Beiträge von Tanja

    Hi,
    meine Tochter hat uns heute eine runde Pappscheibe geschenkt, auf der in Spiralform steht:

    Wenn du mit Herz und Seele bei einer Sache bist,dann kannst du alles schaffen.Du musst nur fest daran Glauben, dann ist alles Möglich, denn der Gedanke ist der erste Schritt zum Ziel.

    Süß gell. Ist auch für den Papa, meinte sie. Für sie ist nur der Papa Alkoholiker. Ich habe immer versucht nicht so viel zu trinken, wenn sie da war, deshalb hat sie von meinen Ausfallerscheinungen nicht so viel mitbekommen. Gott sei dank. Sie hat das Thema gerade in Bio, das macht es einfacher mit ihr darüber zu reden.

    Schon komisch , ich habe seit drei Wochen nichts mehr getrunken, aber erst seit 6 Tagen habe ich das Gefühl damit aufgehört zu haben. Das war der Zeitpunkt an dem ich endlich verstanden habe, das ich auch wegen mir aufhören muss zu trinken und nicht nur , um meine Mann beim trocken werden zu unterstützen. Nicht weil er Rückfällig werden könnte, sondern
    ich.

    Gestern ist mir ein Stein vom Herzen gefallen,. Im Mai hatten wir ein großes Fest geplant. Wir machen das schon seit Jahren und es geht immer über mehrere Tage. Dort kommen viele Bekannte. Wir haben uns schon die ganze Zeit den Kopf zerbrochen, wie wir das ganze am besten abblasen könnten. Naja ich habe nachgedacht. Mein Mann war sich noch nicht so sicher, ob ihm das was ausmachen würde.

    Aber mir macht es was aus, wenn 4 Tage hintereinander gesoffen wird. Das hätte ich nie geschafft ohne was zu trinken, da bin ich mir sicher. Na auf jeden Fall hab ich gestern ein Mail bekommen, das der Platz auf dem Wir das immer veranstalten nicht zur Verfügung steht.
    Tja.... :D und jetzt "müssen" wir es absagen. Oder dürfen!!!

    Liebe Grüße Sabine

    Hallo Doro,

    danke, für deine Antwort.
    Es hat mich schon verunsichert, das man im Co Bereich etwas erstaunt reagiert hat, das ich mich jetzt auch zu den Alkoholkranken zähle. Ich kann es allerdings gut verstehen. Ich habe allerdings auch nie etwas zu meinem Konsum geschrieben.


    Durch das intensive Beschäftigen mit dem Thema ist mir eben aufgefallen, das ich eben nicht nur Co abhängig bin. All diese Urlaube mit Freunden, wo auch ich nie nüchtern war und auch mit getrunken habe. Partys und andere Gelegenheiten.

    Aber, ich habe ja weniger getrunken, als mein Mann und war auch nie so auffällig. Aber dennoch machten mich Leute darauf aufmerksam, das auch bei mir etwas im Argen liegen würde. Ich muss mich auch erst daran gewöhnen, aber mir ist eines klar: Ich will weg vom Alkohol.

    Mein Mann hat mir immer den Spiegel vorgehalten. Je schlimmer er gesoffen hat, desto weniger wollte ich noch etwas trinken. Es hat mich angek****. Ich habe dabei aber einfach nicht sehen wollen, das auch ich Alkohol nie genussvoll getrunken habe, sondern oft munter in mich hineingeschüttet habe.

    Daran zu einem Arzt zu gehen habe ich auch schon gedacht, aber jetzt war ich am Montag erst bei der Beratung und ich will nicht alles auf einmal hinter mich bringen. Die Therapeutin meinte auch, ich könnte jetzt mal einen Gang zurückschalten, denn für meine Erkenntnisse bräuchten andere Monate. Das heißt natürlich nicht, das ich mich jetzt genüsslich zurücklehnen werde.
    Ich muss weiter an mir arbeiten. Und das will ich unbedingt.

    Liebe Grüße Sabine

    Hallo,

    ich bin Sabine und 34. Ich bin verheiratet mit einem Alkoholiker.
    Bis vor zwei Tagen habe ich noch im Cobereich geschrieben, aber da gehöre ich nicht mehr hin. Naja,...jedenfalls nicht nur.
    Mir ist am Wochenende ein wirklich wichtige Erkenntnis gekommen.
    Auch ich bin Alkohol abhängig.

