Ich hatte mal wieder ein Gespräch...

  • Liebe Lena,

    woher kommt Deine Alkoholangst??? Gibt es irgendjemanden in Deiner Familie der ein Problem hatte? Hat Dein Freund irgendetwas mal im alkoholisierten Zustand gemacht was Dich gestoert hat? Oder hat vielleicht Dein Freund jemanden in seiner Familie der mit Alkohol Probleme hat??

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo Lena!

    Diese merkwürdige Angst kenn ich auch. Woher sie bei mir kommt, kann ich allerdings auch nicht genau sagen, ich habe da eher so meine Vermutung.
    Der Vater meiner besten Freundin ist trockener Alkoholiker. Seine "nassen" Zeiten hatte er, als wir so um die 10 Jahre alt waren. Genau kann ich das nicht sagen und ich weiß auch nicht, ob ich damals tatsächlich irgendwas davon mitbekommen habe. Erinnern kann ich mich jedenfalls nicht. Vielleicht habe ich es auch verdrängt. Ich weiß auch nicht mehr, in wie weit meine beste Freundin und ich darüber als Kinder gesprochen haben.
    Ich hatte bei meinem ersten richtigen Freund schon das Problem, daß es mich gestört hat, wenn er mit seinen Kumpels einen draufmachen wollte. Da gabs dann auch oft Diskussionen. Zu der Zeit habe ich aber auch so gut wie nie Alkohol getrunken, zumal Bier mir schonmal überhaupt nicht schmeckt.
    Unsere Beziehung ist nach 3 Jahren zuende gegangen, was aber nicht am Alkohol lag. ich war damals 18, er Anfang 20 und ich glaube, in dem Alter spielt Partymachen und Alkohol halt eine große Rolle bei den meisten Jungs.
    Meine nächste ernste richtige Beziehung ist jetzt nach 5 Jahren in die Brüche gegangen, wegen des Alkohols. Das steht alles in meinem Thread.

    Bei mir war/ist es immer so, daß ich zwar mal zum Essen ein Glas Wein trinke, aber eben Bier und hartes Zeug überhaupt nicht leiden kann. Ich glaube, ich muß mich einfach immer unter Kontrolle haben. Ich kann es auch nicht leiden, wenn mein Freund sich in meinem Beisein einen säuft, dann ist mir das immer unendlich peinlich und ich schäme mich für ihn. Geht dir das auch so?

    Liebe Grüße, Maren

  • Zitat von Lena18

    Es stört mich ja auch nicht wenn er mit Freunden 2-4 Bier trinkt, aber auch noch im normalen Alltag 1-2, dass muss doch nicht sein. Er sagt er ist Handwerker und da gehört es nun mal dazu (Ich solle mir erst Sorgen machen wenn er besoffen von der Arbeit nach Hause kommt, oder Korn und Schnaps trinkt)

    Danke euch. Lena


    Ich finde es nicht zum Alltag gehörig..und auch nicht zum Handwerk gehörend.. So eine Aussage find ich bedenklich...ganz ehrlich.. vielleicht mag der eine oder andere mich als engstirnig ansehen, aber ich denke, Alkohol hat im beruflichen Leben überhaupt nichts zu suchen!!!
    Mich würde dies auch stören.
    Sollte ich einen Partner haben, den es stören würde, wenn ich trinke (was ich aufgrund meiner Geschichte eigentlich gar nicht tue) , dann würde ich meinen onsum reflektieren ..und wenn ich diesen Partner liebe, dann will ich doch, dass er sich mit mir wohl fühlt.. und der verzicht würde mir nichts ausmachen..damit würde ich ja nicht meine Persönlichkeit verändern(allerdings wenn ich weitertrinke schon..)

    Ich hoffe, du verstehst, wa ich damit sagen will..

    Ich hoffe auch, dass ihr einen Weg finden werdet, den ihr beide gehen könnt.
    LG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Ich sag auch noch mal was dazu..:
    also, ich denke täglich ists schädlich!!!

    LG und nen schönen abend
    Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Hallo Paleika..

    ich freue mich, dass du es geschafft hast zeitig die Reißleine zu ziehen..

    Bestimmt gibt es solche Männer -auch in Bayern :wink:


    LG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Hallo Ihr Lieben, mich würde das auch stören, bzw. stört es mich sehr an meinem Freund. Und das sage ich auch oft genug, und ich lasse mich nicht von Ihm erpressen mit Sprüchen das Ihn das unter Druck setzt. Ich mag es einfach nicht, Punkt aus. Leider ist das alles in der Gesellschaft viel zu üblich mit dem Alkohol. Und ich denke die Dunkelziffer der Abhängigen ist viel größer als es offiziell heißt. Alkohol hat immer noch ein gutes Image. Und bewahrt die Menschen davor sich mit sich selber auseinander zu setzen. Bei vielen Dingen habe ich auch das Gefühl das das der Regierung gerade recht ist...alles Mittel um das Volk dumm und unter Kontrolle zu halten. Leider war ich beim Chat mit den Grünen über das Verbot von Alkoholwerbung nicht dabei. Und den Grünen möchte ich das auch gar nicht unterstellen. Aber für mich gehört z.B. Alkoholwerbung verboten und es sollte spätestens in der 5. Klasse große Aufklärungskampagnen geben...Der Alkoholmißbrauch muß weg aus der Tabuzone.

    Ich trinke zum Essen auch mal gern ein Bier oder Wein, aber nicht jeden Tag und manchmal auch mehrere Wochen nicht. Und zum entspannen finde ich Alkohol absolut fehl am Platz. Ich weiß noch wie ich mich als Lehrling genötigt fühlte bei Geburtstagen der Kollegen immer mit Sekt anzustoßen. Ich mochte Sekt nie, bin meistens auch nach einem Glas beschwipst. Heute würde ich das rigoros ablehnen. Aber aus dem Gastgewerbe kenn ich das schon auch das man zum Feierabend mal mit dem Chef zusammen einen Absacker trinkt, aber auch nicht jeden Abend. Aber in der Branche gibt es auch viele gefährdete.

    Grüße Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

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