Beiträge von Morgenrot

    Hallo Ratlos,

    das ging ja schnell, schön das du jetzt hier schreibst.

    Aurora und Dante haben dir schon sehr viel wichtiges geschrieben.
    Lass dir keine Verantwortung aufbürden, die einfach nicht deine ist.
    Ich war eine Marionette als ich hier ins Forum kam, weil ich nur den Wunsch hatte, so zu sein, das er aufhören kann zu trinken.
    So wirst du aber nie, ganz einfach aus dem Grund, weil er immer einen Grund finden wird, was ihm nicht passt, und schon hat er den Grund wieder zu trinken.


    lg Morgenrot

    Hallo Karsten,

    ich möchte dir auch von Herzen für deine unermüdliche Arbeit danken. Wo ich ohne das Forum wäre, weiß ich nicht.
    Was ich aber weiß, das Forum war und ist für mich ein Glücksfall. Ich habe hier gute Freunde gefunden, Menschen die mich verstehen und die mir immer wieder helfen, auf meinem Weg zu bleiben, auch dann wenn es mal wieder zu holpert.


    lg Morgenrot

    Hallo elpida,

    Zitat

    ich bin mir etwas unsicher, ob ich nicht zu "hart" bin.


    ich darf dir sagen, das diese Zweifel dazugehören. Der Grund dafür ist, in meinen Augen, das wir nicht gelernt haben unseren Gefühlen zu ( ver ) trauen.
    Diese wurden ja immer wieder korrigiert und so kann sich kein Vertrauen in die eigenen Gefühle aufbauen.


    lg Morgenrot

    Hallo Abbey,

    Es ist zwar gut, wenn du dich reflektierst und deine Muster hinterfragst. Setz dich aber nicht so sehr unter Druck. Du kannst nicht dein ganzes Verhalten von heute auf morgen umkrempeln.
    Wichtig ist, das du dein Tempo findest, und dich nicht von Rückschlägen entmutigen läßt.


    lg Morgenrot

    Hallo Pottkind,

    Herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    in meinen Augen ist dein Mann Alkoholiker, aber das bringt dich nicht weiter.
    Versuche deine Wahrnehmungen ernst zu nehmen, denn sie sind mit Sicherheit richtig.
    Die Kinder bekommen so vieles mit, und auch die kleinen
    Du kannst ihm nicht helfen, du kannst nur etwas für dich tun, und ihm seine Verantwortung zurückgeben.
    Ich weiß, wie schwer das ist, aber beginne mit kleinen Schritten.
    Pass auf dich auf


    lg Morgenrot

    Hallo Sebajama,

    Zitat

    seit seiner zweiten entgiftung im juli ist er - mehr oder weniger -trocken,


    das gibt es nicht. Entweder - oder, etwas anderes gibt es nicht.
    Bevor er nicht wirklich trocken ist, ist es auch nicht klar, was Depression ist und was vom Alkohol verursacht wird.
    In beiden Fällen leiden die Familienangehörigen. Kinder können das nur ganz schwer einordnen und beziehen vieles auf sich.
    Wenn sie etwas an ihrem Vater "komisch" finden, sprich ihnen ihre Wahrnehmungen nicht ab, das kann sehr präügend sein, und dazu führen, das sie im späteren Leben ihren eigenen Wahrnehmungen auch nicht trauen.
    So ist es mir ergangen, ohne Alkoholismus in der Ursprungsfamilie.
    Wichtig ist mit den Kindern ihrem Alter entsprechend zu reden und ehrlich zu sein.
    Die Idee mit dem Kinderpsychiater ist zwar prinzipiell gut, aber es muß klar sein, das die Kinder nicht pathologisiert werden, sie sind "nur " Symptomträger.
    Für kleinere Kinder gibt es nach Alter gestaffelte Kindergruppen, z. Bsp.
    vom Blauen Kreuz.


    lg Morgenrot


    lg

    Hallo Amalthea,


    Zitat

    Aber dann bekomme ich das Gefuehl, ihm keine Chance zu geben. Aber vielleicht sehe ich das auch falsch?


    Du hast ihm sicherlich schon mehr Chancen gegeben, und ihm seine Möglichkeiten aufgezeigt oder nicht?
    Wichtig ist, das er ins Handeln kommt.
    Ich kann dich gut verstehen. Als ich begonnen habe, ihn trinken zu lassen und nicht mehr davon abzuhalten,k habe ich zuerst auch gedacht, aber ich muß ihn doch mal erinnern, aber das hat nie etwas bewirkt.


    lg Morgenrot

    Hallo Sternchen,

    Zitat

    Ach Mist, jetzt hatte sich in meinem Kopf schon so eine schöne Antwort formuliert.


    ich kenne solche Antworten, mit irgend etwas mußte ich mich auch immer selbst "ruhigstellen", um alles als nicht so schlimm zu empfinden.

    Zitat

    ich bin im Büro mehr CO als zu Hause


    du hast dein Einsatzfeld nur verlagert, das kenne ich sehr gut, hat bei mir auch funktioniert, der Beruf passt auch noch dazu, das es erst einmal nicht auffällt.
    Mich hat dann jemand sehr unsanft drauf hingewiesen.

    Zitat

    Wie komme ich da jetzt wieder raus?!?!?!


