Ich bin mein neues Ich-Tagebuch

  • *freu* über Deinen Eintrag, in meinem Tagebuch.

    Ich bin mir nicht so sicher, ob es Dich freuen könnte, wenn ich tatsächlich meine Winterfahrangst und generelle Autobahnfahrerei *schmunzel* überwinden würde.... 8) Ich sag nur: Entweder - Oder! Schoko - Oder! *grins* Aber: Es wird noch "a bisserl" dauern, bis ich den Schnee wieder liebe.... :D

    Von Herzen alles Liebe,
    Ingrid

  • Zitat von Roberto

    Robi(muss sich ermal einlesen bei dir hier...hmm,sorry)

    8) ich konnte sogar Dein Kleingedrucktes ohhhhhhhhne Brille sehen....und das, obwohl ich kurzsichtig, aber zu eitel bin, sie aufzusetzen.... Geht ja...wahrscheinlich brauche ich sie gar nimmer.... :D

    Macht ja nix....ich hab` Deinen Thread ja auch erst beim vorvorletzten Chat entdeckt.... :D

  • 8) ich bin schwer beschäftigt....nicht mit Schneemann bauen, nö....weil jetzt, wo ich keinen dringenden Termin mehr habe, liegt ja auch kein Schnee mehr *schmunzel*, sondern mit meiner Homepage, die ich gerade erstelle und gestalte.
    :shock: Wie ich das heute hinbekommen habe (von 23 Uhr gestern bis jetzt), weiß ich nimmer, aber sie nimmt Gestalt an und das freut mich sehr, für mich. :D

    Sonst ist auch irgendwie Action in meinem ansonsten "ruhigen" Leben....mein Sohn ist ja bis Sonntag bei mir und meiner Tochter. Ich habe mich dabei ertappt, dass ich zum Kontrollieren anfange....es gibt ja eine Vergangenheit dazu (das letzte halbe Jahr)....ich rede aber mit mir selbst (in Gedanken, logisch!) und sage mir selbst: Nein....Du greifst nicht zum Handy und fragst noch, ob er dort ist, wo er angeblich sein soll....Nein...Du fragst nicht seine Freunde über ihn aus, was er tatsächlich macht, wenn er unterwegs ist....

    Ich habe klar und deutlich mit meinem Söhnchen gesprochen, wie ich mir das "Zusammensein" vorstelle und welche Konsequenzen (durchführbare von mir) folgen, wenn er etwas nicht einhält.
    Und: Er hält sich an die Vereinbarungen. Bin sehr stolz auf ihn. Dennoch habe ich so eine kleine, gewisse Unruhe in mir....aber ich glaub`, die kann ich nicht so schnell abstellen...sondern nur Schritt für Schritt.

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

  • :lol: also...fad wird mir nicht.....vormittags kam eine Freundin samt Hund auf Besuch....gegen 12.30 Uhr mein Ex-Mann. Mein Sohn traf sich am Nachmittag mit seinen Freunden, draußen, in der Kälte (gibt ja warme Kleidung) .... und plötzlich waren sie da: :shock: 19 Kinder in meiner Miniwohnung (58 m³) ... Ich sagte: O.k., wärmt euch auf und denkt kreativ nach, wo ihr dann hingeht. :wink:

    Es sind vier Parteien in meinem Haus: Ich (bin die einzige Mieterin), vis-a-vis ein (Spießer)Ehepaar mit Kleinkind, unter mir das streitende Ehepaar und dann noch einer, den ich noch nie gesehen habe (weil er bei seiner Freundin wohnt). Was brachte mir der Besuch? Eine Vis-a-Vis-Nachbarin, die den Kindern beim Gehen irgendetwas sagte, was ich nicht verstand, aber irgendetwas in der Art: Unterhaltet euch draußen! Eine Küche, die ich nachher etwas putzte (abwaschen, abtrocknen) und dann wieder das Herbeisehnen von einem eigenen Haus mit Garten.

