Beiträge von Linde66

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hier können wir alles sammeln, was zu dem wichtigen Thema 'Notfallkoffer' gehört.

    - Was ist das eigentlich?

    - Wie arbeitet man damit?

    - Gibts Unterschiede je nachdem wie lange man schon trocken ist?

    - Was ist Suchtdruck, wie wird er ausgelöst, wie lange hält er an und was kann ich tun??

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    Thema: "Der Notfallkoffer - Was tun bei akutem Suchtdruck?"



    Zu diesem Thema gibts bereits einen Text, der aber noch ergänzt, verbessert, erweitert werden kann.


    Aktuell ist das mehr eine Liste, als ein Artikel...






    Was tun bei aktutem Suchtdruck?


    Diese Liste ist völlig durcheinander. Das ist Absicht, weil jedem was anderes hilft. Einfach durchgehen bzw. durchprobieren.



    Über die Suchfunktion kann man selber den Begriff "Notfallkoffer" eingeben. Dann kommen 50 Seiten Vorschläge. Viel Lesestoff, um zu schauen, wie andere mit der Situation umgegangen sind.




    - viel Wasser/Sprudel trinken!


    - Saft trinken


    - Tee trinken


    - etwas essen


    - spazierengehen


    - joggen


    - radfahren


    - Badewanne


    - ohne Geld rausgehen


    - jemanden zum Einkauf mitnehmen


    - in den Spiegel schauen


    - hinsetzen oder hinstellen und die Füße spüren


    - im Forum lesen


    - in die reale SHG gehen


    - jemanden anrufen


    - jemanden besuchen


    - den Hund, die Katze streicheln


    - malen


    - schreiben


    - schreien


    - Steine ins Wasser werfen


    - einen Blumenstrauß aufstellen


    - arbeiten gehen


    - Hausputz machen


    - duschen


    - Zähneputzen


    - Bilder der Kinder anschauen


    - auf ein Kissen schlagen


    - werbefreie Sendungen schauen


    - Buch lesen


    - in neuen Geschäfte einkaufen gehen


    - den Hausarzt anrufen


    - Pfefferminz lutschen


    - einen Brief schreiben


    - Gemüsebrühe


    - eigene Laborergebnisse durchlesen


    - am Auto schrauben


    - im Garten Unkraut rupfen


    - Musik hören


    - Bücher über Alkoholismus lesen


    - Was-war-heute-gut-Liste schreiben


    - Krafttraining


    - Sauna


    - schwimmen


    - tanzen


    - persönliche Tiefpunkt-Liste schreiben bwz. durchlesen


    - Photos von sich selber anschauen


    - sich selber Zettelchen schreiben und in der Wohnung, in den Klamotten und dem Geldbeutel verteilen


    - Adressliste, zu wem man jederzeit, auch nachts, hingehen kann


    - immer und überall eine Wasserflasche dabei haben


    - Abstand halten zu Saufkumpanen, Sauforten, Saufanlässen


    - Lebensmittel ausmisten


    - Tagebuch schreiben


    - hier im Forum über die Suchfunktion das Wort 'Notfallkoffer' eingeben


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    Dieser Artikel soll als erste Information und Einstieg gedacht sein für die Eltern von sucht- bzw. alkoholkranken Kindern.


    Wer möchte, kann sich hier gerne beteiligen.


    - Kann man ein suchtkrankes Kind "in Liebe loslassen"?

    - Wie kann Abgrenzung zum Kind gelingen?

    - Wie kann ich helfen? Kann ich überhaupt helfen?

    - Bin ich selber co-abhängig geworden?

    - Was ist mit den Enkelkindern?

    ...


    Thema: "Hilfe, mein Kind ist suchtkrank!"

    Hallo,

    hier können wir Ideen und Textbausteine sammeln für einen Artikel, der sich speziell an EKAs wendet!

