Moin Lütze,
ich guck immer mal wieder, wie es dir denn so geht. Es gefällt mir, was ich von dir lese, auch wenn mal dunkle Tage dabei sind. Das ist relativ normal. Gut, dass du sie ohne Alk hinter dich bringst.
Du schreibst, dass du in deiner Therapie Leuten begegnest, die sich scheinbar nicht mehr weiterentwickelt haben. Dies zu bemerken ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn bei Anderen fällt es uns immer sehr viel leichter auf, was nicht richtig läuft. Wenn wir das dann zur Selbstreflektion nutzen, kann es helfen, damit wir selber vorwärtskommen, egal, ob Alki oder Co.
Achte gut auf dich und deine Gefühle, dann wird es sicher gut. Und gib deiner Frau die Zeit, zu sehen, dass du ernsthaft an deiner Trockenheit bleibst. Den Kontakt zu ihr wirst du ja aufgrund der Kinder nicht vollends verlieren und vielleicht seid ihr beide irgendwann soweit, ganz neu aufeinander zuzugehen. Wobei ich denke, dass ihr das ganz anders könnt, wenn ihr beide die Gelegenheit hattet, festzustellen, dass es auch ohne den anderen geht. Unabhängiges Miteinander braucht Lernzeit, genauso wie Trockenheit.
Ich wünsch dir Geduld, Durchhaltevermögen und Kraft...
LG
Ette