Hallo,
ich habe heute dieses Forum beim googlen gefunden, und mich gleich angemeldet.
Bin die Ehefrau eines nassen Alkoholikers, und Co - Abhängig.
Schreibe auch noch in einem Psychosomatikforum, uind habe dort den Co - Abhängigentest gemacht. Dieser hat mir das bestätigt, was ich schon wußte.
Ich kann eigentlich gar nicht sagen, wie lange mein Mann schon trinkt, weil ich immer wieder, so sehe ich es heute, die Augen verschlossen habe.
Der einzige der mich immer wieder mal darauf angesprochen hat, war mein Vater, aber leider kann ich mit ihm nicht mehr reden, da er verstorben ist.
Damals habe ich immer noch gemeint, ich müsse meinen Mann schützen.
Aber ich will und kann es nicht mehr, ich spüre, wie meine Kraft immer weniger wird.
Mein Kopf sagt mir eindeutig, ich muß mich trennen, aber diesen Schritt schaff ich nicht.
Die Verletzungen und Lügen von seiner Seite, sitzen sehr tief, ich weiß, dass ich ihm nicht mehr vertrauen kann. Seine Lügen werden weitergehen.
Was in meinen Augen schlimm ist, ich habe das Gefühl, ihm keine Achtung mehr entgegenbringen zu können.
Er selbst leugnet dass er den Alkohol braucht, er könne jederzeit aufhören, usw. ich denke, das kennt ihr, und wenn dieses Wort nur im Ansatz fällt, wird er agressiv, bis jetzt nur verbal, und rastet aus.
Er beschimpft mich in übelster Form, und gibt mir die Schuld.
Habe ihn jahrelang geschützt, Ausreden erfunden, warum man zu dieser und jener feier nicht erscheinen kann, immer hatte ich die Angst, er würde vor anderen ausrasten, und mich blamieren.
In einer 8 -wöchigen psychsomatischen Kur habe ich an einer Angehörigengruppe teilgenommen, und mir ist einiges bewußt gworden.
Fange langsam an, offener damit umzugehen, und ihn vor anderen nicht mehr zu schützen.
Bin sehr überrascht, dass einige dieser Menschen, es schon lange geahnt haben, und mir dies auch so offen sagen.
Jahrelang hab ich mich auch bemüht, es vor meinen Kindern zu verbergen, wie mies es mir geht.
Jetzt sind sie erwachsen, und sehen selbst was mit ihrem Vater ist. Sie haben mir aber auch versichert, es schon viel früher gespürt zu haben, dass vieles nicht in Ordnung ist.
Dann kamen meine Schuldgefühle ihnen gegenüber, weil ich doch nicht alles getan hatte.
Komme mir vor wie auf einem Hochseil, und an jeder Seite ist der Abgrund, zumal ich auch noch den Spagat zwischen meinem Beruf, und der Sucht meines Mannes schaffen muß.
Ich habe beruflich auch mit abhängigen zu arbeiten, und mir fällt der profiessionelle Umgang damit immer schwerer.
Das soll es erstmal gewesen sein.
lg Lämmchen