    Ich dachte mir heute über meine Nachbarin: Bin gespannt, was Du als Mutter sagen würdest, wenn sich Dein Kind kurz wo aufwärmt und beim Gehen "angepöbelt" wird.... Aber das war nur ganz kurz, weil ich arbeite in Gedanken wirklich auf ein kleines Häuschen mit Terrasse und Garten hin....

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

  • Liebe Ingrid,

    tja die Toleranz mancher Menschen ist eher gering,meist wenn sie nix zu tun haben. Ärgere dich nicht, denn die bekommen dadurch eher ein Magengeschwür 8)

    Da war ja bei dir ganz schön was los, ist doch gut, dann kommste nicht auf "dumme" Gedanken :lol:

    Wünsche dir einen netten Abend, Amy :D

  • :shock: auch 19 Kinder halten mich nicht von "dummen Gedanken" ab... 8) *Scherzerl* Ich bin total im Einklang mit mir, es geht mir wirklich super gut. Ich hab` ja auch immer wieder und immer immer wieder meine kleinen Zwischenprüfungen.

    Permanent höre ich "Bleib` bei Dir", ausschließlich von Männern. Interessant, findest Du nicht?

    Ich komme jetzt endlich in die Gänge, was mich und mich-selbstverwirklichen betrifft. Schluss jetzt, endlich, mit dem Herumgelabere und Herumeiern. Ich bin vielmehr, als die Frau, die sich nach einem bestimmten Mann sehnt. Er ist ja da, er nimmt Anteil an meinem Leben, das ist doch superschön.

    Heute habe ich übrigens meinen Ex-Freund getroffen....zuerst fuhr er vorbei und winkte....ich winkte zurück. Dann stieg er aus und sagte: Hallo, Servas Ingrid! Ich sagte: Hallo!

    Er betritt indirekt wieder mein Leben....mein Sohn hat ihn gestern besucht (also in seiner Wohnung), dort trank er ein Bier (!), weil mein Ex-Freund nichts anderes hatte (obwohl er ja eine Wasserleitung in der Küche hat) und dann plauderten die zwei.
    Er, mein Ex, meinte, dass er mich total gern hat, dass er leider Gottes besoffen war, als ich eine Aussprache wollte, deshalb hat er sich nicht gemeldet....

    Dann gab er noch die "Weisheit" weiter, dass er seine 6 Bier braucht, dass er aber, im Gegensatz zu anderen, nicht gewalttätig, sondern müde wird.

    Ich sagte meinem Sohn: Danke, dass Du so ehrlich bist (wegen dem Bier), ich möchte nicht, dass Du Alkohol trinkst. Er, mein Ex, ist alkoholkrank und ist von seiner täglichen Bierdosis abhängig, solange, bis er selbst etwas unternimmt, damit er trocken wird.

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • 8) was ich so in meinen Schubladen finde, wenn ich nach einem Schreibblock suche. Ich fand einen, aber der war beschrieben und zwar von mir. Ich war im Mai 2008 in einer Entscheidungskrise, ich wusste nicht, ob ich die Partnerschaft fortführen soll oder nicht....also zückte ich diesen Block und schrieb:

    Was mir weh tut:

    er liebt seine Opferrolle, hält an der Vergangenheit fest (Kindheit, Ex-Frau), manipuliert unterschwellig unter dem Deckmäntelchen "Verantwortung", klammert, nimmt mir die Luft, ist von seinen Ängsten erfüllt und hört nicht auf sein Herz, sucht Schuld im Außen, starrsinnig, kein Vertrauen ins Leben, wenig Durchsetzungsvermögen mir gegenüber, hält seine Grenzen nicht ein, weil er sich "aus Liebe" verbiegt, braucht immer einen zweiten, um seine Pläne zu verwirklichen.

    :shock::shock::shock: Ich hatte das über meinen Ex-Lebensgefährten geschrieben, in Wahrheit sehe ich mich darin, die Ingrid, Stand Mai 2008 (bis auf Ex-Frau, bei mir Ex-Mann), ich bin entsetzt (nachträglich).

