Wie werde ich stark genug?

  • Guten Morgen!

    Wie ich in der Vorstellung schon geschrieben habe, geht es um meinen Lebensgefährten und seine Trinkgewohnheiten.

    Ich wußte von Anfang an, dass er gerne rausgeht, feiert und auch trinkt. Fand ich nicht schlimm, da ich ähnlich bin.
    Mit der Zeit nahm der Alkohol aber zu, zumindest kommt es mir so vor. Es passiert immer häufiger, dass er über die Stränge schlägt. Nicht mehr grade laufen kann, unverständlich redet, sich übergeben muss und teilweise auch sehr verletzend mir gegenüber wird.

    Er trinkt nicht regelmässig! Zuhause so gut wie gar nichts, höchstens am Wochenende trinken wir mal ein Bier und eine Flasche Wein. Aber ein Mal im Monat hat er z.B. Kegeln. An diesen Abenden sitz ich dann wie unter Strom zu Hause und überlege, in welchem Zustand er wohl nach Hause kommt.
    Es ist auch nicht immer so, dass er granatendicht ist, aber die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch.
    Besonders, wenn Feiern anstehen, wo "bestimmte" Leute dabei sind. Dann wird Bier und Schnaps getrunken bis zum Abwinken. Häufig bekam ich dann im lustigen Tonfall zu hören: "ich wollte ja gar nicht, aber xy hat einfach bestellt." "ich kann da nichts für, dass hab ich von meinem vater." Diese Ausreden kennt Ihr wahrscheinlich. Mittlerweile hat er diese Sprüche abgestellt. Nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich das total albern finde und ihn gefragt habe, ob er denn nicht in der Lage ist selber darüber zu bestimmen.

    Geändert hat sich auch sein Trinkverhalten, wenn wir gemeinsam unterwegs sind. Da hält er sich grade beim Schnaps zurück. Aber wenn er alleine geht..... :?

    Das als kleiner Einblick in sein Trinkverhalten.

    Mittlerweile bin ich mir aber, zu dem, auch noch ziemlich sicher, dass ich co-abhängig bin. Ich versuche zwar nichts zu vertuschen, aber ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich versuche ihn zu ändern. Auch wenn ich theoretisch begriffen habe, dass ich das nicht kann.

    Wäre die alkoholfreie Zeit nicht so schön und würde es nicht nur alle paar Wochen mal vorkommen, hätte ich ihn schon verlassen. Aber so.....!? :(

    Nachdem ich jetzt überall gelesen hab, dass er u.a. selbst darauf kommen muss und dass ich ihm keine Vorwürfe machen darf, ist meine Überlegung jetzt, dass ich versuchen sollte, dieses Thema nicht zu sehr an mich ranzulassen und über seine Ausfälle hinweg zusehen. Mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass er von alleine wach wird. Aber dafür hab ich nicht die nötige Kraft. Jetzt im Moment kann ich mir sagen: wenn er das nächste mal so betrunken nach Hause kommt, irgnorierst du ihn einfach. gehst gar nicht mehr darauf ein, wenn wir zusammen unterwegs sind und er beleidigend wird. lass es abprallen.
    Aber ich weiß, dass ich das nicht schaffe, wenn es wieder soweit ist.

    Ich hoffe, das war jetzt nicht zu umständlich geschrieben und Ihr habt Tipps für mich.

    Achso, ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass wir vor ein paar Wochen, nach einem absolut katastrophalen Abend, ein Gespräch hatten, wo ich ihm in aller Deutlichkeit gesagt habe, was ich von der Sauferei halte. Er war froh, dass ich das mal so krass angesprochen habe!! :shock: Er machte auch den Eindruck, dass er sich selbst damit nicht wohlfühlt, aber nicht weiß, wie er es ändern kann. Ausserdem sagte er, dass er es bewundert, dass ich immer merken würde, wenn ich genug Alkohol getrunken habe und dann stoppen kann. Er hätte mich auch noch nie richtig betrunken gesehen.

