Gefühle/Verhalten nach Entgiftung

  • hallo engel

    ich kann mich micha nur anschließen, er spricht mir aus der seele. auch ich konnte mich die erste zeit nur um mich kümmern, alles andere lief irgendwie so nebenher. das hat gut ein jahr gebraucht bis ich mit mir so weit im reinen war das ich mich wieder um andere dinge mit der nötigen aufmerksamkeit kümmern konnte. das hatte auch nichts mit lieblosigkeit oder so zu tun, sondern resultierte einfach daraus das ich all meine kraft brauchte um den ganzen mist der sich in sooo vielen jahren aufgestaut hatte, aufzuarbeiten. diese zeit solltest du deinem partner zugestehen und auch für dich nutzen an dir zu arbeiten. denn auch du hast über jahre an der seite eines nassen alkoholikers dein verhalten verändert. nutzt sie jeder für sich und vor allem gebt und nehmt sie euch auch.

    nicht jede beziehung übersteht diese zeit, aber auch nicht jede zerbricht daran. wenn ihr beide euch darüber klar seit das die nächste zeit eher oberflächlich wird was gemeinsames angeht, dann habt ihr ne gute chance wieder zum wir zu finden.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • hallo micha

    das verhalten deiner frau und deiner eltern ist hier als typisch für co abhängignkeit zu sehen. und auch sie müssen lernen los zu lassen. wir mußten lernen den alk und unsere probleme los zu lassen und sie müssen lernen die kontrolle, bevormundung falls vorhanden, und die verantwortung für dich los zu lassen. alkoholismus verändert nich nur den betroffenen sondern auch das komplette nahe umfeld. loslassen ist für alle beteiligten wichtig damit wieder ein selbstverantwortliches miteinander zustande kommt. alle müssen schauen wo veränderungen erfolgten und welche besser wieder geändert werden. wenn da eine seite nicht mitgeht ist das chaos vorprogrammiert. gemeinsam geht wirklich nur wenn alle schauen wo es hakt. deine frau ist doch sicher zu mehr fähig als dich zu schützen und zu stützen, es gibt so vieles was man gemeinsam machen kann. ich bin sooo froh nun einen partner zu haben der auch mir mal was abnimmt. ( mein ex ist auch abhängig und in der beziehung mußte ich trotz eigener sucht alles machen) ich kann mich anlehen und mich darauf verlassen das erledigt wird was versprochen wird. klar mußte ich das auch erst lernen, aber ich bin sehr glücklich damit.

    vielleicht würde es deiner frau gut tun mal ne selbsthilfegruppe für co´s zu besuchen.

    doro

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    trocken seit 18.10.2001

  • hallo micha

    das freut mich für euch beide, ich wünsche euch von herzen das ihr den weg aus dem sumpf gemeinsam schafft.

    doro

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    trocken seit 18.10.2001

  • moin katharia

    sucht ist eine üble krankheit, sie veränder eben nicht nur den erkrankten. auch das umfeld fängt ja an sich nach außen abzuschotten und verliert so den kontakt zur realität. ist leider so. sucht macht alle beteiligten krank. deswegen müssen auch alle gemeinsam und doch jeder für sich schauen was das mit ihm/ mir gemacht hat. es haben sich alle verändert und deswegen kann auch nicht einer beim ist stehen bleiben wenn es wieder ein wir geben soll. es ist nicht einfach, aber wenn man die zusammenhänge erst einmal erkannt hat, durchaus zu bewältigen.

    ich wünsche euch von herzen das ihr alle es schafft wieder ein wir zu finden.

    doro

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    trocken seit 18.10.2001

  • hallo katharina

    mit der einschätzung liegst du nicht falsch. für menschen die noch ein einigermaßen stabieles umfeld haben ist das eine gute lösung. ich habe auch eine ambulante therapie gemacht. mir stand dabei auch immer die option offen in eine stationäre zu wechseln wenn ich es nicht geschafft hätte trocken zu bleiben. auch gab es dort die möglichkeit 2 mal im monat ein angehörigen-gespräch in anspruch zu nehmen. so konnten auch aufkeimende probleme die in den co-bereich fallen zeitnah bearbeitet werden. und das finde ich eben so wichtig.

    doro

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    trocken seit 18.10.2001

  • hallo katharina

    also bei uns konnten die angehörigen auf wunsch auch allein mit dem therapeuten reden oder eben auch als familie, ganz wie man wollte. 2 termine waren im monat dafür fest vorgesehen und vom kostenträger voll gedeckt. ich hatte wöchentlich ein gruppentreffen und monatlich 2 einzelgespräche, bei bedarf auch mehr und dann eben noch die 2 für angehörige wo auch die kinder mal mit waren, nur mein mann nicht, er hat ja bis heute kein alkproblem, :? seine sache, wenn er meint. war jedenfalls sehr hilfreich.

    doro

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    trocken seit 18.10.2001

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