    Am besten ich fasse mal kurz zusammen. Ich habe meinen Mann vor ein paar Wochen vor die Wahl gestellt.
    Entweder Alkohohl , oder Familie.!!
    Meine Tochter und ich habe sehr unter seinem Konsum gelitten. Ich habe schon im letzten Jahr, wohl unbewusst, wegen meinem Mann meinen Konsum sehr eingeschränkt, aber dennoch war ich an manchen Parties ganz schon voll. Ich habe auch versucht nicht zu viel zu trinken, wenn meine Tochter dabei war. Man hat ja schließlich Vorbildfunktion. Aber wehe dem der Mann und oder Kind waren nicht da. !!

    Ich war die ganze Zeit so auf meinen Mann fixiert, das ich nicht wahrgenommen habe, das ich auch sehr viel getrunken habe. Mein Mann war jetzt bei der Beratung und hat dort eine Stufeneinteilung für Alkoholiker bekommen und beim durchlesen, wurde mir klar, das ich da auch locker mithalten kann. Ich habe vielleicht das “Glück“, das mir vorher schlecht wurde oder ich müde wurde, bevor ich solche Ausfallerscheinungen bekam , wie mein Mann sie hatte.

    Ich habe seit 3 Wochen nichts mehr getrunken und kann auch Alkohohl weder sehen noch riechen ohne das mir speiübel wird. Hoffe das bleibt so.
    Im Haus befindet sich kein Tropfen mehr, das haben wir vor einer Woche alles schon wegen meinem Mann weggeräumt. Gestern war ich bei der Beratung und in 14 Tagen werden wir das weitere vorgehen besprechen. Mir ist da wirklich ein Wackerstein vom Herzen gefallen und jetzt wo ich endlich dazu stehe, das ich auch Alkoholikerin bin, geht es mir gut.
    Ich bin endlich ehrlich zu mir selbst.

    Wer Lust hat, kann auch im Cobereich lesen. Mein Mann ist Gott sei dank auch sehr einsichtig und hat sich gegen den Alkohol entschieden.

    Liebe Grüße Sabine

    Hallo,

    erst mal ein herzliches Dankeschön an alle , die mir immer so fleißig geschrieben haben.
    Daran, dass ich jetzt keiner mehr auf mein letztes Posting geantwortet hat, merke ich , das ich euch doch sehr geschockt habe.
    Ihr seid irritiert. Das kann ich mir vorstellen. Mir geht es nicht anders. Aber ich habe an diesem Wochenende eine sehr wichtige Entscheidung getroffen, nämlich die nie wieder auch nur einen Tropfen Alkohol zu trinken.

    Natürlich bin ich auch immer noch ein wenig Co aber eben auch abhängig.
    Deshalb werde ich jetzt einen zweiten Thread eröffnen in Alkoholsucht bzw. Alkoholabhängigkeit .

    Mein Mann ist mittlerweile sehr einsichtig was das Thema angeht und will auch jetzt aktiv etwas tun. Als ich ihm am Wochenende mitteilte, das ich wohl auch betroffen sei, lächelte er nur wissend und sagte, das hätte er schon gewusst. Aber wenn er mir das gesagt hätte, dann wäre ich nur sauer geworden und hätte gesagt, das er ja nur von sich ablenken wolle.
    Ich musste ihm recht geben. Ich hätte genau so reagiert.
    Erstaunt war er trotzdem.

    Dadurch ist aber auch einiges einfacher geworden, denn ich bin endlich diese nagenden Zweifel los, ob ich nicht doch betroffen sein könnte und er hat die zickende Co vom Hals, die es ihm wirklich nicht leicht gemacht hat.

    Ich fühle das er es ernst meint mit dem aufhören und ich weiß jetzt auch das er einfach auch die Zeit brauch um sich darüber im klaren zu sein, wie man den Alkoholismus am besten besiegen kann. Er macht sich Gedanken, liest im Internet und wir reden über nichts anderes mehr.

    Er ändert sein Verhalten !!
    Ich denke ich werde jetzt nicht mehr so oft hier schreiben, denn um nicht Co zu sein, muss ich mich jetzt um mein eigenes Problem kümmern, und das ist auch der Alkohol.