    Was mich bedrückt:

    dass es seinem Vater schlecht geht, dass er sich gehen lässt, dass er nicht die Chance nutzt, an sich zu arbeiten, dass es ihm finanziell schlecht geht, dass er emotional von all seinen geliebten Menschen abhängig ist, dass ich nicht weiß, ob es Liebe oder Pflichtgefühl ist, dass ich überhaupt nicht weiß, was mich noch mit ihm verbindet, dass ich mich ausgenutzt gefühlt habe, dass ich nicht genau weiß, wie ich mich weiter entscheide, dass ich noch immer nicht "Ich-selbst" bin, dass es Kinder gibt, die jetzt mit ihm mitleiden, ...

    :shock: Ich war mehr bei ihm als bei mir, hab` mir mehr Gedanken um seine Gefühle, als um meine gemacht....im Mai 2008 wusste ich noch nicht, was Co ist..... :wink:

    Was ich mir wünsche:

    Menschen zu treffen, ohne Vorwürfe zu erhalten, die Freiheit neben allen Verpflichtungen und der Verantwortung für die Familie auch für andere Menschen da sein zu dürfen, Austausch mit Gleichgesinnten, egal, ob männlich oder weiblich.

    :shock: Ich hatte tatsächlich nur einen einzigen Wunsch: Freiheit! Damals wusste ich noch nicht, dass ich selbst dafür sorgen müsste und muss und soll und darf und kann....es geht ja schließlich um MEIN Leben.

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • Heute war ich beim Vereinstreffen...war sehr lustig. Meine erste große Jugendliebe war dort....Löwe, was sonst! Er hatte den superschönen Job für mich gewusst, hat sich eingesetzt...nutzte aber nix, weil sein Chef seine 18jährige Cousine einstellte. Er meinte damals: Wenn Du diesen Job erhältst, dann lädst Du mich auf ein Essen ein und ich darf mir aussuchen, wo ..... wenn nicht, lade ich Dich ein und Du darfst Dir den Ort aussuchen.

    Na ja...etwas später meinte ich noch vorsichthalber zu ihm: O.k., wenn ich den Job erhalte, dann lade ich Dich im Umkreis von einer Stunde in ein Lokal ein (ich kenne ihn, noch von früher, womöglich hätte er sich ein Lokal in Frankreich ausgesucht.... :shock: ).

    Na ja...heute sagte er zu mir, dass er sich etwas Besonderes für uns zwei ausgedacht hätte, es ginge aber erst im nächsten Jahr....ich sagte: O.k.! Essen im Zelt, in Wien. Mit Artisten, 9-gängigem Menü, .... wauw, löwenmäßig schön, ich freue mich schon darauf. Ich sagte ihm nur, dass es erst im Februar geht, der Jänner ist verplant!

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • .... entweder - oder.... ich bin hart an mir arbeitende Co... es betrifft meinen Sohn, der bis Sonntag bei mir gewesen wäre.... entweder - oder ....

    Seit vergangenem Freitag, also seit einer Woche war er bei mir...nach vier Monaten "keine Mama", da er ja in Amerika war. Er hat mir, auf meinen Wunsch hin, von jedem Platz, an dem er war, Steine mitgebracht...ich habe die vollen Schätze, unschätzbar, da von meinem Sohn.... entweder - oder ....

    Ich sagte ihm von Anfang an, dass ich ihn liebe, dass es aber Konsequenzen geben wird, wenn er meine Grenzen überschreitet. Dass es Konsequenzen geben wird, wenn er glaubt, er muss stärkere hauen, um schwächere zu schützen. Was für ein Weltbild hat mein Sohn? Zieht hinaus ins Leben und zieht Schwierigkeiten an? Vor vier Tagen erklärte er mir, dass er einem dominikanischen Jungen in einem Einkaufszentrum vor Schlägen bewahrt hat. Er stellte sich vor 7 Jugendliche und sagte: Wenn ihr jemanden verhauen wollt, dann sucht euch gefälligst einen gleichstarken, aber nicht einen kleineren, 12jährigen. Mein Sohn ist gerade mal zwei Jahre älter.... Vier Nächte lang habe ich ihm erklärt, dass ich es super finde, dass er sich für schwächere einsetzt. Vier Nächte lang habe ich im erklärt, dass es andere Möglichkeiten gibt, als selbst Gewalt auszuüben, z. B. Erwachsene holen, z. B. Polizisten....