    LG,
    kikki

  • liebe Kikki

    Ich bin trockéne Alkoholikerin(im Mai werden es 3 Jahre).
    In dem Trinkverhalten Deines Freudes erkenne ich mein eigenes wieder.Bei ihm scheiht ja der Wunsch zu bestehen,genauso wie du früh genug mid dem Alkoholkonsum aufhören zu können,bevor gewisse Ausfallerscheinungen auftreten.Ich habe Jahre versucht "kontrolliert "zu trinken.Ging mal gut,oft genug auch nicht.Ab einem best.Alkoholpegel ist mir egal gewesen,was die Anderen sagen;Nichts von dem kommt mehr im Oberstübchen an.Es wird hereingeschüttet was geht u. am nächsten Tag ist nicht nur der Kater Sch...,sondern auch die Stimmung.Katzenjammer macht sich breit u.eventuell ein Schamgefühl.
    Dieses Verhalten Deines Freundes macht Dir Sorgen,sonst wärst Du nicht hier.
    Er muss selbst erkennen,das kontrolliertes trinken bei ihm nicht auf Dauer funktioniert u sollte das erste Glas schon stehen lassen!!
    Das wissen garkeinen Alkohol mehr trinken zu "dürfen" macht Angst.Er muss es WOLLEN.!!

    L.G.

    Backmaus

  • Hallo kikki,
    herzlich willkommen hier im Forum.
    Du denkst, er weiß nicht, wie er es ändern kann?
    Wenn er was ändern wollte, würde er nach Wegen suchen. Beratungsstellen o.ä. gibt es überall.
    Und: Er entscheidet, ob er trinkt oder nicht, nicht sein Vater oder sonst jemand.
    Und ja, du kannst ihm nicht helfen. Stimmt auch.
    Und du entscheidest, ob du damit leben willst oder nicht.
    Klngt hart, ist aber so.
    Du verbringst ein Leben in der Warteschleife, machst dein Glück davon abhängig, ob er nüchtern ist oder trinkt. Klammerst dich an die schönen nüchternen Stunden.
    Es ist traurig, wie sich hier die Geschichten wiederholen.
    Lies dich mal in Ruhe durch die Threads, dann wirst du dich fast überall wiederfinden.
    Du begibst dich in eine passive Haltung, pass auf, dass du dich nicht darin verlierst und deine Kraft immer weniger wird.
    Es tut weh, seinem geliebten Partner zuzuschauen, wie der sein Leben wegwirft und der Alkohol langsam aber sicher zu seinem Lebensmittelpunkt wird.
    Und du bleibst auf der Strecke.
    Hoffst und hoffst.
    Liebe kikki,
    das waren ein paar Gedankenanstösse für den Anfang,
    schön, dass du hier Hilfe für dich holen willst.
    Das ist schon mal ein guter Anfang, um dir selbst zu helfen, denn nur darum geht es.
    Und hier sind viele liebe Menschen, die dich begleiten können.
    LG Grüße
    Thelma

  • Hallo Kikki, Du wirst stark indem Du für Dich selbst entscheidest was Du möchtest und was Dir gut tut und von was Du lieber Abstand hast..kümmere Dich um Dich...kannst Ihm ja noch ne Nummer von ner Beratung raussuchen, aber sonst.....das muß er alleine machen und wollen....

    Viele Grüße, machs Dir schön
    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Danke für Eure schnellen Antworten und die nette Begrüssung!


    Zitat

    u. am nächsten Tag ist nicht nur der Kater Sch...,sondern auch die Stimmung.Katzenjammer macht sich breit u.eventuell ein Schamgefühl.

