.Ich schaffe das auch.

    Lütze

    DAnke Spani
    So der Tag war ok.Ich blieb trocken.Das ist die Hauptsache.Schade,dass man seine Gefühle nicht auswechseln kann,wie ein Bauteil im Auto.Manchmal scheint mir das nicht das schlechteste zu sein.
    Hab viel Tischtennis gespielt.Aber ansonsten kaum das Grundstück verlassen.Ich wollte heute keinen sehen.Auser die Kids.
    Ruhig bleiben,Geduld bewahren und optimistisch werden.
    Werd morgen beim Therapeuten um Rat fragen.

    Lütze

    Hallo Karotte
    Ich hab schon gemerkt,dass ich als Alk sehr vorsichtig sein muß,wenn ich mich auf Co Seiten einlese und äusere.Dabei lese ich es für mich und meine Abhängigkeit von bestimmten Menschen.Wenn ich auch in meinem Leben aufs "Zurechtrücken" angewiesen bin,so klar fällt mir bei anderen manchmal auf,was in die falsche Richtung geht.
    Ich glaube,es ist falsch,darauf zu hoffen,dass er von alleine drauf kommt,Alki zu sein;und vor allem was dagegen unternimmt.
    Bei mir war das Gefühl "hier stimmt was nicht"schon eine Weile da.Geändert habe ich nichts daran an meinen Trinkgewohnheiten.Es bedurfte den Auszug und der Trennung von meiner Frau,um etwas einzuleiten für mich.Sei mal ehrlich,wenn er nicht trocken sein will für sich,kannst du es nicht ändern.
    Da du mich gut kennst,weisst du ,wie schwer es mir selbst fällt,loszulassen.
    Und doch.Du mußt deinen Weg gehen,dein Leben selbst für Dich leben.Weder Du noch ich dürfen unser Leben der Gnade oder der vagen Hoffnung unterordnen,das ein anderer Mensch uns glücklich macht,sich für uns ändert.(Wow,mir hilft diese Feststellung auch beim Schreiben)
    Ich find das ,was du hier schreibst ,sehr gut nachzuvollziehen.Aber ob es deswegen richtig ist?

    Lütze

    Guten Morgen
    Ich sträub mich auch dagegen.
    Es fehlt mir an Kraft ,mal die Wege bis zum Ende zu gehen.Hadern und Zaudern.Immer noch zu oft abwägen und 10 mal prüfen,was ist gut für mich und welches Ergebnis steht am Ende.
    Im Prinzip weiss ich,was ich falsch mache.
    Ein guter Entschluß war es sicher zum Thera zu gehen.An einer persönlichkeitsstörung ist was dran.Auf der anderen Art wird mir immer gesagt,das gerade die gefühlsbetonte Seite das ist,was mich zu dem macht,der ich bin.Ich rede jetzt keinen Rückfall herbei!Der Gedanke daran,soweit gesunken zu sein,beschämt mich immer noch.Die Ungläubigkeit von denen,die es erfahren haben,nervt.Der Wille rauszugehen und doch einzuigeln ist groß.Ich sehe die Dinge,die Trennung als Demütigung.Als Trottel komm ich mir vor.Und doch auch besser dran als viele andere.Darauf sollte ich aufbauen.
    Ich schwanke zwischen"Helft mir,ich kann nicht mehr" und "Lasst mich einfach in Ruhe".
    KLingt ein wenig wirr,ich weiss schon.
    Naja.Was hab ich heute vor?
    Also ich hab bereits 2 kleinere Schränke aussortiert.Vergangenheit weg und der Rest auf einen Stapel,den ich mir in 4 Wochen noch mal ansehe.Dann wird entsorgt.Wäsche waschen und Tischtennis spielen könnte ich noch.Der Suchtbericht lauert noch,der wird aber warten müssen.Den Pool könnte ich aufbauen.Auf jeden Fall rufe ich meinen Kumpel an,der schläft bloß immer bis mittag,wenn er frei hat.Der Glückliche.Eine "Ausmist-Aktion"werd ich noch starten,aber in einem anderen Raum.Stück für Stück das bisherige Leben entsorgen.Scheint mir angebracht,dringend angebracht.Ich hab darüber nachgedacht,heute meinen Geburtstag nachzufeiern.Aber ist zu kurzfristig zum einen,zum anderen hab ich nicht die richtige Stimmung dafür.
    Ich werd den Therapeuten mal danach fragen,warum ich auf Arbeit der Vordenker und Organisator bin,und im persönlichen Leben nicht.
    Mir gefällt gerade der Gedanke,mich mal so richtig kaputt zu machen,mich mal zu verausgaben körperlich.Zumindest den Körper auszupowern.So in der Art.
    Hab euch gestern Nacht schon geschrieben,aber es nicht abgeschickt.
    Geduld mit mir,Geduld,Lütze.
    Ich gebe mein Bestes,und irgendwann wird mir das Alles nur als böser Traum vorkommen.Dann sitze ich auf der Sonnenseite des Lebens,gewissermaßen.
    Einen schönen Sonntag