    (EK bzw. EKA = Erwachsene Kinder von alkoholkranken Eltern)


    - Wie ist es in einer Alkoholikerfamilie aufzuwachsen?

    - Scham, Schuldgefühle und die vertauschte Verantwortung...

    - Ist es ein Unterschied, ob die Mutter oder der Vater trinkt?

    - Bin ich selber suchtgefährdet?

    - Werde ich automatisch co-abhängig?

    - Wie kann ich mich aus der vorgelebten Suchtstruktur lösen?

    - Was ist später, wenn die trinkenden Eltern alt und krank werden?



    Thema: "Meine Eltern trinken!"

    Hier kann alles wichtige dazu gesammelt werden:


    Thema: Arztbesuch und Entgiftung


    Viele haben ja Angst vorm Arztbesuch oder denken, der ist überflüssig.

    Wieso raten wir immer und immer wieder dazu?, siehe Artikel "Kalter Entzug"!


    Vielleicht hilft es anderen zu lesen, wie der Arztbesuch abläuft, was da genau untersucht oder besprochen wird und wie dann eine Entgiftung aussehen kann, z. B. ambulant oder stationär.

    Hallo!

    Ihr kennt ja alle unsere Artikel-Seite.

    Artikel - Alkoholiker Forum


    Hier veröffentlichen wir nach und nach Artikel zu bestimmten Aspekten unseres Forenthemas.

    Aktuell haben wir:

    - Grundbausteine für ein nüchternes Leben

    - Erste Schritte aus der Co-Abhängigkeit

    - Kalter Entzug


    Die Artikelseite wird auch rege von Menschen genutzt, die sich erst einmal informieren, aber noch nicht fürs Forum anmelden wollen.

    Bisher haben nur wir, also die Moderatoren, die Texte gemeinsam verfasst.


    Geplant sind weitere Artikel zu folgenden Themen:

    - Vom 1. Arztbesuch bis zur Entgiftung

    - Der Notfallkoffer

    - Rückfall - Was nun?

    - Meine Eltern trinken

    - Mein Kind ist süchtig

    ...


    Wir sind ja eine große Selbsthilfegruppe mit trockenen Alkoholikern und Kindern, Eltern und Angehörigen von Alkoholikern. Auch wir Moderatoren sind alle selber Betroffene. Wo, wenn nicht in allen unseren Köpfen, steckt genau die Lebenserfahrung, die in diese Artikel einfließen sollte?


    Wer also möchte, kann gerne mitmachen beim Brainstorming für die nächsten Artikel! Gesammelt werden Textbausteine, Inhalte, Formulierungen, Ideen, Unterpunkte....


    Nichts davon soll irgendwo abgeschrieben sein, von daher möchten wir für die Artikel keine noch so schlauen Zitate aus Büchern übernehmen. Denn es geht um UNSERE Erfahrungen. Die sind authentisch und bewährt.


    Aus den gesammelten Ideen zu den jeweiligen Themen werden wir im Mod-Team die Artikel ausformulieren und dann veröffentlichen.

    Eine echte Team-Arbeit also, bei der jede/r mitmachen kann!


    Ich werde nachher die entsprechenden Themen eröffnen.


    Ich wünsche uns viel Spaß beim gemeinsamen Brainstorming!

    Linde

    Hallo al hl,

    herzlich Willkommen hier bei uns!

    Ich bin selber EKA und weiß, wie zermürbend das manchmal ist. Man meint, man könne helfen, aber nix geht. Sie haben ihre Entscheidungen getroffen und von außen kann man nichts erzwingen.


    Wenn dein Vater im Sterben liegt, dann würde ich versuchen herauszubekommen, ob er eine Pflegestufe/grad hat. Ab einem bestimmten Grad hat man nämlich das Anrecht auf häusliche Pflege. Wer kann einem da beraten? Der nächste Pflegestützpunkt/Sozialstation/gemeindepsychiatrischer Dienst. Die helfen einem auch durch die Bürokratie und die Anträge und die Gutachten-Termine. Alles nicht so schlimm wie es sich anhört.


