Liebe sonnie,
für dich ist überhaupt nichts auswegslos und egal wie alt du bist- du hast das recht glücklich zu sein in deinem Leben. Du bist auch nach sonst wie vielen Jahren Ehe nicht vernantworlich für die Alkoholabhängkeit deines Mannes noch trifft dich irgendeine schuld daran. Jeden Tag , den Du mehr verschwendest , den Du länger bei Deinem Mann bleibst und ihn unterstützt ist ein weiterer verlorener Tag - für Dich als auch für Deinen Mann.
Denke nicht , das lohnt sich nicht mehr, weil du 52 bist...
Denke lieber,es lohnt sich gerade deshalb, weil DU 52 bist.
Du mußt Dich nicht auf Grund Deines Alters abwerten.
Lies mal hier im Forum so viel Du kannst, lies wie die Geschichten anfangen und wie sie enden. Alle im Prinzip gleich.
ausweglos
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Hi Sonnie,
es tut mir leid, dass Du unter dieser Situation so leidest und keinen Ausweg findest. Als Angehoeriger eines Alkoholikers hoffen und bangen wir mit, da wird das Leid des Alkoholikers, das Leid von uns. Mein Stiefvater hatte auch Krebs und hat sich nicht davon abbringen lassen zu trinken, er ist letztes Jahr trotzdem er den Krebs erfolgreich besiegt hat, gestorben, er konnte bis zuletzt nicht vom Alkohol lassen. Ein Alkoholiker hat die Wahl jeden Tag, jede Stunde, jede Minute und wenn er sich fuer den Alkohol entscheidet, dann auch fuer die Konsequenzen. Du selbst als Angehoerige kannst ihn nicht davon abbringen. Du allein kannst lediglich nach Dir und Deinen Beduerfnissen schauen, Du musst nicht leiden, auch Du kannst Dich jederzeit fuer ein gluecklicheres Leben entscheiden. Es liegt in Deinen Haenden, wie Dein Leben verlaeuft und Du kannst es nicht abhaengig von der Erkrankung Deines Mannes machen.
Ich wuensche Dir alle Kraft der Welt,
Jenny
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Hallo Sonnie
und Herzlich Willkommen hier im Forum.
Ausweglos ist eigentlich fast gar nix, mir fiele jedenfalls kaum was ein... außer vielleicht, in einer Grube zu sitzen und von hungrigen Löwen belauert zu werden
Und in Deiner Situation bist Du nicht die einzige, siehst Du ja hier.
Möchtest Du denn eine Trennung von Deinem Mann ? So gehts ja irgendwie auch nicht weiter für ´Dich, bzw. geht es so immer weiter
wenn Du an Deiner Situation nix änderst. Dein Leben liegt ja in DEINER Hand, Leibeigenschaft gibts in Deutschland nämlich nicht mehr
Ich würde auch mal zu einer Beratungsstelle wie die Caritas gehen, erstmal informationshalber.Und dann würde ich versuchen, mich dem Dunstkreis (wahrscheinlich im wahrsten Sinne des Wortes
) Deines Mannes zu entziehen.
Einen eigenen Bekanntenkreis aufbauen, der nur Dir gehört, sich auch damit abgrenzen von dem trinkenden Partner. Der soll mal schön sehen, wie er allein klar kommt, denn trinken kann er auch ganz allein, gelle ?
Könnte ihn auch unter Druck setzen, mal bei sich nachzusehen, ob er was änder will... aber nur KÖNNTE, kann auch garnix passieren und er gibt sich weiter die Breitseite.
Und ein neuer, eigener Bekanntenkreis wäre auch gut bei einer Trennung, der Dich dann ein bisschen auffangen kann.Tja, woher nimmt man den nun ? Ich würde raten, evtl. sich einer Sportgruppe anzuschliessen, Töpfer-oder Malkurs bei der Volkshochschule, Frauenkreis in der Gemeinde, Kirchenkreis, ich weiß ja nicht, wo Deine Interessensgebiete liegen ?
Das wären so erstmal meine Ratschläge, was mir grad dazu so einfällt.
