Wie kann ich meinem Bruder helfen?

  • Oh jemine, Bonnie, das hört sich ja echt schlimm an :( . Bestimmt hat Dein Bruder schon sehr viel Pech von Kindheit an gehabt. Dennoch, Du kannst leider nicht viel für Deinen Bruder tun, glaube ich. Er muss wohl vollständig kapitulieren, damit er hoffentlich von selbst wieder auf die Beine kommt. Verständlicherweise machst Du Dir große Sorgen, dass ihm etwas passiert oder er sich etwas antut. Das liegt aber nicht in Deiner Hand. Dein Bruder ist mittlerweile 40 Jahre, er ist erwachsen, bei allem Elend, was ihm vielleicht wiederfahren ist, könnte er es trotzdem endlich selbst auf die Reihe kriegen, sich endlich in Therapie zu begeben, um lernen zu können, dass das Leben auch andere Seiten zu bieten hat. Er selbst scheint aber jede Möglichkeit im Keim zu ersticken, nochmal von vorne anzufangen und das schon lange. Ein bissel lese ich bei Dir ein schlechtes Gewissen heraus, weil Du dann doch noch eine gute Pflegefamilie gefunden hast und er nicht das Glück hatte. Ihr wart Kinder und zu der Zeit lag Euer Schicksal nicht in Eurer Hand. Da konntet Ihr gar keinen Einfluß darauf nehmen, was mit Euch geschieht. Nun ist es aber schon lange anders, Dein Bruder kann seine Situation ändern, er bestimmt sein Leben schon lange selbst. Mittlerweile bleibt Deinem Bruder nur ein Weg: sich selbst Hilfe zu suchen, da hat er überall die Möglichkeit, er muss zu einem Arzt, einer Beratungsstelle......Er kann es schaffen, wenn er will. Da wirst Du kaum einen Einfluß darauf haben, außer es ihm zu sagen. Mehr kannst Du leider nicht tun. Das ist leider die traurige Realität. Du brauchst Dir auf jeden Fall keinerlei Vorwürfe zu machen, Du hast keinen Einfluß auf das Tun und Handeln Deines Bruders, er ist krank und er muss selbst genesen wollen, alles andere macht keinen Sinn und Dich nur fertig. Lies hier doch mal ein bisschen, schreibe hier, wenn es Dich zu arg belastet kann Dir eine SHG sicher helfen. Ich hoffe, Dir ein wenig geholfen zu haben und Du etwas von Deinem Ballast abwerfen kannst.

    viele Grüße Angelina

  • Haalllooo Bonnie, Du kannst ihm nicht helfen, nur er allein kann sich helfen. Hast Du gelesen?

  • Na, nun würde ich mich an Bonnie's Stelle aber ganz schön verunsichert fühlen nach Deinem Rat, Bonny24. Du schreibst ihr, sie könnte was machen, weißt aber selbst nicht was. Dann schreibst Du wiederrum, Du würdest ihr auf keinen Fall raten garnichts zu unternehmen, im gleichen Satz schreibst Du, ihr Bruder muss schon von sich aus seine Lage ändern wollen. :roll: - Na, was würdest Du nun an Bonnie's Stelle denken? Also ich an Ihrer Stelle, mir würden jetzt erst recht die Gedanken nur so durch den Kopf wirbeln und ich stände genauso dumm da, wie gestern, noch dazu würde ich mich fühlen wie jemand, der zu blöd ist, um die richtigen Ideen zu haben, um meinem Bruder zu helfen :shock: . Was Du hinterläßt ist einzig und allein ein riesen- :?: Fragezeichen.

    Liebe Bonnie, ich kann Dir wirklich nur den Tipp geben, laß Dich nicht verunsichern, Deine Lage ist echt beschi..en, aber meiner Meinung nach ist es so wie ich es Dir geschrieben habe, Du kannst rein garnichts machen. Wenn Du glaubst, Dein Bruder liegt daheim und kann sich nicht mehr von der Stelle rühren, dann ruf einen Krankenwagen, die werden ihn einliefern, dann kann er entgiften und seinen Weg nehmen, wenn er es will. Das ist das einzige, was Du tun kannst. Oder er ist noch bei der Sache und kann es selbst organisieren, dann ists ja gut. Nur die Frage ob er's macht? Du siehst, Du bist machtlos und du wirst es bleiben, es liegt nur an ihm selbst.

    Viele Grüße Angelina

  • Hallo Bonnie,

    ich habe mir lange überlegt, wie ich mich wohl in Deiner Situation verhalten würde. Wirklich raten kann ich Dir nichts.

    Ich würde es aber nicht für sinnvoll halten, Deinen Bruder in Deine Nähe zu holen. Jedenfalls nicht für Dich und Deine Familie. Ich denke, da machst Du Dir nur noch mehr Gedanken und darfst noch viel mehr von seiner Sucht miterleben und ob er was unternehmen würde, ist meiner Meinung nach er fraglich. Er tut ja auch nichts, wo er alleine dasteht. Warum sollte er´s erst tun, wenn er bei Euch in der Nähe ist, und laufend mit allem unterstützt wird.

    Du mußt auch kein schlechtes Gewissen haben, wegen seiner echt besch... Kindheit. Das hattest Du wirklich nicht in der Hand, daß Du etwas mehr Glück hattest als er.

    Liebe Grüße
    Lenjana

  • Hi Bonnie,

    wär´s Dir vielleicht möglich mal ein, zwei Wochen zu ihm zu fahren?

    Vielleicht gelingt´s Dir ja vor Ort, Ihn wenigstens zum Anfang "bei der Hand zu nehmen" und ihn zum Therapeuten zu schleppen. Ich denke, wenn er sich erstmal wegen seiner Depressionen in Behandlung begibt, ist schon viel getan.

