• Hallo Jürgen,
    da ich ja im Grunde genommen ein ehrlicher Mensch bin, ja fast gerade zu ehrlich, muss ich hier etwas loswerden. Wahrscheinlich darf ich hier nicht mehr weiterschreiben. Leider habe ich vor ca. 1 Stunde Alkoholisches Getränk zu mir genommen. Leider bin ich schwach geworden. :oops::cry: Was soll ich machen, ich glaube ich werde es nie schaffen, vielleicht soll ich es auch nicht schaffen, vielleicht bin ich es auch nicht wert es zu schaffen. Ich habe keine Ahnung. Momentan gehen mir soviele Gedanken durch den Kopf weiss gar nicht wohin mit denen. Aber dankeschön dass ich hier lesen und schreiben durfte.
    Liebe Grüße Susi

  • Ich dachte Deine Bude wäre alkfrei!?Naja --irgendwo hast Du's halt her.Solltest Du noch was da haben,schütte es BITTE!!! weg u.fülle Wasser,Tee oder sonstwas OHNE Alkohol hinterher!!
    Gib jetzt nicht auf.Viele brauchten mehrere Anläufe.Meld'Dich nochmal!!

    Backmaus

  • Hallo Karsten, Hallo Backmaus,
    ja ich will weiter abstinent bleiben bzw. leben. Ich weiss nicht was das gestern sollte. Vielleicht war ich so enttäuscht wegen der Verabredung die ich gestern hatte, was keine Entschuldigung sein sollte das ich was getrunken hatte. Ich weiss noch nicht wie ich am besten mit Problemen umgehen kann ohne dass ich dann was trinke. Ich weiss viele sagen man soll über seine Probleme reden, nur bei mir ist es so dass ich lernen muss über meine Probleme zu reden anstatt zu trinken. Ich weiss meine Probleme gehen deswegen mit Alkohol auch nicht weg oder werden weniger. Als ich gestern von Verabredung nachhause gefahren bin habe ich was mir dann etwas zu trinken zu mir genommen. Ja meine Wohnung war bis vorgestern Alkoholfrei. Ich habe sie ab heute wieder Alkoholfrei gemacht. Ich hoffe das ich es länger schaffe bzw. für immer schaffe nichts mehr zu trinken. Ich bin schon froh wenn bald meine Entwöhnungstherapie anfängt.
    Lg Susi

  • Hallo,
    muss heute wieder was los werden. Meine bipolaren Störungen machen mir auch wieder zu schaffen, obwohl ich medikamentös eingestellt werde kommt mir vor dass ich immer depressiver werde. Könnte jeden Tag nur heulen. Und wenn ich heule denke ich wieder an den Alkohol bzw. habe das Gefühl ich brauche jetzt einen Alkohol damit es mir wieder besser geht. Und irgendwie schaffe ich es nicht wenn dieser Zustand wieder da ist dass alles so schlimm ist dass ich dann nicht an Alkohol denke. Ich hoffe ich kann diesen Teufelskreis mal durchbrechen. Heute ist schon wieder ein Tag wo ich heulen könnte und ich schon wieder immer mehr an den Alkohol denke. Gott sei Dank hab ich nix mehr zu hause. Ich hoffe das ich stark genug bin um mir nix zu kaufen. Fühle mich auch so schwach.
    Lg Susi

  • Hallo Susi,

    ich denke, Du weißt selbst genau, dass Dir Alkohol überhaupt nicht helfen kann; im Gegenteil, er schadet Dir. Und eine vermeintliche Erleichterung ist es nicht wert, dann würdest Du Dich nur auf eine bekannte Täuschung durch den Alkohol einlassen, aber am Ende ginge es Dir noch schlechter. Denke auch bitte daran, dass die Medikamente vielleicht erst wirken müssen und auch an die fatale Kombination von Alkohol und Medikamenten.

    Versuche es doch mit positiver Ablenkung, z.B. einem langen Spaziergang, das ist tausend mal besser als in der Bude zu hocken und an Alkohol zu denken und dann wohl möglich umzukippen.