    Einen Kater hat er ja noch nicht mal. Er ist müde, ok, aber das es ihm richtig schlecht geht, ist nicht der Fall. Das mit dem Schamgefühl trifft schon eher zu.
    Nach besagtem Gespräch, nachdem er 2 Tage getrunken hatte, hat er sich geschämt. Das war offensichtlich! Sein Grund für den 2. Tag war übrigens, dass wir uns am ersten Tag so gestritten hatten, dass er sich am 2. ablenken wollte. :twisted: Glücklicherweise war er da nicht zu Hause!

    Letzten Sonntag war auch wieder "so ein Tag". Karnevalsitzung, "die" Leute dabei,..... Als ich ihm am Montag dann gesagt habe, wie widerlich es fand, dass er sich wieder übergeben mußte, hat er völlig übertrieben reagiert. Wie ein kleines Kind, das erwischt wurde und sich rausreden will bzw. den Spieß umdrehen will. In diesem Verhalten meine ich auch ein schlechtes Gewissen erkannt zu haben. :?:


    Zitat

    Das wissen garkeinen Alkohol mehr trinken zu "dürfen" macht Angst.

    Das kann ich sogar verstehen. Und wenn ich ganz ehrlich bin - SOLLTE er es schaffen, fände ich es schade, wenn wir nicht mal mehr ein Glas Wein zusammen trinken könnten. :oops:


    Zitat

    Wenn er was ändern wollte, würde er nach Wegen suchen.

    Ich glaube, dass es ihm zu peinlich ist, diese Wege auch zu gehen. Er kennt sie sicherlich, aber wenn er sich nicht überwinden kann? Gibt es denn eine Möglichkeit, wie ich ihm das erleichtern könnte?


    Zitat

    Du begibst dich in eine passive Haltung, pass auf, dass du dich nicht darin verlierst und deine Kraft immer weniger wird.

    Ich weiß. :( Meine Hoffnung ist ja, dass ich einen Mittelweg, einen Kompromiss für MICH finde, wo ich gut mit leben kann. Ist blöd, ich weiß. :(


    Ich denke, mein Hauptproblem ist, dass ich einfach nur hilflos daneben stehen MUSS. Überlege nach Möglichkeiten, wie ich ihn sozusagen neben bei darauf aufmerksam machen kann, dass er sein Problem erkennt. Auch das ich nicht wirklich über meine Bedenken und Ängste diesbezüglich mit ihm reden kann. Dadurch würde ich ihm ja ein schlechtes Gewissen machen.

  • Zitat von Karotte

    kannst Ihm ja noch ne Nummer von ner Beratung raussuchen, aber sonst.....das muß er alleine machen und wollen....

    Daran hab ich auch schon gedacht, aber ich hab Angst ne Beratung o.ä. anzusprechen. Ich hab Angst, dass er tierisch sauer wird, dass er komplett dicht macht.

  • Backmaus,

    was ich noch fragen wollte (wenn ich darf!!!)

    Aus welchem Grund hast Du getrunken und wodurch hast Du den Ansprung geschafft?

  • Hallo,

    dazu möchte ich gern mal Backmaus ermuntern, einen eigenen Thread aufzumachen, um Ihren Weg mitzuteilen.

    Danke :lol:


    Liebe Grüße

    S.Käferchen

  • Meinst Du, dass das sonst hier den Rahmen sprengt? Ich wollte eigentlich nur den Grund wissen und ob sie von alleine den Dreh bekommen hat. Dafür braucht sie ja, hier!, nicht ihre ganze Geschichte erzählen.

    Ich möchte ja auch "die andere Seite" verstehen lernen.......

  • Hallo Kikki,

    entschuldige bitte, wenn ich Deinen Thread dafür benutzt habe. Aber ich wollte damit Backmaus generell mal ermuntern, einen eigenen Thread zu eröffnen :wink: .

    Natürlich kann sie Dir hier antworten, aber ich, und andere auch, sind schon ganz neugierig, mehr von Backmaus zu erfahren :lol:

    Liebe Grüße

    S.Käferchen

  • Hallo Kiki,

    Zitat

    Ich hab Angst, dass er tierisch sauer wird, dass er komplett dicht macht.