    LG LEnjana

  • Hallo nochmal Bonny 24, ich habe Dich nicht als blöd bezeichnet, ich habe lediglich geschrieben, dass ich mich an Bonnie68's Stelle so fühlen würde. Ich wollte Dich nicht beleidigen, sorry wenn das so bei Dir angekommen ist. - Ich war lediglich etwas entsetzt. Bonnie schreibt ja, dass sie sich für ihren Bruder verantwortlich fühlt und bisher auch so handelt. Sie hat ihm Geld geschickt usw., er nutzt es aber nicht für das, wofür sie es getan hat, nämlich ihm zu helfen. Ihre Bemühungen sind fruchtlos, da er sein Problem gar nicht in die Hand nehmen will oder kann. Ich glaube auch, dass es vielleicht möglich ist, in dem ein oder anderen Fall jemandem zum ersten Schritt zu verhelfen. Nur ich persönlich habe das noch nie erlebt. Ich schreibe hier auch nur aus meinen eigenen Erfahrungen heraus und die waren schon extrem bitter. Meine Erfahrung zum Thema Alkoholabhängigkeit sind eben die, dass man nicht helfen kann und der Alkohol stärker ist als die Liebe. Dass die Kraft von demjenigen von Innen heraus selbst kommen muss, da können sich Menschen aussenrum abstrampeln soviel sie wollen. Ich wollte Bonnie68 lediglich, so wie alle hier, in meinem Posting eben meine Erfahrungen rüberbringen, da ich ebenfalls schon sehr sehr viel Energie, Kraft investiert habe und zwischen Zuversicht, Hoffnung, Hilflosigkeit, Ausgebrannt-sein hin- und hergerannt bin und es leider immer vergebens war. Bonnie hat 3 Kinder, die ihre Kraft brauchen und dass sie für sie da ist. Im Moment glaube ich, dass Bonnie derart vereinnahmt wird durch die Problematik ihres Bruders, dass sie 1. nicht richtig für ihre Familie da sein kann und 2. dabei selbst extrem viel leidet. Es ist schwer und klingt vielleicht auch brutal, aber sie macht sich kaputt, wenn sie es nicht schafft, innerlich nach und nach Abstand von dem Leid und der Abhängigkeit ihres Bruders zu gewinnen. - Was die Depressionen angeht so glaube ich auch dass er die hat. Ich glaube aber, dass jeder Alkoholiker zwangsläufig auch Depressionen hat. Auch, wenn es evtl. nicht immer den Anschein hat. Dennoch, er ist 40 Jahre alt, er weiß ebenso, dass er trinkt und beides Hand in Hand geht. Nur vom Alkohol ist er abhängig, er läßt sich von ihm steuern. Die Erfahrungen, die ich selbst mit Therapien gemacht habe sind die, dass die Therapeuten, auch bei Depressionen mit gleichzeitiger Alkoholabhängigkeit sowieso erst mal verlangen, dass das derjenige sich in eine qualifizierte Alkoholtherapie begibt und dabei ja auch die depressive Seite als (Mit-)ursache ebenfalls behandelt wird. Ich glaube nicht, dass irgendein Weg am Thema Alkoholabhängigkeit vorbeiführen wird, bevor es zu weiteren Schritten kommt. Das sind meine realen Erfahrungen, die ich in den letzten 25 Jahren machen mußte, Du kannst mir glauben, mit vielen Schmerzen. Manchmal habe ich das dringende Bedürfnis, ich müßte das anderen Menschen begreiflich machen, dass sie sich dieses Leid, zu glauben, Verantwortung übernehmen zu müssen, unbedingt ersparen sollen, kann sein, dass ich deshalb vielleicht manchmal dazu neige, es rüberzubringen und es sich wütend oder so anhört. Das tut mir leid, aber ich bin im Moment sehr wütend, aber die Wut und viel Schmerz ist in mir und dafür ist hier niemand verantwortlich. Muss mich vielleicht wieder ein bissel besser in den Griff kriegen, weiß im Moment nur nicht wie, Gruß A.

  • Hallo Bonnie,

    Zitat

    Mein Bruder sitzt im Zug.....Ich hatte nun etwas mehr Zeit hier zu lesen......Ich bekomme nun mehr und mehr Angst.....Ich freu mich,dass er kommt.Mein Mann holt ihn kurz nach 4. Ich bin dann schon bis ca. 20.00 auf der Arbeit.....Sorry,ich will Euch nicht nerven....aber wie schon geschrieben,hier kann ich schreiben.Viele Interressiert das Thema Alkohol nicht oder sie wollen nichts damit zu tun haben.......Wie geht es nun weiter....Ich würde am liebsten diese Seite (Startseite)hier offen lassen,sodass sie meinem Bruder direkt ins Auge sticht.....nur wie wird er reagieren?????Was ist wenn er ausflippt......Ohje.....So ein Karussel im Kopf.......Wird er sich helfen lassen.......Ich weiss er flippt schnell aus......Ich kann leider nicht so viel weiterlesen,da ich mich gleich fertig machen muss.......

    lass ihn doch erstmal ankommen und seh das ganze mal entspannter. Überfall ihn nicht denn dann is er schneller weg wie du gucken kannst.
    Er muss auf dich zukommen und du kannst ihm dann Unterstützung geben.
    Indem du ihm den Richtigen weg auf zeigst.

    Und schreib so viel du willst du kannst hier nicht nerven.
    Er muss die Hilfe wollen.

    Liebe Grüsse
    Elocin

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