    Alkoholismus am Arbeitsplatz decken, ist erst einmal auch Verhalten, hast du ja selbst geschrieben.
    Seid ihr ein großer Betrieb? Dann gibts einen Betriebsrat, den du fragen kannst, ob es eine Suchtvereinbarung gibt, oder vielleicht einen Suchtkrankenhelfer.
    Wenn du das hinterher arbeiten bei deinem Kollegen unterläßt, welche Konsequenzen hätte es?
    Es ist kein Verpetzen wenn du Vorgesetzte ansprichst, vielleicht braucht er gerade dies um seinen Tiefpunkt zu spüren und handeln zu können.


    lg Morgenrot

    Hallo Sternchen,

    Zitat

    warum dann ausgerechnet wieder mit einem (wahrscheinlich) Alkoholiker? Schön blöd, oder?


    Nö, finde ich gar nicht blöd.
    Ich denke es liegt daran, das du ein großes Maß deines Selbstbewußtseins davon abhängig machst, was du für andere tust.
    Im nachhinein kann ich dies für mich unterstreichen.
    Wenn ich mir nicht vorstellen kann "einfach nur" geliebt zu werden, neigte ich dazu, mich als Kümmerer zur Verfügung zu stellen.
    Gebraucht werden, sich unentbehrlich machen, dann mußte man mich doch lieben.
    Wer glaubt sich Liebe "verdienen" zu müssen, ist hochgradig CO gefährdet.
    Sicher spielt auch die Erziehung hinein. Wir hatten mal einen Thread dazu:
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic30773.html


    lg Morgenrot

    Hallo Sternchen,

    Zitat

    Obwohl meine Veränderung hauptsächlich auf Ablehnung gestossen ist, geht es mir irgendwie besser


    freu dich darüber, auch wenn es den anderen nicht gefällt.
    Das es den anderen nicht gefällt, ist auch logisch. Sie müssen sich plötzlich mit dir auseinandersetzen, dau hast eine Meinung, und sagst sie auch.
    Du bist unbequemer geworden.
    Das kenne ich von mir auch, durch meine Veränderung habe ich andere auch verunsichert, ich war nicht mehr "pflegeleicht".

    Zitat

    ich fange ja gerade erst an.


    lass dir Zeit, diese Dinge brauchen Übung, immer wieder. Es geht nicht von heute auf morgen.


    lg Morgenrot

    Hallo Girasole,

    ich finde Aurora hat recht, das hat nichts mit Glück zu tun, ich freue mich für dich mit.

    Zitat

    Für mich war hier wichtig, ganz genau hinzuschauen und die Realität anzuerkennen:


    das ist die wirklich schwerste Übung, seinen Wahrnehmungen wieder zu trauen. Gerade nasse Alkoholiker sind sowas von überzeugend, da glaubst dur irgendwann vieles, weil du es glauben willst, dieses "glauben wollen" hat mich davon abgehalten, meine Hoffnungen in gewissen Punkten zu begraben.


    lg Morgenrot

    Hallo Flower,

    Zitat

    sondern ihm schon gefallen möchte


    einem anderen gefallen zu wollen, das kann dazu führen, das du dich verbiegst und dich und deine Bedürfnisse aufgibst.
    Das habe ich auch getan, und anfangs auch gedacht, alles wegen dem nassen Alkoholiker.
    Nein, es ist ganz alleine deins was du mit dir machen läßt, und was du von dir aufgibst, um anderen zu gefallen.
    Es ist schwer auf die eigenen Anteile zu schauen, aber das ist der Weg, um für sich etwas ändern zu können.


    lg Morgenrot

    Hallo Girasole,

    Wie gehts dir inzwischen?

    du darfst so kaputt sein, und du darfst relaxen. Hier schreibt jemand, der die Theorie beherscht aber selbst noch Schwierigkeiten damit hat. :oops:
    Als meine Familie früher in Urlaub fuhr, war der Fahrer auch immer so fertig.
    Am Urlaubsort angekommen, habe ich als erstes sein Bett bezogen, damit er ruhen konnte.
    Er war "der arme" den ich beim fahren nicht ablösen konnte, und den ich von keiner Feier holen konnte, weil ich nicht fahren darf.
    Damit wurde mir Jahrzehnte lang ein schlechtes Gewissen gemacht.
    Gut, das wir es heute anders sehen, und etwas ändern können.


    lg Morgenrot

    Hallo MaMe,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    Der Alkohol kann dich nicht Gefühle und Hirn zerstören Traurig


    doch das kann er. Alkohol ist ein Nervengift und er verändert und zerstört auch das Gehirn.
    Gefühle werden zurückgedrängt, weil sich alles um die Sucht dreht.
    Du kannst nicht ihm helfen, du kannst nur etwas für dich und deine Kinder tun, denn die wissen mehr, als du denkst.
    Ich kenne diese ganzen Aussagen auch sehr gut, ich war auch immer schuld. das er trinken mußte.
    Ich habe mich angestrengt etwas bei mir zu verändern, aber aufgehört hat er deshalb nicht.
    Lass dir nichts einreden, denn du hälst ihm nicht die Flasche an den Mund.


    lg Morgenrot.

    Hallo FroileinNicole,

    Herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    Wie kann man seine "Partnerin" so sehr aus seinem Leben klammern?


    er ist süchtig, und somit krank. Sein Denken kreist um seine Suchtmittel, damit ist er ausgelastet. Das ist keine Entschuldigun nur die Erklärung.
    Sicher ist das für uns schwer zu begreifen, aber ich habe genau diese Interessenlosigkeit auch erlebt.
    Das ging soweit, das ich sagte: Unser Kind muß ins Krankenhaus, und er erwiderte, warte noch, bis das Fußballspiel fertig ist.
    Das Umfeld wird oft lästig, weil es immer wieder Erwartungen hat, die einen Süchtigen dann aus seinem Trott reißen, und das mag er überhaupt nicht.


    lg Morgenrot