    Offen ist er jetzt auch nicht, sonst wäre da nicht das schlechte Gewissen von dem Du schreibst. Ehrlich ist er auch nicht, weil er es sich selbst gegenüber noch nicht mal ist, siehe seine Ausreden, warum er soviel getrunken hat. Er ist schließlich nicht Schuld, wenn da auf einmal ein Getränk steht und wenn's da steht muss man ja auch trinken. Muss man eben nicht...

    Wenn er den Alkohol braucht, sprich abhängig ist, und auf mich macht es diesen Eindruck bei Deinen Schilderungen, dann kannst Du ihm nicht helfen. Er kann sich nur selbst helfen. Da macht es keinen Unterschied ob er dicht macht oder nicht. Ich weiß das die scheinbare Offenheit des Alkoholikers einem das Gefühl gibt noch etwas unter Kontrolle zu haben, weil man ja „weiß“ wieviel und wann er was getrunken hat, aber das ist ein Trugschluß. Dadurch, dass Du über Menge und Zeitpunkt Bescheid weißt, wird die Sache nicht besser. Ob er nun drüber redet oder nicht, es ändert nichts. Genauso ob er nun heimlich trinkt oder offen, Du kannst die Entwicklung nicht aufhalten. Und mit dem wissen ist das auch so eine Sache, Du glaubst, dass er nur am Wochenende trinkt, aber wissen tust Du es nicht, oder bist 24 Std. an seiner Seite?

    Selbst wenn es "nur" am Wochenende oder zu "besonderen" Gelegenheiten ist, dass er sich total abschießt, heißt das nicht, dass er weniger abhängig ist oder es nicht so schlimm ist. Alkoholiker sind nicht nur die "berühmten" Penner unter der Brücke oder die, die schon morgens um 10.00 Uhr stramm sind.

    Zitat

    Überlege nach Möglichkeiten, wie ich ihn sozusagen neben bei darauf aufmerksam machen kann, dass er sein Problem erkennt.

    So wie Du es schilderst, hat er sein Problem schon erkannt, sonst würde er Dich nicht beneiden, dass Du aufhören kannst zu trinken wann Du willst. Die Schlussfolgerung daraus muss er selbst ziehen, da kannst Du nichts machen. Du kannst ihm nicht abnehmen ehrlich sich selbst gegenüber zu sein.

    Zitat

    Gibt es denn eine Möglichkeit, wie ich ihm das erleichtern könnte?

    Du könntest im anbieten, beim ersten oder zweiten Mal noch mitzukommen. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass er den Termin bei der Beratung selbst gemacht hat und nicht Du für ihn, egal ob er Dich bittet oder nicht. Entweder er macht den Termin oder Du lässt es. Eigeninitiative ist das A und O bei der Suchtbewältigung.

    Zitat

    Auch das ich nicht wirklich über meine Bedenken und Ängste diesbezüglich mit ihm reden kann. Dadurch würde ich ihm ja ein schlechtes Gewissen machen.

    Das kennen wohl alle Co's diese Angst. Überleg mal, was ist das für eine Beziehung, in der sich der eine Partner um den anderen Sorgen macht und sich nicht traut darüber zu reden, aus Angst den anderen zu verletzen? Da stimmt was nicht. Gegenseitige Fürsorge sollte zu einer Partnerschaft gehören. Wenn sich mein Partner Sorgen um meine Gesundheit macht, heißt das, dass ich ihm am Herzen liege. Ich fände das schön. Da sollte es auch keine großen Überlegungen geben, wie das beim anderen ankommt. Du rechnest aber nicht mit Freude bei ihm, nein seine mögliche Reaktion macht Dir Sorgen. Du hast Sorgen um ihn, Dir geht es nicht gut dabei, Du hast Angst ihn mit Deinen Sorgen um ihn zu belasten. Das ist keine gegenseitige Fürsorge, Eure Partnerschaft hat schon eine gewaltige Schieflage. Mehr als Du Dir selbst, so glaube ich, eingestehen willst. Ein schlechtes Gewissen stellt sich nur dann ein, wenn man weiß, dass der andere Recht hat, man es sich selbst aber nicht eingestehen oder ändern will.

