• Hallo 0prozent,

    meine Antwort bezieht sich auf deinen Beitrag zu dieser Problematik in dem Unterforum, wo dieser Beitrag zum ersten mal geschrieben wurde.

    Ich denke auf diese Probleme und Fragen sollte nur jemand antworten, der auch Ahnung und Erfahrung hat. Aus deinen bisherigen Beiträgen, lese ich keine Erfahrung über die Co-Abhängkeit heraus.
    Es ist vielleicht besser mal die Füße still zu halten und neue Mitglieder nur zu begrüßen.

    Andreas

    "Und mein Weg ist immer noch nicht zu Ende, und wird es auch nie sein, denn die Alkohol-Krankheit tragen wir in uns, zwar schlafend solange wir abstinent leben, und abgespeichert in unserem Suchtgedächtnis." (Rose)

  • Hallo 0prozent,

    ich suche hier keinen Streit mit dir, doch es gibt viele Beispiele, wo es nach langer Zeit mit der Partnerschachft wieder funktioniert hat. Warum sollte man da eine sofortige Trennung als Ratschlag geben?
    Hast du nicht auch lange gebraucht, um zur Einsicht zu geraten, das dir der Alkohol nur schadet?
    Ich werde hier nichts mehr schreiben, da es Thread von mango ist und ihr Problem nicht untergehen soll.

    Andreas

    "Und mein Weg ist immer noch nicht zu Ende, und wird es auch nie sein, denn die Alkohol-Krankheit tragen wir in uns, zwar schlafend solange wir abstinent leben, und abgespeichert in unserem Suchtgedächtnis." (Rose)

  • Hallo mango,

    mich beschäftigt eigentlich beim lesen der Antworten auf Deinen Post nur, dass Du gute Ratschläge bekommen hast, wie Du Deinem Freund helfen kannst. Doch ein wesentlicher Punkt bleibt unbeachtet, Dein Freund hat in seiner Wahrnehmung gar kein Problem! Er sieht noch gar keine Veranlassung sich helfen zu lassen.

    Er bestreitet dass sein regelmäßiger Alkoholkonsum irgendetwas mit Sucht zu tun hat!

    Er will auf harte Sachen verzichten? Ich selbst habe mehr als 20 Jahre Alkohol getrunken und fast niemals sog. harte Sachen konsumiert. Mein Konsum beschränkte sich vorwiegend auf Wein, Sekt und gelegentlich ein paar Bier. Volltrunken war ich auch sehr selten. In meiner Wahrnehmung habe ich nur abends meinen Wein zur Entspannung getrunken. Wie abhängig ich schon war, habe ich mir erst sehr, sehr viele Jahre später eingestehen können.

    Mango, bitte bedenke, Deinem Freund kannst Du nur helfen, wenn er sich seine Abhängigkeit eingesteht und bereit ist, sich hilfe zu holen, um sich dann sein Leben so einzurichten, dass er keinen Alkohol mehr braucht. Niemals mehr in seinem Leben. Er kann dann auch nicht mehr ab und zu mal ein Glas trinken.

    Was meinst Du, ist Dein Freund auch nur ansatzweise schon bereit dazu?

    lg
    Teufelchen

  • Hallo Mango,

    zumindest ist es schon mal gut, dass Du versucht hast mit ihm zu reden. Mich beunruhigt aber ein wenig was Du schreibst....

    Nur weil Dein Parnter keine harten Sachen trinkt, heisst es noch lange nicht, dass er kein Alkoholproblem hat. Dafür reicht auch Bier, Sekt, Wein etc. Mein Freund hat auch nie harte Sachen getrunken. Es waren auch immer "nur" 3-4 Flaschen Bier. Und das hat gereicht, um es ohne fremde Hilfe nicht lassen zu können.

    Ich denke Du solltest Dir klar machen, dass es nicht darauf an kommt, was man trinkt, wieviel und in welchen Abständen. Sondern vielmehr ist ausschlaggebend, ob man es auch einfach unterlassen kann oder eben nicht.

    Da Dein Freund scheinbar nicht bereit oder fähig ist, es ganz zu unterlassen, wird er wahrscheinlich ein Alkoholproblem haben. Helfen kannst Du ihm aber nur, wenn er sein Problem sieht und sich auch helfen lassen will. So lange er der Meinung ist, dass das alles ok ist, kannst Du wenig machen. Sicher kannst Du versuchen auf ihn diesbezüglich einzuwirken, aber wenn er nicht will, dann will er nicht.

    Wichtig ist, dass Du Dir darüber klar wirst, was Du wirklich willst. Wenn Du damit leben kannst, dass er jeden Tag etwas trinkt, dann lass alles so wie es ist. Wenn Du damit nicht leben kannst, dann musst Du ihm das deutlich machen. Das soll jetzt nicht heißen, dass Du Dich von ihm trennen sollst. Wenn Du ihn wirklich liebst, sollte das erst der allerletzte Ausweg für Dich und Dein Leben sein. Du musst ihm klarmachen, dass es Dir ernst ist. Denn egal was Du sagst, wenn er weiß dass es eh nur leere Drohungen sind, dann wird er bestimmt nichts ändern.

    Werde Dir erst darüber klar, was Du willst. Erst wenn Du das genau weißt, kannst Du Dich Deinem Freund gegenüber entsprechend verhalten.

    Ich wünsche Dir, dass ihr beiden das zusammen hinbekommt, und Du das Leben leben wirst, was Du Dir wünscht.

    Gruss, Lin

  • Hallo Mango

    Ein oder zwei Glas hört sich nicht nach viel an, kann aber trotzdem mit der Zeit zur Abhängigkeit führen. Du musst jetzt für dich entscheiden, ob du das auf Dauer mitmachen willst und kannst oder nicht. Wenn nicht, bleibt dir nichts anderes übrig, als ihm das so zu sagen und entsprechende Konsequenzen anzukündigen. Dabei muss dir klar sein, dass du diese möglicherweise auch ausführen musst. Vorher würde ich doch noch einmal versuchen ihm klarzumachen, was sein trinken auch für dich bedeutet und wie schlecht du dich dabei fühlst. Vielleicht sieht er es doch noch ein.

    Lieben Gruß in das weit entfernte sonnige Land, in dem es angeblich Alkohol nur mit der Liquor Licence für Nichteinheimische zu kaufen gibt.

    Henri

  • Hallo Mango

    Wenn er bereits abhängig ist, was ich von hier aus nicht beurteilen kann, dann wird er das nicht lange durchhalten. Denn ein Abhängiger schafft es auf Dauer nicht, nur zu bestimmten Zeiten zu trinken oder sein Trinken zu reduzieren. Aber, diese Erfahrung müsst ihr wohl selbst machen. Positiv ist jedenfalls, dass er sich nicht ganz dagegen sträubt und ihr miteinander darüber reden könnt. Um es sich leichter zu machen, sollte er in der Zeit, in der er sonst getrunken hat, eine Beschäftigung suchen um sich abzulenken und da kannst du ihm sicher behilflich sein.

    Lieben Gruß
    Henri

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