Oh jemine, Bonnie, das hört sich ja echt schlimm an
. Bestimmt hat Dein Bruder schon sehr viel Pech von Kindheit an gehabt. Dennoch, Du kannst leider nicht viel für Deinen Bruder tun, glaube ich. Er muss wohl vollständig kapitulieren, damit er hoffentlich von selbst wieder auf die Beine kommt. Verständlicherweise machst Du Dir große Sorgen, dass ihm etwas passiert oder er sich etwas antut. Das liegt aber nicht in Deiner Hand. Dein Bruder ist mittlerweile 40 Jahre, er ist erwachsen, bei allem Elend, was ihm vielleicht wiederfahren ist, könnte er es trotzdem endlich selbst auf die Reihe kriegen, sich endlich in Therapie zu begeben, um lernen zu können, dass das Leben auch andere Seiten zu bieten hat. Er selbst scheint aber jede Möglichkeit im Keim zu ersticken, nochmal von vorne anzufangen und das schon lange. Ein bissel lese ich bei Dir ein schlechtes Gewissen heraus, weil Du dann doch noch eine gute Pflegefamilie gefunden hast und er nicht das Glück hatte. Ihr wart Kinder und zu der Zeit lag Euer Schicksal nicht in Eurer Hand. Da konntet Ihr gar keinen Einfluß darauf nehmen, was mit Euch geschieht. Nun ist es aber schon lange anders, Dein Bruder kann seine Situation ändern, er bestimmt sein Leben schon lange selbst. Mittlerweile bleibt Deinem Bruder nur ein Weg: sich selbst Hilfe zu suchen, da hat er überall die Möglichkeit, er muss zu einem Arzt, einer Beratungsstelle......Er kann es schaffen, wenn er will. Da wirst Du kaum einen Einfluß darauf haben, außer es ihm zu sagen. Mehr kannst Du leider nicht tun. Das ist leider die traurige Realität. Du brauchst Dir auf jeden Fall keinerlei Vorwürfe zu machen, Du hast keinen Einfluß auf das Tun und Handeln Deines Bruders, er ist krank und er muss selbst genesen wollen, alles andere macht keinen Sinn und Dich nur fertig. Lies hier doch mal ein bisschen, schreibe hier, wenn es Dich zu arg belastet kann Dir eine SHG sicher helfen. Ich hoffe, Dir ein wenig geholfen zu haben und Du etwas von Deinem Ballast abwerfen kannst.
viele Grüße Angelina