gefühle: kopf und bauch gehören zusammen

  • hallo zusammen,
    ich hab heut morgen von julchen geschrieben bekommen, das sie mit kopf und bauch noch nicht harmoniert. zuvor hab ich einen text verfasst , der mich damit beschäftigt hat. ich möcht ihn hier für alle reinstellen, macht euch dazu mal gedanken.


    heut hab ich so einen gedanken, das komplexe zusammenspiel zwischen gedanken und gefühlen. wenn das nicht zusammenpasst ist chaos, wird fehlinterpretiert, überreagiert. so wichtig zu erkennen wann es stimmt und wann nicht.

    hab mich die letzten tage mit meiner gefühlswelt ausseinander gesetzt. bemerkt hab ich es hinken gefühle noch hinterher, auf die warte ich jetzt. in vielen anderen bereichen kann ich sehr gut mit den gefühlen und den gedanken umgehen, sie passen zusammen. ich kann mich sehr gut darauf verlassen und das ist ein indiz dafür das ich fähig bin gefühle und gedanken in harmonie zu bringen.

    ein gedanke der mit den gefühl wohl noch nicht harmoniert ist das vertrauen. hier versuche ich mir klar zu machen, das ich zwar nicht jedem blind vertrauen kann. das es wichtig ist wenn ich beziehung leben will das vertrauen und die gedanken auf einen nenner bringen muss, ansonsten wird es nur sehr schwer beziehung zu leben.

    zweitens hab ich festgestellt das ich schwierigkeiten habe mit der schuld. ich gebe gedanklich keinem schuld, existiet nich. doch das gefühl in mir ist so das stark. dann nimmt der gedanke dieses gefühl schuld auf und verbucht es in "du bist schuld".da muss ich aufpassen das ich mir nicht ständig die schuld in die eigene tasche schiebe. diese schublade selber schuld muss für solche gefühle erst mal geschlossen werden. wenn ich wirklich schuldig bin kann ich es ja annehmen, ansonnsten muss ich dem kopf sagen, halt, gefühl kommt da nicht rein. gefühl such dir den eigendlichen schuldigen.wenn du ihn gefunden hast mit dem kopf zusammen dann hast du das richtige zusammenspiel.

    das problem dabei ist, das ich ein zu grosses herz habe, keinem menschen weh tun möchte. doch ich komme in meinem leben nicht drumherum auch mal auszuteilen. das gefühl dabei ist für mich so negativ,ein schlechtes gewissen habe, dass ich es vom kopf her schaffe aber nicht vom gefühl, weil ich das fast nicht aushalte. da muss ich meinem gefühl die oberhand nehmen, den kopf einschalten, das gefühl unterdrücken, das darf nicht dominant sein. mein kopf weiss ja ich habe keine schuld, brauch kein schlechtes gewissen haben und das vertrauen zu den menschen die für mich gutes tun sollte da sein.wenn ich den schritt geschafft habe dann kanns nur besser werden.

    eventuell hilf das dem ein oder anderen.da ich selber daran arbeite wär es schön wenn jeder der dazu lust hat noch einen komentar dazu abgeben würde, vielleicht kann daraus was tolles wachsen.

    alles liebe melanie

  • Hallo Melanie,

    da wir nie richtig gelernt haben auf unsere Gefühle zu hören, meist wurden uns unsere Gefühle in der Kindheit abgesprochen und verfälscht. Wir uns dadurch nicht mehr sicher gefühlt haben, haben wir unsere Gefühlsebene meistens verleugnet, grad was unsere eigenen Bedürfnisse betrifft. Dadurch konnten wir uns nicht mehr trauen und somit auch schwer Vertrauen aufbauen, in andere und vorallen in uns selbst.

    Wir setzten den Kopf intensiver ein um zu überleben daduch hat sich einiges ver-rückt bei uns.

    Nun haben wir unseren Alkoholiker kennengelernt und durch verschiedenste Verhaltensweisen von dieser Seite ist etwas bei uns angesprungen....wir fühlten plötzlich...wir konnten also in diesem für uns neuen Gefühl so richtig aufgehen. Aber dieses Gefühl galt nicht uns sondern ihm, wir fühlten für ihn nicht für uns. Und diese Gefühle sind es die uns immer wieder zu ihm zurück kehren lassen, es hat sich ver-rückt.
    Drum schreibe ich das es so wichtig ist am Anfang nicht hinzufühlen und lieber hin zu schauen. Wenn wir diese Phase hinter uns haben dann gilt es unsere Gefühle zu enddecken und zu leben, egal welche. Sie dann, wenn wir lernen sie zu leben diese auch wieder mit dem Kopf in Einklang bringen können. Sie also bewusst wahrnehmen.

    Das mal meine Gedanken dazu.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo,

    schade das anscheinend mit diesem Thema keiner etwas anfangen kann. :?