    Heute Morgen sagte er mir, dass er, wenn er auf einen gewissen Jungen trifft, sich nix mehr gefallen lässt. Ich sagte: Christoph....warum denkst Du überhaupt darüber nach? Wieso glaubst Du, dass er Dir über den Weg laufen wird? Wie soll es das geben, außer, man verabredet sich, der wohnt ja gar nicht in Deiner Gegend?????

    Das war heute um 12 Uhr mittags....um 15 Uhr fuhr er mit seinen Freunden in die Stadt....um 19 Uhr rief ich ihn an und fragte, wo er wäre. Er sagte: Eh schon in Deiner Ortschaft, ich komme, es gibt Probleme.... Er kam mit einem Freund, mein Sohn hatte ein Platzwunde am Kopf. Ich fragte: Wie ist das passiert? Mein Sohn antwortete: Dieser gewisse Junge war am Bahnhof und hat mich attackiert...ich habe mich verteidigt und ihm eine mitgegeben und zwar mit meinem Kopf, auf seinen Kiefer. Ihm ist die Zahnspange rausgefallen, vier Zähne wackeln am Unterkiefer.

    Ich rief beim Ärztedienst an und meinen Ex-Mann, der die alleinige Obsorge für unseren Sohn hat. Ich rief die Mutter des Jungen an.
    Das Gespräch mit meinem Sohn, war in etwa so (Platzwunde musste nicht versorgt werden, sie blutete nicht....): Du hast mein Vertrauen missbraucht...Du hast heute Morgen schon gewusst, dass Du diesem Jungen eine auflegen wirst, Du bist los und hast mit Vorsatz gehandelt, Du hast von mir Vorschuss-Vertrauen erhalten und hast es wirklich missbraucht, meine Grenze überschritten .... die Woche "Mama" ist hiermit beendet, das war die Konsequenz, die ich Dir angedroht habe, Dein Vater ist informiert, er holt Dich ab.

    .... dass ich dazwischen, während dem Reden geheult habe, wie ein Schlosshund, dass ich ihm vermittelt habe, wie sehr ich ihn liebe und dass ich gerade deshalb, weil ich ihn liebe, so handle, .... sei kurz erwähnt. Als mein Ex, mit seiner Freundin, bei mir erschien, wollte mein Ex mit meinem Sohn reden....auf seine Art und Weise, mein Sohn schrie: Halt` die Goschn! Ich sagte: Was erlaubst Du Dir, wie sprichst Du mit Deinem Vater? Mein Ex sagte: Ich fackle nicht lange, mach` weiter so und Du bist beim betreuten Wohnen, ... mein Sohn sprang auf, schlug die Tür zu und weg war er.

    Jetzt, nach 30 Minuten, rief er mich an, vom Handy meines Ex und sagte: Mama, ich bin beim Papa und fahr jetzt zu ihm. Ich sagte: Ich liebe Dich, auch wenn Du mein Vertrauen missbraucht hast. ... Das war`s! Und ich sitz jetzt hier zu Hause, mein Blutdruck ist auf 300, ich denke mir: Wie gibt es das, dass so ein bezaubernder Junge sich selbst so in Schwierigkeiten manövriert....ich denke mir, wie gibt`s das, dass er so entglitten ist....und ich denke mir: Bitte, bitte....kratz` die Kurve. Bitte, bitte, lasst, dass das stimmt: In Liebe loslassen. Entweder - Oder.

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

  • Liebe Ingrid,

    ach du meine Güte, da ist ja ne Menge passiert bei dir....ich denke du hast es gut für dich geregelt. Dein Sohn hat quasi auf "ihn" gewartet und wollte es so wie es gelaufen ist.
    Hauptsache er ist jetzt zu Hause!

