Beiträge von Morgenrot

    Hallo Brummbär

    ein herzliches willkommen auch von mir, hier im Forum.

    Kann dich gut verstehen, wenn man zum ersten mal gefragt wird, wie man sich fühlt, dann gehen einem viele Dinge durch den Kopf.
    Nur die Frage kann man nicht beantworten, weil man sich und seine Bedürfnisse immer verleugbtet hat.
    Mir fällt gerade auf, ich könnte sie auch nicht beantworten :(

    lg Lämmchen

    Hallo,

    ich finde, in diesem Thread kommt die ganze Spannbreite der Co - Abhängigkeit zu Tage.
    Es gibt Punkte, an denen man denkt, jetzt geh ich, es reicht. Um dann doch wieder zu bleiben, weil uns der nasse Alkoholiker wieder ein Leckerli hinwirft, und wir uns wieder hinreißen lassen ihm zu glauben, wieder Hoffnung zu schöpfen.

    Sicherlich tuts verdammt weh, wenn man den Spiegel vorgehalten bekommt, aber es ist wirklich nötig, genau wie auch mal " virtuelle Streicheleinheiten " angebracht sein können, wenn jemand wieder mal am Boden liegt. Dafür danke ich auch allen, denn es ist ein gutes Gefühl verstanden zu werden.

    Habe jetzt schon einige Tage hier mitgelesen, und bin der Meinung : Ihr habt beide recht.
    Ich kenne das hin und her, wie es bei Bonny geht, nur zu genau, weil ich es auch erlebe. Hab auch noch nicht den Schritt zur Trennung geschafft, kann aber nicht beantworten warum.

    Komme mir im Moment vor wie ein Hündchen, welches meist schlecht behandelt wird, aber für ein Leckerli ( fast ) alles tut.
    Dieses erkennen ist sehr schmerzhaft, aber ich glaube ich muß mich dafür bei Currlinger bedanken.

    Es ist wichtig, das hier keiner aufgegeben wird, auch wenn er x - Versuche braucht sich zu lösen, und immer wieder fällt.
    Denn dann braucht man eine Hand, die einem hilft wieder aufzustehen.

    lg Lämmchen

    Hallo vivi,

    sie haben ja gar keine Veranlassung bei uns so" rum zu sülzen ". Uns haben sie auf Nummer sicher, denken sie zumindest.
    Bin der festen Meinung, das sie immer wieder an unser Umfallen glauben, wir tun es ja auch immer wieder.

    Ich weiß nicht, ob du es einfacher hast, weil ihr ne Fernbeziehung führt, glaube ich eigentlich nicht.
    Denn du hast ja die Ungewißheit, was macht er, trinkt er, baggert er grade mal wieder andere an usw. und die raubt dir ja den Schlaf.
    Kenne diese Grübeleien, man dreht und wendet alles hin und her, wägt ab, und kommt doch zu keinem Ergebnis.

    Ich beginne jetzt langsam, für mich Öffentlichkeit herzustellen, und nicht mehr zu verheimlichen, dass er trinkt. Ich möchte mich nicht weiter zurückziehen von sozialen Kontakten.
    Soll er sich doch auf Feiern blamieren, ich kann mich benehmen. Manchmal denke ich: blamier dich, aber richtig, das jeder weiß, was mit dir los ist.
    Allein um zu diesem Gedanken zu kommen, hab ich ewig gebraucht.

    Du bist wahrscheinlich auch so ein Gefühlsmensch wie ich, wir brauchen sicher sehr viel länger, um uns zu distanzieren.
    Ich habe mir mal die Frage gestellt: Was wäre, wenn er sofort in eine Therapie ginge, Wäre dann alles gut?
    Die Antwort ist ein eindeutiges : Nein, denn ich glaube nicht das ich ihm irgendwann wieder vertrauen kann, und all die Verletzungen und Kränkungen vergessen kann.
    Er hat mich in einer sehr entscheidenden Situation in meinem Leben alleine gelassen, damit hätte ich vielleicht noch leben können.
    Aber das er das jetzt als Grund für seine Trinkerei angibt, bedeutet immer wieder Verletzung und Erniedrigung und natürlich Schuldgefühle.
    Solange wir diese Schuldgefühle annehmen haben sie keine Veranlassung sich zu ändern .

    Zeig ihm deine Wut und deine Verletztheit, wir können nicht auf Samtpfötchen durchs Leben gehen, nur weil es für sie angehehmer ist.

    lg Lämmchen

    Hallo,

    ich glaube ich habe gestern abend einen Minischritt geschafft.
    Bin nach langer Zeit mal wieder zu meinem " Frauenabend " gegangen, von dem ich mich auch zurückgezogen hatte.
    Von dort kommen ja auch immer wieder Einladungen, und die wollte ich ja umgehen.

