Beiträge von Morgenrot

    hallo Zabou,

    ich kann mich auch nur anschließen. Die Angehörigen hängen dazwischen, und wissen nicht, welche Persönlichkeit sie beim nach nach Hause kommen empfängt. Genauso habe ich es auch empfunden. Das ist dass, was zum Eiertanz unsererseits führt.


    lg Morgenrot

    hallo Drea,

    herzlich willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.

    Vieles von dem was du schreibst, kommt mir bekannt vor.

    Das es kein Spaß macht am WE die Abende "allein" zu verbringen,

    An der Seite eines nassen Alkoholikers wirst du alleine sein, und dein jetziges Gefühl wird sich noch steigern. Du wirst mit vielem alleine da stehen, denn Unterstützung kannst du von ihm sicherlich nicht viel erwarten.

    vielleicht bekomme ich gerade einfach nur Panik

    ich glaube nicht, dass es jetzt eine Torschlusspanik vor der Hochzeit ist. Dir bereitet es Probleme, dass er zuviel trinkt. Dieses Bauchgefühl solltest du ernst nehmen.

    Klar sagt er ab und an mal, es ist zu viel, er wird weniger trinken...hält aber nicht.

    dass sagen fast alle nassen Alkoholiker zu ihren Partnern, diese Versprechungen sind nichts wert. Es ist der Versuch, den Partner erst einmal "ruhigzustellen" um dann weiter zu trinken. Er kann dieses Versprechen nicht einhalten, weil abhängig trinkt. Die Sucht kann nur er alleine stoppen, dazu braucht er Krankheitseinsicht und die scheint nicht vorhanden.

    Wenn du dich hier austauschen möchtest folge bitte dem Link, und schreibe einen kurzen Satz. Wir schalten dich dann für den offenen Bereich frei. Dort beginnt dann derAustausch.

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    lg Morgenrot

    hallo Hartmut,

    boaah du kannst vielleicht Fragen stellen. :)

    die einen therapeutischen oder sozialpädagogischen beruflichen Wertegang mitbringen und das mit einfließen lassen.

    ich fühle mich hier angesprochen, und ich kann für mich sagen, dass ich nur das einfließen lassen will, was anderen vielleicht weiterhelfen kann. Das hat aber sehr wenig mit erlerntem Wissen zu tun. Dieses rein theoretische und therapeutische Wissen um die Dinge, hat mich schon damals nicht weiter gebracht und mich in die COabhängigkeit geführt. Es führte bei mir rückblickend zu einem Gefühl, alles im Griff zu haben, weil ich es ja gelernt hatte.

    Ab wann ist die Hilfe, die ich anderen gebe, für ihn noch selbst relevant? (Selbsthilfe ) Ab wann verlasse ich meine Selbsthilfe?

    Ich verlasse meine Selbsthilfe, wenn ich mich selbst nicht mehr hinterfrage. Wenn ich Gefahr laufe, wieder vermehrt Verantwortungen anzunehmen, für die ich nicht zuständig bin. Es hat mit meinen eigenen Grenzsetzungen zu tun. Ich muß die Waage finden zwischen Empathie und dem Gefühl ich werde "ausgenutzt" oder gar "ausgesaugt". Der CO betrachtet letzteres oft als gebraucht werden, so lange er sich so fühlt, kann er sich nicht helfen. Das beziehe ich auch ausdrücklich auf mich. Eine Suchtberaterin nannte es mal: "den Größenwahnsinn der COs, ich war so sauer auf sie:roll:. Im nachhinein mußte ich ihr Recht geben.

    Eventuell ein Co-Verhalten, um von meinem eigenen Problem abzulenken?

    Ich erlebe dieses ablenken, wenn es passiert eher fließend. Es ist kein bewußter Moment, an dem ich es festmachen kann. Es kam früher sehr oft vor, dass ich mich hier und auch im Beruf auf die nassen Alkoholiker "stürzte" um zu helfen. Bei irgend jemanden mußte es mir doch gelingen, dass er trocken wird.

    Ich habe dann nach einiger Zeit bemerkt, dass ich damit etwas kompensieren, mir etwas beweisen wollte. Nämlich, dass ich keine Versagerin war, die ihren Mann nicht trocken bekam. Im nachhinein empfinde es als grotesk, wie ich mich verhalten habe.


    lg Morgenrot

    Hallo Ehefrau,

    Was mich sehr trifft das er seine Sucht mit mein Übergewicht vergleicht ...

    das wurde mir auch mal gesagt und es hat mir hölliche weh getan. Nasse Alkoholiker kennen unsere wunden Punkte und setzen sie gezielt ein. Damit erreichen sie für sich, dass wir uns getroffen fühlen. Wir kommen ins überlegen, und schon hat er sich wieder Zeit freigeschaufelt, damit in Ruhe weiter getrunken werden kann.


    lg Morgenrot

    Hallo Januschka,

    Herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Da hast du ja schon fast die ganze Bandbreite an Manipulationen des nassen Alkoholikers mitgemacht, es ist gut, dass du dich bei uns gemeldet hast.

