Beiträge von Morgenrot

    Für ihn ist alles in Ordnung, ganz normal, ich spinne.

    auch das kenne ich sehr gut. Wieso sollte er mit dem Trinken aufhören? Für ihn läuft es doch, weil du mitspielst. Das meinte ich, mit aus dem Kreislauf ausbrechen.

    er sagt, dass er das immer getan hat und weiter tun wird. Er merkt gar nicht, dass er ungerecht mit mir wird.

    also will und wird er weitertrinken, eine klare Ansage und ein klares Indiz auf die Suchterkrankung. Dann kann er nämlich "nicht einfach so" mal aufhören. Da braucht es eine Krankheitseinsicht, die er scheinbar überhaupt nicht hat. Du wirst diese nicht erzwingen können, und du kannst ihn nicht trocken lieben.

    Du kannst nur etwas für dich tun, damit es dir besser geht.


    lg Morgenrot

    hallo Ratlos,

    Eigentlich brauche ich wen, der mich da raus holt.

    ich kann deinen Wunsch sehr, sehr gut verstehen. Ich habe mir anfangs auch diesen "Jemand" erhofft, gewünscht, herbeigesehnt. Das Problem war nur, es kam niemand. Ich hatte hier große Unterstützung. Ich wurde an die Hand genommen, aber gehen mußte ich. Es waren meine Schritte die ich ging, und die mir kein anderer abnehmen konnte.

    Den, den du brauchst, dass bist du selbst. Nur du kannst für dich ermessen, was du gerade in diesem Moment bereit bist zu tun. Es ist deine Verantwortung, die dir niemand abnehmen kann. Wir können dir auf diesem Wege unsere Erfahrungen mitgeben und du kannst dich entscheiden, welche dir hilfreich sind, und welche du dir ( noch ) nicht vorstellen kannst. Es kommt niemand, der dich befreit.

    Natürlich fühlst du dich momentan nicht stark genug, an der Seite eines nassen Alkoholikers kannst du dies auch nicht wahrnehmen, denn wir als Angehörige fühlen uns oft niedergemacht und nicht ernst genommen. Diesen Kreislauf kann aber nur einer durchbrechen und dass bist DU.


    lg Morgenrot

    Hallo,

    Unsere Beziehung ist ein ständiges Auf und Ab…

    das kann ich dir sehr gut nachempfinden. Dieses auf und ab unterstützen wir aber als Angehörige immer wieder, durch unsere Hoffnung auf Besserung. Ich empfinde es im Rückblick auch als ein " bei der Stange halten". Ich war im Laufe der Zeit mit immer weniger zufrieden. Ein Tag ohne Alkohol und ich war überzeugt, jetzt wird er trocken.

    Bevor ein Alkoholiker keine Krankheitseinsicht hat, wird sich nichts verändern.

    Es geht aber, wie Anna schreibt, um dich. Womit könnte es dir besser gehen? Verkorkst bist du sicherlich nicht, denn erst einmal ist ja Hoffnung haben etwas schönes. Hast du eine Idee, was du für dich tun könntest? Keine Angehörigen schaffen es, einen nassen Alkoholiker vom Trinken abzuhalten. Ich habe gedacht, ich muß nur weiterhin auf ihn eingehen . Dieses Eingehen wurde ein verbiegen, und ein Tanz auf rohen Eiern. Leben in Angst etwas falsch zu machen.


    lg Morgenrot

    Hallo Schwesti,

    Wann hätte ich ihn noch überreden können, wo hätte ich sturer auf Änderung beharren müssen?

    zu keiner Zeit hättest du ihn überreden, oder auf irgendwelchen Änderungen beharren können. Er hätte es abgetan und vielleicht noch versucht, dir eine Mitschuld einzureden. Kein Angehöriger hat zu irgendeinem Zeitpunkt Einfluß auf die Sucht eines Angehörigen.


    lg Morgenrot

    hallo wie weiter,

    du kannst Kontakt zu einem Hospiz aufnehmen, oder durch die Ärzte aufnehmen lassen.

    Es gibt ja Palliativärzte, mit denen du auch Kontakt aufnehmen könntest. Diese Palliativteams betreuen auch dich als Angehörige. So jedenfalls meine Erfahrungen.


    lg Morgenrot

    dass der Unterschied zwischen Quartalstrinker und Spiegeltrinker nicht ganz klar ist.

    der muß auch nicht klar sein, denn Alkoholiker ist erst einmal Alkoholiker und der Weg aus der Sucht ist der gleiche.