    Lütze

    Hallo Ihr,Hallo Gotti
    Das sind wieder gute FRagen,Gotti.
    Der Lütze jetzt lernt sich selber erst mal kennen,hat keine Ahnung,wer er war,hat aber den Verdacht,dass seine FRau schon lange so ist,wie sie ist.Und....Ich weiss nicht ,ob mir das gefällt.
    DEr Therapeut bezeichnet sie als ein Hauptgrund für mein Saufen.
    So jetzt ist es raus.Ich sei abhängig von ihr und sie nütze das jetzt auch aus.Immer noch oder neu,ist egal.Ob die Kinder da sind oder nicht,sei 2. rangig.Dagegen sträube ich mich.Jetzt wisst ihrs.
    Montag hab ich wieder Termin dort.Bei dem.Mmmh.
    1993 haben meine Frau und ich angefangen ,die 2. Wohnung des Hauses meiner Eltern auszubauen,mann war das ne Hütte.Ich hab innen und außen gebaut wie ein Mann.1 Jahr später sind wir eingezogen.Das Glück war vollkommen,als der Kleine geboren wurde.
    Die Nähe zu meinen Eltern war dramatischer für uns,als wir dachten.Alt und jung,das wird nichts!Hab ich lernen müssen.Immer wieder drängeln sie sich rein,es kommt zum Abmelden bei spontanen Ausflügen und und und.Wir renovieren weiter:Küche,Einbauwand und Innen türen neu.Und ,ob wir das Haus kriegen ist immer noch nicht geklärt.Damals nicht und jetzt auch nicht.
    Jetzt wohn ich hier ,weil ich das Geld für eine andere Wohnung gar nicht hätte.Das Materielle,was hier drin steckt,ist mir wurst.Ich würde 10 mal lieber und besser heute gleich noch neu anfangen.Mit ihr am besten.Oder mit einer ,die mich liebt.Oh,oh,ich merk gerade,was ich hier schreibe....Lass es für mich trotzdem stehen....
    Kann ein Mensch auf Dauer glücklich allein sein?Geht das?Ist man der Gnade ausgeliefert,das seine Liebe willkommen ist?Scheint so.Am Ende gibt es diese gar nicht.Es scheint mir alles Selbstbetrug !
    Liebe der Eltern,zu seinen Kindern,ja,die gibts.Aber wie schnell ist sie erdrückend und wie ein Klotz am Bein.Vielleicht haben die Leute recht,es gibt nur Lebensabschnittsgefährten....
    Am Donnerstag am Telefon verabredeten wir 3 uns,zum Einkaufen von fehlenden Sachen für ihre Wohnung.Sie bat mich,es dann auch irgendwann mal anzubringen.Heute haben wir auch was unternommen zusammen.Ergab sich so am Freitag.War gut,da fast ohne Erwartungen meinerseits,aber eben nur fast.Zum Mittag sagt sie,jetzt hätteste auf jeden FAll ein Bier getrunken...Mal so am Rande.Wir gingen spazieren im Zoo und waren eine Familie.Der Kleine sagt,ich bin glücklich!Schön.Lütze freut sich auch.Sie stellt klar,wir fahren wegen dem Kleinen.Mir gehts gut,ich brauche nischt.Ich höre mir das an,bin gelassen.Recke die Brust raus und bin selbstbewust.Sehe nach anderen FRauen .Es ist Frühling.Sie sieht besser aus als die Anderen.Hätte sie gerne mal gedrückt.Hey,ich lass es.Sitzen in der Sonne und lassen uns wärmen.Es war ein guter Tag ,nichts mehr und nichts weniger.Aber die Vertrautheit war fast weg.
    Ich bin der,der manchmal die Tageszeitung bei ihr in den Briefkasten wirft,da sie keine hat und die Kohle fehlt.Ich bin der gewesen,der die Wohnung,in der sie jetzt lebt,wieder vorgerichtet hat.
    Und ich bin in ihren Augen der,der allein an allem Schuld hat und der keine Chance mehr verdient.
    Sie weiss nicht,das es diesmal anders ist.Entweder sie merkts oder nicht.Sie weiss nicht,das ...
    Egal.
    Ich hab keine Lust darauf mich weiter im Kreis zu drehen.
    Warum ichs schreibe,weil es ein Bedürfniss war.
    Einfach nur so.
    Und...
    ich bin der,der eigentlich nach fast einem halben Jahr Trennung schon viel weiter sein will.