    Konnte auch einer Freundin etwas von dem erzählen, was ich zur Zeit erlebe, und weshalb ich mich wirklich zurück gezogen hatte.
    Die Antwort hat mich zwar umgehauen, weil es wohl mehr Menschen ahnen, als ich mir vorstellen konnte.
    Aber dadurch weiß ich auch, dass meine Beobachtungen richtig sind, und ich nicht spinne, wie mein Mann sagt.
    Sie hat ihn wohl schon einige Male beim einkaufen des Nachschubs gesehen, und da hätte er auch schon nach Alk gerochen, sei ihr aufgefallen, weil es noch so früh gewesen sei.

    Habe mir fest vorgenommen, wieder regelmäßig dorthin zu gehen.

    lg Lämmchen

    Liebe sunny,

    Gut, wie schnell und konsequent du reagiert hast. Alle Achtung
    :)

    Wie hat denn dein Mann reagiert? Ich hoffe nicht dass er agressiv geworden ist.
    Wünsche dir alles Liebe und viel Kraft für die weiteren Schritte.

    lg Lämmchen

    Hallo Gotti,

    ich find es schön, das du jetzt 2 Möglichkeiten hast, und auch ich kann dir sagen, die Wartezeit ist normal, 8 Wochen sind relativ kurz.

    Ich wünsche dir von Anfang an Offenheit, bei deinem Therapeuten. Meiner hat lange gebraucht, bis ich meine Scham überwunden hatte und offen mit ihm reden konnte.


    lg Lämmchen

    Hallo,

    Natürlich ist es deine Entscheidung, ihm zu glauben, und auch der Zeitpunkt einer Trennung liegt bei dir.
    Ich weiß wie schwer es ist, einen solchen Menschen fallen zu lassen. Hab es selbst noch nicht geschafft.

    Aber sei mal ehrlich: Wann war er denn das letzte Mal aufrichtig zu dir?
    Jetzt, wo du vielleicht schwanger bist, solltest du auch an dein Kind denken.
    Die bekommen nämlich alles mit, auch wenn sie noch sehr klein sind.
    Das haben mir meine, inzwischen erwachsenen Kinder bestätigt.

    Ich hoffe und wünsche dir die richtige Entscheidung.

    lg Lämmchen

    Hallo macvivi,

    ich kann dich gut verstehen, Ich habe auch noch den großen Schritt der Trennung vor mir, ich denke ein anderer Weg bleibt mir nicht.


    Aber da ist dann immer wieder das Gefühl der Hoffnung, an jedem Tag wo mein Mann nüchtern ist, keimt es auf.
    Der Absturz der Hoffnung wird aber immer scherer auszuhalten.
    Man klammert sich an daran, dass jetzt alles besser wird, und ein paar Stunden später wird man wieder belogen und betrogen. Diese Gefühlsschwankungen sind wie Achterbahn fahren, aber sie machen dich fertig und zermürben einen.

    Den richtigen Zeitpunkt wird jeder für sich festlegen müssen, aber eines können wir nicht, einem Alkoholiker helfen. Das muß er selbst tun, für sich.

    Wenn du für dich feststellst, das du mit ihm nicht mehr leben kannst undwillst, dann hat das nichts mit aufgeben zu tun. Sieh es als Schutz für dich.
    Hier versagt die Liebe, und der Alkohol siegt. Diese Erkenntnis hat mich auch immer wieder umgehauen.
    Das schwierige ist, jedenfalls bei mir : Kopf und Bauchgefühl in Einklang zu bringen.
    Der Kopf weiß eigentlich schon viel mehr, als das Gefühl bereit ist zu gehen.

    Ich wünsche dir Kraft, für die nächsten Entscheidungen

    lg Lämmchen

    Hallo Butterböhnchen,

    ich finde es gut, dass du es soweit geschafft hast, und für dich un deine Tochter eine Wohnung gefunden hast, und ausziehst.
    Denke, das es ein wichtiger Schritt ist, den ich wohl auch noch vor mir habe.
    Weiß nur nicht, was mich momentan noch bei ihm hält.

    Ich wünsche dir einen guten Start in dein neues Leben, und schick dir viel Kraft

    lg Lämmchen

    Hallo Sunny,

    erst mal herzlich willkommen hier im Forum.