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Melanie,

    Zitat

    ein gedanke der mit den gefühl wohl noch nicht harmoniert ist das vertrauen

    Das ist für mich auch eine ganz logische Erklärung, denn seine Gefühle irgendwann wieder mit dem Bauchgefühl in Verbindung zubringen,...oder überhaupt irgendwann, hängt ganz dicht mit dem Vertrauen zu sich selbst ab.

    Wie kann ich meinem Bauchgefühl vertrauen, wenn ich nicht gelernt habe, mir selbst zu vertrauen, weil ich a) immer nur *fremdorientiert* war, mich um andere gekümmert habe, als um mich selbst; und b) das Selbstvertrauen durch eventuelle Demütigungen abhanden gekommen ist.

    Dieser Prozess, sich seiner eigenen Gefühle wieder bewußt zu werden, bedeutet ja auch, sich langsam auch wieder vertrauen zu lernen, das Annehmen der eigenen Stärken, Fähigkeiten, Fehler und Schwächen. Ich konnte erst so nach und nach wieder erst erkennen und dann fühlen dürfen, daß meine Gefühle eine Berechtigung haben, daß sie mich in bestimmten Situationen wirklich gut leiten können, ich ihnen vertrauen darf und kann.
    Aber dazu gehört nunmal auch, daß ich mich wieder in den Mittelpunkt stelle, und den Fluß zwischen Kopf und Bauch auch wirklich zulassen kann. Am Anfang meiner Einsicht, co-abhängig zu sein, war mir dies nicht möglich, weil ich da nicht im Mittelpunkt stand, sondern mein Suchtmittel.

    Ein Prozess, der dauert, aber sich lohnt.

    Lieben Gruß

    S.Käferchen

  • hallo ihr lieben,

    das was pandora sagt ist einfach das was viele hier leben.
    darin liegt eben unser problem. der versuch des verdrängens von gefühlen, diese nicht wahrnehmen.diese fehlzuinterpretieren. die angst dafor dieses zuzulassen, weil sie durch bestimmte prägung immer wieder in situationen bringt, die uns schaden. in unserem fall eine lebensnotwendige vorgehensweise um leben zu können.einfacher ist es diese zu ignorieren, zu verdrängen anstadt an ihnen zu arbeiten, denn das tut wirklich weh. doch leider ist es das an dem wir zu arbeiten haben.

    die harmonie zwischen diesen bereichen wieder herzustellen, so das wir gesund weiterleben können. als ganzes und nicht nur zur hälfte. viele menschen können das nicht. emmozionalität wird leider sehr wenig gelebt. darum sind auch psychiatriene voller menschen die daran arbeiten müssen.therapien sind häufig darauf ausgelegt emmozionen hochkommen zu lassen. ich habe letztens jemanden geschrieben das zb massagen nicht nur körperliche verspannungen, sondern auch seelische anspannungen lösen. wer das mal erlebt hat, das er aufgrund einer massage hinterher oder währenddesen geweint hat, weiss was ich meine. das sind nicht schmerzen von aussen das sind die von innen. mir ist das einmal passiert und es tat unglaublich gut!

    wenn das thema nicht interessant erscheint liegt es warscheinlich daran, das die menschen hier noch nicht so weit sind, daran zu arbeiten.aber ich habe eben auch gelesen, dass gerade gefühle in der phase der aufarbeitung nur stören können, vor allem wenn diese in die falsche richtig gehen. da muss der kopf arbeiten. ich versteh das voll und ganz. ich bin eben mit mir ganz anders beschäftigt als viele von hier. darum find ichs auch nicht schlimm, dass das thema hier nicht behandelt wird.

    in diesem sinne
    LG melanie

  • Hallo Melanie,

    eine gesunde Balance zu finden zwischen Gefühl und Verstand ist, glaube ich, eine Lebensaufgabe.

    Zu einer Authentizität zu finden, sich selbst zu vertrauen und sich unabhängig von Bestätigungen von aussen zu machen, darum geht es für mich im Leben.

    Was tu ich, damit mich der andere mag...
    Wie handle ich, das Harmonie herrscht...
    Mir geht es zwar nicht gut damit, aber ich tus trotzdem, um zu....
    Ich kümmere mich lieber um den anderen, damit ich Liebe bekomme....

    Man verbiegt sich, belügt sich, vergewaltigt sich, um zu.....

    Und so gehen Selbst-Bewusstsein wie Selbst-Wertgefühl Stück für Stück verloren.

    Wenn uns das Grundgefühl "Ich bin O.K." nicht vermittelt worden ist, verlieren wir uns in der Sucht, von Gott und der Welt geliebt zu werden.
    Und damit beginnt der Teufelskreislauf.

    LG
    Thelma

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