    Lütze

    Guten Abend Karotte
    Ich lese hier stirnrunzelnd deinen Thread noch mal durch bis hier her.Du quälst dich ganz schön und hast trotzdem die Kraft anderen hier im Forum zu helfen.
    Du bist was Besonderes!
    Wollt ich dir mal sagen.

    Lütze

    Hallo
    Wollt noch mal so reingucken bei euch.SHG war wieder gut,auch wenn wieder ein Rückfall unter uns war.Ein Rückfall mit Ansage.
    Spani,die Leute stehen vor dem Ende der Therapie,meinte ich,nicht vor dem Ende der Trockenheitsarbeit.Schön,Ette,von dir wieder was zu hören.
    Ich arbeite hart an mir,mußte ich heute selbst anerkennen.Gefühlslage beobachten und gegenlenken ,bevor es zu spät ist.Manchmal renn ich in die falsche Richtung bis ich in der Sackgasse stehe,dann komm ich nicht von alleine da raus.Dann stehe ich vor dem Ende und weiss genau ,es ist verkehrt hier zu stehen und zu warten,und mach es trotzdem.Gut,das es dann Leute gibt,die mich an die Hand nehmen und umdrehen zum Ausgang ,ihr gehört auch dazu.Gehen kann ich dann schon wieder alleine...
    Solange es Tage oder Situationen gibt,in denen ich ins alte Muster voll Unschlüssigkeit und Zaudern zurückfalle,solang hab ich noch was zu tun und solang wird das auch nichts mit meiner Frau und mir.Und überhaupt....Ich wäre auch nicht zufrieden ,wenn sich bei meiner Frau nichts ändert.Wenn es nahtlos dort weitergeht,wo wir im November aufhörten,weil es so nicht ging.Das ist sicher gut,wenn ich da jetzt auch Ansprüche entwickele.Ich weiss,das sie viel mit mir durch gemacht hat...
    Ich kann mich ändern....,hab ich früher immer gesagt.Jetzt sage ich:Ich bin beim Ändern.
    So,dann machts erst mal gut