    Gutgläubigkeit in Verbindung mit einem nassen Alkoholiker kann ganz schön ins Auge gehen, weil wir Angehörige nur zu gern den Versprechen und Beteuerungen glauben und dabei nicht wahrnehmen, wie wir uns selbst mehr und mehr verstricken.

    lg Morgenrot

    hallo Schwesti,

    zuerst möchte ich dir mein aufrichtiges Beileid zum Tode deines Bruders ausdrücken. Es ist immer wieder erschütternd zu lesen, was Alkohol alles anrichtet.

    Deine Beiträge habe ich zusammengefügt, damit es übersichtlich bleibt. Du kannst hier einfach weiterschreiben.

    Du hättest nicht mehr für deinen Bruder tun können, und es nicht deine Schuld dass er getrunken hat. Wir als Angehörige empfinden das oft so, aber das ist absolut nicht so- Ich bin mir sicher, dass du alles getan hast.

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    lg Morgenrot

    Hallo Silberstreifen,

    Ich fühle mich schlecht, da ich ihm anscheinend nicht die Nähe geben konnte die er brauchte/wollte.

    du hast bestimmt alles getan, was es zu tun gab. Er möchte dass du dich schlecht fühlst und die Aussage, dass er jetzt so glücklich ist, soll dir nur Schuldgefühle machen.

    Ich selbst kenne es aus vielen Situationen, ich kam mir manchmal vor, als hätte ich nie etwas richtig gemacht. Das ist kein gutes Gefühl. Klar sind nach einer Schwangerschaft die Hormone durcheinander, das ist normal, aber es quasi als "Abrechnung" zu benutzen ist völlig daneben.

    lg Morgenrot

    Hallo Anonyma,

    herzlich Willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Du kannst deinem Partner nicht helfen, nur er kann seine Sucht stoppen. Dafür braucht er Krankheitseinsicht. Er muß die Verantwortung für sich übernehmen. Du hast bestimmt schon viele Gespräche mit ihm geführt, und es hat nichts gebracht, also darfst du dich um dich kümmern, damit es dir besser geht.

    nur irgendwie frustrierend, da ich das Problem nicht habe und ich seine Abhängigkeit nicht zu meiner machen möchte.

    das war für mich eine Selbstverständlichkeit, dass mein Mann ein alkoholfreies Umfeld braucht um trocken zu bleiben, bei uns zuhause gibt es keinen Alkohol, auch nicht für Gäste. Ich kann mir nicht vorstellen was daran frustrierend ist, wenn ich selbst kein Problem damit habe.

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    lg Morgenrot

    Es gibt ein Programm einer Einrichtung, dort hat er einen Termin. Ich glaube aber dass das nicht reicht.

    ich weiß, dass es solche Einrichtungen gibt, es bringt diesen Einrichtungen Geld. Kontrolliertes Trinken funktioniert bei Alkoholikern nicht. Das soll dir nur zeigen, dass er etwas tut.

    Und er sagt mir immer wieder, dass ich mich entschieden habe zu gehen. Dass er es akzeptieren muss, im Gegenzug muss ich aber auch akzeptieren, welche Bereitschaft er mitbringt.

    wo bleibst du in diesem Zitat? Du siehst was er "unternimmt", und du fühlst dich unglücklich an der Seite des nassen Alkoholikers, hast ein Kleinkind zu versorgen und alle deine Gedanken kreisen um ihn. Was du tun mußt, was du akzeptieren mußt usw, usw. Nimm dich, dein Kind und deine Bedürfnisse wichtiger. Ihr gehört an die erste Stelle.


    lg Morgenrot

    Hallo Summer,

    ich kann mich Aurora nur anschließen.

    Jetzt ist er einfach maximal distanziert und zieht das weniger trinken durch, ist mir gegenüber aber maximal verschlossen,

    ein weiterer Versuch, dich mürbe zu machen. Das sind in meinen Augen Hinhaltetaktiken. Ein nasser Alkoholiker kann sich nicht "runtertrinken". Er straft dich mit Distanz, damit du wieder ins grübeln kommst, und damit deine Wahrnehmungen wieder anzweifelst.

    Und was ist, wenn er jetzt doch alles ändert und dann eine andere Frau mit ihm das perfekte Leben führt?

    Selbst dann bekommst du nicht den Menschen zurück, der er einmal war.

    Überlege mal für dich, wie oft er denn schon alles ändern wollte und was hat er dann tatsächlich getan?


    lg Morgenrot