Beiträge von kaffeetrink

    nach fast einem Jahr abwesendheit melde ich mal wieder:-))
    Es hat sich nicht viel geändert,ich wohne immer noch alleine,die Probleme sind gelöst.
    Mein Schutzsystem = Egoismus hat mir gut getan,jetzt ist es an der Zeit den Schutzpanzer etwas zu lösen,sonst bleibt man einsam.

    Zeit für den Mittelwert

    Ich wünsche euch allen das Ihr die Kraft habt die Co-Abhängigkeit zu besiegen

    glg kaffeetrink

    Hallo Kibitz50,

    du bist als männlicher Co nicht alleine,das sei Gewiss !!

    So wie ich deinen Beitrag lese und verstehe beruht eure Ehe nicht mehr auf Liebe,sondern nur noch auf Symbiose .

    Meiner Meinung nach,damit kann ich natürlich total falsch liegen,ist das mit Sicherheit ein Kompromiss um weiter zusammen zu leben ,wenn auch ein fauler ....
    Denn das Leiden deiner Frau wird damit nicht beendet und deins mit Sicherheit auch nicht.

    Es erinnert mich an Oma und Opa ,die sich immer haßerfüllt ankeiften,aber keiner von beiden die Ehe beenden wolte,da ja die finanzielle Basis ( hohe Rente ) beendet wäre.Oma und Opa sind fiktiv..

    Wenn du so wie du jetzt lebst leben möchtest ist das doch für dich Okay,ich kann mit dem zweiten Gesicht meiner Frau nicht leben.............

    Gruß von einem Co abhängigen Mann

    kaffeetrink

    Hallo Simone,

    vorweg du bist mir nicht zu nahe getreten.
    Ganz im Gegenteil ,du hast exakt auf den Punkt getroffen wie es mir geht und wie es in mir aussieht,lächel.
    So gut hätte ich es nie zu "Papier" bringen können.

    Dennoch kann ich zur Zeit ( mittlerweile ja mit einiger Erfahrung ) für mich behaupten,das ich mich viel viel viel besser fühle ,als zu meinen Zeiten in denen ich noch mit meinem alkoholkranken Partner mein Leben teilte!!!!

    Meine These lieber EINSAM als Co abhängig bzw. mit einem alkoholkranken Partner zusammen leben.

    Der Rest braucht seine Zeit oder wie S. Käferchen schreibt wir Co s neigen zu Extremen.
    Mein Leben bestand immer darin zu geben und selber auf einiges zu verzichten ,nur um meine Partnerin glücklich zusehen.Das dies evtl. in Selbstaufgabe endet und man selber dabei total den Bach runter gehen kann,habe ich ja noch in aller letzter Minute verhindert.
    Wie der Alkohlokranke lernen muß ohne Alkohol auszukommen , muß ich lernen meine Gefühle in den Griff zu kriegen.Ich meine damit die Gefühle für andere Menschen.Ich muß lernen NEIN sagen zu können,muß aber auch lernen wann ich mal Ja sage ,denn zur Zeit sage ich nur NEIN.
    Auch muß ich aufhören zu grübeln,wie Simone es so schön geschrieben hat,warum ist ausgerechnet mir das passiert.
    Ich möchte nicht das mir das noch mal passiert auch wenn es Einsam macht.

    ICH FÜHLE MICH GUT :-))

    Lg kaffeetrink

    Hallo Nele 43,

    Kopf hoch und es kommt der Tag an dem du gehen mußt um dein Leben für dich in Griff zu bekommen.

    Glaube mir es lohnt sich den Absprung zu schaffen:-))

    Am Anfang ist es sehr sehr schwer ,man denkt man schafft es nicht,man zweifelt und glaubt es war mit dem alkoholkranken Partner einfacher.
    Aber auf einmal merkst du,das du wieder ruhig schlafen kannst,du schäumst nicht mehr vor Wut ,weil dein Partner wieder alle seine Versprechen bricht ,deine Herzschmerzen Panikattacken gehen weg.Kurzum du wirst wieder Gesund :-)) und dann kommt der nächste Schritt ,nachdem du begriffen hast,das es dir seit dem Absprung besser geht.