    Zum ersten möchte ich dir sagen, du bist an nichts schuld, solche Schuldzuweisungen benutzen nasse Alkoholiker, denn das führt dazu, dass der Partner erstmal wieder die Fehler bei sich sucht, in sich geht. Schon hat dann der Alkoholiker Zeit um weiter zu trinken.

    Ich habe versucht in eine Selbsthilfe Gruppe für Alkoholiker zu gehen,damit ich lerne mit der Situation umzugehen.

    Du solltest etwas für dich tun, damit es dir besser geht. Hier findest du einen großen Erfahrungsschatz von Angehörigen und trockenen Alkoholikern.

    Ich hab ihn wirklich in den letzten Monaten vernachlässigt. Habe 2 Hobbys.

    er ist sicher kein Kleinkind, welches die ganze Zeit betütelt werden muß, deine Hobbys waren nur mal wieder eine Ausrede von ihm um weiter zu saufen. Bleib bei deinen Hobbys, sie können dir jetzt helfen.

    Hatte mir vorgenommen zu ihm zu fahren und mich persönlich von ihm zu trennen und alle seine Sachen gebracht.

    Du schreibst, er habe es verdient, dass du ihm seine Sachen bringst. Womit? Ich lese hier, wie schlecht er dich behandelt hat, dass er sogar noch etwas dagegen hat, wenn du dich um deine Kinder kümmerst.

    Dein Partner ist ( Sucht) krank und den Weg aus der Sucht heraus, den kann nur er finden, du kannst da nichts tun.

    Wenn du dich hier austauschen magst, klicke unten auf den Link, und schreib noch einen kurzen Satz, dann schalten wir dich für die offenen Bereiche frei, wo dann der Austausch beginnt.

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    lg Morgenrot

    Hallo Mare,

    ich bin auch sehr erschüttert, was da gerade bei dir passiert, und ich sehe es wie Whitewolf Du mußt da nicht alleine durch. Lass dir helfen, denn auch du mußt erst einmal mit der Diagnose klar kommen.

    ich hielte es für sehr ungesund wenn Du das alles alleine versuchst zu stemmen.

    Das kannst du auch nicht, es gibt Hilfen. Ich fände es wichtig, Kontakt mit Palliativpflegediensten aufzunehmen, vielleicht leitet da auch die Klinik schon etwas in die Wege. Frage nach SAPV = Spezialisierte ambulante Pallitivversorgung. Dies ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese Menschen kümmern sich auch um dich, als Angehörige.


    lg Morgenrot

    hallo Ella,

    bitte starte kein neues Thema, schreib in deinem Thema weiter, sonst wird es zu unübersichtlich.

    Ich habe dein Beitrag in dein bestehendes Thema verschoben.


    Der Zustand deines Mannes, kann durchaus am Entzug liegen, was sagen die Ärzte? Diese sind in diesem Fall der erste Ansprechpartner, auch für die Medikamentenfrage.

    Wir können da leider nichts zu sagen, da dies Ferndiagnosen wären, und wir auch Laien sind.


    lg Morgenrot

    hallo Omalina,

    Die Spirale bei nassen Alkoholikern kennt nur einen Weg, den nach unten, meist reißt er dabei alle anderen mit, denn Alkohol ist eine Familienkrankheit. Es ist an der Zeit, wo du etwas für dich und deine Kinder tun solltest.

    Mir hat es geholfen, als ich zum erstenmal nahen Verwandten und Freunden davon ehrlich erzählen konnte, wie es bei uns steht.

    aber gleichzeitig komme ich mir dabei gewaltig dumm vor

    Das hat mit Dummheit nichts zu tun, vielleicht eher mit der Hoffnung auf Besserung, diese wird sich leider bei nicht vorhandener Krankheitseinsicht nicht erfüllen.

    Im Prinzip haben deine Freunde ja recht. Als Angehörige eines nassen Alkoholikers bist du alleine und auch alleinerziehend, das kann ich bestätigen. Es geht aber darum, dich deine Kinder zu retten.


    lg Morgenrot

    Hallo Glitzer,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Ich glaube ich kann dir sagen, dass du weder dämlich noch naiv bist. Sicherlich kannst du einige Muster von früher übernommen haben. Deine Wahrnehmungen solltest du ernst nehmen, und ihnen vertrauen, egal was dir Alkoholiker versucht einzureden.

