Hallo Mami,
nach einer Langzeittherapie bekommst du in jedem Fall einen anderen Menschen zurück. Einen der im besten Falle dort gelerntes anwendet. Bei mir war es so, dass ich da plötzlich jemanden hatte der sich einmischte mitreden wollte und wieder begann eigene Entscheidungen zu treffen, die er mir Jahrzehnte überlassen hatte. Er mußte sich quasi neu "erfinden". Das ist für Angehörige sehr schwierig, aber es bedeutet auch die große Chance sich um sich selbst zu kümmern.
Bei der Langzeit meines Mannes, war in den ersten 3 Wochen Kontaktverbot, und das war auch gut so. Er ist jetzt voll und ganz mit sich beschäftigt, und erst nach dieser Langzeittherapie wird sich herausstellen, wie es mit euch weitergehen kann. Gibt es dort Angehörigenwochenenden gegen Ende des Aufenthaltes? Dieses Wochenende habe ich als sehr hilfreich empfunden.
Dass er nicht kommplett Weihnachten zuhause sein will, kann ich verstehen. Er braucht Zeit zum sortieren, für ihn ist die Therapie ein Start in ein neues Leben. Das kann es auch für dich sein, wenn du dich darauf einlassen kannst.
lg Morgenrot