    Das alles was du schreibst kommt mir sehr bekannt vor, alle anderen lügen nur der Alkoholiker nicht, und wenn man sie dann ertappt, sind dieanderen Schuld dass sielügen müssen, man hätte ja nicht fragen müssen.
    Mein Mann trinkt auch heimlich, aber die Flaschen sind schon uralt, oder mein Sohn hat sie dahin gestellt.

    Ich schließe mich Jenny an, du kannst ihm nicht helfen, auch wenn das eine schmerzhafte Erkenntnis ist. Helfen kann nur er sich selbst.
    Auch dieses zum Arzt gehen kenne ich, hab es erlebt. Selbst wenn er geht, dann warte mal was er dir dann erzählt. Meiner hat mir verkaufen wollen, der Arzt hätte ihm gesagt, er sei nicht abhängig und brauche keine Therapie.
    Lüge reiht sich an Lüge.

    Es gilt dich und deine Tochter zu schützen. Zeige ihr unbedingt, dass du ihr glaubst, damit du ihr Vertrauen nicht verlierst.
    Du kannst einen Alkoholiker nicht kontrollieren, sie werden immer erfinderischer, je mehr du kontrollierst.
    Ich weiß, das ist ein langer Weg dahin zu kommen, man will ja nur helfen, und kämpft doch nur gegen Windmühlen.
    Selbst bin ich auch noch mitten drin, in dem Kampf, aber ich spüre langsam wie er mich zermürbt.
    Habe das Vertrauen in ihn verloren, die Lügen und Verletzungen sitzen zu tief, aber der letzte Schritt fällt immer noch sehr schwer, obwohl ich mir nichts mehr wünsche, endlich den Mut zu haben, mich zu trennen.

    Hast du auch schon soziale Einschränkungen durch ihn? Das du Freunde nicht mehr triffst, weil du Angst vor seiner Trinkerei hast?.

    ich wünsche uns viel Kraft auf dem Weg der noch vor uns liegt.

    Lämmchen

    Hallo Jenny,

    es gibt einen Blutwert, an dem du feststellen kannst, ob jemand regelmäßig, oder zumidest die letzten 14 Tage Alkohol getrunken hat.
    Der wird bei uns auf Station bei den Alkoholikern immer kontrolliert, um einen Verlaufswert zu haben.
    Aber darum gehts mir ja auch nicht nur, es ist eher wieder die Tatsache, ihn wieder " erwischt " zu haben beim Lügen.
    Warum kann ich mir diese Illusion nicht aus dem Kopf reißen, das er vielleicht doch mal die Wahrheit sagen könnte.

    Jetzt zu deinem entheddern. Du hast vollkommen recht, da gibt es viel zu entwirren, und das muß ich erst mal anpacken.
    Ich habe schon mal telefonisch Kontakt zu einer Gruppe für Angehörige aufgenommen, es fehlt mir leider nur noch der Mut hinzugehen, es ist für mich wie eine endgültige Bloßstellung. Wie ein endgültiger Verrat.
    Aber ich weiß, ich muß auch an mich denken, zumal sich ein Freund bereit erklärt hat, mich zu begleiten, und mir Rückendeckung zu geben.
    Alleine dieses Angebot hat mich schon sehr beschämt. Fühle mich ja so dermaßen wertlos, und dann ist da jemand, der dies für mich tun würde, damit kann ich im Moment auch noch nicht umgehen, obwohl ich mich darüber freue.

    Meine Kinder sind erwachsen, die Tochter lebt schon nicht mehr bei uns, aber sie wissen beide was mit ihrem Vater ist.
    Sie haben mir beide gesagt, dass sie es schön früher geahnt haben, und fragen sich, wie ich das solange aushalten konnte.

    Weißt du, ich habe das Gefühl, dass ich mir erst einmal alles von der Seele schreiben muß, um wieder klare Gedanken zu bekommen. Aber dann kommen auch gleich wieder Gedanken hoch, dass ich hier nur jammere, und das möchte ich auch nicht.

    Mein geliebter Beruf hilft mir da leider auch nicht weiter, ich bin Krankenschwester, und dann noch in der Psychiatrie, und habe ständig mit süchtigen aller Art zu arbeiten.
    Muß mich also im Beruf anders verhalten als zuhause, und diesen Spagat halte ich nicht mehr lange durch.

    Ich brauche unbedingt wieder einen klaren Blick auf die Dinge.

    lg Lämmchen

    Hallo,

    Pamina, ich danke dir für deine Offenheit, ich gebe zu, ich habe die gleichen Gedanken auch schon gehabt, und mich dafür in Grund und Boden geschämt.