    Du hast dich jetzt entschlossen bei dir hinzusehen, und das zählt. Den ersten Schritt hast du gemacht, jetzt geht es weiter.

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    lg Morgenrot.

    Hallo Momo,

    also dass ich niemanden auf der Straße liegen lasse, versteht sich für mich von selbst. In dieser Situation, also im volltrunkenen Zustand, wird es des, denke ich, nicht viel bringen ihn auf Hilfe hinzuweisen. Hier steht die akute Hilfe im Vordergrund.

    Ich finde in den Schulen müsste viel mehr zum Thema Alkoholsucht aufgeklärt werden.

    Da gebe ich dir vollkommen Recht, dass kann auch problemlos von den Schulen organisiert werden, wenn sie es wollen würden. Bei uns gehen z. Bsp. die AA in die Schulen und reden mit Schülern und Lehrern. Die haben dann auch meist noch Infomaterial von entsprechenden Gruppen dabei. Ich habe es zur Schulzeit meiner Kinder aber eher so erlebt, dass dort gemauert wird. Sowas ist bei uns kein Thema, sind keine Brennpunktschule usw.

    Ich finde, es fängt doch schon im Kindergarten an, was hat Alkohol auf einem Kindergartenfest zu suchen? Diese Frage habe ich mal gestellt. Unverständnis auf allen Seiten, und die Antwort, wir wollen doch, dass auch Väter kommen. :roll:


    lg Morgenrot

    Hallo Meli,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Es ist gut, dass du aus diesem Umfeld weggezogen bist. Du kannst weder deiner Mutter noch deinem Vater helfen. Deine Eltern sind erwachsen, sie dürfen soviel trinken wie sie wollen. Es scheint keine Krankheitseinsicht vorhanden zu sein, denn ohne die geht es nicht.

    Du darfst dich um dich kümmern, damit es dir besser geht. Es kann sein, dass du es nicht alleine schaffst, die Vergangenheit zu bewältigen. Einen wichtigen ersten Schritt hast du jetzt gemacht, hier sind noch einige Erwachsene Kinder, mit denen du dich austauschen kannst. Dafür brauchst du nur unten auf den Link zu gehen, und dich für den offenen Bereich zu bewerben. Schreib einen kurzen Satz und wir schalten dich dann frei. Dort beginnt dann der Austausch.

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    lg Morgenrot

    Hallo Luna,

    Herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Es freut mich, dass du dich hier verstanden fühlst, so ging es mir vor vielen Jahren auch.

    habe ich auch denn Mut und Entschluss gefasst, heute mit meinem Vater über den Einfluss, den seine Sucht auf mich hat, zu sprechen.

    das finde ich einen guten ersten Schritt. Ich möchte dir nur empfehlen, keine allzu großen Erwartungen daran zu knüpfen. Sollte dein Vater keine Krankheitseinsicht haben wird er sehr wahrscheinlich versuchen dir deine Wahrnehmungen "auszureden".


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    lg Morgenrot

    Hallo Wilma,

    Ich habe das Gefühl, wir haben einiges aufzuarbeiten.

    ich denke, dass du damit sehr richtig liegst. Es bleibt auch einem Angehörigen nicht in den Kleidern hängen und deshalb sollte er sich auch um Hilfe bemühen. Es reicht auch für die Angehörigen nicht aus, wenn der Alkoholiker nichts mehr trinkt. Dann beginnt auch die Arbeit für ihn. Er kann sich an Suchtberatungen für Angehörige und an Selbsthilfegruppen für Angehörige wenden. Da kann er sich erkundigen. Was ich nicht tun würde, ihn hier auf das Forum aufmerksam zu machen, das ist deine Gruppe.

    Er sagte dann: hast Du dich gefragt, wie es mir ging?

    Das klingt verletzt und fast auch verbittert.

    Das sind wir als Angehörige ja oft auch. Der Alkoholiker wird nüchtern und nimmt wieder am Leben teil. Plötzlich habe ich dann jemanden neben mir der sich wieder einmischt, der mitreden will, was ich vorher alleine wuppen mußte. Das ist eine gewaltige Umstellung. Nach dem nüchtern werden, beginnt die Arbeit für beide.

    Mit großer Wahrscheinlichkeit ist er auch noch skeptisch. Wenn ich mir überlege wie oft mir angekündigt wurde, nichts mehr trinken zu wollen und jedesmal wurden Hoffnungen zerstört. Es ist eben Neuland für beide.


    lg Morgenrot