    Lütze

    Hallo ihr
    Hab heute morgen Zahnarzttermin und fange später an mit arbeiten.Naja,jetzt bin ich hier.
    Bin im Moment sehr empfänglich für Bücher und Ratgeber bezüglich meiner Psyche.Ziehe da viel für mich raus.Bin dennoch unzufrieden mit meinen Fortschritten....Ja,ja die Ungeduld.Kann dennoch nerven,auch wenn ich weiss das es so ist.
    Mir ging es gestern richtig gut.Bis nach der Thera.Weiss nicht warum das so war.Auch jetzt hab ich diese unfruchtbare Leck mich Stimmung.Dabei war das Thema der Sitzung gar nicht so auf mich gemünzt.Es gibt viele Sachen,die im Suchtverlauf erst später kommen und die ich in meiner Abwärtsspirale gar nicht kennengelernt habe.Ich versuch es mal zu beschreiben:Die Thera drehte sich um allgemeine SAchen,die mir zu abstrakt sind.Keiner äusert sich gross.Hab ich Fragen oder bringe mein Unverständniss über manche Aussagen anderer zum Ausdruck,werd ich angeguckt,wie ein Hase ,wenn es blitzt...Ich werd weiter fragen.Es ist mein Leben und ich will wissen,wie der Hase läuft in Bezug auf meine Sucht.Mir ist das zu theoretisch .So,positiv gesehen und betrachtet.Die Eingewöhnungszeit in der Thera scheint nun langsam zu Ende zu gehen.Ich bringe mich mehr ein und will für mich mehr raussziehen.Vlt. sind meine Fragen,die sich meist aus dem Gespräch erst ergeben,auch so gestellt,dass sich andere in die Enge getrieben fühlen.Die werden jetzt erst wieder munter,durch mich als Neuen.Man bezeichnet mich gern als Kücken,dort."Uns ging es nochg viel schlimmer,was willst du eigentlich von uns?".Es ist sicher ein Nachteil,das nicht allzuviele Neueinsteiger dort sind.
    Die Orientierungsphase ist nun abgelaufen.
    Die Welt ist ein Dorf,ist doch bei der Thera eine,die fast schon eine Freundin meiner Frau ist....
    Bin jedenfalls heimgekommen,der Grosse ausgeflogen und hab Abendbrot gegessen.Dann hab ich Entspannungsübungen gemacht in deren Verlauf ich so müde wurde ,das ich noch vor um 9 ins Bett gegangen bin.DEr Schlaf wird wohl generell gefehlt haben.
    @Kommal:Mein Gespräch mit dem Alten(Chef) glich wohl auch eher einem Monolog.Ich möchte in meinen Versuchen ernstgenommen werden,ein trockenes Leben zu leben.
    @Karotte:Mit den Ausdrucksformen hast du mir ja was geschrieben.Da muß ich drüber nachdenken.Es fühlt sich so an,als ist da was dran.Kann ich nicht genauer beschreiben.Eben noch mal nachdenken.Die Buchtitel hab ich mir aufgeschrieben,hier werd ich mich auch mal kümmern,nachlesen.Wobei es sicher nicht nur aufs theoretische Wissen ankommt,sondern auch auf das praktische Umsetzen.

    Lütze

    Hallo ihr
    Mir geht es gut.Gestern war mein kleiner Sohn bei mir und wollte Tischtennis spielen.Ich hab doch ne Platte aufgebaut dafür,kam uns beiden vor 2 Wochen in den Sinn.Da kehrt irgendwie ein wenig Normalität zurück ins Leben.Ein ungeplanter Besuch mitten in der Woche,ohne irgendwelche Vorabsprachen,einfach so.Schön.
    Dann ergab sich gestern die Gelegenheit noch mal ein paar Worte mit meinem Chef zu wechseln bezüglich meiner Sucht.Erzählte ihm ein wenig von der ambulanten Therapie,die bei mir immer mittwochs ca 1,5 Stunden ist.Beschrieb die Leute dort,nat. ohne Namen zu nennen.Die Meinung ist nämlich weit verbreitet,das alle Alkoholiker in jedem Falle Penner oder Assoziale sein müssen.Wir wissen,dass das nicht so ist.Er war jedenfalls überrascht davon.Ich erzählte noch mal von der ungefähren Dauer der Therapie(erst mal 6 Monate).Damit auch er sich darauf einrichten kann.Jeden Donnerstag gehe ich darüber hinaus in eine SHG;SEIT Dezember in etwa.Die bringt mir sehr viel.Ich bin gerne da.
    Gestern hab ich abends wieder an meinem Bericht für die Therapie gebastelt.Ich weiss noch nicht ,inwieweit ich mich öffne dabei vor der Therapiegruppe,die ich noch nicht so lange kenne und von denen mir nicht alle symphatisch sind.Wie im richti0gen Leben eben.Wird wahrscheinlich von der Tagesform nächsten Mittwoch abhängen.Dann halte ich nämlich den Suchtbericht vor der Gruppe.Bis dahin hab ich ja auch noch ein wenig Zeit...Denke aber auch,das 70 Prozent der Leute dort am Ende gar nicht zuhören werden...
    Was die Trennung angeht,Frank...jeder ist halt anders.Ich kann noch nicht so einfach umschalten.Ja ,ihr habt alle Recht ,in dem ,was ihr schreibt darüber.Ich weiss es auch.Hab da wohl noch ein echtes Stück Arbeit vor mir.Manchmal platzt es aus mir raus und da muß ich es los werden.
    @Karotte:Vielen Dank für dein Interesse.Tageskliniken kenn ich gar nicht in der Nähe,tauchte hier für mich neu als Begriff auf.Da ich diese Form der Therapie infolge dessen nicht kannte,hab ich mich auch nicht damit befasst.Ich wollte dir schon lange mal schreiben ,welche Bücher ich so lese,um klar im Kopf zu werden:"Positiv Denken"aber der Autor...?,"Simplicy your Live-vereinfache dein Leben", "Sorge dich nicht,lebe" .Die sind vor nicht allzulanger Zeit als Nachauflage erschienen.Ich hab sie aus der Bibliothek bzw.gekauft.