    LG zerfreila

  • Hallo zerfreila,
    ja ich weiss dass es mir danach viel schlechter geht wenn ich Alkohol getrunken habe. Ich weiss auch dass ich viele Gedankenfehler habe. Zum Beispiel denke ich mir dann, wenigsten ein paar Stunden Erleichterung und alles ist schön als gar nicht. Ich weiss dass es falsch ist. Ich will auch Anfangen meine Gedanken zu ändern. Nur im Moment ist es schwer. Ja die Medikamente wirken schon dass ist es ja womit ich jetzt ein Problem habe. Seit ich sie nehme werde ich depressiver. Alkohol und Medikamente diese Kombination habe ich nie gemacht werde ich auch nicht machen davor habe ich zuviel Angst was alles passieren könnte. Wenn ich Alkohol getrunken habe dann habe ich keine Medikamente genommen. Heute war ich bei meiner Schwester und meiner kleinen Nichte. Wenn ich jetzt darüber nachdenke was ich schreiben will fange ich gleich wieder zu weinen an. :cry: Meine kleine Nichte sie ist 4 Jahre alt hat mich zum Abschied umarmt. Das war von ihr so lieb und ich habe nichts dabei Gefühlt. Das macht mir am meisten Angst an meinem Leben. Dieses Gefühllose habe ich ca. 1 1/2 Jahre seit meinem letzten Op eingriff. Ich weiss nur eines ich will wieder der Mensch werden der ich vor dem Op eingriff war. Lustig, zufrieden, herzlich. All das fehlt mir. Ich bin seither immer oder fast immer traurig, alles leere in mir.
    Lg Susi

  • Hallo Susi,

    solche Medikamente wie Du sie z.Zt. nimmst brauchen Zeit bevor sie ihre volle Wirkung entfalten können und Medikamente plus Alkohol ist eine fatale Kombination, aber das weißt du ja auch.

    Entgiftung und Trockenarbeit sind Höchstleistungen für den Körper, und leichte bis starke Stimmungsschwankungen sind selbst ohne deine Zusatzerkrankung schon manchmal schwer auszuhalten.

    Wann beginnt denn deine Entwöhnungstherapie, hast du schon einen Termin ?

    Lenk dich ab so gut es geht, ganz viel trinken in Form von Wasser, Säften und Tee, viel frischer Luft und positiven Gedanken und ganz viel GEDULD !

    Laß dich nicht wieder vom Alkohol einlullen,......der löst deine Probleme nicht, und morgen früh beginnst du dann wieder bei Tag 1,....willst Du das ?

    Schritt für Schritt, .....wie dein Thread.

    Wir haben alle mal begonnen,......Ich möchte NIE mehr zurück, so schwer es vielleicht auch anfangs mal war,.......es lohnt sich !!!

    Lieben Gruß, Rose

  • Hallo Rose
    ja ich versuche so gut es geht mit meinen Stimmungsschwankungen umzugeheh. Ich habe bemerkt jemehr ich schreiben oder darüber sprechen kann geht es mir dann besser. Meine Entwöhnungstherapie beginnt am 5. Februar. Ja werde heute wieder spazieren gehen sofern ich nicht noch mehr krank werde. Habe zur Zeit eine Verkühlung und Husten. Nein auch ich möchte nicht nochmals von vorne Anfangen mit Tag 1. Wenn ich heute nicht noch mehr krank werde möchte ich Abends dann Tischtennis spielen gehen ist auch für mich eine gute Ablenkung. Wo ich halt leider so meine Probleme habe ist dass, mit der Geduld. Leider bin ich immer so ungeduldig dass meines erachtens alles von heute auf morgen klappen soll oder ich es schaffen soll. Aber ich glaube das Problem mit der Geduld bekomme ich auch noch in den Griff.
    Liebe Grüße
    Susi

  • Hallo Susi,

    Zitat

    . Wo ich halt leider so meine Probleme habe ist dass, mit der Geduld. Leider bin ich immer so ungeduldig dass meines erachtens alles von heute auf morgen klappen soll oder ich es schaffen soll. Aber ich glaube das Problem mit der Geduld bekomme ich auch noch in den Griff.

    Na, da sind wir doch schon zwei. :wink:

    Weißt Du, mein zweiter Name könnte auch Ungeduld heißen. Eines ist mir aber gerade bei der Alkoholkrankheit bewußt geworden, OHNE Geduld geht hier garnichts !
    Ich weiß nicht wielange du getrunken hast, dich betäubt und die Realität ausgeblendet hast, nur um zu vergessen ?!
    Bei mir waren es fast 20 Jahre, ......was sind dagegen schon meine bisjetzt fast 3 trockenen Jahre ?