    Ich kann zwar im Moment nicht in Urlaub fahren, aber was ich schon seit einiger Zeit tue: Ich fahre mal am freien Wochenende weg, oder auch mal in der Woche für 2 oder 3 Tage. Fahre dann zu Freunden, und spüre, wie ich dort in kurzer Zeit aufleben und ein wenig auftanken kann.
    Hätte es auch gerne, wenn ich mich an meine Mutter wenden könnte, aber ich kann bei ihr andeuten was ich will, es kommen von ihr keine Signale mir helfen zu wollen.
    Im Gegenteil, sie fragt mich, ob ich es für richtig halte öfter weg zu fahren, und ihn alleine zu lassen.
    Auf meine Erwiderung: Er trinkt auch, wenn ich zuhause bin, folgt dann das große Schweigen.

    Verstehe mein zögern ja eigentlich selbst nicht. Ich weiß nicht was noch passieren muß.
    Könnte jetzt viele Gründe aufzählen, wir haben ein Haus, und ich häng hier auch finanziell tief mit drin, arbeite nur halbtags, und kann mir von meinem Gehalt keine Wohnung leisten, will meinen Kindern das Elternhaus erhalten usw, usw. Ihr kennt das sicher alle nur zu gut.

    Letzte Woche hab ich es nach über einem Jahr endlich geschafft, unseren Hausarzt auf eine angebliche Äußerung im Bezug auf den Alkoholkonsum meines Mannes anzusprechen.
    Mein Mann hatte mir versprochen zu ihm zu gehen als ich zur Kur war, angeblich hätte er ihm gesagt, er sei kein Alkohoiliker, die Blutwerte sprächen dagegen. Er bräuchte auch keine Gruppe.
    Natürlich durfte mir mein Hausarzt nicht sagen, ob es eine solche Äußerung gegeben habe, aber ich mußte es einfach ansprechen, weil ich mir eine solche Aussage von ihm nicht voorstellen kann, so gut meine ich ihn zu kennen.

    Je mehr ich hier lese, umso mehr kommt bei mir hoch, und ich habe das Gefühl, die ganzen Jahre noch einmal zu durchleben, aber vielleicht brauche ich das, um irgendwann eine Entscheidung treffen zu können.

    Da tun deine Worte sehr gut, Kaddip, hier ohne " Vorleistungen " schreiben zu können. Danke


    lg Lämmchen

    Hallo Gotti,

    ich sehe es leider auch wie alle anderen, dein Mann braucht sicher die Gruppe noch lange Zeit.
    Habe einen Bekannten, der schon 15 Jahre trocken lebt, aber immer noch in die Gruppen geht.

    Ich glaube dein Mann macht sich da was vor, körperlich ist er vielleicht weg vom Alkohol, aber die psychische Abhängigkeit, die bleibt sehr lange bestehen.

    Deine Angst vor der Feier kann ich nur allzu gut nachvollziehen. Mir graut auch immer vor Feiern und Feiertagen.
    Es ist schwer für mich, da ich eigentlich ein geselliger Mensch bin, aber ich kann ohne Alkohol feiern und lustig sein, für ihn gehört es dazu. Das erstickt jede Freude auf eine Feier.
    Wir sind immer die ersten die gehen, weil ich Angst habe, das er zuviel trinkt und ausfällig wird.

    Ich wünsche dir, das dein Mann weiterhin zu den Gruppen geht, und das er für sich tut, und auch die Notwendigkeit versteht.

    lg Lämmchen

    Hallo,

    ich danke euch für die liebe Begrüßung. Es tut gut verstanden zu werden.

    Ich weiß noch nicht wie mein Weg weiter geht, aber ich kann nicht mehr lange so weitermachen.

    Habe es satt, diese ständigen Lügereien, die Drohungen mit Selbstmord, wenn ich wirklich gehen sollte.
    Er schafft es immer wieder mir Schuldgefühle zu machen, das beherrscht er sehr gut.

    Habe mir mal die Frage gestellt, was wäre wenn er eine Therapie machen würde. Könnte ich dann wieder etwas mit ihm aufbauen?
    Meine Anwort für mich hat mich erschreckt. Nein ich könnte es nicht.
    Die jahrlangen Lügen, Verletzungen und die verbalen Angriffe auf mich, die durchaus sehr oft unter die Gürtellinie gehen, all das könnte ich glaub ich nicht vergessen.
    Manchmal kommt es mir so vor, als müsse ich auf Samtschuhen durchs Leben gehen, nur um ihn nicht zu reizen.
    Aber das kann doch kein Weg sein, ein Leben in dem man seine eigenen Gefühle und Wünsche so unterdrücken muß.

    ich bestehe nur noch aus Selbstzweifeln und Unsicherheit, und im Beruf muß ich umschalten, was aber auch immer schwerer wird.

    lg Lämmchen

    Hallo Gotti,

    habe deine Geschichte gelesen, und finde mich darin wieder, genau wie du in meiner.
    Mir kommt das alles sehr bekannt vor. Von A - Z muß man alles alleine irgendwie schaffen : Elternabende usw. Ich hatte immer Angst ihn zu sowas mit hinzunehmen, weil er ja gleich ausrastet, wenn irgendwas nicht nach seinem Willen geht.
    Für außenstehende erscheint man dann sicher dominant, aber wie soll man es anders regeln, wenn nicht alles den Bach runter gehen soll.