    Liebe Grüße Sabine

    Hi,

    jetzt muss ich hier mal Klartext reden.

    Ich habe schon getrunken, als ich meinen Mann kennengelernt und wir waren sternhagelblau, als wir uns kennenlernten (oder wurden es im laufe des Abends)
    Alkohol spielte auch schon immer eine große Rolle in unserem Leben. Wir hatten feuchtfröhliche Urlaube mit Freunden und heftige Parties.

    Ich war , wenn mein Mann mal wieder sternhagelblau war, auch nicht nüchtern. Ich bin eben nicht so rumgestürzt und hatte das Glück, das ich eher müde wurde und mir schlecht wurde. So das ich vorher mal die Bremse gezogen habe.

    Mein Mann hat von der Beratung eine Stufeneinteilung des Alkoholiker bekommen.Ich habe sie mir auch durchgelesen und festgestellt, das ich aus der Phase , wo man noch von Alkoholproblem spricht lange raus bin und Alkohohlmissbrauch bei mir schon mit 11 der Fall war, wenn wire drei Gläser ,oder heimlich mehr getrunken haben vor dem Auftritt an Fasching.

    Die wurden da an uns Kinder ausgeschenkt.!!!

    Ich habe nur Jahrelang immer auf meinen Mann geschaut und weil ich eben keine blauen Flecken und Blessuren hatte, so wie er, hielt ich das alles nicht für bedenklich.
    Ist es aber,...!!!!

    Da ich ja jetzt eh schon seit 3 Wochen keinen Schluck mehr getrunken habe, habe ich beschlossen das dies auch so bleiben soll. Ich werde am Montag gleich einen Termin bei der Beratung machen und klären , welche Hilfe ich dort bekommen kann.

    Ich bin also nicht nur Co sondern auch Alkoholiker!!!! So sieht das jetzt aus. Ich glaube nicht das ich noch warten muss, bis es schlimmer wird.


    Ich war heute 3 Stunden mit meinem Mann Motorradfahren und wir haben es sehr genossen. Mit dem Konzert am Wochenende hat sich geklärt. Ich bin wirklich etwas in die Luft gegangen. Wir waren dann allein auf einen andern Veranstaltung. Dort wurde zwar auch getrunken, aber nicht so offensiv, wie das bei der anderen Veranstaltug der Fall gewesen wäre und unsere Bekannten waren ja nicht dabei, das machte es auch angenehmer.

    Ich danke alle für ihre Antworten und weiß ihr wollt mich beruigen, aber ich weiß das ich auf jeden Fall auch ein Alkoholiker bin, auch wenn das jetzt zugegebener Maßen überraschend kommt. Aber so ist das halt sich und ander verar***** können wir ja super.

    Ich habe mit meinem Mann jetzt nicht mehr darüber geredet, ob er in eine SHG geht oder Therapie oder was auch immer, denn ich war jetzt wirklich sehr mit mir beschäftigt. Er hat aber nachdem er ein wirklich gutes Buch gelesen hat begriffen , was Alkoholismus bedeutet auch für ihn.
    Wir haben aber ausgemacht, das wir jetzt jeder unseren Weg gehen müssen. Jeder in seinem Tempo und so wie er es für richtig hält.

    Ich habe für mich entschieden, das ich in eine Gruppe möchte, alles weitere werde ich in der Beratung klären. Ich muss erst mal schauen, was ich für Möglichkeiten habe. Mein Mann wird, wie ich ihn kenne jetzt erstmal lang und intensiv darüber nachdenken und sich dann entscheiden.

    So, jetzt wisst ihr Bescheid

    Liebe Grüße

    Sabine.S

    Hi, Jenny

    klar hör ich mich nicht so an, als wäre ich ein Alki. Ich hasse das Zeug, denn es ist dabei unserer Familie zu zerstören, wenn sich hier nichts ändert.

    Aber, ich bin sehr sorglos damit umgegangen. Ich weiß noch eher, wo meine Grenzen liegen, als mein Mann , aber ich habe ein Problem damit.

    Es kam schon vor das ich mich nicht erinnern konnte wie ich heimkam, als ich noch jünger war. Seit ca einem Jahr ist mein Konsum stark zurückgegangen, weil ich es wie gesagt nicht mehr sehen konnte, wenn mein Mann so voll war. Außerdem einer musste ja noch die Kontrolle haben. (Alles Co oder was?)
    Wenn die Tochter dabei war, hab ich fast garnichts getrunken.

