Wieder Kontakt aufbauen,geht das?

  • Hallo Kate,

    habe leider keine Erfahrung damit, da der Kontakt zu meiner Alk.Mutter nicht mehr besteht - aber eine Frage: Was erhoffst Du Dir davon genau?

    LG,
    Lavandula

  • glück auf kate

    Zitat von Kate24

    Meine Angst ist nun, dass es gar nicht möglich ist, mit dem Alkoholismus eines geliebten Menschen umzugehen, ohne sich dabei mit kaputt zu machen oder emotional abzustumpfen....
    Denkt ihr ich lüge mir selbst etwas in die Tasche, wenn ich annehme es doch zu schaffen.....?

    genau richtig erkannt ^ so wirds sein
    du kannst garnichts erreichen - nur er könnte etwas für sich tun

    :D
    matthias

    trocken seit 25.4.1987 - glücklich liiert - 7 Kinder - 17 Enkel

  • Liebe Kate,

    ich weiss nur von mir, ich würde es keinen Tag aushalten, mir wieder anzusehen, wie die Alk.Mutter ihr 'Leben' 'gestaltet' - man wird zum Werkzeug, weil es einzig und allein ums Saufen geht.
    Ich könnte mich dem nicht entziehen und alles, was ich mir aufgebaut habe, wäre in Gefahr. Woher sollte ich die Kraft nehmen, mit ihr umzugehen, die sie völlig uneinsichtig ist (sie hat ja kein Problem, nur ihre Umwelt, sie säuft auch nicht, sie trinkt nur ab und zu ihr Weinchen und Schnäpschen).
    Ich weiss noch, wie der Brief mit den finanziellen Unterhaltsforderungen (!) mich betäubt hat - ich hab ihn abgewiegelt und Klartext zurück geschrieben.
    All diese Mühe hätte ich mir nicht machen brauchen, wenn ich wieder einknicke und mich weiter täglich belügen und benutzen lasse.

    So sieht es jedenfalls bei mir aus. Und ich werde es weiter so halten. Es tut zwar immer noch etwas weh, aber ich bin ja sowas von besser dran als vorher, gesünder, glücklicher, lebendiger in jeder Hinsicht!

    Liebe Lavendelgrüße

  • Hi Kate,

    ich hab zu meiner Mutter Abstand aufgebaut, Kontaktabbruch kann/konnt ich mir nicht vorstellen. Vielleicht red ich mir auch leicht daher und es wär noch anders gekommen, wenn sie nicht vor über nem jahr aufgehört hätte zu trinken, wer weiß. Was ich aber weiß is, dass es nur weil sie aufgehört hat, nicht unbedingt einfacher wurde.

    Ich hab längere zeit meine Mutter auf den Alkohol reduziert, war vielleicht nötig für mich, um Distanz aufbauen zu können.

    Sie ist aber mehr als nur das, sie hat ihre Ecken und Kanten, genauso aber auch ihre guten Seiten - so wie (fast) jeder Mensch auch. Die gehören genauso zu ihr, egal ob sie trinkt oder nicht.

    Kontaktabbruch kann der "beste" Weg sein, wenns einem selbst dabei gut geht - siehe Lavendula. Mir fallen auch Leute ein wo noch Kontakt haben und für die's zu passen scheint, genauso aber auch wo's nicht gut geht bei. Ich denk da gibts kein Standard, hier liegts an jedem selbst, das passende zu finden.

    Zitat

    ... denn ich bin vielleicht zu jung und habe die Sache 1000x komplett durchgedacht und komme nicht mehr weiter (brauche Anregungen/Inspiration von außen)


    vielleicht ist auch die Anregung die du brauchst, entweder das es klappt oder das du sprichwörtlich auf die schnauze fliegst. Zwar nicht zu wünschen, aber bei manchen Erfahrungen braucht ich das dann einfach um mich mit meinen weiteren Entscheidungen wohl zu fühlen :oops:

    LG Dani

  • Liebe Kate,
    mit solchen Dingen habe ich keine Erfahrung kann Dir da also nicht weiterhelfen.

    Nur denke ich für mich, wenn es ein Bedürfnis ist mit einem Elternteil (die uns ja geboren haben und Entbehrungen auf sich genommen haben) in Verbindung zu bleiben so wird das notwendig sein um mit sich selber heute und in Zukunft klar zu kommen. Niemals sagen müssen "hätte ich nur".

    Ich denke, wenn Dir bewußt ist, daß Gefahren für Dich im Kontakt bestehen, wenn Dir klar ist, dass Du nicht helfen kannst und Dir evtl. Hilfe einer Selbsthilfegruppe oder eines Therapeuten holst wäre das förderlich.

    Ich selber finde einen Therapeuten, neutralen Betrachter, schon in dem Punkt wichtig Veränderungen an mir zu sehen, die ich selber oder Freunde, die mich häufig sehen, nicht bemerken.

    Als mich meine Co-Abhängigkeit sehr im Griff hatte, durch den Partner, da habe ich mich äußerlich wie innerlich verändert. Ein geschulter Therapeut wird diese Veränderungen bemerken, ich selber vielleicht nicht. Auch innerhalb einer Selbsthilfegruppe dürfte das möglich sein.

    Gefährlich ist Dein Wunsch, aber nachvollziehbar und ich würde es wohl ebenso machen. Es gibt nichts schlimmeres, als jemanden zu verlieren und noch viele ungesagte Dinge stehen im Raum.

    Toi toi toi wünscht Dagmar

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