    Da sind tiefgreifende Verhaltensänderungen nötig, warum hab ich getrunken, wieso konnte ich meine Probleme nicht anders lösen, woher kommen eigentlich meine Suchtstrukturen, .....das geht nur mit Geduld.

    Zunächst gilt es erstmal das 1. Glas stehen zu lassen, deine zarte Nüchternheit zu stabilisieren, alles andere braucht einfach Zeit.

    Nutze die Frist bis zu deiner Therapie mit ganz viel lesen hier und schreib dir alles von der Seele das befreit auch schon wie du ja schon gemerkt hast.

    Du packst das schon,.....nur nicht aufgeben !

    Und schrei hier vorher nach Hilfe, nicht erst wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist !

    Liebe Grüße, Rose

  • Hallo Rose,
    danke für deine Aufmunternde Worte. Es ist gut zu wissen dass ich nicht die Einzige bin die mit der Ungeduld kämpft. Ich habe mit ca. 15 Jahren angefangen Alkohol zu trinken. Die ganzen Jahre hinweg einmal mehr einmal weniger und jetzt ist es mein Ziel ohne Alkohol zu leben. Ich hoffe dass ich es auch schaffen werde. Da gäbe es schon Sachen die mir auf der Seele brennen kann aber sie nicht schreiben. Denn alleine den Gedanken daran könnte ich schon wieder zu :cry: anfangen. Ich versuche so gut es geht zu verdrängen was mir ja auch gelegentlich gut gelingt.
    Liebe Grüße
    Susi

  • Hallo Susi,

    Zitat

    Da gäbe es schon Sachen die mir auf der Seele brennen kann aber sie nicht schreiben. Denn alleine den Gedanken daran könnte ich schon wieder zu anfangen. Ich versuche so gut es geht zu verdrängen was mir ja auch gelegentlich gut gelingt.

    Ich meinte damit auch nur, daß bevor dir evtl. wieder das 1. Glas zu nahe kommt, es besser ist hier laut nach Hilfe zu rufen. "Reden" ist dann besser als schlucken. :wink:

    Versuch mal nicht allzu tiefgründig jetzt zu gehen, dafür ist ja deine bald anstehende Therapie da.
    Dort bist du in einem geschützen Rahmen, hast ärztliche- und psychologische Betreuung und Versorgung und wirst aufgefangen.

    Hast du schon einen Plan für`s Wochenende was du vielleicht machen möchtest ?
    Nichts ist schlimmer in der Anfangsphase als grübelnd auf dem Sofa zu sitzen und evtl. ins Selbstmitleid zu verfallen.
    Kenne ich alles auch noch !

    Ich verabschiede mich jetzt ins WE,.....hier sind aber noch gaaanz viele Andere und es ist mmer 24h geöffnet. :)

    Wir lesen uns.....

    Liebe Grüße, Rose

  • Hallo,
    sorry das ich erst jetzt schreibe. Hatte die letzten zwei Tage eine Grippe gehabt mit Husten, Fieber usw. Heute geht es mir schon einwenig besser. Das WE brauchte ich mir keinen Plan machen was ich machen möchte. Bin immer im Bett gelegen mich auskuriert. Der 5. Februar rückt auch schon immer näher und ich merke von Tag zu Tag dass ich nervöser werde. Aber ich hoffe dass ich auch diese 8 Wochen überstehen werde. Nach den 3 Wochen kann ich dass erste mal übers Wochenende nachhause gehen, das erste was ich machen werde sind meine 2 Katzen ganz fest drücken und längere Zeit sie nicht loslassen. In den ersten 3 Wochen werde ich Katzenentzug haben, dass war bei meinen letzten Spitalsaufenthalt auch so. Wie gesagt ich werde es schon überstehen(ich hoffe es).
    Liebe Grüße
    Susi

