hallo ich freue mich euch gefunden zu haben, weil ich aus zeitlichen gründen kaum noch zu meiner selbsthilfe gruppe komme aber genau weiß wie wichtig es ist in kontakt mit "gleichgesinnten" zu halten.
Ich möchte euch kurz meine geschichte erzählen das ihr wißt mit wem ihr es zu tun habt.
ich heiße dorothea bin 43 mutter von 4 kindern (19,18,14u.7) und seit dem 18.10.2001 trocken, gott sei dank.
das trinken habe ich aus überforderung angefangen, meine beiden großen waren etwa 2 u. 3 jahre alt ich habe in meinem beruf (krankenschwester) beim drk gearbeitet, und hatte auch den ganzen haushalt allein zu bewältigen da mein mann ein richtiger macho ist und lieber mit seinen kumpel´s saufen ging als mal zu helfen. dazu kam, das wir umgezogen waren und ich keine freunde dort hatte. ich wollte alles perfekt machen was ich natürlich nicht geschafft habe. meistens lit der haushalt worüber sich mein mann tierisch aufregte, da habe ich dann abends beim fernsehen 1-2 bier getrunken da war dann das andere egal, das das immer mehr wurde ist klar. Das ich abhängig bin ist mir so anfang der 90iger klar geworden, nur was tun? die scham, das wissen versagt zu haben die angst vor dem gerede der leute, also vertuschen. ich glaubte damals wirklich ich könnte anderen was vor machen, dabei war der einzige dem ich was vor gemacht habe ich selbst. so ging es bis zum 17.10.2001 "fröhlich" weiter. ich bin mit 2 promille ins auto gestiegen und natürlich erwischt worden, meine nachbarin hat das mitbekommen und die sache dann in die hand genommen, ( termin beim arzt, suchthilfe u.s.w.) denn ich war gar nicht in der lage dazu aber mehr als bereit den weg zu gehen. und der war richtig hart, denn mein mann fing dann an exessiv zu hause zu saufen, ich bin ständig über irgendwelche flaschen gestolpert. da ich wegen meiner 4 kinder, die jüngste war erst 2, eine ambulante therapie gemacht habe, hatte ich die versuchung dauernd vor der nase. er wollte nicht das ich aufhöre, er wußte genau das er mich dann nicht mehr unter kontrolle hat, und ich wollte es ihm zeigen jetzt erst recht.
im frühjahr 2004 hatte ich dann die kraft ihn rauszuschmeißen, mittlerweile gehe ich mit meinen großen sogar in die disco, dort wissen fast alle das ich trockene alkoholikerin bin und respektieren das auch, wenn es ne runde gibt dann für mich kaffe oder saft, keiner hat ein problem damit. mir geht es ohne alkohol sau gut.
liebe grüße dorothea