    Du kommst aus deinem Loch raus und organisierst dein Leben wieder neu :-))

    Dein Lachen kehrt zurück :-))

    Ich hoffe du schaffst den Absprung für dich

    LG Kaffeetrink

    Hallo S.Käferchen,

    ich habe die Zeit genutzt um eine Antwort auf deine zwei Fragen zu finden lächel

    Zu deiner ersten Frage .Ich wieß zwar nicht wo meine Co Abhängigkeit herkommt,ich weiß aber was ich dagegen unternehmen muß.
    Egoismus ist das Zauberwort für mich!!

    Zu deiner zweiten Frage,sehr vorsichtig mit meinen Gefühlen zu anderen Menschen umgehen,das heißt ich habe eine Art Panzer um mein Herz gelegt,als Selbstschutz und der Panzer steht im direkten Zusammenhang mit Antwort eins.Egoismus!

    Das erstaunliche ist,was ich so nach ca. 15 Monaten feststellen muß.

    ES FUNKTIONIERT.

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende

    LG Kaffeetrink

    Hallo Elocin,

    ich denke ich habe meine Lektion gelernt.Diese bedingungslose Liebe wird es in meinem leben nicht mehr geben.
    Ich mache das was ich hätte viel früher in die Tat umsetzen müssen.

    Ich höre auf meinen Bauch

    Genau gesagt werde ich lernen ,auch das habe ich in den letzten Monaten gelernt,das zu leben was ich will.

    Jetzt ( Auge knips ) bin ich nicht mehr jedermanns Darling .
    Ich werde berichten

    Liebe Grüsse

    kaffeetrink

    Hallo S.Käferchen,

    danke für deine Antwort :-).

    Ich hinterfrage nicht woher meine Co-Abhängigkeit kommt ! und ich tue heute nichts außer mir treu zu bleiben.

    Manch einer von den Fachleuten wird notieren das ich eine schlechte Kindheit hatte ( meine Eltern waren keine Alkoholiker ) . Liebe habe ich von meinen Eltern nie erfahren,ich denke das ist der Grund warum ich meine Frau bis zu einem gewissen Punkt bedingungslos geliebt habe.Ich hatte immer Angst den Menschen zu verlieren der mich scheinbar liebt,dafür habe ich alles getan.

    Nur eine Theorie lächel

    Lg kaffeetrink

    Hi Gigi,

    vielen Dank für deinen Kommentar :)
    Auf deine Fragen möchte ich dir folgende Antworten geben.
    Ich glaube nicht das sich das jemals ändern wird und nein so ein Leben möchte ich nicht führen!!
    Die Distanz werde ich nie mehr aufgeben,denn wie du richtig sagst möchte ich nicht mehr abrutschen.

    Jetzt die komplizierteste Frage von Dir.Was mich an meiner Frau hält ?

    Zuerst kurz nachdem ich ausgezogen bin,dachte ich und war auch davon überzeugt das ich meine Frau über alles liebe.Je länger die räumliche Trennung andauert ,ist allerdings ein Prozess ins rollen gekommen der mich zum nachdenken anregte.
    Ich vermisse Sie nicht mehr! Mir ist klar geworden die Frau und die Zeiten die ich vermisse ,die sind lange her,das sind die Jahre die wir unbeschwert miteinander gelebt haben.Die letzten mindesten sechs bis sieben Jahre waren die Hölle und das will ich nicht noch mal erleben.
    Mir geht es alleine sehr gut,mir geht es Monat für Monat besser :-)) die finanziellen Problem Altlasten werden gelöst.Meine Werkstatt läuft auch von Monat zu Monat besser,nachdem ich ja auch hier um meine Existenz zu sichern,einschneidene Maßnahmen wie Umzug in ein preiswerteres Ladenlokal etc. umsetzte.

    Ja mein Leben wurde davon bestimmt ,das ich glaubte ich brauche meine Frau ( das ist wohl meine Co Abhängigkeit ) diese Zeiten sind vorbei! Denn die Resultate in meinem Leben,seit der Trennung, zeigen eindeutig das ich ohne alkoholabhängigen Partner eindeutig ein besseres ,ruhigeres,gesünderes,zufriedenes Leben führe.

