Beiträge von Morgenrot

    Hallo Livia,

    Alkohol ist ein Nervemgift und verzerrt Wahrnehmungen. Das führt auch zu Überschätzungen. Aus diesem Albtraum kommst du leider nicht raus, solange du deine ganze Aufmerksamkeit auf ihn richtest. Das ist eine Spirale, die nur eine Richtung kennt, und die geht nach unten.

    Mach etwas für dich, richte deine Aufmerksamkeit auf dich, damit es dir besser geht. Lass ihn machen, denn trotz all deiner Aufmerksamkeit wird er weitertrinken. Du kannst ihn nicht trockenlieben. Das funktioniert nicht.


    lg Morgenrot

    Hallo Layana.

    herzlich willkommen bei uns, in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Ich bin mir selbst nicht sicher, übertreibe ich... Hat er Recht und baut vielleicht den Alkohol einfach nicht richtig ab... Ich weiß es nicht mehr.

    Ohne mehr von dir gelesen zu haben möchte ich dir sagen, nein du übertreibst nicht. Fang an deinen Wahrnehmungen zu vertrauen, die sind richtig. Lass dir nichts Alkoholabbau erzählen, dein Mann scheint ein Heimlichtrinker zu sein, war mein Mann auch. Er hatte sichtbar nichts getrunken, hatte aber soviele Wege in den Keller oder sonstwo hin, eigentlich hatte er an vielen Stellen den Alk. versteckt.

    ch habe jetzt schon einiges gelesen. Im Vergleich dazu kommen mir meine Probleme klein vor.

    Bitte vergleich dich nicht mit anderen, du hast dich hier angemeldet, da hast du anscheinend doch Leidensdruck oder?

    Magst du dich hier austtauschen, dann klicke unten auf den Link, schreib noch einen kurzen Satz dazu und wir verschieben dich dann in den offenen Bereich.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    lg Morgenrot

    Murmel

    ich kann mich Rennschnecke nur anschließen. Gerade in der Anästhesie kann es noch sehr lange eine Rolle spielen. Natürlich können auch Traumata eine wesentliche Rolle spielen, da geht es dann um Kontrollverlust während der Narkose. Das kann für viele Traumapatienten ein großes Problem darstellen.


    lg Morgenrot

    Hallo Livia,


    Du schreibst, nachdem Du offen mit dem Thema umgegangen bist, war Hilfe möglich. Du hast gesagt, Deine Familie hat Dir geholfen. Wie hat die Hilfe von Deiner Familie ausgesehen und wie ist es dann mit Deinem Mann weitergegangen?

    Was denkst du, was es für mich eine Erleichterung war, keine Ausflüchte mehr nutzen zu müssen, keine Entschuldigungen mehr für peinliches Verhalten. Vor allem das Wissen, wenn er sich mal wieder blamierte, dass es nichts mit mir zu tun hat. Wir haben dann nur noch wie eine WG im Haus gelebt, jeder hat seine Dinge gemacht, ich habe für ihn nichts mehr gemacht, bin nicht mehr in sein Auto eingestiegen, habe mich nirgendwo mehr hinfahren lassen. Das war noch der Trumpf den er glaubte in der Hand zu haben, das Auto. Ich durfte wegen einer Sehbehinderung nie den Führerschein machen.

    Es nahm über die Jahre alles seinen Lauf. Führerschein- und Jobverlust. Mein Vertrauen war weg.

    Er wurde dann irgendwann trocken, war dann fast 6 Jahre trocken, hatte dann einen Rückfall den er stoppen konnte. Es hat sich vieles verbessert. Er ist für seine Trockenheit verantwortlich.

    Ich habe einfach Angst, dass alles auseinanderbricht.