    Gruß
    Skye

  • hallo Käferchen:
    Kannst DuUuUU??? nicht meinen Vorstellungstext in einen Thread stellen?Ich weiss nicht,wie ich das anstellen kann.

    Hallo KiKi:
    Ich falle unter "die Rubrik ""Problemtrinker".Gründe zum Trinken hat ein Alkoholiker genug.Sei es zur Entspannung,zur Belohnung,als Einschlafhilfe,zum Vergessenkönnen,...gemein hin als "Helfer.Manch einer kommt dann ohne Helfer nicht mehr aus u. der Schritt zur Sucht ist bei jedem Betroffenen möglich.Das hat nichts damit zu tun ,wie oft ,wie lange u. was er trinkt.
    L.G.

    Backmaus

  • @Backmaus:

    Ich habe Dir mal eine Pn dazu geschrieben, mit einer Anleitung :wink:

    Lieben Gruß

    S.Käferchen

  • Hallo S.Käferchen

    Danke für Deine Hilfe!!!
    ...und kiKi--Bitte verzeih mir ,dass ich Deinen Thread für techn.Fragen "missbraucht" habe!!!
    L.G.

    Backmaus

  • Liebes Käferchen,
    wenn du schon dabei bist.... :lol:
    Ich check das mit den Zitaten immer noch nicht :oops::oops::oops:
    Wärst du so lieb....
    Wegduck,
    Thelma
    Äh, und sorry kikki

  • Hallo kiki

    Wir sind nicht immer so chaotisch !!!!

    Eine Kurzform meiner Geschichte kannst Du jetzt in meinem(endlich!!??) eigenen Thread lesen.
    Dazu noch als Ergänzung:Ich war eines tages so körperl.u.seel. fertig,habe mitten in der Nacht eine verwandte angerufen ,von der ich wusste,das zu ihrem Freundeskreis ein trockener Alkoholiker gehört.Dieser ist Mitglied in einer SHG.Mit ihm habe ich dann durch diese Vermittlung Kontakt aufgenommen u. habe 3 Tage später dann genau diese SHG auch besucht u. seitdem trocken.

    L.G.
    Backmaus

  • hi kiki, ich kann dich sehr gut versthen, weil die situation bei mir ganz ähnlich ist wie bei dir - beide gehen gerne feiern, auch so kennengelernt, trinkt nicht jeden tag und nicht zuhause und so......naja das machts irgendwie noch schwerer weil nicht so "klar", wie man sich verhalten soll. und die hoffnung wird ja auch noch viel mehr geschürt, als wenn der partner schon garnicht mehr ohne klarkommt. auch dieses versteckte schlechte gewissen kommt mir bekannt vor. tja, also du bist nicht allein mit diesen erfahrungen.......ich hab immer noch keine entgültige lösung gefunden, kann dir also nur bedingt weiterhelfen oder raten, aber was sich bei mir wirklich erstmal positiv ausgewirkt hat, war, dass ich selber für mich erstmal mir ganz klar gemacht habe, wo ich mich abgrenzen muss, sprich, dass es nichts bringt, zu kontrollieren, vorwürfe zu machen etc. sondern dass er selbst entscheiden kann/muss, was er tut und ich das genauso muss. er trägt die verantwortung für sich und ich meine. sprich, ich muss dafür sorgen, dass es mir gut geht. ich weiß zum glück, dass ich unabhängig bin und daher beobachte ich die situation nun und warte ab. wenn es für mich nicht mehr akzeptabel ist, muss er dir konsequenzen für sein handeln tragen,schlimmstenfalls dass er mich verliert. aber natürlich stirbt die hoffnung zuletzt......und es ist immer wieder aufs neue schwer, sich abzugrenzen und seine theorethischen erkenntnisse wirklich anzuwenden. das ist wohl ein längerer prozess......

    naja,wünsche dir jedenfalls viel kraft und erfolg und hier einen hilfreichen austausch, der dich weiterbringt.

    einen verständnis-gruß vom mädchen............