    Tschüß,Lütze

    Hallo Ihr
    War doch am Donnerstag in der SHG.Hab dort erzählt,wie es mir geht.Nämlich beschissen.Wie es mir ging, meine ich.Dass ich sie liebe,alles tun würde für sie und ...Das ich sie nicht besitzen will als Trophäe sondern wirklich möchte,das sie glücklich wird in ihrem Leben.Mit allem was dazu gehört.-Mmh.Klang gut.Aber ihr gehts ja jetzt gut.Ohne mich.Wenn ich also wirklich möchte,dass sie glücklich ist,sollte ich von ihr lassen und aufhören zu klammern.Wenn es also das Letzte ist,was ich tuen kann für sie,dann ist es das:Loslassen...für mich und für sie.
    (Hey ich hab lange über dem Text gesessen,ich weiss das der phatetisch klingt und vlt auch schmalzig,aber es ist so ungefähr das,was mich bewegte.)
    Da hatte ich ja was gesagt.Seit Tagen,Wochen oder Monaten quäle ich mich mit Fragen dahin,und am Ende fällt es mir wie Schuppen von den Augen.Natürlich hat die Gruppe auch das Gespräch dahin gelenkt.Es hat mir sehr geholfen....

    Hab seit Donnerstag mich nicht mehr gemeldet dort.Bei ihr.

    Bin am Freitag auf Einkaufstour gewesen,und schreibe an meinen Lebenslauf,Vorstellung für die Therapie.
    Die Gruppe wiess mich auch auf die Rückfallgefahr hin...genau wie ihr.
    Irgendwie gehts seitdem besser.
    Auserdem ist mir aufgefallen,wenn du den KLeinen hast,hast du gar keine Zeit für trübe Gedanken...Da bist du nur am Machen ...

    Als der Große am Freitag wieder gekommen ist,hab ich zum Abendbrot was gekocht.WAr auch nicht schlecht.Das macht richtig Spass,auch wenn ich da der Anfänger schlechthin bin.

    Das Wichtigste zum Schluß:Ich habe kein Alkohol getrunken dieser Tage.Ich löse vlt meine Probleme nicht,aber ich stelle mich ihnen!Ohne Alk.!
    Und es ist schön hier Hilfe zu finden und vlt sogar vermisst zu werden.

    Danke

    Lütze

    Hallo ihr
    Mir gehts heut nicht so gut.Bin gereizt,fahrig und unkonzentriert.Ich weiss,das lamentieren nicht reicht.Ich muß handeln.Nur wie?Seit Tagen und heute morgen insbesondere geht mir meine Frau und meine Ehe nicht aus dem Kopf.Ich find das Alles so ungerecht,und ausweglos.Meine Situation.Es nervt,nichts daran ändern zu können.Es nervt.Die gehen mir alle auf den Geist.Ich werd das auch nachher ansprechen bei der SHG:Um Hilfe bitten,Lebenserfahrung abzapfen.
    Mensch,so gehts doch nun echt nicht weiter.
    Dabei hab ich vorhin Entspannungsübungen gemacht,wie mir kommal empfohl.
    Ich höre erst mal auf mit schreiben,das bringt mich nur noch mehr hoch.

    ein ärgerlicher Lütze(auf sich selbst)

