Beiträge von Morgenrot

    Hallo Outtaspace,

    Wie gesagt, eigentlich wär ich zu selbstständig für ein Heim, aber ich brauche nun mal jemand, der mir zB im Haushalt zur Hand geht und einkauft und das zuverlässig.

    jede Stadt hat sog. Pflegestützpunkte, die sich mit dir gemeinsam deinen Bedarf ansehen, und dir helfen entsprechende Hilfen zu bekommen. Nasse Alkoholiker sind zu unzuverlässig, um sich um die Pflege eines anderen Menschen zu kümmern. Lass dich beraten.


    lg Morgenrot

    Hallo Holdy,

    Ja, ist Bestandteil der Therapie.

    also entweder braucht dein Therapeut Klienten, oder er hat keine Ahnung. Wenn er dich weiterbildet über Alkoholismus hält er dich in der Coabhängigkeit. Dir nützt keine Weiterbildung in Alkoholismus, ich bin vom Fach und wurde CO. Es geht um dich, und darum wie es dir besser gehen kann. Dafür mußt du die Augen aufmachen und dich sehr genau fragen, ob das wirklich noch Liebe ist, oder ob es dir darum geht, dass du gebraucht wirst. Das ist oft verdammt schwer auseinanderzuhalten.

    Ich hatte auch mal so einen schrägen Therapeuten, der wollte mir erzählen wie "gut" ich es doch habe. Mein xy würde ja arbeiten und noch Geld nach Hause bringen und auch er würde abends gerne mal einen Rotwein trinken. Da war ich aber ganz schnell weg. Meine Therapie soll mir helfen und mich stärken.


    lg Morgenrot

    Hallo Nessa,

    Habe versucht mit vollkommen falschen Maßnahmen (Alkoholtester & Co) das Vertrauen durch Kontrolle aufzubauen, vorallem um unsere beiden Kinder zu schützen ( 10 Monate & 8 Jahre)

    Du weißt heute, dass es nicht die richtigen Methoden waren, du wolltest deine Kinder schützen, und hast gehandelt. Heute weißt du mehr, würdest es anders machen. Verzeih dir, wie du es gemacht hast.

    mittlerweile weiß ich dass er die schlimmste Zeit seines Lebens war dort drin!

    er war eine Nacht in der Klinik. Eine Entgiftung ist manchmal nicht angenehm, aber er wird da unterstützt. Das wäre in den nächsten Nächten schon besser gewesen.

    Das hat bei mir aber dazu geführt das ich ihn wahnsinnig unter Druck gesetzt habe, dass er ja auch wieder nach Hause kommen kann und mich nicht mit der Situation und den Kindern alleine lassen muss, wenn es ihm ja gut geht.

    Eine stationäre Entgiftung dauert normalerweise 2 oder bei einer qualifizierten Entgiftung auch 3 Wochen. Bei letzterer hätte er schon die Möglichkeit gehabt an der Vorstellung von Selbsthilfegruppen usw. teilzunehmen. Was war da dein Gedanke ihn nach Hause zu holen? Ich kann mir nicht vorstellen, so wie ich es erlebt habe, dass ein nasser Alkoholiker dir in der Erziehung der Kinder eine große Hilfe ist.

    Im übrigen finde ich, dass er hat dich gut im "Griff" hat. Er weiß genau wo er ansetzen muß, damit du dich schuldig fühlst. Das bist du aber definitiv nicht.

    Versuche mal mehr an dich und an deine Kinder zu denken, damit es dir besser geht.


    lg Morgenrot

    hallo Nessa,

    herzlich willkommen bei uns, es ist gut, dass du dir Austausch suchst.

    Leider hat die Situation zu extremen Problemen in unserer Ehe geführt.

    das kann ich gut verstehen, da war plötzlich jemand der wollte mitreden, mit bestimmen, wo ihm früher durch die Trinkerei alles egal zu sein schien. Die Trockenheit ist auch eine Herausforderung für die Angehörigen, soviel ist sicher. Der Alkoholiker muß erst einmal im neuen trockenen Leben ankommen, das bedeutet auch für ihn sehr viel Arbeit. Die Trockenarbeit ist seine Aufgabe, ich habe damals nur den Restalkohol aus der Wohnung entfernt als er zur Entgiftung war. Vielleicht kannst du ja mal Stichpunkte zu deinen Problemen nennen.

    lg Morgenrot

    Hallo Holdy,

    Wir sind nur in Sorge und haben Verantwortungsbewusstsein und bieten Hilfe zur Selbsthilfe an.