    Ich hoffe liebe Gigi das ich dir ein paar Antworten geben konnte

    lg kaffeetrink

    Hallo S.Käferchen

    auf deine Frage ob ich noch zu Ihr zurück gehen möchte und ob ich es heute noch genauso sehe,kann ich nur antworten Nein !!

    Zur Zeit ist es für mich unvorstellbar,nochmal mit meiner Frau zusammen zu ziehen,dafür hat der Alkohol zuviel kaputt gemacht!

    Vor kurzem für mich unvorstellbar gewesen ist die Tatsache,das eine Trennung von meinem Alkoholkranken Partner mir mit jedem Tag der vergeht neue Kraft und Energie zurück gibt.Es ist schon fast unheimlich,ich geniesse es alleine zu sein und die Verantwortung nur noch für mich zu tragen.

    Die Zeit wird zeigen,ob die Alkoholerkrankung meiner Frau einen Sinn hat

    Allen einen schönen Tag

    Kaffeetrink

    Das Leben geht weiter:-)) und ist wunderschön.Es sind noch eine Menge Probleme da,aber mein konsequentes Handeln ( Auszug nach Ultimatum siehe oben ) war aus meiner Sicht das einzig richtige,was ich für mich und für meine Frau tun konnte!
    Ich kann allen Co Abhängigen nur raten ,sich nicht einlullen zu lassen und somit das eigene Leiden zu verlängern,sondern sofort zu handeln.
    Auch wenn es erstmal sehr weh tut,nach einiger Zeit merkt man wie alles besser wird.Eine neue uns Co Abhängigen nicht bekannte Lebensqualität entsteht:-)

    Meine Frau kämpft,aber ich wage nicht zu entscheiden ,ob sie noch trinkt oder nicht.
    Sie weint,sie fleht,sie bittet das ich zurück kommen soll und ich weiß nicht ob es eine der maschen des alkoholkranken ist oder nicht.

    Ich fühle mich wohl

    Gruß kaffeetrink

    Grübel grübel .... die Sache mit dem Urvertrauen.Vor kurzem habe ich meine Frau besucht und bin an den Schrank mit den Süßigkeiten gegangen um mir Schokolade zu nehmen.

    Dabei ist mir aufgefallen, das dort fast nur Süßigkeiten mit Alkohol Inhalt vorhanden sind.
    Pralinen ; Packung offen alle mit Schapsinhalt und edit.:xxxxxxxxxxx Schokalade alle mit Alkohol Inhalt,wie Rum Trüffel ,Eierlikör und vieles mehr.

    !! bedeutet es , sie ist nicht weg vom Alkohol , oder sehe ich Gespenster !!

    Darf ich meiner Frau glauben,das sie nichts davon isst oder ist es eine never ending story mit dem lügen?!

    lg kaffeetrink

    edit.:speedy53//bitte keine Markennamen nennen - Danke!

    Ingane

    Zitat

    Nachdem mir dann letztes jahr klar wurde das meine Frau Alkoholkrank ist ,fiel mir alles wie Schuppen von den Augen.

    Wie wurde Dir das klar? Wodurch, oder durch wen hast Du es erfahren?

    Hallo Ingane,

    das sie überhaupt alkoholabhängig ist,bemerkte ich erst letztes Jahr im März ,nachdem ich leere Schnapsflaschen gefunden habe.

    Das sie alkoholkrank ist,war mir am anfang überhaupt nicht klar.Ich dachte sie könnte einfach aufhören zu trinken und sie kann es selber bestimmen das sie trinkt oder nicht trinkt.
    Im Mai als ich dann gegangen bin,dachte ich immer sie hat den Alkohol unserer Liebe vorgezogen,heute weiß ich das ich Liebe und Alkohol voneinander trennen muß.
    Dies ist mir erst klar geworden,nachdem ich mich überall und fast rund um die uhr mit dem Thema Alkohol und Alkoholiker beschäftigte ( Internet,Caritas,Bücher usw. )seitdem weiß ich das sie krank ist :-(( und das es eine heimtückische Krankheit ist die keine Rücksicht auf denjenigen nimmt den sie befällt und auch nicht auf das Umfeld des erkrankten ,wie Familie Freunde usw.

    Da meine Frau jahrelang heimlisch getrunken hat ,lebte ich mit ihr zusammen ohne zu wissen das sie Alkoholikerin ist.

