Hallo Pati,
herzlich Willkommen hier im Forum und speziell bei uns Erwachsenen Kindern.
Wenn dein Vater keine Hilfe annehmen möchte, dann möchte er wohl nichts an seinem Alkoholismus verändern. Von außen kann man da nichts machen. Ich habe bei meiner Mutter, die nun schon über 40 Jahre trinkt, auch nichts erreicht, keiner aus meiner Familie... Mir blieb nur, ihre Entscheidung zu akzeptieren und für mich Abstand zu halten. Einfach war das nicht.
Die Gründe für ihre Sucht liegen in ihrer Biographie vergraben, da sind Dinge, die sie sich wohl wegtrinken, betäuben muß. Es ist ihre Entscheidung, da nicht hinzuschauen.
Ich kann deine Aufgewühltheit und Verzweiflung so gut verstehen, Pati. Man meint immer, helfen zu können oder helfen zu müssen und es ist fast nicht auszuhalten, wenn der andere partout die Hilfe nicht annehmen will.
Aber die Eltern sind erwachsen und für sich selber verantwortlich, wie auch immer sie mit dieser Verantwortung umgehen...
Ein Alkoholiker muß am persönlichen Tiefpunkt angelangt sein, um Hilfe annehmen zu können. Vielleicht ist das für deinen Vater der Verlust des Arbeitsplatzes oder wenn seine Familie aufhört, sich um ihn zu kümmern. Das kann seine Chance sein aufzuwachen. Hilfe durch Nicht-Hilfe sozusagen.
Wie geht es dir sonst so? Wohnst du noch zuhause?
Viele Grüße, Linde