Beiträge von Morgenrot

    Hallo Katrienchen,

    Schön, das du einen schönen Samstag hattest, darauf kannst du aufbauen.

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    Sollte das nochmal vorkommen, bin ich beim Doc, weil ich möchte das definitiv nicht nochmal erleben.


    das würde ich dir auch empfehlen. Wir dürfen ja keine medizinischen Ratschläge geben, aber so wie du es beschrieben hast könnte es schon in Richtung einer Panikattacke gehe.
    Die wäre aber auch ohne den Schnaps wieder vergangen.


    lg Morgenrot

    Hallo Katrienchen,

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    Momentan wünschte ich mir, wir wären uns nie begegnet

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    aber ich komme mir so verarscht vor grade.


    das sind alles Gedanken, die du haben darfst, die ich auch sehr gut kenne.
    In manchen Phasen bringt dich das Wissen um die Krankheit Alkoholismus nicht weiter.
    Da müssen eben erst einmal diese Gefühle raus, das ist vollkommen in Ordnung.
    Es ist aber wichtig, nicht in dieser "krawalligen" Phase zu verharren, denn sie bringt dich keinen Schritt weiter.
    Es ist eine Phase die ins Selbstmitleid führt, und dich in der Opferrolle hält.
    Ich habe fast die gleichen Gedanken gehabt, natürlich sind wir verarscht worden, das können nasse Alkoholiker sehr gut.
    Es kommt aber nicht von ungefähr, das du und ich an solche Männer gerieten, und wenn wir nicht an uns arbeiten hat vielleicht der nächste eine andere "Macke".
    Verstehst du, was ich meine ?
    Wir sind Kümmerer und ich glaube manchmal es steht mir auf der Stirn geschrieben: "Ihr könnt zu mir kommen ".
    Ich habe eine Frage an dich:
    Mußtest du etwas tun, damit dich deine Familie anerkennt, oder warst du so gut, wie du warst?
    Ich mußte immer erst Leistung bringen, um mal ein Zipfelchen Anerkennung zu bekommen.
    Das setzt sich dann oft fort, und ich habe gedacht, ich bin noch nicht gut genug um dem nassen Alkoholiker zu helfen.
    Ich kann ihm aber nicht helfen, sondern nur mir.
    Das einzusehen, war ein langer und auch schmerzhafter Weg.


    lg Morgenrot

    Hallo Gedankenblatt,

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    Ich will sie nicht aufregen, sonst säuft sie noch mehr


    das ist CO denken in seiner reinsten Form.
    Wie oft habe ich so gedacht wie du, und dann alles vom Alkoholiker fern gehalten. Was hat es genutzt? Gar nichts !!
    Ein nasser Alkoholiker findet immer einen Grund zum Saufen und wenn es die Fliege an der Wand ist, die ihn stört. Da kannst du sicher sein. Du hälst deine Mutter nicht vom Saufen ab.

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    Trotzdem müssen wir es aufrecht halten.


    Warum müßt ihr das?
    Ich würde sage ihr steht eurer eigenen Hilfe im WEg. Alkoholismus ist eine Familienkrankheit und solange keiner ausbricht aus diesem Kreislauf aus vertuschen, beschönigen und decken, solange kann keinem von euch wirkliche Hilfe zu Teil werden.
    Dein Vater muß selbst an den Punkt kommen, wo er einsieht, das auch er nichts ausrichten kann.
    Nasse Alkoholiker sind die besten Lügner und Schauspieler die ich kenne.
    Ich kann nur von mir schreiben, aber was wurde mir alles erzählt. Ich wußte, das ich gerade den größten Stuß erzählt bekomme, aber so überzeugend, das ich tatsächlich immer wieder Zweifel an meinen Wahrnehmungen hatte.
    zu deiner letzten Frage:
    Alkohol ist ein Nervengift und greift das Gehirn an, also macht er auch Wesensveränderungen.
    Je länger jemand trinkt umso stärker verändert er sich, dazu gehören auch die kognitiven Fähigkeiten.

    lg Morgenrot

    halloo gute Frau,

    ich mag dich auch nicht böse Frau nennen.

    Herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    Ich fühle mich alleinerziehend mit 2 Kindern wovon bei dem einen alles verloren ist. Und das andere leidet.


    in diesem Satz stecken auch meine damaligen Empfindungen. Ich hatte alles alleine am Bein.
    Auf der einen Seite wollte ich Hilfe von ihm, auf der anderen Seite wußte ich, das dies nur im Fremdschämen enden würde.
    ich habe deinen Beitrag gelesen und immer nur genickt, so gut kenne ich deine Situation.
    Als ich nicht mehr geschwiegen habe und vor anderen vertuscht habe, da passierte folgendes: Jeder wußte auf einmal das er zuviel trank, viele hatten ihn schon besoffen erlebt, nur keiner hat was gesagt.
    Keiner hat Hilfe angeboten ,auf die ich so sehr hoffte, angeblich wollte mich keiner verletzen.
    Erst als ich offen darüber sprach, kam die Hilfe.

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    Denn keiner bekommt die Demütigung, die Beleidigungen und die Unterstellungen mit. Ich muss mir seit 4 Jahren ständig anhören ich gehe fremd, habe überall einen anderen, werde immer wieder kontrollier


    Mit wem ich alles fremd gegangen sein soll weiß ich schon gar nicht mehr.
    Auch das habe ich jemanden anvertrauen können, und mich entsetzlich dafür geschämt.
    Dieser jemand hat mich dann auch unterstützt und wenn er mal wieder ausrastete, ihm die Stirn geboten.
    ich kann dir nur empfeehlen bleib nicht alleine mit deinen Verletzungen und Demütigungen.
    Hast du jemanden, dem du dich anvertrauen kannst?
    Weißt du etwas, was du gerne tun würdest? Dann fang an damit, geh raus und tue etwas für dich.
    Das erste was ich damals getan habe war, einen Cappuccino in einem Cafè zu trinken, und mal für kurze Zeit versuchen zu vergessen, was mich danach zuhause erwartet.


    lg Morgenrot

    hallo Kätzchen,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    Ich werd die "Flaschenprotokolle" fortführen,


    Tu dir das bitte nicht an, was willst du damit erreichen?
    Du brauchst keine Mengenangaben ihre Trinkmengen und du brauchst keinen Überblick wann sie wieviel trinkt.
    Deine Wahrnehmung das deine Mutter zuviel trinkt reicht vollkommen aus.
    Du kannst nichts kontrollieren und hast absolut nichts in der Hand, was die Trinkerei angeht.
    Sorge für dich, damit es dir gut geht, alles andere führt dich in einen Kreislauf der nur nach unten geht.
    Hans hat mit allem recht was er schreibt, es ist nicht deine Verantwortung und deine Schuld schon mal gar nicht.
    Denk an dich!!


    lg Morgenrot

    Hallo ABC,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Zitat

    Nach drei Tagen sollte ein Richter entscheiden, wie es weitergehen soll.


    Ein Richter wird nur dann hinzugezogen, wenn ein Patient für sich oder andere eine Gefahr darstellt aber freiwillig nicht bleiben will.
    Du kannst deiner Mutter nicht helfen, solange sie keine Krankheitseinsicht hat.
    Gerade psychiatrische Kliniken müssen sich sehr bedeckt halten, was Auskünfte an Dritte betrifft. Wer etwas erfahren darf, bestimmt der Patient.
    Da deine Mutter immer noch alles verschleiert und herunterspielt, erkennt sie den Ernst der Lage wohl noch immer nicht.
    Daran kannst du aber nichts ändern, und Hilfe von deiner Seite ist damit erst einmal ausgeschlossen.

    Es geht um dich, und was du für dich tun kannst, damit es dir besser geht.


    lg Morgenrot
    Hast du eine Ahnung was dir gut tun könnte?

    Hallo Jule,

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    Aber wo geht man da hin? Psychologe? Psychiater?


