Meine Mama hat einen Rückfall nach dem anderen

  • hallo johanna!

    herzlich willkommen bei uns kinder!

    stark sein heisst nicht trocken bleiben....geht deine mum noch zu irgendeiner beratung ect.?

    wenn nicht könntest du sie sachte daran erinnern was ihr vor 5 jahren GEHOLFEN hat!?

    mehr kannst du nicht tun...will sie trinken,wird sie es weiterhin tun,leider..

    wir angehörigen haben nur begrenzte möglichkeiten den betroffenen zu "helfen"...

    wie ist das bei DIR?kannst du noch abschalten vom kummer um deine mum?

    lies dir unsere threads nach und nach durch,du wirst sehr viele ähnlichkeiten zu deiner geschichte finden...
    lies und handle,denn unsere geschichten unterscheiden sich nur was die personen anbetrifft...

    alles andere ist der kreislauf der familienkrankheit alkoholismus

    wir begleiten DICH sehr gern...

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • hallo johanna!

    ja krankheiten sind traurig!

    glaubst DU dein eigenes leben noch in den griff zu bekommen?

    denkst DU das auch du hilfe gebrauchen könntest?


    wenn die erste deiner antworten nein und die zweite ja lautet...

    dann hab den mut DIR selbst zu helfen...

    sprich offen und ehrlich mit deinem hausarzt über DEIN befinden.

    dieses wird sonst noch schlimmer als es jetzt schon ist...

    ich hoffe das DU verstehst...

    DEINE MUTTER KANN NUR SICH SELBST HELFEN INDEM SIE HILFE SUCHT UND ANNIMMT

    das selbe gillt für DICH und DEIN wohlbefinden

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • hi johanna

    Zitat

    nein, sie bekommt keine fremde hilfe


    auch wenn sich das nicht so schön an hört, richtig wär in mein augen sie will keine hilfe!

    hilfe gibts hier in deutschland ohne ende, fürn alkoholiker sowieso überall - für dich aber genauso. natürlich nur für den wer will.

    meine mutter hatte auch nen "rythmus" drinne - ca. 5 wochen nüchtern und dann wieder etwa ne woche betrunken. ich hab immer so gehofft das sie's endlich geschafft hat - bis zur nexten enttäuschung. und bis ich dann auch mal die regelmäßigkeit erkannt hab sowie den begriff quartalstrinker erklärt bekommen hab. sie is alkoholiker, ob mit oder ohne pause bzw. treffender is trinkpause.

    ich habs im guten wie im bösen probiert, meine geschwister genauso - keine chance... wenn dann nur beschwichtigungen etc. damit wir kinder weiter zu ihr halten und sie damit auch weiterhin in ihrer sucht unterstützen.

    les dich hier durch, schreib wann immer dir danach is - der vorteil hier im forum is das wir 24h erreichbar sind. ich kann mir viel aus den posts bei anderen herausziehn, wünsch dir das es dir ähnlich geht.

    du kannst ihr nicht helfen, du kannst nur für dich etwas tun. das die sorgen um sie weniger werden, ihre krankheit nicht mehr deinen tagesablauf bestimmt, du dich auch mal entspannt zurücklehnen kannst ohne zu wissen wie's ihr geht... oder auch wenn sie betrunken is.

    nur dein leben hast du in der hand, so wie deine mutter nur auf ihres einfluß hat.

    liebe grüße -Dani-

  • hi johanna

    manches werden wir wohl auch nie verstehn können. dafür müsst mer wohl selbst zum alkoholiker werden. ich weiß net mal ob ein trockener alkoholiker noch wirklich alles versteht was er/sie in der nassen zeit alles gemacht hat. sucht ist sucht, nicht logisch erklärbar oder nachvollziehbar. oft bleibt uns nur die antwort "das ist ihre krankheit", ich wünsch dir das du diese mal akzeptieren kannst. für mich wurd dabei einiges einfacher.

    Zitat

    sie ist meine mum und ich helfe, mach und tu....und ich habe das gefühl sie nutzt unsere geduld und gutmütigkeit um sich weiter zu betrinken


    mh... wenn dir das dein gefühl so sagt dann wird das schon ok sein.
    mei mutter meinte mal sinngemäß, das wir kinder immer schön putzen, wäsche dies und jenes, wenn sie betrunken is - das wär immer richtig schön.
    recht hatte sie damit. wir wollten ihr damit helfen aber das is keine hilfe. wie soll sie merken was ihre sucht anrichtet, die konsequenzen ihrer krankheit zu spüren bekommen, wenn wir sie davor schützen? da is dann einfach kein grund zur veränderung da, läuft ja alles wie geschmiert.
    ihr seit ihr auffangnetz und bewahrt sie dadurch auch vor ihrem persönlichen tiefpunkt. nur wenn sie den hat - dann wird sie was ändern, der is aber bei jedem alkoholiker unterschiedlich definiert, viele erreichen ihn nie :( hart, aber die realität.