    Ist denn nicht schon vieles auseinandergebrochen? Ich kann deine Hoffnung gut verstehen, aber ich war irgendwann mit immer weniger zufrieden. Seine Versprechungen waren nur dazu da, mich ruhigzustellen, aber ich habe sie geglaubt.

    lg Morgenrot

    Kann, darf man in diesem Alter noch mal von vorne anfangen? Schaffe ich das? Ich habe so wenig Vertrauen in mir selber.

    du darfst in jedem Alter neu anfangen auch mit 60. Ich selbst habe auch nur eine Trennung innerhalb des Hauses gehabt, aber da war ich ja immer noch irgendwie mittendrin.

    Ich weiß wie es ist, wenn das Selbstvertrauen am Boden liegt, und man sich nichts zutraut. Hol dir Sicherheit bei einer Beratung, vielleicht durch einen Anwalt. Das Geld würde ich dranhängen. Dann hast du Fakten in der Hand, die dich vielleicht sicherer machen können. Damit kannst du dann auch ganz anders argumentieren.


    lg Morgenrot

    hallo Bergdohle,

    dass er kein Alkoholiker sein kann, da seine Leberwerte zu gut seien. Das hat mich so in arge Zweifel gestürzt.

    die Ausrede ist so alt, und wird immer noch gerne von nassen Alkoholikern genommen. Ich kenne sie auch. Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

    1. er redet sich raus, um dich wieder zu verunsichern, du reagierst doch schon, hinterfragst deine Wahrnehmungen, damit kann er erst einmal wieder in Ruhe weitertrinken.

    2. Der Arzt nicht viel oder keine Ahnung von Sucht.

    Lass dich nicht verunsichern, vertrau deinen Wahrnehmungen, die sind richtig.


    lg Morgenrot

    Hallo Livia,

    irgendwann kam bei mir der Punkt, wo ich es satt hatte, ihn zu decken und immer wieder mit zu lügen, nur damit die Fassasde aufrecht erhalten werden konnte.

    Ich habe dann mit der Familie gesprochen, auch mit meiner Herkunftsfamilie. Nach meiner Offenheit, war dann auch Hilfe möglich. Das Forum hier, war ein großer Rückhalt, und auch meine Familie hat mich nicht alleine gelassen.

    lg Morgenrot

    Das mit der Einsamkeit zu zweit schwankt hier, nimmt aber zu, Morgenrot . Es gibt auch noch Tage, an denen wir ein Paar sind, uns gut verstehen, miteinander liebevoll umgehen, lachen können. Aber die werden weniger

    Ja das kenne ich. Ich stand auch alleine, war quasi alleinerziehend, Haushalt und Vollzeit gearbeitet. Hätte ich zu dieser Zeit meine Eltern nicht gehabt, hätte ich es nicht geschafft. Mein Vater hatte schon früh den Verdacht, dass er zuviel säuft, nur konnte ich es damals vor ihm noch nicht zugeben. Ich wollte etwas erhalten, was es schon nicht mehr gab. Mein Vater war damals für meinen Sohn die männl. Bezugsperson, da ja der Vater ein Komplettausfall war.

    Ich finde es schon erstaunlich, dass du noch liebevoll mit ihm umgehen kannst, aber irgendwo ist es auch nicht erstaunlich, weil es ja immer wieder Hoffnung aufkommen ließ. Irgendwann konnte ich es aber nicht mehr. Diese Zeiten wurden dann wirklich immer weniger.

    lg Morgenrot

    Hallo Luffi,

    Du hattest Recht Morgenrot.

    das tut mir leid, diese Erkenntnis hat mir damals sehr weh getan. Ich habe meinen Mann auch zu einem Arzt begleitet, es ging um den Ausschluß einer schweren Erkrankung, also vordergründig erst einmal nicht um Alkohol. Ich bin mitgegangen weil ich den Menschen in dieser Situation nicht alleine lassen wollte. Ich hatte ihm aber die Ansage gemacht, den Alkohol zu thematisieren, weil es für eine eventuelle Narkose wichtig wäre. Die andere Ansage war, wenn er es nicht ansprechen würde, würde ich es tun. Er hat natürlich vor dem Anästhesisten nichts von Alkohol gesagt, und sich verdrückt. Ich habe es dann angesprochen, der Arzt hatte es schon vermutet und hat sich bei mir bedankt. Danach hat er mit ihm noch ein intensives Gespräch ohne mich geführt. Das alles hat aber nicht zum umdenken bei ihm geführt.