  • Hallo Susi

    Warum bist du denn nervös?
    Sehe die Entwöhnungstherapie als weiteren Schritt u.grosse Hilfe für Deinen Weg zur Trockenheit.
    Dort kannst Du auch Dinge aufarbeiten,Dich öffnen u.hast viel Zeit für Dich.
    Du wirst Menschen kennenlernen,die Dich auf diesem Weg begleiten;Mitpatienten u.Therapeuten.Manchmal entstehen so neue Freundschaften.Sei gespannt u.freue Dich darauf.
    Sicher ,Du wirst Deine Katzen vermissen-aber die Zeit geht schneller vorbei als Du denkst u.pass auf:Beim Abschied von Deinen Therapie"kollegen" werden Tränen fliessen,weil Du sie genau in diesem Moment schon vermissen wirst.
    Alles Liebe
    weiter gute Besserung

    Backmaus

  • Hallo Backmaus,
    warum ich nervös bin keine Ahnung, vielleicht weil ich meistens negative Erinnerungen an ein Krankenhaus oder Klinik habe. Ich versuche negative Gedanken in positivere Gedanken umzuwandeln. Ist aber momentan sehr schwierig. Vielleicht ist es deshalb auch schwierig für mich weil ich mir meistens denke mir kann eh keiner helfen. Und diese Gedanken versuche ich jetzt weg zu kriegen. Ich weiss auch dass nur ich mir selbst helfen kann zumindest das meiste halt. Sicher freue ich mich einerseits schon auf die Therapie denn ich weiss auch dass ich dort nicht alleine bin. Naja ich werde mich überraschen lassen und alles auf mich zu kommen lassen.
    Liebe Grüße
    Susi

  • Hallo Susi,
    da sind alles Alkoholiker, wie hier auch, in der Therapie.
    Helfen kannst du dir nur selber das stimmt, aber Hilfestellungen bekommst du da. Hast ja auch schon gemerkt das am Alkohol noch mehr dranhängt.
    Und das kannst du dort angehen. Das ist ene Chance für dich und dein zukünftiges Leben.
    LG
    Jürgen

  • Hallo Jürgen!
    Ja ich weiss. Jetzt geht der Teufelskreis wieder bei mir von vorne los. Ich merke Tag für Tag dass ich wieder mehr Drang nach Alkohol habe. Und zwar soviel dass wenn ich eine Flasche getrunken hatte habe ich wieder erbrochen. Danach ist es mir leichter geworden Seelisch meine ich, als ob ich was los geworden bin. Und jetzt kommt das Gefühl wieder immer mehr. Ich hoffe ihr versteht was ich meine, weiss nicht wie ich mich sonst ausdrücken soll. Ich will ja gar keinen Alkohol trinken aber ich weiss auch sonst nicht was für eine andere Alternative ich habe bzw. habe sie noch nicht gefunden. Vielleicht wird es in der Therapie besser.
    Lg Susi

  • Hallo Susi

    Schreib Dir lieber hier im Forum die Finger wund,bevor du zur Flasche greifst.
    Vielleicht habe ich Dich falsch verstanden;hast du HEUTE Alkohol getrunken??
    Bei Saufdruck hilft trinken -alles ohne Alkohol was Dir in die Finger kommt.Es darf kein Platz mehr im Magen sein--muss richtig gluckern!
    L.G.
    Backmaus

  • Hallo Susi,

    ich denke Du betäubst "etwas" für das du bisher keine andere Lösung siehst.

    Deshalb vertraue mal auf deine Therapie.

    Was du jetzt verspürst ist wahrscheinlich der klassische Saufdruck.
    Da hilft nur ganz viel trinken, Ablenkung in jeder Form, laute Musik, Spazierengehen, Telefonieren, Fernsehen, etc.

    Denk immer dran,.....mit Alkohol sind deine Probleme auch nicht weg, oder ?

    Halt durch und paß auf Dich auf !

    Liebe Grüße, Rose

  • Hallo Susi,

    für mich ist auch nicht klar erkennbar, ob Du wieder Alkohol trinkst oder nicht.

    Dass Du keine Alternative zum Alkohol siehst, diese Aussage erschreckt mich doch sehr.

    Mir scheint es so, als ob Du Angst vor der Therapie hättest und wegen dieser Angst an das altbekannte "Zuschüttungsmittel" Alkohol denkst.

    Aber Du hast doch sicher schon viel hier gelesen und auch schon viele gute Tipps bekommen.

    Ich will hier keinesfalls den Oberlehrer spielen, aber nimm doch bitte die guten Ratschläge an.

    In diesem Sinne

    zerfreila

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