  • @ Backmaus und Käferchen:

    ich finde es nicht schlimm, wenn in dem Thread auch was anderes geschrieben wird. Und Käferchen las sich so, als ob das ein Wink mit dem Zaunpfahl wäre, dass Du, Backmaus, nicht Deine ganze Geschichte hier rein schreiben sollst! Sorry, wenn das ein Mißverständnis war!!!

    Skye

    Mit dem dicht machen meinte ich, dass er dann gar nichts mehr von dem annimmt, was ich sage. Jetzt ist es ja noch so, dass er wenigstens drüber nachdenkt. Aber wenn ich ihm mit ner Telefonnumer o.ä. komme, habe ich Angst, dass er dann total blockt und aus Sturheit nichts unternimmt.

    Und ja, wir sind fast 24 Std. am Tag zusammen. Wir wohnen nicht nur zusammen, wir arbeiten auch zusammen. Deshalb würde ich es schon merken, wenn er heimlich was trinkt.

    Und zu der Angst, über meine Sorge um ihn zu reden - das hab ich wohl etwas mißverständlich geschrieben. Ich würde schon mit ihm darüber reden. Möchte es sogar sehr gerne, aber ich habe auf einer Seite gelesen, dass man den Betroffenen kein schlechtes Gewissen machen soll, da sie sich am nächsten Tag meist schon genug schämen. Deshalb will ich in Zukunft nichts mehr sagen. Auch wenn es mir widerstebt. U.a. weil ich merke, dass es ihm nahe geht, wenn es mir wegen ihm schlecht geht. Und da hab ich in der Vergangenheit immer ein bißchen auf dieses schlechte Gewissen gebaut.
    Wie seht Ihr das denn????

    Nochmal @Backmaus

    Danke für Deine Erklärung. Ist schon schlimm zu lesen, dass ich ihn wirklich erst unten ankommen lassen muss.

    Jetzt ist er übrigens auch wieder zum Kegeln. Aber anstatt hier wieder wartend rumzusitzen, werd ich gleich noch ein paar Besorgungen machen und anschliessend zum Sport gehen!

  • Zitat von ein mädchen

    naja das machts irgendwie noch schwerer weil nicht so "klar", wie man sich verhalten soll. und die hoffnung wird ja auch noch viel mehr geschürt, als wenn der partner schon garnicht mehr ohne klarkommt.

    Genau das ist der Punkt! Für mich war bisher nur jemand dann ein Alkoholiker, der jeden Tag von morgens bis abends trinkt und gar nicht mehr ohne kann. Ich muss da jetzt auch erstmal lernen umzudenken und auch zu akzeptieren, dass er nun mal dieses Problem hat. Ist schon verdammt schwer!

  • ja, manchmal frage ich mich sogar, ob sein trinkverhalten alleine mich so sehr stören würde, wenn nicht diese verhaltensänderungen (streit suche, beleidigend, agressiv etc.) immer nur im zusammenhang mit alk auftreten. zumal er gegenüber der zeit als wir uns kennenlernte viel viel weniger trinkt. vielleicht ändern einfach manche menschen ihr benehmen in verbindung mit alk und andere nicht. tja, wäre ich schon zufrieden, wenn ich mich darauf verlassen könnte, dass er sich normal und freundlich benimmt wenn er voll ist?? in der hinsicht gibt es nämlich große "fortschritte" komischerweise. natürlich weiß man nie, wie lange das so bleibt. aber weiß man das wenn jemand trocken ist?
    ich weiß,abwegige gedanken, aber sowas geht mir manchmal durch den kopf.........

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