    Sabine.S

    @Ayki

    du hast mich nicht verstanden!! Meine Trinkgewohnheiten waren nicht normal!! Und sie werden es auch nicht mehr.

    Ich muss da wohl auch noch mal ein paar Leichen aus dem Keller räumen.
    Als ich heute mit der Frau meine Chefs über meine Probleme sprach. War es wieder da...."Ist mir schon augefallen, das ihr ganz schön viel trinkt"
    Ihr also ich

    ups,...irgendwie hab ich das in letzter Zeit öfter gehört und muss mir da jetzt echt Gedanken drüber machen. Ich war keinesfall immer nüchtern.
    Als ich meinem Mann da mal drauf anprach, meinte er nur," Was du, trinkst doch nicht so viel"
    Klar, ich wieg ja auch die Hälfte.

    Mein Mann hat da ja eh ein ganz andere Sichtweise. Oder ich bin jetzt schon so Co, das ich auch Alki sein will. Was soll ich mach mir einen Termin am Montag und sprech mal mit dem Fachpersonal.

    Hallo,

    ich hatte gestern richtig Stress mit meinem Mann.
    Er konnte gar nicht verstehen, warum ich so dagegen bin mit ihm dorthin zu gehen.
    Daraufhin bin ich echt sauer geworden und habe ihm an den Kopf geworfen, das er nichts verstanden hätte und sein Leben nicht ändern würde, das er einfach nur nicht trinken würde.
    Leider konnte ich dabei nicht sachlich bleiben.

    Er könnte dahin gehen, es würde ihm nichts ausmachen. Er hat nicht verstanden.
    Wir könnten ja dann was anderes machen, wenn ich nicht wollte. Er würde gerne etwas mit mir zusammen machen.

    Mir ist aber auch etwas anderes sehr wichtiges klar geworden heute.

    Ich kann selbst nicht mit Alkohol umgehen. Ich habe jetzt auch etwa 4 Wochen nicht getrunken, aber nicht weil ich es für mich wollte, sondern weil allein der Gedanke an Alkohohl mir Übelkeit bescherte.
    Ich glaube, weil ich mich meist auf meinen Mann geschaut habe, der immer voller war als ich ist mir nie aufgefallen, das auch ich ein Problem habe. Ich habe im letzten Jahr mehr auf meinen Mann geachtet und dabei meine Trinkgewohnheiten runtergeschraubt, aus ekel . Ich wollte so nicht sein. Will es auch jetzt nicht.
    Au weia,...heute erreiche ich niemanden mehr bei der Beratung, aber ich werde am Montag dort anrufen und mir noch mal einen Termin geben lassen.

    Was meint ihr soll ich noch einen Thread aufmachen oder weiter hier schreiben?

    klaro , ich geh mal meinen Schlüssel suchen

    Ach, so danke das du auch etwas von dir geschrieben hast.
    Ich wünsche euch viel Glück.

    Sabine.S

    Zitat von Hartmut

    Hallo Sabine,


    es gibt kein EX Alkie :wink: , denn wir bleiben immer Alkoholiker , der einzigste Unterschied ist für mich "Nass" oder "Trocken"

    nun weiß ich nicht wie es dein Mann sieht , für mich sieht es wie eine Trinkpause aus!

    Deine Reaktion!
    Nicht mit zu gehen, finde ich Klasse und du setzt ein Zeichen, nur solltest dich auch nicht weich klopfen lassen :wink:

    Hi Hartmut Immernoch Alkoholiker, aber trocken (Geht das auch kürzer)

    war doof ausgedrückt.

    Trinkpause, hm! naja ich werde nochmal mit ihm reden. Gestern hörte er sich ganz vernünftig an. Aber heute...:shock:


    Es wird eh Zeit , das er mal mit den Beiden redet, aber nicht in dieser Location.
    Die männliche Seite weiß ja schon Bescheid, bei dem hab ich mich schon ausgekotzt, aber seine Freundin hat immer ganz gerne mit meinem Mann gesoffen, deshalb ist das alles nicht unproblematisch. Mein Mann, sollte da schon mal ganz deutlich sagen, das es ab jetzt nur noch Aktivitäten ohne Alkohol gibt.