    Liebe Grüße an dich, Amy :)

  • ... hasse ich es, dass ich eine Co bin. Co betrifft mich nicht nur in Bezug auf Partner, sondern auch auf meine Kinder.

    Da gibt es nicht: Alkohol verbannen, Leben neu ausrichten, trocken bleiben.
    Meine Co streut aus, wie die Spinne ihr Netz, es geht in alle Richtungen, wie ein schönes Spinnennetz. Meine Co betrifft mich in allen Lebenslagen: Als Mutter, als Frau, als Geliebte, als Arbeitskollegin, als Mitmensch, ....

    Ich bin total "angefressen" (=sauer auf österreichisch)... ganz, ganz, ehrlich. Und heute finde ich nicht einmal die klitzekleinste positive Seite, die das Ereignis von heute haben könnte. Nix! Gar nix! Ich bin sowas von sauer...auf mich, auf meine Mitmenschen, ... ich verstehe, warum manche Menschen gerne "Einsiedler" werden....am liebsten würde ich mir jetzt einen Dornenbusch suchen und aus dem Leben aller Menschen verschwinden.... Alleine sein, da gehe nur ich mir auf den Wecker. Na und? Heute wäre es passend.....

  • Zitat von Amy36

    Liebe Ingrid,

    ach du meine Güte, da ist ja ne Menge passiert bei dir....ich denke du hast es gut für dich geregelt. Dein Sohn hat quasi auf "ihn" gewartet und wollte es so wie es gelaufen ist.
    Hauptsache er ist jetzt zu Hause!

    Liebe Grüße an dich, Amy :)

    so ist das, mit den kleinen Zwischentest...ich betrachte dies als einen Test, wie sattelfest ich bin, .... mit angedrohten Konsequenzen einhalten.

    Mein Mutterherz hat geschrien: Oh mein Gott, mein armer Sohn, Blut auf der Stirn, Rauferei, so ein lieber Kerl, ist ja nur eine kleine "Fehlinformation" in seinem Gehirn ("ich muss die Welt retten, schwächere schützen)....

    Mein Co-Herz hat lauter geschrien: Du liebst ihn und gerade, weil Du ihn liebst, lässt Du ihn jetzt los. Wenn Du nachgibst, verlässt er sich auf Dich, verlässt sich darauf, dass Du alles, was er verursacht, für ihn ausbügelst....tue es nicht, gib` ja nicht nach, ...halte die angedrohte Konsequenz ein....

    Ich hab` nicht nachgegeben, war stark....wohl fühle ich mich nicht....ich sehe ihn noch vor mir, vorm geistigen Auge...dieser Sonnenschein, der er ja noch immer ist, aber mit einem Verhalten, das ihn ins Gefängnis bringen könnte....wenn er einmal in eine Situation kommen sollte, die schlimmer endet....

    Ich bin wie gesagt: Stinksauer! Auf mich, auf mein Leben....ich such` mir geistig, nur für heute, eine Höhle. Morgen schaut die Welt wieder anders aus, heute darf ich sauer sein....

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

  • Liebe Ingrid,

    ich denke "sauer sein" ist erlaubt und tut gut! Das gehört doch eigentlich zu "normalen" Verhaltensweisen dazu.
    Mir fehlt das oft genug :?

    Liebe Grüße, Amy...die dich mal fest drückt! :D

  • ... vermisse ich jemanden, bei dem ich mich ausheulen könnte, der mir seine Schulter anbietet, zum Weinen, mich umarmt.... so ein Schei**, ehrlich.

    Diese Stimmungsschwankungen, sekündlich, die tun mir gar nicht gut.... Selbstmitleid .... Trauer ....Wut.....Selbstmitleid....heulen....Wut....bähhhhh....

    Ich tröste mich ja schon die ganze Zeit, ich versuche mich selbst aufzubauen, so gut es geht. Was für ein Leben ist das eigentlich? Ein sehr komisches, ... auf, ab, auf, ab, ... wird Zeit, dass es einmal geradlinig verläuft. Vieles liegt in meiner Hand, auch die Situationen mit meinem Sohn.

