Alkoholikerin und nicht Krankenversichert

  • hallo heike,

    herzlich willkommen im forum.

    sonnenstern ist doch schon mal ein anfang, denk mal in die richtung.

    mit entzugserscheinungen ist nicht zu spaßen, daß ist richtig. sie müssen aber nicht bei jeden so stark auftreten, ich bin/ war quartalstrinker und habe immer kalt, also ohne ärztliche hilfe entzogen. nur nach meinem letzten absturz ging ich aus angst ins krankenhaus.

    ich sage das ungern, aber wenn es garnicht geht, ist es besser alkohol zu hause zu haben bis die entzugserscheinungen weg sind. wenn sie zu stark werden lieber etwas trinken.

    die beste lösung ist, zur suchtberatung und dort dein problem schildern, es gibt immer möglichkeiten wenn du willst. wenn du mittellos bist, daß ist auch in der heutigen zeit nichts wofür du dich schämen mußt, bezahlt die entgiftung die rentenversicherung.

    wenn du vom alkohol weg kommst, dann bekommst du dein leben auch wieder auf die reihe, übernehme verantwortung für dich selbst, jeder kann es schaffen.

    ich wünsche dir kraft

    liebe grüße

    schorni

  • Hallo Sonnenstern,

    ein herzliches Willkommen im Forum.
    Auch ich bin noch ziehmlich neu hier, doch ich habe es bis jetzt keine Sekunde bereut. Da du ja hier schon ein wenig gelesen hast, wirst du sicher viele Parallelen zu deinen Problemen von anderen Betroffenen feststellen.
    Wichtig ist, dass man in der ersten Zeit versucht, den Fallen aus dem Weg zu gehen, die einem der ehemalige Freund der Alkohol stellt.
    Wüsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen!

    Bis bald Andreas

    PS: Das Problem mit dem Schreiben von Beiträgen hatte ich vor einigen Tagen auch einmal, war aber am darauf folgenden Tag wieder weg. Wenn es wieder auftaucht, einfach mit der Mouse im Antwortfenster herumklicken, dann funktioniert es wieder für einige Zeit.

    "Und mein Weg ist immer noch nicht zu Ende, und wird es auch nie sein, denn die Alkohol-Krankheit tragen wir in uns, zwar schlafend solange wir abstinent leben, und abgespeichert in unserem Suchtgedächtnis." (Rose)

  • Hallo Sonnenstern und auch von mir ein herzliches Willkommen

    Als erstes musst du dafür sorgen, dass du wieder in die Krankenversicherung kommst, also den ALG II Antrag stellen, du verschenkst doch sonst jeden Tag Geld. In die KV zu kommen, ist doch so wichtig, was willst du sonst bei einer normalen Grippe machen? Solange warten bis es zur Lungenentzündung gekommen ist? Auch wenn’s schwer fällt, du musst den Antrag stellen, unbedingt.

    Um auf deine Frage nach Krampf und Delirium aus deinem ersten Beitrag zu antworten, beim Krampf kannst du anfangs vielleicht noch merken, dass er kommt, aber nur dann, wenn du schon einmal einen gehabt hast. Der Krampfanfall sieht ähnlich aus wie Epilepsie und kann auch damit verwechselt werden. Beim Delir, um es einfach auszudrücken, fängt das Gehirn an verrückt zu spielen. Es kommt zu Unruhe- und Angstzuständen, Zittern später dann auch zu Sinnestäuschungen (sehen von weißen Mäusen usw.) und schließlich kommt es zum Verlust der zeitlichen und örtlichen Orientierung. Beides, Krampfanfall oder Delir treten aber so schnell auf, dass du keine Gegenmaßnahmen mehr treffen kannst. Aus diesem Grunde ist es so gefährlich, alleine zu entziehen.

    Du schreibst, dass du es neulich zwei Tage ohne Alkohol ausgehalten hast. Wenn du damals keine Entzugserscheinungen hattest, wie Zittern oder Schweißausbruch, dann ist anzunehmen, dass es jetzt auch nicht schlimmer kommen wird. Trotzdem, eine Garantie, dass nichts Schlimmes passieren wird, kann dir niemand geben.

    Hab auch herum experimentiert, um das Problem mit der versteckten Schrift herauszufinden, habe aber bis jetzt keine Erklärung dafür gefunden.

    LG Henri

  • Hallo Sonnenstern,

    ich denke du solltest jetzt Schritt für Schritt vorangehen. Nimm den Ratschlag von Schorni und Daisy an und suche erst einmal eine Suchtbratungsstelle auf. Dort kannst du sicher auch dein Problem mit dem ALG II - Antrag bzw. mit der Krankenversicherung ansprechen.

    Über die Gefahren, die nach einem erfolgreichen Entzug lauern, wie erstmal Orte meiden wo getrunken wird, keinen Alkohol im Haushalt haben ober alte mit Alkohol verbundene Aktivitäten meiden usw. kannst du hier im Forum nachlesen bzw. von den länger trockenen Mitglieden erfahren.

    Bis bald Andreas

    "Und mein Weg ist immer noch nicht zu Ende, und wird es auch nie sein, denn die Alkohol-Krankheit tragen wir in uns, zwar schlafend solange wir abstinent leben, und abgespeichert in unserem Suchtgedächtnis." (Rose)

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!