    Gestern haben wir noch darüber geredet die zwei mal einzuladen zu uns. Lecker essen und kein Alk!!! Fand er gut.

    Und heute:roll:

    Jenny der Ton ist schon ok...
    Ich kann das ab. Das ist ja nun ein Thema , wo viele hier absolut rot sehen, weil sie mitten in dem Desaster stecken oder es hinter sich haben.
    Sie wollen mich nur vor Schlimmeren bewahren. Das weiß ich zu schätzen.

    Auch, wenn es weh tut.
    Aber das ist hier halt kein Kindergeburtstag, gelle :wink:

    :roll::roll:
    Mein Mann hat mir gerade ein Mail geschickt,

    ob wir morgen mit Freunden zu einem Konzert gehen wollen. Mit den beiden verbindet uns mehr als nur der Suff, aber ein Konzert in der Kneipe, wo er schon oft getrunken hat!!!
    Ich hab hab ihm nur zurückgeschrieben, ob er das für eine gute Idee hält.

    Ja, sag mal gehts noch!!!Och nö, gebt mir mal einen Tipp!
    Soll ich ihn einfach leiden lassen, auch auf die Gefahr hin , das er sich quält wie ein Hund? Er wird nichts trinken, da bin ich mir sicher, aber wieso sucht er die Gefahr?
    Kann mir das ein Ex Alki bitte beantworten.

    Wenn ich ihm jetzt sage, das es scheiße ist da hinzugehen, bin ich doch wieder Co oder? Ach...das ist doch zu Mäusemelken??

    Ich soll ihn doch machen lassen. !! :twisted:

    Hallo Ayki79!

    Danke, für deine Antwort.

    Mein Mann hat verstanden...,wenn auch noch nicht alles .
    Er hatte ein Einzelgespräch, am Dienstag.

    Heute ist Donnerstag. Das muss jetzt auch erst mal verdaut werden.
    Ich seh das nicht durch die Rosabrille, denn ich weiß er schafft es nicht ohne Hilfe, aber ob er die in Anspruch nimmt oder nicht muss er allein entscheiden.

    Er hat aber auch das recht sich in seinem Tempo darüber Gedanken zu machen. Er trinkt nichts ist aber noch lange nicht trocken.

    Ich geh auch zur Beratung wann und wie oft es mir passt und frag ihn nicht danach, ob er das gut findet. Er kann daran nichts ändern. Ich werde auch nicht damit aufhören, nur weil es so aussieht, als ob er sich Mühe geben würde.
    Natürlich wäre es mir auch lieber, er würde schneller etwas für sich tun, aber ich darf, soll und will ihn nicht dazu zwingen.

    Das muss er ganz allein wollen und wenn er eben wieder in sein altes Saufmuster zurückfällt , hilft nur noch eines, mich zurückziehen. Es wird mir das Herz brechen, aber ich will ihn nur nüchtern.
    Auf einer Augenhöhe und als vollwertigen Partner und nicht als sabbender, lallender Lappen.


    Ich habe ,obwohl ich es von außen und oft nüchtern betrachtet habe, auch erst jetzt ....nach Jahren kapiert das er ein Problem hat. Er braucht noch etwas Zeit und solange ich nicht darunter leide, kann er die auch haben.
    Trinkt er wieder und das Spiel geht von vorne los .Muss er die Konsequenzen tragen. Ich werde mich nicht für ihn aufgeben.

    Sabine

    Hallo fish, hallo klaro

    ja die Geschichten ähneln sich sehr. Ich glaube mein Mann ist einen Schritt weiter, er hat verstanden. Auch, wenn wie klaro sagt, er noch nicht bereit ist Hilfe anzunehmen. Er glaubt nicht das er sie braucht im Moment.
    Er möchte nicht mehr trinken, ist auf seinem Weg. Ob der so richtig ist, weiß ich nicht .

    Aber ich muss ihn machen lassen. Er muss ihn allein finden. Es nutzt ja nichts, wenn ich ihn weiter unter Druck setze, damit er zu einer SHG geht. Er weiß, wo die Beratung ist und hat auch gesagt, das er da wieder hingehen möchte, wenn Probleme auftreten. Jetzt fühlt er sich stark.