    Psychologen müssen seit dem 1.4 diesen Jahres Sprechstunden anbieten, so dass du da relativ einen Termin bekommen solltest.
    Ich hatte damals auch noch Gespräche für Angehörige bei der diakonischen Sucht und Drogenberatung. Diese Gespräche waren 1x/Woche und haben mir richtig gut getan.
    Es gibt Möglichkeiten, und wir sind ja auch eine Selbsthilfegruppe.

    lg Morgenrot

    Hallo Tautropfen,

    ich weiß nicht, ob ich dir die Augen öffnen kann, aber ich möchte dir gerne Mut machen.
    Ich kann deine Angst verstehen, wenn ich meine Enkel nicht mehr würde, ich darf gar nicht daran denken.

    Ja du hast das Familiengefüge zusammen gehalten, oder zumindest versucht.
    Das kenne ich auch von mir.
    Dabei ist aber von mir auch vieles unter den berühmten Teppich gekehrt worden, weil ich eben die "heile Welt", die es ja schon lange nicht mehr gab verteidigt hasbe.
    Dadurch habe ich in gewisser weise auch meinen Kindern etwas vorgespielt, natürlich immer alles zu ihrem besten. Sie sollten von allem nichts mitbekommen.
    Haben sie natürlich doch, nur sie konnten es nicht richtig zuordnen, weil ich ihren Wahrnehmungen im Bezug auf den Vater immer widersprochen habe.
    Das ist etwas, was ich nie tun wollte, weil ich selbst darunter gelitten habe.
    Ich hatte mit meinen Kindern dann später, als ich anfing die Sauferei meines xy nicht mehr zu leugnen und ehrlich darüber zu reden, so etliche Gespräche mit den Kindern. ich glaube, sie haben verstanden in welcher Lage ich mich befand.
    Das hat uns allen sehr gut getan.

    Was ist mit deinen Kindern, glauben sie, ihrem Vater helfen zu können, oder spielen sie das trinken herunter?
    In beiden Fällen wären sie auch in der COabhängigkeit drin, und könnten etwas dagegen tun.

    Ich wünsche dir, das du dein Enkelkind bald wieder sehen kannst.


    lg Morgenrot

    liebe Eleni,

    zuerst glaube ich mal, das es natürlich eine echte Trauer ist, und nichts verkorkstes. Er war schließlich dein Partner.

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    oder wie schnell/leicht man dann auf ein Ersatzobjekt/Mensch verfällt.


    Daran gilt es zu "arbeiten", und auf dich aufzupassen.
    Verfällst du bei wieder in die Kümmerrolle?
    Das ist für uns COs gar nicht so leicht, oft kennen wir ja nur diese Rolle.
    Ich habe mich gekümmert um Mann und Kinder. Ich fühlte mich gut gebraucht zu werden.
    Daraus zog ich mein Selbstbewußtsein, obwohl ja mein kümmern, in meinen Augen nie genug gewürdigt wurde.
    Es geht darum, ein gesundes miteinander aufzubauen, sich auf Augenhöhe zu begegnen, sein eigenes Leben nicht aufzugeben
    Das ist sicher nicht leicht, weil ich als CO viele Muster schon aus der Kindheit mitgebracht habe, die meiner CO - Abhängigkeit Vorschub leisteten.
    Ich hoffe, du kannst etwas damit anfangen, wenn nicht, einfach nachfragen.


    lg Morgenrot

    Hallo Thalia,

    dein Thema ist sehr interessant.
    Ich war gerade in einer solchen Situation, und habe mich dann fürs gesunde Kümmern entschieden.
    Bei meinem xy stand eine schwere Krankheit im Raum, nach mehreren Klinikbesuchen und Untersuchungen wurde jetzt erst einmal Entwarnung gegeben.
    Ich habe mir viele Gedanken gemacht, ob ich ihn in die Klinik begleite, wie weit ich mich einbringe usw.
    Letztendlich habe ich ihn begleitet und ihn nicht alleine gelassen, hätte ich auch für einen Freund getan.
    Im nachhinein bin ich froh, mich so entschieden zu haben, denn sonst hätte ich mich nicht mehr im Spiegel ansehen können.
    Dieses begleiten empfinde ich in keinster Weise als CO, denn ich habe einem Menschen beigestanden der sich mit dem Gedanken an eine lebensbedrohliche Krankheit beschäftigen mußte.