    Auch deine jetzige Situation erinnert mich an meine: Wir versuchen beide, alles richtig zu machen, um nur kein Auslöser für neues trinken zu sein.
    Manchmal hab ich das Gefühl, ich muß mich unsichtbar machen, so tief bin ich drin, in den Schuldgefühlen.
    Aber du hast geschrieben, du bist eigentlich auch ein fröhlicher Mensch, genau wie ich. Nur mir ist das Lachen vergangen.

    Du solltest aber auch etwas für dich tun, da stimme ich meinen Vorrednern zu, das wäre sehr wichtig für dich, oder ihr könntet vielleicht auch eine Paartherapie versuchen, die euch neue Wegeaufzeigen kann.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall sehr viel Kraft und Stärke für euren weiteren Weg.

    lg Lämmchen

    Hallo,

    ich habe heute dieses Forum beim googlen gefunden, und mich gleich angemeldet.

    Bin die Ehefrau eines nassen Alkoholikers, und Co - Abhängig.
    Schreibe auch noch in einem Psychosomatikforum, uind habe dort den Co - Abhängigentest gemacht. Dieser hat mir das bestätigt, was ich schon wußte.

    Ich kann eigentlich gar nicht sagen, wie lange mein Mann schon trinkt, weil ich immer wieder, so sehe ich es heute, die Augen verschlossen habe.
    Der einzige der mich immer wieder mal darauf angesprochen hat, war mein Vater, aber leider kann ich mit ihm nicht mehr reden, da er verstorben ist.
    Damals habe ich immer noch gemeint, ich müsse meinen Mann schützen.
    Aber ich will und kann es nicht mehr, ich spüre, wie meine Kraft immer weniger wird.

    Mein Kopf sagt mir eindeutig, ich muß mich trennen, aber diesen Schritt schaff ich nicht.
    Die Verletzungen und Lügen von seiner Seite, sitzen sehr tief, ich weiß, dass ich ihm nicht mehr vertrauen kann. Seine Lügen werden weitergehen.
    Was in meinen Augen schlimm ist, ich habe das Gefühl, ihm keine Achtung mehr entgegenbringen zu können.


    Er selbst leugnet dass er den Alkohol braucht, er könne jederzeit aufhören, usw. ich denke, das kennt ihr, und wenn dieses Wort nur im Ansatz fällt, wird er agressiv, bis jetzt nur verbal, und rastet aus.
    Er beschimpft mich in übelster Form, und gibt mir die Schuld.

    Habe ihn jahrelang geschützt, Ausreden erfunden, warum man zu dieser und jener feier nicht erscheinen kann, immer hatte ich die Angst, er würde vor anderen ausrasten, und mich blamieren.

    In einer 8 -wöchigen psychsomatischen Kur habe ich an einer Angehörigengruppe teilgenommen, und mir ist einiges bewußt gworden.
    Fange langsam an, offener damit umzugehen, und ihn vor anderen nicht mehr zu schützen.
    Bin sehr überrascht, dass einige dieser Menschen, es schon lange geahnt haben, und mir dies auch so offen sagen.

    Jahrelang hab ich mich auch bemüht, es vor meinen Kindern zu verbergen, wie mies es mir geht.
    Jetzt sind sie erwachsen, und sehen selbst was mit ihrem Vater ist. Sie haben mir aber auch versichert, es schon viel früher gespürt zu haben, dass vieles nicht in Ordnung ist.
    Dann kamen meine Schuldgefühle ihnen gegenüber, weil ich doch nicht alles getan hatte.

    Komme mir vor wie auf einem Hochseil, und an jeder Seite ist der Abgrund, zumal ich auch noch den Spagat zwischen meinem Beruf, und der Sucht meines Mannes schaffen muß.
    Ich habe beruflich auch mit abhängigen zu arbeiten, und mir fällt der profiessionelle Umgang damit immer schwerer.

    Das soll es erstmal gewesen sein.

    lg Lämmchen