    les dich hier ein, tausch dich aus, bücher gibts auch paar gute sowie weitere hilfsangebote für DICH! nicht nur deine mutter braucht hilfe, sondern auch du. wenn du hilfe willst...

    lg -Dani-

  • Hallo Johanna,

    ich kann deine Gefühle wirklich gut verstehen, was mir aber ein wenig Sorge bereitet, dass du dich dabei ein wenig vergißt. Was tust du für dich?

    Weißt du, meine Mutter hat uns auch schon mehrmals versprochen, dass sie es schafft ihre Alkoholkrankheit zu überwinden. Hat sie aber nie, klar mal für ein paar Wochen, Monate und die Zeit war immer schön, weshalb es uns auch so schwer fällt, den Glauben an eine gesunde Mutter loszulassen. Erst als ich diesen Glauben losgelassen habe, konnte ich Anfangen mein Leben wieder in die Hand zu nehmen, es ist sicherlich nicht leicht, aber wir Leben doch auch noch. Unsere Mütter haben sich für ihr Leben so entschieden, das können wir nicht ändern, aber wir können uns was Gutes tun.

    Es ist nicht falsch, wenn du dich über ihr Vorhaben freust, sei aber bitte nicht zu sehr enttäuscht, wenn sie es nicht schafft, behalte das immer im Hinterkopf.

    Liebe Grüße Morgenröte

  • Hallo Johanna,

    weißt du der Alkohol ist eine sehr starke Krankheit u. um wirklich aufhören zu wollen, muss es deine Mutter wirklich wollen. Dazu gehören viele Faktoren und auch das Umfeld. Ich denke auch, dass es sehr schwer ist ohne Hilfe von Außen die eigene Alkoholkrankheit zu therapieren. Mir ist schon bewußt, dass es nach 5 Jahren extrem schlimm für dich sein muss, mir haben da ja schon die 5 Mon. gereicht. Aber du kannst für sie nichts tun, wenn sie es selber nicht zu 100% möchte.
    Meine Mutter möchte auch keine Hilfe von Beratungsstellen/Kliniken, weil sie es einerseits noch nicht eingesehen hat und andererseits weil man Vater sie mit seiner Co-Abhängigkeit unterstützt, das ist ein Teufelskreis wo nur sie Beide beenden können. Wir als Kinder können da sehr wenig tun, wenn deine Mutter tatsächlich noch mal aufhören möchte, dann sei für sie da, aber nicht übermäßig sondern im normalen Rahmen.

    Nütze deine Restkraft für dich und für deine Kleine, du bist auch noch da und ich glaube das vergißt du gerade. Mag jetzt hart klingen, aber deine Mutter kann für sich selbst Sorgen, sie ist ja kein kleines Kind mehr, auf das du aufpassen musst. Passiert mir auch manchmal, wenn ich meine Mutter mal wieder zum Arzt drängen möchte. Weißt du, wir müssen anfangen loszulassen, aber wir können ihnen nicht helfen nur sie sich selber.
    Aber weißt du was, wir können uns helfen und das sollten wir auch tun, denn wir vergessen uns selber ganz schnell.

    Liebe Grüße Morgenröte

  • Ach Johanna, merkst du es nicht, du gehst selber daran kaputt, ist es das wirklich wert?! Deine Kleine braucht eine Mutter und zwar eine gesunde Mutter. Du kannst deine Mutter nicht retten, sie kann sich nur selbst retten und wenn sie das nicht möchte, musst du das akzeptieren.
    Klar sollte man als Familie zusammenhalten, aber meistens unterstützt man ja den alkoholkranken Familienangehörigen gerade damit u. weshalb sollte er dann aufhören. Weshalb sollten unsere Mütter aufhören, wenn doch alles so wie immer läuft? Manche Menschen müssen erst ganz tief unten sein, um ihre Krankheit zu begreifen. Wir werden zuschauen müssen, evtl. sogar solange bis sie daran sterben werden und meine wird es, früher oder später, aber was wir nicht müssen, auch unser Leben aufgeben. Sei für deine Kleine eine gute Mutter und kümmere dich um sie, deiner Mutter kannst du nicht helfen. Und ja es geht alles kaputt, aber ganz sicher nicht unser Leben, kämpfe für dein Leben.

    Liebe Grüße Morgenröte

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