    Möglicherweise wäre das genau die Entlastung, die dir und deiner Mutter wirklich was bringen würde.

    Klar will man helfen, aber man kann das ja delegieren!

    Es gibt Hilfe für den Haushalt und häusliche Pflege. Beides wird über die Pflegekasse bezahlt und von den Sozialstationen oder anderen Trägern geleistet.

    .... wenn es deine Eltern denn annehmen.


    Wenn sie das nicht wollen, würde ich mich ausklinken. Man selber kann eben nicht alles selber machen, sonst geht man kaputt.




    Nochwas zu den Schuldgefühlen. Ich übersetzte es mal mit fehlprogrammiertem Verantwortungsbewußtsein. In einer Alkoholikerfamilie vertauschen sich nämlich unweigerlich die Rollen. EIGENTLICH müssten nämlich die Eltern für die Kinder da sein. Lass dir das bitte auf der Zunge zergehen. Das wäre nämlich der Normalfall.


    In einer Alkoholikerfamilie wird es von den Erwachsenen so hingebogen, daß Kinder und andere Angehörige "Schuld" am Trinken seien. "Wenn du bessere Noten heimbringen würdest, müsste ich nicht saufen. - Wenn ihr leiser spielen würdet, würde er weniger trinken. - Wenn du dies und das und sonstwas machst, dann hört er auf zu trinken..............................."


    Quatsch!


    Kinder sind niemals verantwortlich für den Alkoholismus der Eltern.

    Aber sie bekommen die Verantwortung aufgehalst und da man als EKA damit aufwächst, ist das wie Gehirnwäsche. Das mit deinem Schuldbewußtsein ist etwas, was dir das kranke Familiensystem eingepflanzt hat und jetzt ein Eigenleben entwickelt hat.


    Normal wäre, daß ein Kind umsorgt, gefördert und fit für die große weite Welt gemacht wird. Und dann losgelassen wird. Dann kommt es auch gerne mal wieder zu Besuch.


    Krank ist, daß ein Kind Schuldgefühle und Verantwortunge zugeschustert bekommt an der Sauferei der Eltern, daß es jahrzehntelang im Familiensumpf gefangen ist und Magengeschwüre bekommt bei der Vorstellung, mal in Urlaub zu fahren...


    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Seeblick,

    vielleicht ist es einfach Zufall.

    Mir ist diese Woche genau das Gegenteil aufgefallen.

    Gefühlt in jeder 4. Straße steht irgendwo eine Kiste oder ein Karton an einem Hoftor oder auf einem Gartenmäuerchen. Darin sind Sachen zu verschenken! Gestern entdeckte ich hier im Dorf etliche noch richtig gute kleine Bilderrahmen und heute paar Dörfer weiter einen Krimi von Agatha Christie.

    Dann habe ich im Drogeriemarkt so eine herzliche, kompentente Beratung über meine Ernährungsumstellung bekommen, da war ich platt. Die Mitarbeiterin war sooo gut ausgebildet, echt beeindruckend. Und heute war ich bibbernd und zitternd beim Arzt. Was hatte ich Angst, aber der Arzt war sooo nett, hat alles gut erklärt, in breitem Dialekt, das tat einfach nur gut. Für meine eigentliche Behandlung wird eine Freundin mich zum Termin fahren, die sich extra für den Tag frei nimmt.

    Neulich radelte ein mir völlig unbekanntes Kind an meinem Hoftor vorbei und sagte "Guten Morgen", da mußte ich grinsen, so habe ich mich gefreut.

    Vermutlich ist es Zufall. Aber ich dachte, ich stelle jetzt einfach auch mal so eine Glücklich-mach-Kiste vors Hoftor. Vielleicht mache ich unverhofft jemandem eine Freude.

