Hallo Laura,
ich habe deinen Beitrag gelesen und muss sagen, ich bin ganz schön erschüttert.
Solche Pein habe ich meinen beiden Kindern (23 u. 18) auch zugemutet, aushalten lassen. Ich schäme mich noch im Nachhinein, dass ich nicht viel früher einen Schlussstrich gezogen habe.
Aber ich bin erstaunt, dass du immer noch Achtung vor deinem Vater hast. Die ging, glaube ich meiner Tochter noch viel eher ab als meinem Sohn. Oder habe ich das bloss nicht gemerkt.
Meine Tochter hat mir geraten, mich scheiden zu lassen. Damals war sie 17. Ich versuchte damals alles runterzuspielen, dass wir alleine nicht klarkommen würden, finanziell usw. Ein halbes Jahr später war ich dann aber doch soweit, zu erkennen, dass ich und unsere Ehe am Boden war, und ich sofort für eine Entscheidung zu sorgen hatte. Den Kindern zuliebe und ! der Achtung der Kinder vor mir.
So traurig es klingt, aber ihr wärt sicher besser dran, wenn ihr alle Abstand von euerem Vater hättet. Auch die kleine Schwester bekommt alles mit. Das zeigt sich später, oder - siehe Bemerkung bei der Oma.
Ich wünsche dir und deiner ganzen Familie eine Veränderung zum glücklicheren und besseren Leben. Ganz viel Kraft und Stärke um die Probleme zu verarbeiten.
Liebe Grüße, Gotti.
"Weinliebhaber"
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hi laura
erstmal vorneweg - du darfst hier soviel schreiben wie du willst - das wichtigste ist das es dir gut tut. mir hilft das schreiben hier sehr, danach gehts mir immer besser... kanns also nur weiterempfehlen

puh, wenn ich das so durchlese hab ich den eindruck das du da verdammt tief mit drinnen steckst
irgendwie hab ich das gefühl das du diejenige in der familie bist wo sich um vieles kümmert
und das obwohl du (auch wenn volljährig, das spielt keine rolle) das kind bist. es ist aufgabe deiner eltern sich um dich zu kümmern, nicht du dich um sie und speziell deinen vater. leider kommt das viel zu häufig in alkoholikerfamilien vor
ZitatIch lebe (noch) zuhause
noch? versteh ich das richtig und es ist dein auszug geplant?
wäre ne gute entscheidung in meinen augen - ich bin mit 16 ausgezogen und bin verdammt froh drum - auch wenn ich noch viel von daheim mitbekommen hab, meine mutter wohnt nicht weit weg von mir. aber ne wohnung is einfach ein eigenes reich, ein rückzugsort. nicht zu vergessen wie weh es tut zuzusehn wie sich ein elternteil kaputt macht...ZitatIch spreche mit niemandem außer meinen Schwestern und meiner Mutter darüber. Ich schäme mich zu sehr dafür.
geschämt hab ich mich früher auch, etz nicht mehr. ich kann nichts für das was meine eltern tun oder nicht tun, ich konnte sie mir auch nicht aussuchen. dein vater ist krank, alkoholsucht ist eine krankheit wie jede andere auch - nur leider (ich noch nicht so) von der gesellschaft akzeptiert - fehlende aufklärung wird da wohl unter anderem eine rolle spielen. und das würde ich dir auch empfehlen, das du dich informierst über die krankheit - nicht um deinen vater zu helfen sondern für dich! richtig verstehn werden wir diese krankheit nicht, aber zumindest ansatzweise - mir hat das zum teil geholfen zu verstehn das ich meiner mutter nicht helfen kann - nur wenn sie will und sich selber hilfe sucht, nur dann hat sie eine chance trocken zu werden. ich als kind bin da machtlos.ich finde es schon mal gut, das ihr immerhin innerhalb der familie darüber redet, aber wichtig wären für dich auch weitere ansprechpartner. ich bin verdammt froh das ich freunde (und ganz besonders meine beste freundin) habe mit denen ich jederzeit drüber reden kann. wie wärs wenn du den anfang bei deinem freund machst, er wird dich ganz bestimmt nicht in irgendeiner weise verurteilen. meinst du nicht das er wissen sollte was dich bedrückt? das es dir nicht gut geht merkt er bestimmt, da bin ich mir sicher.
etz hör ich aber erstmal auf, glaub es ist dann doch ganz schön viel geworden, hoffe du meldest dich bald wieder.
liebe grüße
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