    Ich geb einfach auf. Soll er machen was er will... vergebliche Liebesmühe...

    Ich kann dir nur empfehlen deine ganze Aufmerksamkeit auf dich zu lenken, und etwas für dich zu tun. Du bist wichtig.


    lg Morgenrot

    du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet und kannst dort überall schreiben. Bitte schreibe aber in den ersten 4 Wochen nicht bei den orange/roten Usern im Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch.

    Lg Morgenrot

    hallo livia,

    Schön dass du jetzt hier bist, herzlich willkommen bei uns. Ich schalte dich dann auch nachher noch frei.

    Mit alkoholisierten Menschen kannst du kein vernünftiges Gespräch führen, dass kannst du vergessen. Du kannst ihn auch nicht vom Alkohol abhalten. Es ist wichtig, dass du etwas für dich tust, damit es dir besser geht. Mit all deinen Gesprächen wirst du nichts erreichen, denn dein Mann scheint ja keine Krankheitseinsicht zu haben.

    lg Morgenrot

    Hallo Luffi,

    Er (wir- er will das ich mitgeh) hat am Dienstag nen Arzttermin.

    Der Tatsache, dass er dich mitnehmen will, würde ich erst einmal keine große Bedeutung zumessen. Das Trocken werden ist seins, und die Ernsthaftigkeit erkennst du an seinen selbstständigen handeln

    Drückt mir bitte die Daumen das er am Dienstag wirklich mitgeht...

    also willst du dass er mitgeht und nicht umgekehrt, das ist kein gutes Vorzeichen. Hast du das auch alles angeleiert? Dann kann ich dir vorab schreiben, dass es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schief geht. Es ist nicht deine Aufgabe ihn zum Arzt zu zerren. Wenn er es dir zuliebe tut, wird er dir auch später die komplette Verantwortung zuschieben, wenn es nicht klappt. Ein nasser Alkoholiker lässt sich so einiges einfallen um sich seine CO zu erhalten. Es mag sehr hart klingen, was ich geschrieben habe, kommt aber daher weil ich die "Spielchen" kenne.


    lg Morgenrot

    Du glaubst gar nicht wie nasse Alkoholiker jemanden manipulieren können, und wir glauben es ja auch so gerne.

    Wir sollten da an uns denken. Das Herz außen vor lassen und der Vernunft das Feld überlassen . Das fällt aber anfangs sehr schwer und ich schließe mich da nicht aus.

    LG Morgenrot

    Hallo Ella,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe. Es ist gut dass du dich angemeldet hast, vielleicht kannst du hier dein Gedankenchaos etwas entwirren.

    Wenn es Ärzte nicht geschafft haben, mit all ihren Warnungen, wie willst du es schaffen? Er scheint keine Krankheitseinsicht zu haben, und du hast keine Chance ihn zu beeinflussen, das muß von ihm kommen.

    Aber eine Trennung steht auch seit Jahren im Raum.

    immer wieder angekündigt, und dann doch nicht vollzogen, weil es gleichzeitig Hoffnungsschimmer gab, und wenn sie noch so klein waren?

    lg Morgenrot

    Hallo Carmen,

    Durch meine Klinikbesuche die ich wegen meiner komplexen PTBS und Borderline habe, denke ich, daß es wichtig ist sich so gut es geht an solche "Wegweiser" zu halten, wenn man etwas ändern möchte.

    vor allem kannst du darauf hoffen, dass du mit klarem Kopf auch Fortschritte bei den anderen Therapien machen kannst. Ich kenne aus dem beruflichen Umfeld viele Menschen bei denen es so war. Du kannst keine Trauma mit benebeltem bearbeiten. Gut dass du den Anfang gemacht hast.

    lg Morgenrot