die lieben eltern

  • Hallo mayab,

    herzlich Willkommen :)

    Deine Beschreibung ist typisch für eine Familie, die ihr Alk.problem nicht anrühren möchte.
    Was möchtest Du?
    Du hast ja Deinen Ekel bereits ausgedrückt - ein sehr wichtiges Gefühl meines Erachtens im Zusammenhang mit der Alkoholsucht.
    Es ist eine absolute Zumutung für Kinder, die ja immer versuchen 'gut und richtig' zu sein für ihre Erwachsenen, Eltern oder Großeltern, in einem solchen Umfeld zu sein. Sie bekommen jedenfalls am meisten ab. Dass Du das nicht möchtest, scheint der folgerichtige Gedanke.
    Solange ein Alki sein Problem nicht einsieht, wird er nichts tun. Alle andern um ihn herum stützen seine Lebensweise. Es sind starre Strukturen, die nur der durchbricht, der sich gegen den Alkohol entscheidet.
    Ich habe mir auch immer eine alkfreie Mutter gewünscht, aber es ist nunmal ihre Entscheidung, ihr Problem nicht anschauen zu wollen. Schlimm genug.
    Aber dadurch werde ich mir nicht mein Leben versauen. Ich habe aufgehört zu warten und bin weiter gegangen.

    LG,
    Lavandula

  • hallo mayab

    deine eltern werden etwas ändern wenn sie es wollen. sorry wenn ich es so hart sage, aber du kannst dich auf den kopf stellen und brüllen so viel du willst, du änderst nichts. schafft eure kinder aus dieser atmosphäre. die kriegen deutlich mehr mit als man denkt. meine kleinste war 2 als ich aufhörte und sie weiß heute, nach 8 jahren, immer noch einiges. es ist hart das sehen zu müssen, aber dinge die man nicht ändern kann muß man einfach hinnehmen und eben auch gehen wenn es zu sehr schmerzt. ich wünsch dir die kraft sehr bald das zu tun was dich zufrieden leben läßt ohne alpträume.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Mayab,

    die Frage ist doch, wofür möchtest Du DEINE Kraft einsetzen? Das muss, finde ich, wohl überlegt sein. Als EKA hat man sowieso genug abbekommen, hat eigenartige Denkgewohnheiten, Ängste, muss sich alleine durchschlagen (zumindest ohne Eltern) und da fragt sich doch sehr, ob man wirklich alle seine verbleibenden - auch seelischen! - Kräfte in den sich selbst zerstörenden Elternkosmos stecken möchte. Sie sind nun mal erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Ich bin das auch.
    Mir hat jedenfalls von den beiden keiner bei Auszug, Lehre, Studium oder sonstigen Lebenssituationen, in denen ich elterlichen Rat gebraucht hätte, geholfen. Da waren immer Fremde, die sich um mich kümmerten oder ich habe es alleine geschafft.
    Mit welchem Recht haben solche Eltern Anspruch auf ein Versorgtwerden oder auch nur auf das Sich-Kümmern?? Sie WOLLEN sich ja nicht um ihre Probleme kümmern! Wie kannst Du das dann tun? Geht einfach nicht, Du reibst Dich auf, glaub mir.
    Das System läuft nur, wenn die Kinder immer brav sind und schön tun, was diese Eltern wollen!! Deshalb fällt es uns EKAs so verdammt schwer, eigene Projekte und auch nur Ideen zu entwickeln.
    Du kannst jemand andern nicht ändern. Das kann er nur selbst.
    Man überlege sich mal die Ignoranz, mit der solche Eltern immer weiter Aufmerksamkeit verlangen. Und was geben sie dafür ausser Leid und Zerstörung??
    Mir wird übel bei dem Gedanken.
    Das Opfersein habe ich mir jedenfalls abgewöhnt.

    LG,
    Lavandula

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