    lg Morgenrot

    hallo Jana,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Es soll sogar erfolgreiche Chirurgen geben, die nur mit einem gewissen Pegel operieren können, aber dieses erfolgreich sein, sollte dein Handeln nicht bestimmen.
    Alkoholiker gibt es in allen Schichten, das sind nicht nur die Menschen auf der Parkbank. Das sind auch viele in Anzug und Krawatte, wie du es ja selbst erlebt hast.

    Du machst dir Gedanken um das Trinkverhalten eines anderen Menschen, und wenn das der Fall ist, solltest du dir vertrauen und nicht den Sprüchen des Trinkenden.
    Deine Gedanken und Wahrnehmungen sind richtig, und verdienen es ernst genommen zu werden.
    Richtig ist auch, dass du keinen nassen Alkoholiker "trocken legen" kannst, mit keiner Liebe der Welt.
    Wenn du jetzt in dieser frühen Phase schon "Bauchschmerzen" hast, dann renne, denn es wird nicht besser, das kann ich dir aus Erfahrung sagen.


    lg Morgenrot

    hallo Chuck,

    ich sehe das auch als Erpressung, als dagegen stemmen, wenn der Partner ernst macht.
    Die Antworten sind dann meist Drohungen. Geld muß er doch auch aus dem Ausland bezahlen, oder nicht?
    Da gibts doch Rechtshilfeabkommen.


    lg Morgenrot

    hallo Isebon,

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    weil ich mir das ja auch einbilden könnte,


    Es ist immer wieder das gleiche. Wir gehen davon aus, das wir uns den Alkoholkonsum einbilden, wir zweifeln an uns.
    Meine Wahrnehmung sagte mir, er trinkt zuviel, also hatte ich ein Problem mit dem Trinkverhalten eines anderen. Das alleine sollte doch schon genügen, um mal genauer hinzusehen.
    Ich habe das Gefühl und das ist dann auch richtig, ich muß mir da nichts beweisen.
    Es geht um dich, mit diesen Kontrollen gehst du auf ein einsames Leben zu.
    Ich hatte meine sozialen Kontakte fast alle verloren, denn ich konnte ja nicht lange von zuhause weg, mußte ja alles dafür tun das er nicht säuft.
    Hör auf zu kontrollieren, geh stattdessen in ein Eiscafè oder sonst wo hin.
    Es geht um dich, er säuft nicht eine Flasche weniger, wenn er kontrolliert wird.

    lg Morgenrot

    Hallo Ivonne,

    Zitat

    Ja, ich bin mir sicher, dass er manchmal nur 3 Bier trinkt. Ich zähle mittlerweile mit und kontrolliere auch die Bierkiste.


    das ist COabhängigkeit in ihrer "besten" Form.
    Das bringt dich geradewegs in ein Hamsterrad, aus dem du nur sehr schwer aussteigen kannst und vor allem engt es dein Leben immer weiter ein.
    Nützen tut es nicht die Bohne, da spreche ich aus Erfahrung, die Tricks die, die nassen Alkoholiker drauf haben, da denkst du nicht im Traum dran.
    Du kannst dir nicht sicher sein, wer sagt dir, das er die leerern Bierflaschen nicht mit Wasser aufgefüllt hat, und den Kronkorken bekommen nasse Alkoholiker wieder so auf die Flasche, das merkst du nicht.
    Wir hatten hier mal einen Thread von dem was COs erlebt haben, bezüglich Ausreden und Rechtfertigungen von nassen Alkoholikern.
    Da wurde mir erst klar, was wir COs so gerne glauben würden.
    Ich such den bei Gelegenheit mal raus.


    lg Morgenrot

    Hallo Isebon,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Ich kann dir nur empfehlen, vertrau auf deine Wahrnehmungen, du liegst nämlich in meinen Augen goldrichtig mit deinen Vermutungen.