    So, wie er derzeit drauf ist, mit seiner Lebenseinstellung, habe ich nur Einfluss auf ihn, wenn ich ihm meine Lebenseinstellung vorlebe. Das hab` ich auch gemacht, eine ganze Woche lang. Oft fiel der Satz: Mama, ich möchte ja nur, dass Du stolz bist auf mich! Ich sagte: Das bin ich doch, Du bist so unglaublich liebenswürdig, so talentiert, so hübsch, so offen .... Du musst niemanden etwas beweisen, Du musst Dir auch nicht Respekt und Anerkennung verschaffen, ... Wenn Du weißt, dass Du ein liebenswerter Mensch bist, dann brauchst Du Dich nicht in Situationen bringen, in denen Du es beweisen musst und kannst.

  • Zitat von Amy36

    Liebe Ingrid,

    ich denke "sauer sein" ist erlaubt und tut gut! Das gehört doch eigentlich zu "normalen" Verhaltensweisen dazu.
    Mir fehlt das oft genug :?

    Liebe Grüße, Amy...die dich mal fest drückt! :D

    *huch* ... meine Stimmungsschwankungen.... jetzt bin ich traurig und erschöpft...mein Akku ist fast leer. Dieses Gefühl: Es hat etwas stattgefunden, es tut mir seelisch weh, ich habe gelitten, ich war wütend, ich habe geweint, ich habe mich bemitleidet....und das alles in so kurzer Zeit....jetzt bin ich eigentlich nur mehr müde...erschöpft....aber noch nicht so, dass ich ins Bett kippen und einschlafen könnte.

    Heute denke ich nicht mehr über "normal" und "nicht normal" nach... aber eventuell Morgen....

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

    PS: Danke für Deine Worte.

  • :wink: der gestrige Abend und die Nacht haben mich a bisserl "zurückgeworfen".... aber nicht so sehr, dass ich jetzt sagen müsste: Ich fange wieder von vorne an....sicherlich nicht.

    Gut ist es, dass ich mich so reingetigert habe, in der Bearbeitung meiner Co. Gestern Abend hätte ich "ihn" am liebsten hier, bei mir gehabt, ... ich hätte ihn nach Stich und Faden "niedergeheult", ... es hätte eine Überschwemmung in meiner Wohnung gegeben.

    Ich habe Nähe vermisst, jemanden, zum Reden...also hab` ich mit mir selbst gesprochen, in Gedanken und ich war mir nah....auch wenn ich mich selbst mag und liebe: "Er" wäre mir gestern lieber gewesen, aber was blieb mir anderes übrig: Ich musste selbst herhalten. Ist das jetzt Co? Hmmmmmmm.... ich bin fast, bildlich, am Boden gelegen, war fassungslos, traurig, fertig, erledigt. Ich hab` mir gut zugeredet, mir von "Zwischenprüfungen" erzählt, mich aufgebaut, mir meine schöne Zukunft vorgestellt (unmittelbare), meine Wünsche hervorgekramt aus dem Gedächtnis, meine kleinen Freuden ausgebuddelt, ... und plötzlich kam wieder die Dankbarkeit. Hey...ich bin dankbar. Dankbar dafür, dass ich so viel schon gelernt habe. Dankbar, dass ich mir selbst helfen konnte. Dankbar, dass ich nicht zum Telefon griff und 3.000 Menschen niederquietschte, dankbar, dass ich meine Wege gefunden habe, mir selbst zu helfen.

    Ich bin kein Regenwurm, dass ich ohne Partner auskomme, aber: Ich gebrauche nicht mehr Partner. Früher tat ich es, unbewusst, ich machte mein Wohlbefinden von jemanden anderen abhängig. Jetzt weiß ich: Ich ganz alleine kann und darf dafür sorgen, dass es mir gut geht.

    Heute kaufe ich mir einen speziellen Tee ... Meine Nieren gehören einmal ordentlich durchgespült, Wasser ist zwar auch eine gute Möglichkeit, aber ich hätte doch gerne Geschmack, heißen Geschmack, ... den Kaffeekonsum schraube ich zurück.