    und genau dass ist unser Problem, ich bin auch CO. Wir scheitern gnadenlos mit dem anbieten unserer Hilfe bei jemanden der keine möchte. Aus dieser Sorge heraus habe ich vieles für den nassen Alkoholiker übernommen, was in seine Verantwortung gehörte. Das ist aber keine Hilfe für einen nassen Alkoholiker sondern vielmehr Unterstützung und genau das ist unser Problem. Wir kümmern uns, und der nasse Alkoholiker nutzt es zum weitertrinken.

    lg Morgenrot

    hallo Bernie,

    Ein Paar soll unbedingt in eine gemeinsame Gruppe gehen, auch wenn es aus Betroffene und CO besteht.

    ich habe einmal auf einer Insel eine solche Gruppe besucht, das war echt gut Die waren auch sehr ehrlich mit einander, da hatten sich sogar 4 Ehepaare zusammengetan. Aber nach eigenen Darstellungen konnte dies erst gelingen

    würde weniger gelogen und der/die Alkoholiker/in hört mit anderen Teilnehmern/innen auch wie der/die CO leidet und was schon alles gemacht wurde bzw. was noch versucht werden könnte.

    als genau diese Aspekt vom Tisch waren. Der Alkoholiker hört doch nicht auf zu trinken wenn ich leide. Da sehe ich eine große Gefahr, das COs das auch als "Abrechnung " nutzen und kein Stück weiterkommen.


    lg Morgenrot

    Hallo Matilda,

    Ich kann dich sehr gut verstehen, und ich kenne diese Gedanken alle.

    Wenn ich mit den Kindern gehe, dann klappt er zusammen

    er klappt auch mit dir zusammen. Bisher sind es nur Lippenbekenntnisse. Wenn er etwas tun will, soll er Nägel mit Köpfen machen. Was er momentan mit dir macht, sind Manipulationen um in Ruhe weitersaufen zu können. Es ist unsere Hoffnung, und die kenne ich sehr gut von früher, die uns immer wieder weitermachen lässt.

    Es ist genauso wie Pummelblume schreibt, jeder Funken Hoffnung läßt uns weitermachen. Hat auch mich weitermachen lassen, bis ich zu dem Punkt kam, an dem mir klar wurde, was ich tue. Mir wurde ein Krümel hingeworfen und ich hab gierig danach gegriffen, aber nichts hat sich geändert.

    Meine Kinder haben das alles mitbekommen, aber damals konnte ich nicht mit ihnen reden, ich war mit der "heilen Welt" beschäftigt, die ich unbedingt erhalten wollte, obwohl sie lange kaputt war. Das tut mir bis heute leid, heute kann ich mit ihnen darüber reden, aber es macht immer etwas mit mir, wenn mein Sohn mir sagt: Ich hatte keinen Vater wie meine Freunde, aber ich hatte einen tollen Opa und natürlich dich.

    Dann kommt mir immer wieder hoch, wie sehr alle meine Anstrengungen bzgl. einer heilen Familie ins Leere gelaufen sind

    Man klammert sich ja an jeden Strohhalm, sobald er mal einen Tag nix trinkt oder nur ein Fünkchen einsichtig ist.

    Pummelblume, du darfst hier schreiben, nur die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich, alles gut.

    Diese Strohhalme sind sehr oft nur Beruhigungspillen für uns COs.


    lg Morgenrot

    ich kann mich Linde nur anschließen, dies ist deine Selbsthilfegruppe. Deine Frau hat alle Optionen sich selbst eine zu suchen, das solltest du auf keinen Fall auch noch übernehmen.

    Bernie du kannst dich anstrengen wie du willst, ihr die Sterne vom Himmel holen und was sonst noch alles, sie wird davon nicht trocken. Sie braucht ihren persönlichen Tiefpunkt und du bist in dieser Hinsicht machtlos.


    lg Morgenrot

    Hallo TeeundLakritz,

    herzlich willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe. Gut, dass du den Weg hierher gefunden hast. Beim lesen deines beitrages kam mir so vieles bekannt vor. Leider geht die Spirale bei einem nassen Alkoholiker immer weiter nach unten. Du kannst da auch nichts machen, solange er nicht einsieht, dass er Hilfe braucht.

    Wenn er merkt das ich mich entferne und echt die Schnauze voll habe, droht er mit Suizid.

    das hat mein Mann auch sehr oft gemacht, dass macht mürbe. Einmal habe ich ihm gesagt, wenn er es nochmal sagt, rufe ich die Polizei und lasse ihn einweisen. Habe dann auch wirklich den Hörer in der Hand gehabt. Da hat er gespürt, dass ich es ernst meine, seitdem kam nichts mehr davon.

    Möchtest du dich hier austauschen? Dann bewirb dich kurz nochmal für den offenen Bereich. Dazu einfach dem Link folgen.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot

    hallo Botanical,


    herzlich willkommen bei uns.