    Fish mein Mann meint zwar es wäre bei ihm nicht so schlimm. Aber er meinte damit mehr, das er ja Glück gehabt hätte. Bei all seinen Abstürzen ist nie etwas passiert. Er hat öfter mal ne Treppe der Länge nach abgemessen.Er weiß das er süchtig ist.

    Er stellt es sich aber immer noch zu einfach vor. Ich hör ihn schon wieder....:“Das kannst du gar nicht beurteilen, weil du nicht objektiv bist“

    Er weiß aber auch das er sein Leben ändern muss und es nicht langt, nicht einfach nichts zu trinken. Wir sind auf einem guten Weg. Egal wohin der führt.

    Meine SHG ist leider erst wieder in zwei Wochen, aber ich kann da auch im Notfall anrufen, wenn was ist. Tag und Nacht hat sie gesagt. Schön zu wissen, das man nicht allein ist.

    Ob die Mitleidstour zur Krankheit gehört, weiß ich nicht. Mein Mann hat das nicht.
    Er hat allerdings das erste Mal gesagt, das es ihm leid tut, das mich da so reingeritten hat.
    Das aus seinem Mund ist schon eine halbe Sensation.

    Klaro, ich werde ihn fragen, wieso er nicht in die SHG geht, und bin mal gespannt was er sagt!
    Er hasst Gruppen und ich denke, das wird er mir sagen. Zu viele Leute. Er würde sich wohl eher einen Einzeltermin machen. Er hat auch gesagt, das er dort eventuell wieder hingehen würde, denn der Mann auch trockener Alkoholiker ist sehr nett und sympathisch. Wie gesagt es geht im ja gut, also wieso soll er dann da hingehen, denkt er.
    Ja, vielleicht hält er sich das Hintertürchen auf. Unbewusst oder bewusst? Ich weiß nicht. Glaubst du er braucht noch einen heilsamen Dämpfer in Form eines Rückfalls?

    Ich werde weiterhin auf mich schauen und ihn machen lassen. Kostet auch zu viel Nerven.
    Ich wünsche dir lieben fish viel Kraft für deinen Weg und auch dir klaro, der du um deine Tochter kämpfst.

    Klaro, warum schreibst du hier nicht über deine Tochter?

    Liebe Grüße Sabine

    Hi Jenny,

    ja... ich muss entscheiden, welchen Weg ich bereit bin zu gehen. Wie lange ich leiden möchte. Zurzeit leide ich nicht unter seinem Trinken, sondern der Angst...!

    Mir ging das jetzt alles zu schnell. Vor ein paar Wochen habe ich erkannt, das wir ein Problem haben, jetzt hat er aufgehört und will nichts mehr trinken. Nachdem ich ihm die Pistole auf die Brust gesetzt habe.

    Einfach so ..., das wäre einfach zu schön um wahr zu sein . Viel zu einfach.

    Wie ist das ihr Cos und trockenen Alkoholiker, darf man einem Ex Alki im Anfangsstadium zeigen, sagen, das man Angst vor einem Rückfall hat?
    Oder, zerrt das zu sehr an seinem Selbstwertgefühl?

    Sabine

    Hallo Klaro,

    ich weiß ... du hast recht. Als mein Mann gestern von der Beratung kam, hatten wir ein langes Gespräch.
    Er möchte weiterhin nichts trinken, aber von Therapie keine Rede. Auch eine Selbsthilfegruppe lehnt er ab.
    Im Moment fühlt er sich so stark, das so zu schaffen. Ich kenne ihn lang genug, um zu wissen, das er dort wieder hingehen würde, wenn der Saufdruck zu groß wird. Oder er einen Rückfall hat.

    Natürlich gefällt mir das nicht wirklich, aber ich kann und darf ihn ja nicht dazu zwingen. Er trinkt nicht und damit muss ich jetzt zufrieden sein. Ich mach mein Ding, er sein Ding,....richtig?
    Und wenn es mir nicht passt muss ich halt gehen, richtig?

    Ja,... er hat verstanden und es wird auch nicht besser, wenn er mir das schriftlich gibt.
    Klaro du meinst der Druck ist jetzt auch so schon groß genug? Sicher..., denn er hat fast seine Familie verloren und hat schreckliche Schuldgefühle, wegen seiner Sauferei.