    Zitat

    Ich traue mich schon kaum noch etwas zu sagen und wäge voher schon ab, wie er es auffassen könnte.


    dazu fällt mir ein Satz ein:
    "Trinkpause mit der Faust in der Tasche"
    und du bekommst es zu spüren. Er trinkt nichts, nicht weil er zur Einsicht gekommen ist, sondern um dir etwas zu beweisen, dass geht schief.

    Zitat

    Und ich bilde mir ein, dass wir uns dann in der Zeit besser verstehen.


    das kenne ich auch aus eigenem Erleben, hat er wieder den Alk intus, wird er "geschmeidig".
    Ein Alkoholiker muß nicht torkeln um Alkoholiker zu sein.
    Vertrau auf das, was du wahrnimmst.


    lg Morgenrot

    ich kopier dir mal meine Antwort an dich aus dem Vorstellungsbereich hier hinein:

    lg Morgenrot

    Hallo Julikind,


    herzlich willkommen bei uns im Forum,

    An deinem geschriebenen sehe ich mal wieder, das Alkoholismus wirklich eine Familöienkrankheit ist.

    Zitat

    Soll ich meiner Mutte die Pistole auf die Brust sezten und sagen: du kannst erzählen was du willst, aber ich werde nicht mehr lügen?


    genauso würde ich es machen. Lass dich nicht von deiner Mutter zum lügen verdonnern.
    Ich kenne all die Argumente deiner Mutter, die angeblich gegen eine Offenheit sprechen. Ich habe selbst jahrzehntelang dafür gesorgt, das mein xy weiter trinken kann.
    Ich hatte mich zurückgezogen, habe nur Nachtdienst gemacht, damit auf möglichst wenige Feiern mitgehen brauchte. Denn alldas konnte ich nicht mehr ertragen.
    Irgendwann kam aber die Einsicht, das es so nicht weitergehen kann. Ich fand dieses Forum, und die Zeit der Offenheit begann.
    Plötzlich erfuhr ich, wieviele es gewußt hatten, aber nie etwas gesagt hatten. Ich erfuhr aber auch Hilfe, kam wieder in meine alten sozialen Kontakte zurück und das Leben wurde wieder lebenswert.
    Was ich sagen will, das alles muß von deiner Mutter ausgehen.
    So wie du den Alkoholiker nicht vom trinken abhalten kannst, genauso wenig läßt sich eine CO ihre Rolle von außen weg nehmen.
    Die einzige dem du helfen kannst, bist du selbst.
    Wenn du aus dem Kreislauf des vertuschens und leugnen raus willst, dann tue es für dich
    Dadurch wird sich sicher auch etwas in der Familie ändern, aber dazu braucht es einen "Aussteiger".
    Ich kann dir nur Mut machen, diesen Schritt zu wagen, denn es spricht sich später auch viel leichter, denn der Druck wird auch weniger.


    lg Morgenrot

    hallo Daniel,


    ich muß gleich weg, deshalb erst einmal nur einen Satz:

    Du bist nicht schuld
    den Satz habe ich dir dick geschrieben, weil es in meinen Augen die Grundlage ist, für den weiteren Weg.
    Bei mir hat es gedauert, bis es ganz tief angekommen war, und auch heute holen mich manchmal die Schuldgefühle noch ein.
    Du kannst nichts tun
    Bei Suchtkranken funktioniert das beistehen nicht, das bewirkt leider immer das Gegenteil. Hier ist Distanz wichtig.
    Mitleiden wird dich immer mehr einengen, und dich immer mehr in den COKreislauf ziehen.
    Indem du mit den Eltern redest, nimmst du sie quasi in eine Verantwortung, die sie nicht haben, denn auch sie können nicht helfen.

    Jetzt ist es doch mehr geworden.

    lg Morgenrot