    Ich habe dich für die offenen Bereiche freigeschaltet und verschiebe dein Thema dorthin. Du kannst in allen Bereichen schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    lg Morgenrot

    Hallo Bernie,

    Morgen ist Totensonntag, nächsten Sonntag ist erst der 1. Advent. Ich kann mir gut vorstellen wie sich solche Zeiten für dich anfühlen und jetzt auch noch der Tod deiner Mutter.

    Vielleicht mit Treffen von COs, die eigene Spaziergänge machen, Kirchen besuchen etc.?

    Was du in meinen Augen als allererstes tun solltest wäre, nicht zuviel auf Weihnachten zu projizieren. Weihnachten ist so überfrachtet mit Erwartungen, das halten auch "gesunde" Familien oft nicht durch.

    Alles das kannst du machen, und es tut dir bestimmt gut, und das sollte dich leiten, dass es dir gut tut. Wir werden wahrscheinlich an diesen kritischen Tagen hier wieder einen Chat haben, das würde dann vorher angekündigt. Es gibt auch reale Gruppen, die sich auch an diesen Tagen treffen. Wichtig ist, sich vorab zu erkundigen, bei den Kirchengemeinden usw. Einen Plan zu haben für diese Zeit wäre sehr gut, ob du es hinterher auch so machst, bleibt dir überlassen.

    Hast du sonst noch Familie ? Geschwister oder so ? Ich treffe mich immer an einem der Feiertage mit meinen Geschwistern und den Familien, das gehört für mich dazu. Dazu ist mein xy früher nie mitgegangen, aber dass hat mich auch nicht gestört.

    Oder wie vermeidet man es, dass es über diese so inzwischen schlimmen Tage mit Suchtabhängigen und COs weiter eskaliert etc.?

    Ich habe hier mühsam gelernt, keine großen Erwartungen mehr an solche Tage zu haben, weil es mir nur unnötigen Stress macht. Ich will auch alles heil, schön und gemütlich haben, glaube mir. Meine Kinder kommen, die leben weiter weg, ich sehe Geschwister und deren Familien und ich nehme mir auch Zeit für mich. Du kannst dich auch bei deiner Kirchengemeinde erkundigen, was sie anbietet über die Feiertage.


    lg Morgenrot

    hallo Loka,

    wie ich die Sucht meines Mannes verstehen kann und Tipps, wie es bei ihm Klick machen könnte.

    wenn du dich dich nicht oder noch nicht als COabhängig siehst, bist du aber aber auf gutem Weg dorthin, wenn du dir diese Frage stellst. Diese Tipps kann dir hier kein Angehöriger geben, aus dem einfachen Grunde, weil keiner davon funktionieren würde. Außerdem bin ich mir sicher, dass du schon sehr vieles in diese Richtung probiert hast und es nichts bewirkt hat. Du kannst Sucht nicht verstehen, wenn du nicht selbst mittendrin bist und Klick macht es bei ihm wenn er seine Krankheit erkennt, und für sich etwas ändern will. Macht er es z. Bsp. wegen dir, hat das ganze kaum eine Chance.

    z.B. Demenz, Parkinson, MS… rät man auch nicht, sich vom Partner zu trennen.

    hast du dir hier bewußt Erkrankungen ausgesucht die das Wesen eines Patienten verändern? Diese Erkrankungen sind trotz allem nicht vergleichbar, denn bei keiner dieser Erkrankungen hat es ein Mensch in der Hand selbst etwas daran zu ändern, nur beim Alkoholismus. Dieser kann gestoppt werden, dazu braucht es aber die Krankheitseinsicht . Der nasse Alkoholiker muß ins "arbeiten " kommen, sonst geht nichts.


    lg Morgenrot

    hallo Matilda,

    In meinem Kopf würde sich ja alles nur darum drehen und ich sollte mal bitte einen Gang zurückfahren, dann würde ich bestimmt auch besser schlafen.

    solche Sätze dienen nur dazu, dass sich der/die Angehörige immer wieder neu hinterfragt, und an ihren Wahrnehmungen zweifelt. Dadurch hat der nasse Alkoholiker sich erst einmal "Ruhe " verschafft, und kann ohne Störung weitertrinken, denn du bist ja mit dir beschäftigt.

    Vertraue dem, was du siehst und wahrnimmst. In den ganzen Jahren in denen ich hier bin, hat sich gleube ich noch kein Angehöriger ohne Grund hier angemeldet. Wende deine Energie auf dich an, und versuch nicht den Alkoholiker trocken zu legen, denn das schafft kein Angehöriger.


    lg Morgenrot