    Lass dich nicht unterkriegen. Es gibt so Zeiten, wo irgendwie "alle" in einem anderen Universum unterwegs zu sein scheinen. Und irgendwann trudeln sie wieder ein. Zu mir kommt heute eine Freundin zum gemeinsamen Eis essen, die mich neulich keine 5 Min. vorm Termin versetzt hat, weil ihr Scheich plötzlich vor ihrer Tür stand. Da war ich nimmer interessant. Hinterher bekam ich den Eindruck, daß sie lieber mit mir Eis essen gegangen wäre... :lol:

    LG, Linde

    Hallo Sporty,

    beziehst du dich auf unsere Artikel, die oben verlinkt sind?

    Da fällt mir nämlich gerade auf, daß wir dort für EKA's noch gar nichts haben.

    Kommt aber noch, wir sind noch an den Hintergrundarbeiten.


    Aber schau mal hier:

    Forenleitung


    Das haben wir, also viele EKA's verschiedenster Altersstufen, über die Jahre zusammengetragen!

    Eine wahre Fundgrube an Aha-Erlebnissen.


    Vielleicht hilft dir das schonmal weiter!


    Lieber Gruß, Linde

    Das ist nicht verhext, sondern normal. Wie soll man sich abgrenzen, wenn es die eigenen Eltern sind?

    Wenn man als Frau einen Alkoholikerpartner verlässt, ist das wie man hier lesen kann, auch ein schwieriger Prozeß. Aber die Eltern? Oder andersherum, wenn man Elternteil ist und das erwachsene Kind trink? Wie soll man sich da abgrenzen?

    Es wird darauf hinauslaufen, damit leben zu lernen. Ich meine jetzt nicht resignieren. Sondern es als deren Krankheit akzeptieren, als ihre Lebensentscheidung. Denn das ist es: Es ist ihre Entscheidung, so zu leben. Sowohl Mutter als auch Vater haben ja die Wahl, wie sie leben könnten, was sie ändern könnten. Tun sie aber nicht. Dann ist das halt so.

    Wer sind wir, daß wir als Kinder, als EKAs, uns in deren Entscheidungen einmischen dürfen? Wir können nur unser eigenes Leben leben und unsere eigenen Entscheidungen treffen, für uns und unsere Kinder. Dein Ansprechpartner sollte dein Mann sein. Lass die Eltern wirklich mal wurschteln, das ist ihr Ding. Deine Eltern werden genauso wie meine Eltern einander seit Jahrzehnten umkreisen, das ist ein eingespieltes Team in einem kranken System. Keine Chance das zu knacken.

    Das ist für DICH auch gar nicht notwendig. Du kannst sie einfach wurschteln lassen. Aber du kannst den Abstand verändern. Du kannst deine Position verändern. Das muß gar nicht laut sein, da braucht es keinen Knall. Es kann ganz unaufgeregte Veränderungen geben, mal hier, mal da, inhaltlich, räumlich. Mach dein Ding draus, sieh es für DICH als Chance, so eine Art nachgeholter Pubertät.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Sporty,

    nein, eine bestimmte Situation gab es nicht.

    Ich bin einfach mit 18 daheim ausgezogen, damals zu einem Freund, später in eine Winz-Wohnung während der Lehre. Ich bin nie wieder zurück in das Elternhaus. Mein Zeug ließ ich da. Irgendwann hat mein Vater aus meinem Kinderzimmer einen Hobbyraum für sich gemacht, das fand ich gut.


    Altersbedingt hat das mit dem Auszug sich normal angefühlt, nix wie raus! Habe dann Lehre und Beruf gemacht, bin viel rumgekommen. Damals gab es einen sehr losen Kontakt, Postkarten zum Geburtstag und Weihnachten, selten mal ein Telefonat. Ich wollte einfach nichts mehr mitbekommen und mich einfach mal um mich selber kümmern. Habe dann Therapie gemacht, stand im Beruf, habe meine Hobbys und Freundschaften gepflegt. Über all die Jahre bin ich zur Ruhe gekommen und innerlich stabil geworden, also weitgehend. Klar haut mich ab und zu mal etwas aus den Latschen.


