Hallo Livia,
Du schreibst, nachdem Du offen mit dem Thema umgegangen bist, war Hilfe möglich. Du hast gesagt, Deine Familie hat Dir geholfen. Wie hat die Hilfe von Deiner Familie ausgesehen und wie ist es dann mit Deinem Mann weitergegangen?
Was denkst du, was es für mich eine Erleichterung war, keine Ausflüchte mehr nutzen zu müssen, keine Entschuldigungen mehr für peinliches Verhalten. Vor allem das Wissen, wenn er sich mal wieder blamierte, dass es nichts mit mir zu tun hat. Wir haben dann nur noch wie eine WG im Haus gelebt, jeder hat seine Dinge gemacht, ich habe für ihn nichts mehr gemacht, bin nicht mehr in sein Auto eingestiegen, habe mich nirgendwo mehr hinfahren lassen. Das war noch der Trumpf den er glaubte in der Hand zu haben, das Auto. Ich durfte wegen einer Sehbehinderung nie den Führerschein machen.
Es nahm über die Jahre alles seinen Lauf. Führerschein- und Jobverlust. Mein Vertrauen war weg.
Er wurde dann irgendwann trocken, war dann fast 6 Jahre trocken, hatte dann einen Rückfall den er stoppen konnte. Es hat sich vieles verbessert. Er ist für seine Trockenheit verantwortlich.
Ich habe einfach Angst, dass alles auseinanderbricht.
Ist denn nicht schon vieles auseinandergebrochen? Ich kann deine Hoffnung gut verstehen, aber ich war irgendwann mit immer weniger zufrieden. Seine Versprechungen waren nur dazu da, mich ruhigzustellen, aber ich habe sie geglaubt.
lg Morgenrot