wie erträgt man es den vater fallen zu lassen.

  • Hallo jellybeen,

    willkommen hier im Forum.

    Ich wünsche dir, daß du die Antworten auf deine Fragen findest.

    Zitat

    wenn wir gehen ist das sein sicherer absturz.

    Kann sein, kann nicht sein. Und wenn es so wäre, dann könnte sein absoluter Tiefpunkt zum Wendepunkt werden. An dem er aufwacht und sich Hilfe sucht beim Arzt oder einer Selbsthilfegruppe.

    Ihr könnt nichts für ihn tun. Du kannst für DICH schauen, wie du damit klar kommst und schauen, welcher Abstand für dich lebbar ist. Du bist auch nicht zuständig für deine Mutter. Sie ist eine erwachsene Frau. Und auch sie kann sich professionelle Hilfe holen.

    Manchmal geht alles kaputt, leider ist das so. Wenn du deine Energie in dich, in dein Studium steckst, da kannst du etwas bewegen.

    Deine Wut, deine Trauer kann ich gut verstehen. Leider sind wir Kinder da machtlos.

    LG, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • 'n Abend Jellybeen,

    nachdem ich zu Hause ausgezogen war hatte ich noch Kontakt zu meinen Eltern, hauptsächlich wegen meiner Mama. Als sie sich von meinem Vater scheiden ließ hatte ich 2 Jahre gar keinen Kontakt zu meinem Vater.

    Ich kenne Deine Angst sehr gut, dass er total abstürzt und alles komplett ausser Kontrolle gerät. Ich hab's trotzdem durchgezogen - wenn auch mit schlechtem Gewissen - denn es ist ja immer noch mein Vater, den ich andererseits ja auch liebe. Aber es hat mir gut getan!!!

    Und siehe da - er ist nicht abgestürzt, sondern hat gelernt für sich selbst zu sorgen. Zu putzen, zu kochen, zu bügeln. Mittlerweile ist er wieder glücklich verheiratet - und trinkt weiter. Allerdings nicht mehr in dem Maße wie vorher, denn man ist ja kein Alkoholiker und will sein Gesicht vor der neuen Partnerin waren *hahaha*.

    Ich möchte Dir sagen, es ist Dein gutes Recht, den Kontakt einzustellen. Es ist sehr schmerzlich, aber es liegt in seiner Macht einen anderen Weg zu gehen, bei dem Du ihn sicherlich unterstützen würdest. Also betrachte es doch vielleicht nicht als endgültiges "fallen lassen".

    Und ganz ehrlich? Im Nachhinein würde ich mir wünschen, mein Vater wäre viel, viel tiefer gefallen. Denn dann hätte der Fall vielleicht den Umbruch gebracht...so ist er nur auf Watte aufgeschlagen...

    Kopf hoch und Nase steil in den Gegenwind!

    Lieben Gruß
    Bibs

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