    Den ersten richtigen, wirklich freiwilligen Kontakt hatte ich vor ca. 10 Jahren, also nach sehr, sehr langer Zeit. Ich bin wieder in dasselbe Dorf gezogen, aber nicht ins Elternhaus. Es gab schöne Gespräche, auch meine Mutter war anders drauf. Sie trank zu der Zeit noch. Dann vor ca. 2 Jahren, ich weiß es gar nicht mehr genau, hatte sie plötzlich eine lebensgefährliche Symptomatik aufgrund ihres Alkoholismus. Sie wurde im Krankenhaus 2 x notoperiert. Von da an hat sie keinen Schluck mehr getrunken. Das war wohl ihr Tiefpunkt = Wendepunkt. Sie hat jetzt obwohl sie schon sehr alt ist, eine wunderbare Entwicklung genommen, ihr gehts körperlich altersentsprechend. Aber seitdem ist unser Verhältnis sooo innig und lieb, davon habe ich mein Leben lang geträumt. Endlich habe ich eine Mama.


    Das ist so ungefähr meine Geschichte.

    Ich glaube ohne die räumliche Trennung hätte ich es nicht geschafft, mein eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Allerdings bin ich alleine und kann meine Entscheidungen entsprechend treffen. Bei dir sieht das anders aus. Schwierig wenn Kinder da sind. Ich wollte mich hätte damals jemand am Schopf gepackt und woanders wieder abgesetzt, nur raus da. Aber ich bin damit aufgewachsen und habe die ganzen Suchtmuster verinnerlicht, wie man eben als Kind alles verinnerlicht, was man vorgelebt bekommt.


    Lieber Gruß, Linde

    Zitat

    nächste Woche wollen wir uns nochmal treffen,

    Hallo Schokohasi,

    solche "letzten Treffen" sind für manche Frauen tatsächlich zum letzten Treffen geworden. Leider ist das so. Bitte paß sehr, sehr gut auf dich auf und triff Vorkehrungen, damit dir nichts passiert.

    Zum Beispiel: Treffen in der Öffentlichkeit in einem Café, deinen Vater mitnehmen, auf gar keinen Fall irgendwo in der Pampa spazierengehen, Handy immer greifbar, sag vorher deinen Eltern wann und wo du dich triffst, lass dich bringen oder abholen...........


    und überlege, ob das "letzte Treffen" überhaupt sein muß. Denn meistens ist alles schon zig mal gesagt worden.

    Er wird eine Riesenbeschwichtigungsshow abziehen, vermute ich, und wenn er merkt, daß du weg bist, kann es kippen und gefährlich werden. Bitte unterschätze es nicht.


    Ich freu mich für dich, daß du dein neues Leben anpackst.

    Aber für ihn ist die Beziehung noch nicht abgeschlossen, vielleicht reagiert er völlig irrational, zumal man nicht weiß, wie hoch sein Pegel ist. Pass gut auf dich auf.


    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Sporty,

    meine Mutter hat auch 'heimlich' getrunken. Jeder wußte es, aber sie glaubte, daß wir nichts mitbekommen. Bei mir war es allerdings so, daß ich es als Kind schon wußte.

    Ich bin mit 18 daheim ausgezogen, aber hatte noch sporadisch Kontakt.

    So wirkliche Treffen gabe es erst wieder, als ich ca. 45 war. Jetzt bin ich 55.

    Selber habe ich keine Kinder.

    LG, Linde

    Hallo Sporty,

    ohne räumliche Trennung sich emotional zu lösen ist schwieriger.

    Aber man kann mit der Zeit lernen bei sich zu bleiben.