    Abends wenn ich nach Hause kam dauerte es nicht lang und sie lag auf der Couch im Tiefschlaf ,durch nichts zu wecken.Wie oft habe ich sie deswegen verflucht,mit ihr geredet und jedes Wort geglaubt ,wenn sie mir erklärte das sie nichts dafür kann.

    Die jahre im Gästezimmer ,anstatt im gemeinsamen Ehebett,wg ihrem unerträglichen Schnarchen.
    Die Unlust auch nur irgendetwas mit mir am Wochenende gemeinsam zu unternehmen.

    und noch so viele unzählige Dinge ( wie von anderen Co Abhängigen hier im Forum berichtet ) haben vielleicht nicht ihre Liebe zu mir zerstört ,aber meine Liebe zu Ihr bzw. zu dem menschen der wenn er trinkt zerstört ,evtl. sogar ganz zerstört....

    Diese Lügerei und das allerwichtigste das URVERTRAUEN ist weg wohl für immer :-(( und das obwohl ich weiß das sie krank ist.

    Und der Kranke weiß sehr wohl wie er uns den Co Abhängigen mit Moral packen kann,von wegen das kannst du doch nicht tun.
    OH doch ich kann es ,habe es getan,bin gegangen ,mein Gewissen plagt mich trotzdem.
    In manchen Momenten,heule ich Rotz und Wasser,aber dann stehe ich auf und sage mir ich lasse mich durch diese Krankheit nicht fertig machen ...

    lg kaffeetrink

    Hallo zusammen,

    ich bin Ehemann einer alkoholkranken Frau und seit 26 Jahren verheiratet.

    Über Jahre hinweg ,wieviele genau weiß ich gar nicht , ist mir Ihre Alkoholkrankheit verborgen geblieben.
    Ihre Krankheit ist mir erst letztes Jahr im März offentsichtlich aufgefallen,nachdem ich in ihrem Einkaufkorb eine fast leere Flasche Schnaps gefunden habe ( sie hat immer heimlich getrunken ).

    Zu diesem Zeitpunkt steckten wir schon in einer schweren Krise,finanziell und auch unsere Ehe war shit..
    Nachdem mir dann letztes jahr klar wurde das meine Frau Alkoholkrank ist ,fiel mir alles wie Schuppen von den Augen.
    Mir war klar warum meine Frau seit Jahren keine Lust mehr hatte sich eine arbeit zu suchen,warum sie abends wenn ich nach Hause kam immer am schlafen war,ich im Gästezimmer schlief weil ich ihr schnarchen nicht ertragen konnte usw......

    So setzte ich Ihr ein Ultimatum ,welches Sie leider nicht einhalten konnte,so das sie zwei Monate später wieder am trinken war und das bis zum bitteren ende leugnete und alles schwörte was zu schwören ist.

    Kurzum ich packte meine Tasche und ging!

    Im Oktober 07 gab es unser Haus nicht mehr,im Dezember 07 gab ich auch meine Geschäftsräume auf um mich kleiner zusetzen um evtl. das finanz. Desaster zu überleben.

    Und jetzt das was ich nicht verstehen kann ,fast ein Jahr später sehe ich positive Veränderungen seitens meiner Frau,sie arbeitet wieder ganztags,sie scheint nicht mehr zu trinken,insgesamt hat sie sich positiv verändert und ich hege den wunsch zu ihr zurück zu gehen,unterdrücke es aber immer wieder!!

    Jeder von uns wohnt in einer eigenen Wohnung und oft überkommt mich der Gedanke zu Ihr zurück zu kehren,aber sobald ich in ihrer Nähe bin fühle ich mich beklemmt und unwohl.

    Heute mit räumlichen und zeitlichen Abstand sehe ich Ihre Entwicklung positiv,habe aber enorme Angst davor,das Sie wieder trinkt oder noch trinkt und alles so schlimm wird wie es war.Das halte ich kein zweites Mal mehr aus.

    Eine ambulante Therapie hatte sie abgebrochen,mittlerweile wieder aufgenommen ( auf mein zureden ) und auch auf mein zureden hin ist sie in einer SHG .

    Ich bin bei der Caritas in Therapie und möchte wissen wie es weiter geht mit meinem Leben

    Gruß kaffeetrink