    Ich werde auf jeden Fall versuchen ihn bei seinem neuen Leben zu unterstützen. Ich habe aber manchmal dann wieder Angst zu viel Co zu sein.
    Mein Mann meinte auch , das dies ja alles für mich viel schlimmer sei. Ich finde es schlimm, aber ich denke wir haben beide viel woran wir arbeiten können.

    Mein Mann hat denke ich gute Chancen. Er hat zwar ein Problem mit Alkohol, aber er steckt noch nicht so tief drin in diesem Sumpf. Das kann alles kommen, ich weiß... und auch ein Gelegenheits-, Quartalssäufer hat irgendwann wieder das große Verlangen zu trinken.
    Aber ich glaube an ihn und wenn ich das nicht würde, wäre ich schon ausgezogen. Es ist seine erste Chance, vielleicht ist es seine letzte, aber ich werde weiterhin auf mich und meine Tochter achten und wenn es uns zu viel wird, gehen wir.

    Ich bin mir auch nicht 100% sicher, ob das alles richtig ist, aber ich werde mir weiterhin Hilfe holen und die Co-Gruppe besuchen. Ich bin nicht allein und werde mich nicht verstecken.....

    Sabine

    Hallo Jenny,

    ja vielleicht..., vielleicht tut er das alles. Er ist gerade weg zur Beratung. Ich bin wirklich gespannt was er sagt, wenn er wieder kommt.
    Er möchte dort hin, um sich selber klar zu werden wo genau er steht. Er ist zwar seit ca 1 ½ Wochen ohne, aber er weiß nicht wirklich, wo er steht. Was er tun kann.
    Er hat damit argumentiert, das ich ihm auch nicht sagen könnte, das er Alkoholiker sei, denn ich wäre mindestens genauso verblendet wie er.
    Objektiv kann ich natürlich nicht sein. Das ist klar, aber von seinen Abstürzen habe ich definitiv mehr mitbekommen als er.
    Er hat dann aber schnell nachgeworfen, das er auf jeden Fall jetzt nichts mehr trinken würde. Ich hoffe er tut das jetzt auch für sich...sonst ist das jetzt eh für den Ar***.
    Das sehe ich doch richtig, oder?

    Gotti
    Das mit dem Brief habe ich von Leiterin, der Selbsthilfegruppe für Co`s. Ich denke man kann in so einem Brief klarere Gedanken fassen. Vor allem, wenn man Dinge anspricht die einem sehr wehgetan haben oder tun. Ich bin ein sehr impulsiver Mensch und poltere schnell mal unüberlegt los, da kann so ein Brief schon besser sein.

    Danke, das ihr für mich da seid. So ein Forum ist wirklich Klasse!!

    Sabine

    Hallo Jenny,

    99% das ist hart.
    Ich bin nicht mehr bereit Kompromisse einzugehen, dies ist seine letzte Chance!!!
    Wenn er die nicht nutzt, bin ich weg. Ich werde nicht wie viele hier tausendmal drohen.

    Ich tue das jetzt dieses eine mal,
    und wenn er darauf nicht reagiert bin ich weg..
    Das weiß er, und er hat eine Wahl.
    Alkohol oder Familie!!!

    Beides geht nicht und will ich nicht. Ich liebe meinen Mann, aber ich will und kann so nicht leben, basta.
    Ich werde ihm heute noch einen Brief schreiben, damit er es immer vor Augen hat, mit was er hier spielt. Er muss es einfach verstehen.

    Und ich werde den Brief kopieren und ihn mir immer und immer wieder selbst durchlesen um , ja nicht weich zu werden. Denn bei aller Vernunft bin ich eben auch ein Mensch mit Gefühlen und möchte ihn nicht verlieren, aber der Preis mit ihm so weiter zu leben ist mir zu groß.

    Sabine

    Hallo verflixt,

    du bist verletzt, traurig!
    Das kann ich verstehen, aber wenn ich mir deinen Thread so durchlese, war doch bei euch schon lange die Luft draußen.
    Sei froh, das du ihn los bist und konzentriere dich auf dich und dein Kind.
    Ihr seid wichtig. Trauere nicht über eine Beziehung, die kapput war. Denk an euch.
    Lass dich mal drücken.

    Sabine