    Du hast ja sicher im Forum schon etwas quergelesen. Du bist mit deinen Sorgen nicht allein.

    Wenn du oben in der blauen Leiste das Feld VORSTELLEN mit der Maustaste überfliegst, erscheint das Feld BEWERBUNG. Bitte schreib dort nochmal ganz kurz, dann wirst du fürs Forum freigeschaltet und kannst in den Erfahrungsaustausch einsteigen.

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Sporty,

    herzlich Willkommen in unserer SHG. :)

    Dein Ansatz, dir Hilfe für dich zu suchen, ist der richtige Weg.

    Ich weiß es aus eigener Erfahrung, daß man die Eltern (bei mir war es die Mutter) nicht von außen "trockenlegen" kann. Gespräche, Drohungen, Hilfsangebote... Hat alles nichts gebracht.

    Ich konnte erst meinen Frieden damit schließen, als ich ihre Suchterkrankung als ihre Verantwortung angesehen habe - und meinen Zustand als meine Verantwortung! Denn hier kann man ansetzen, bei sich selber.

    Ich habe erst mal Abstand gehalten, viele Jahre, räumlich und auch inhaltlich. Später, und auch jetzt, hat es sich ganz o.k. entwickelt. Aber es war ein langer Weg.


    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Lilli,

    wir kennen uns aus dem Vorstellungsbereich, ein paar Wochen her.

    Daß du ein ziemliches Paket herumschleppst, hatte sich angedeutet.

    Ich finde es gut, daß du das Paket hier "abstellst".

    So muß kein Kind aufwachsen. Mit solchen furchtbaren Erlebnissen und das auch über so lange Zeit.

    Es macht mich sprachlos, wütend und traurig, alles zusammen.

    Sucht ist eine irrationale Angelegenheit. Ich bin ja echt schon ewig hier, kann "mitreden", aber was letztlich in einem Suchtkranken vorgeht, daß er sein ganzes Leben wegschmeißt und seine Kinder gleich mit, das ist nicht zu begreifen. Sucht hat eine sehr starke körperliche Komponente. Der Körper gewöhnt sich an das Suchtmittel und kommt auf Entzug, wenn es fehlt. In dem Zustand sind Süchtige unerreichbar. Da ist nichts wichtiger, als an den Stoff ranzukommen.

    Das hat absolut nichts mit dir zu tun, wie sie sich dann aufführt.

    Das mag ein Hauch einer Erklärung sein, aber keine Rechtfertigung oder Freibrief.

    Am liebsten würde ich dich mal fest drücken. Was du für Kompetenzen entwickelt hast, um in dem Umfeld klarzukommen, ist etwas, was dir indirekt helfen kann, einen guten eigenen Weg einzuschlagen.


    Ich würde als erstes schauen, daß du deine Krankenversicherung bekommst. Das ist wichtig.

    Also immer wieder die Reihenfolge checken: Was ist konkret jetzt zu tun?

    Ruf die Krankenkasse an und lasse dich beraten, was machbar ist.

    Wer mir noch einfällt, ist die nächste Suchtberatungsstelle, die beraten nämlich auch Angehörige! Das mit der Krankenkasse ich echt wichtig, aber machbar.

    Ich denke, wenn du das in die eigenen Hände nimmst, wirst du hinterher mächtig stolz auf dich sein können.

    Das sind nämlich so die ersten Schritte. Ziel ist ja unabhängig zu werden.

    Weißt du, die Analysen, wie Suchtkrankheit funktioniert usw., klar beschäftigt das einen! Aber kennst du Rilke, der hat das damals schon so ungefähr gesagt, lebe die Fragen, dann leben sich die Antworten ganz von alleine in die Fragen hinein. Irgendwie so, aber du verstehst bestimmt was ich meine. Vieles klärt sich mit der Zeit von alleine, ohne daß man speziell Energie reingeben muss.

    Melde dich mal, ich würde mich freuen!

    Lieber Gruß, Linde