Halt aktiv werden, sich nicht einem vermeintlichem Schicksal fügen, sich nicht aufgeben !LG an Dich
Lilly
Alkoholikerin -
Hallo sonnie,
nachdem sich ja Deine vermeintliche Ausweglosigkeit auf Dein finanzielles Problem beschränkt, möchte ich versuchen, Dir etwas Mut zu machen:
Vielleicht kannst Du ja erstmal zu Deiner Mutter ziehen, wie Du es ja schonmal über´s Wochenende getan hast. Von dort aus könntest Du alles in Ruhe regeln, das würde es einfacher machen.
Dann geh`zur Arbeitsamt und beantrage Dir Arbeitslosengeld oder Hartz4. Das ist zwar sicherlich nicht rosig und auch für mich war es bis vor kurzem noch nahezu unvorstellbar, so einen Schritt gehen zu müssen, aber die Alternative ist, den Rest des Lebens (unserem einzigen!!!!!) zwischen Angst, Ekel und Verletztheit zu verbringen.
Ich habe genauso wie Du gedacht, es ist nicht machbar. Ich bin zwar noch einiges jünger als Du, habe aber meine zwei kleinen Kinder und auch kein eigenes Einkommen. Mir schien es schier unmöglich, dieses Problem zu lösen. Und, auch wenn ich im Moment mit 3 € in der Tasche dastehe und anderen auf der Tasche liegen muß (was wirklich sehr unangenehm ist) und ich auch noch viele Hürden zu nehmen habe, weiß ich doch, daß diese Hürden lange nicht so schlimm sein können, wie das, was ich in meiner Ehe (fast) jeden Tag zu meistern hatte.Deine Situation ist nicht ausweglos, auch wenn es Dir im Moment so vorkommt. Bring´den Stein ins rollen und Du wirst sehen, es geht!
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!
Liebe Grüße Lenjana
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Liebe Sonnie,
auch ich moechte Dir nochmal Mut machen, etwas in Bewegung zu bringen. Es ist sicherlich nicht einfach fuer Dich, da sind viele Unsicherheiten, aber Du hast jeden Tag, jede Minute die Moeglichkeit es zu aendern, es nicht noch schlimmer fuer Dich werden zu lassen.
Hast Du denn eigene finanzielle Mittel, arbeitest Du oder beziehst Du Arbeitslosengeld? Schau Dich nach einer kleinen Ein-Zimmer-Wohung um, hol Dir Hilfe von Caritas oder anderen Anlaufstellen, die koennen Dich da tatkraeftig mit unterstuetzen.
Die letzte Frage waere nur, bist Du bereit Dich zu trennen?
Alles Liebe,
Jenny
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Zitat von sonnie
Muss man den ALK wirklich bis nach ganz unten kommen lassen, damit er anfängt sich zu ändern?
Kann es sein, dass sein Gehirn nicht mehr richtig funktioniert. Er redet manchmal völlig wirr und verwechselt alles.
Hallo sonnie,
ich schrieb es grad bei bonny...
Die einzige Hilfe bei unserer Krankheit ist die Nichthilfe !
Je eher der Alkoholkranke SEINEN persönlichen Tiefpunkt erreicht, desto eher kann er anfangen, zu handeln. Darum hoffe ich immer, das es schnell geht, ohne zu große körperliche Schäden. Denn die kommen so sicher wie das Amen in der Kirche.
Jeder persönliche Tiefpunkt sieht aber anders aus. Bei dem einen reicht der Führerscheinverlust, ein anderer wacht irgendwo mal auffer Parkbank auf und ich mußte erst auf die Intensiv-Station eingeliefert werden, wo ich mir dann endlich helfen lies.Natürlich wird auch das Gehirn geschädigt, Alkohol ist hochgradig toxisch, ein Zellgift. Schädigt natürlich auch Gehirnzellen bzw. zerstört sie völlig. Diese Erkrankung nennt sich dann Korsakov, aber wir dürfen hier keine medizinischen Ratschläge geben, denn wir sind schliesslich keine Mediziner. Kannst aber mal drunter googeln, hoffentlich hab ich es richtig geschrieben. Diese Erkrankung ist meines Wissens nicht mehr rückgängig zu machen.
LG an Dich
Lilly -
Sorry, sonnie
es wird Korsakow geschrieben.
LG
Lilly
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