    Hallo ihr und Hallo kommal
    Glaube nicht auf Abwegen zu sein.Dort wissen ca. die Hälfte der Leute,dass ich Alkoholkrank bin,die andere Hälfte kann es erfahren,wenn sie fragen sollten.Der Gastgeber selber weiss auch Bescheid.Ich will mich nicht fragen,wie lange ich dort bleibe,wie ich mit meiner Frau umgehe,mit wem ich rede und wann ich besser gehen sollte.Das ist genau der Müll,den ich nicht gebrauchen kann.Es kommt sowieso anders als ich denke.Ich will da nicht drüber nachdenken,weil ich nicht grübeln will.
    Ansonsten ist die Gesamtlage ein wenig freundlicher,irgendwie gelassen(gut) und desillusioniert(schlecht?).Ich versuche,aus jedem Tag viel rauszuholen und meine trüben Gedanken,ich meine wenn welche kommen,sofort in gute,positive zu ersetzen.Klingt vlt. doof,aber ich probiere es.Vlt. hilft es ja dauerhaft.Fakt ist,dass du dann in deinem Hirn immer 2 Seiten siehst,die ganz verschieden sind,2 Seiten von ein und der selben Sache.Die sind dann so gegensätzlich ,das ich merke,dass die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt...Das beruhigt.
    Bei der Therapie hiess es von mir ,ich sei auf Anhieb sympatisch.Das ich bei einem Kompliment erst mal fragen muß ,ob ich gemeint bin,zeigt wohl deutlich,wie sehr mein Selbstwert gelitten hat.Und wieviel es noch zu tun gibt.Originellerweise durchläuft mein Bekenntnis zur Sucht nun langsam von allein die kleiune Stadt ,in der ich lebe.Gut daran ist,dass ich unlängst in eine Runde platzte,wo Bier und Schnaps standund mir keiner was anbot.Das wäre mir bei den Leuten früher nie passiert.Ist mehr so ein AHA-Effekt gewesen für mich.
    Auf Arbeit ist das Thema Alkoholismus auch in den Vordergrund gerückt.Ein Kollege muß zum 2. Mal zur MPU in kurzer Zeit.Es wird viel geredet darüber und jeder,der mit dem viel zu tun hat,stellt jetzt fest,wieviel der trinkt und wie bergab es geht,wenn der Alk dazwischen fehlt.Das ist vielen aufgefallen.Was meinen Chef veranlasste,mich nochmals darauf hinzuweisen,dass ich in seinen Augen kein Alki bin.Du doch nicht.Hab vlt. 2 bis 3 mal was gerochen bei dir.(und ich dachte doch,dass merkt keiner...)Naja,ist wurst,was der denkt,ich weiss es besser.
    Und
    Mir gehts so besser.
    Hab gesagt,wenn mal Zeit ist und er möchte,werd ich ihm noch mal was zu mir erzählen.
    Zu den Personen,zu denen ich Vertrauen habe noch mal.Meine Frau gehört auch noch dazu,noch immer.Wurde mir heute klar.Und ich hab ihr das auch so gesagt.Nicht aus Gewöhnung oder so.
    So,das wars fürs erste.Morgen ist wieder SHG. :)

    Lütze

    Hallo ihr,Hallo Plejaden
    Die Tage verlaufen ruhig und eintönig.Ich bin abgestumpft.Will heim in meine Festung und tue mich schwer ,jemandem zu öffnen.Die gehen mir alle auf den Geist.Nahe stehen mir meine Söhne,denen ich natürlich nicht alles erzähle...Wem kann ich eigentlich alles erzählen?Das Regenwetter passt auf meine Stimmung.Der Grosse ist diese Woche nicht da und ich allein im viel zu großen Haus.Nein ,kein IAS.Hab gestern bewußt den Abend mit ihm verbracht.Er hatte Prüfung und viel zu erzählen.Der Kleine war krank,ich schickte Sms,da er nicht ranging ans Handy.Den hab ich am WE wieder bei mir als Schlafgast.Freu mich drauf.
    Im Dunstkreis meiner Gedanken ist langsam ein Geburtstag in meiner Nachbarschaft nä. Woche,wo wir beide,meine Frau und ich ,eingeladen sind.Hab beschlossen,nicht daran zu denken.Werd ich rankommen lassen.Wer weiss schon,was dann ist.
    Hatte gestern Therapeutengespräch.Ist irgendwie nicht so gelaufen.Waren wohl zu viele Erwartungen reingesetzt.Wir stimmen nicht in allen Handlungsmöglichkeiten überein,die ich habe.