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

  • 8) aber diesen einen Gedanken verfolge ich schon noch weiter:

    Ein alkoholkranker Mensch hat genau eine Verbindung zu einem Suchtmittel...nämlich Alkohol. Wenn ich mir das bildlich vorstelle, dann steht da der alkoholkranke Mensch, etwas weiter weg der Alkohol und es gibt eine einzige Verbindung, die durchtrennt wird.

    Bei mir ist es so, dass ich mich stehen sehe und eine Vielzahl von Menschen, aufgereiht. Von mir geht eine Verbindung zu meiner Tochter, eine weitere zu meinem Sohn, zu meinem Ex-Mann, zu dessen Freundin, zu meinem Ex-Lebensgefährten, zu dessen Mädels, zu meiner Mutter, zu meinem Vater, zu meiner Oma, zu meinen Tanten, zu meinen Nachbarn, zu meinem Ex-Alkoholikerfreund, zu "ihm", 1.000e von Verbindungen....

    Ich habe schon oft überlegt, dass ich dankbar sein kann, dass mein Suchtmittel nicht Alkohol heißt...mich würde es wahrscheinlich nimmer geben. Andererseits betrachte ich die Bearbeitung von Co als weitaus schwieriger...wir haben weitaus mehr "Fallen", in die wir tappsen könnten. Kaum habe ich das mit den "Partnern" verstanden und passe auf, dass ich nicht wieder reinfalle....kommt etwas mit den Kindern daher....usw., usw., ... hmmmmm....

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

  • ...ich hab` ja zwei Kinder. Am Freitag war die "Geschichte" mit meinem Sohn, am Samstag ging`s mit meiner Tochter weiter....

    Meine Zwischenprüfungen häufen sich....aber bitte, ich bin schon wieder ruhig und gefasst und konsequent. Sie, meine Tochter, hat jetzt einmal für`s Erste eine Woche Hausarrest.

    Sie will erwachsen behandelt werden, nimmt sich Sachen heraus, die sich nicht einmal ein Erwachsener trauen würde (weil er gar nicht auf die Idee käme), also darf sie auch wie eine Erwachsene fungieren....

    Ab sofort, konsequent, wird sie im Haushalt mithelfen.... ich hab` sie bedient, verwöhnt, ihr alles abgenommen, auf ihr Wohlbefinden geachtet (weit über das Mutter-Maß hinaus), .... und als Dankeschön hat sie mich beschimpft, angeschriien, ...

    Morgen bin ich in ihrer Schule, auch dort dürfte sie keinen Respekt zeigen....mal schauen, was mir die Lehrer so erzählen, über meine Tochter, ... die untertags "urgoschert" (äußerst frech) und in der Nacht ein kleines Baby ist....

    Jou...so ist mein Leben derzeit, ich treffe auf "Situationen" und setze Grenzen, bin konsequent. Das ist mein "Mutter-Leben".

    Auch in meinem "Frau-Leben" gibt`s was Neues, ... ich bin glücklich. Ich brauche keinen realen Mann, derzeit, ich bin glücklich, dass ich Austausch mit "unrealen" habe....ich würde es vermissen, mit männlichen Gesprächspartnern über das Leben, Lebensanschauungen zu quatschen. Besonders "er" hat einen großen Stellenwert in meinem Leben, es ist mir wichtig, was er denkt, was er fühlt, wie er seinen Weg geht ... ich bin dankbar, dass ich so an seinem Leben teilhaben darf. Mein "Wollen" (ihn unbedingt auf der Stelle zu sehen) ist dem "Vertrauen" (wenn es sein soll, werden wir einander schon irgendwann einmal treffen) gewichen. Im realen Leben genügen mir die Gesprächspartner beim Verein. Das passt für mich.

    Ansonsten bin ich ganz vertieft in meine Herzensarbeit. Sie erfüllt mich, macht mir Spaß und wird dafür sorgen, dass Geld in mein Leben fließt. Ich schreibe, ich spreche, ich nehme auf, ... ich bin total beschäftigt, soooooooo sehr, dass ich sogar im anderen Forum eine Woche nix mehr geschrieben habe.

