Hallo Joshy,
herzlich Willkommen hier.
Ich kann deine Erschöpfung gut verstehen!
Ihr seid glaube ich schon auf einem sehr guten Weg. Ja klar tut das furchtbar weh zuzusehen, wie er mit sich umgeht.
Deswegen ist es wichtig eben NICHT zuzusehen, sondern Abstand zu halten.
Abstand aus 2 Gründen: Zum einen daß ihr euch stabilisiert und wieder zu Kräften kommt und eben nicht ins Verderben gezogen werdet. Und zum anderen ist es die beste Hilfe für einen Alkoholiker die Nichthilfe.
Erst wenn er an seinem absoluten persönlichen Tiefpunkt angelangt ist, dann hat er eine Chance aufzuwachen und sich wirklich Hilfe zu holen von Fachleuten. Diese Einsicht muß aus ihm selber herauskommen. Und wenn man ihm immer wieder die Verantwortung für sein Handeln abnimmt oder abpuffert, dann spürt er ja keine Notwendigkeit, mit seiner Sauferei aufzuhören.
Es ist gut, daß sich deine Schwester jetzt psychologisch begleiten läßt. Sowas sind ja sehr belastende Situationen, da sind Gespräche sehr hilfreich, entlastend und unterstützend.
Wenn du mal hier durchliest, es sind aktuell wie es der Zufall will einige User in deinem Alter hier. Der Erfahrungsaustausch in so einer Situation kann vielleicht dabei helfen, für sich selber eine gute, lebbare Linie zu finden.
Lieber Gruß, Linde