    Lütze

    Hallo Bernd
    Ich lese viel hier.Diese trüben Gedanken gehen fast jedes 2. WE bei mir ein und aus.Ich kann dich absolut verstehen.Wüsste nicht ,was hilft.Hab nur gemerkt, dass mir schreiben auch am Besten hilft.Alles rauslassen und ablegen hier drinn.Und nächste Woche feststellen,dass du es übverstanden hast.Wiedermal.
    Alleinsein tut weh.
    Die Antwort hast du eigentlich schon gegeben,rausgehen und was machen.
    Deine Ex kenn ich nicht.Ich hab mal gelesen ,für einen Versuch ist es nie zu früh,für eine Versöhnung nie zu spät,oder so.
    Machs gut,und gute Besserung für deinen Arm.
    Und für deine Gefühle.

    Lütze

    Hallo ihr,Hallo FRank
    Schade,dass ich deine Gedanken zu spät erst gelesen habe.Da hatte ich schon geredet mit meiner Mum.Ich half eine KLeinigkeit im Haushalt dort.Da sagt sie mir,was kann ich gutes für dich tun,jetzt wo du kein Bier mehr trinkst.Gesicht verzogen,als würde ich mich Vitaminfrei ernähren.Sagt sie mir oft.Ich sage ihr,Hey Mutti,mir geht es gut,richtig gut ohne Alkohol!Ich habe diesen Weg gewählt und es ist richtig! Ich hätte schon viel früher darauf kommen können.Ich bin zufrieden so!Ich hab gewonnen an Lebensquali.Mach dir keinen Kopp.Was mir fehlt ist sie und die Kids.
    Mum:Naja,du tust mir immer so leid.Weil du nichts trinkst,wenn du bei uns bist und die anderen trinken.Ich:Mir geht es so besser!
    ...DIE Probleme eines "Heimlichtrinkers"...
    Ich denke jetzt,ich hätte ihren Verlust mehr mit ins Gespräch bringen können.Wobei ich denen schon eher mal sagte,dass sie fehlt.Zu hören kriegte ich dann,mach was du willst.Wir verstehen es nicht.Wir reden dir da nicht rein...
    So siehts aus.
    Habe gestern noch einen Bekannten,Freund zu mir geordert.Fragte wegen der Teilrenovierung meiner Wohnung.Wa<r ein Vorwand.Der sagt mir:Die kommt nicht wieder.Du mußt dir schnell ne Neue suchen.Du wirst auch nicht jünger.Da kannst du es ihr zeigen.Du brauchst dich nicht zu verstecken.Sieh dir an,was du schon erreicht hast!Wohnung,Garten und alkoholfrei.(In der Reihenfolge...).Und ich solle nicht renovieren,wenn die Neue kommt,müsse ich das sowieso nochmal machen...
    Also allesamt Gedanken von einem,der fest im Beziehungssattel sitzt.
    Fakt ist,ich öffnete mich nicht.Sagte ihm nicht,wie ich mich fühle.Ach so,das ist der Mann gewesen ,dessen Frau ihr seit Jahren zum Auszug riet...
    Wie ich bei Plejaden schon schrieb:Ich hab da meine Festungstür zugemacht.Es geht bestimmte Leute nichts (mehr) an,wie es um mich steht.Ich such mir selber aus,wem ich mich öffne.Dazu gehören die nicht mehre und die Theragruppe noch nicht.
    Bin heut morgen aufgewacht und sah ganz klar vor mir,dass meine Frau nicht mehr zurückkommt.Ohne Angst,so sehr ich in mich reinhörte.Komisch.Dann bekam ich SMS von ihr,und Hoffnung war wieder da...Sowas.
    Demnächst istz Geburtstag von einer gemeinsamen Bekannten.Wir sind beide eingeladen.Getrennt gewissermaßen.Da weiss ich noch nicht,wie das wohl wird.Habe daher beschlossen,mir darum ja kein Kopf zu machen.

    Machts erst mal gut.

    Lütze