    Morgen möchte ich unbedingt in den Chat... das Schreiben werde ich auch hier a bisserl reduzieren, also...bitte keine Vermisstenanzeige aufgeben :wink: Außerdem bin ich in diesem Bereich äußerst unkonsequent (mit dem Nicht-Tagebuch-schreiben)....eine Plaudertasche bleibt eine Plaudertasche....und die bin ich. Aber nur, für den Fall der Fälle: Sollte ich nicht schreiben....mir geht`s gut, bin nur "eingedeckt" mit Selbstverwirklichung.

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

  • :wink: heute war ich in der Schule, beim Mathe-Lehrer...und weil ich schon einmal dort war, suchte ich die Koch-Lehrerin auf. Meine pupertierende Tochter hat zu einer Klassenkameradin, fast neben der Lehrerin, gesagt: Vergiss di Oide, de hot eh an Scherer. Übersetzt, in einwandfreies Hochdeutsch: 8) Vergiss die Alte, die hat sowieso einen Vogel!

    Die Lehrerin hätte ihr gleich danach eine Chance für eine Entschuldigung gegeben...nö...meine Tochter, die war nicht imstande, eine höfliche Entschuldigung zu sagen, kein Bedauern, ... es gab einen Klassenbucheintrag.

    Ich sprach also mit der Lehrerin, sagte ihr, dass sich meine Tochter auf alle Fälle entschuldigen wird und, dass sie bestraft gehört (abgesehen von meinem auferlegten Hausarrest). Und zwar gleich hier, in der Schule. Ich fragte, ob es soetwas wie "nachsitzen" gibt und ob es genug zum Putzen gäbe, in der Schulküche.....
    Die Lehrerin war höchst erstaunt und meinte: Also, so kooperative Eltern kenne ich gar nicht.... :D

    Tja, ich finde, dass meine Tochter die Grenzen anderer äußerst überschritten hat und deshalb wird sie nächsten Dienstag "nachsitzender" Weise putzen, aber ordentlich.

    Heute Mittag kam sie wütend nach Hause....ist aber gleich abgeprallt an mir, mit ihrer Wut.... Ich sagte ihr, dass sie dieses Nachsitzen-Spielchen so lange machen darf, bis sie weiß, wie man sich erwachsenen Menschen gegenüber verhält. Sie hat etwas "ausgefressen" und darf dafür sorgen, dass wieder alles ins Lot kommt.

    Heute bin ich sehr stolz auf mich.... Noch vor ein paar Monaten hätte ich alles für meine Tochter hingebogen, ich hätte den Lehrern Romane erzählt, von den Veränderungen, die sie durchmachen musste, von den seelischen Schmerzen (weil ihr Papa und ihr Bruder nicht da waren), ich hätte ihr alles, wirklich alles abgenommen.
    Das freut mich ehrlich gesagt für mich...bin wieder um so eine Co-Falle herumgegangen und nicht hineingetappst....

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

  • :D der Chat war heute wieder superschön, ... macht urrrrrrrrrrviel Spaß und ich frage mich, warum nicht mehr daran teilnehmen. Alle meine Verwandten, Bekannten und Freunde wissen mittlerweile, dass ich zwischen 20 und 22 Uhr, montags, keine "Sprechstunde" habe :lol: und sogar meine Tochter hält sich mittlerweile daran, dass ich zwei Stunden ungestört sein möchte ... und das, obwohl sie in der Pupertät ist, wauw!

    Jou...und den Schokoladenersatz und mich trennen 313 km...das ist ja fast gar nix....*schmunzel*
    Mit Humor lebt sich`s einfach besser und leichter. Viele Dinge, die tragisch erscheinen, verlieren an Härte, wenn man die Zeit, die Geduld und die Muse aufbringt, darüber nachzudenken und auch Wege raus zu finden. Das ist es, was ich mir besonders aus diesem Forum mitnehme, für mein Leben....Wege und "das Dranbleiben".

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid

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