• Hallo Lea,

    ein herzliches Hallo von mir.

    Es kann sein das Dein Mann noch kein Problem mit Alkohol hat, ohne Alkohol hat er ganz sicher eins. Wenn in der Partnerschaft ein Partner mit dem Alkoholkonsum des anderen nicht klar kommt, und der andere nicht in der Lage ist das Trinken sein zu lassen, ist das in jedem Fall alarmierend. Da haben sich schon unmerklich die Prioitäten verschoben, der Alkohol ist schon zu wichtig. Dein Mann zeigt momentan wohl noch nicht die Einsicht, inwieweit da eine Erkrankung vorliegt ist so schlecht zu sagen. Du wirst Ihn wohl vor die Wahl stellen müssen, was Du ja wohl auch schon angedeutet hast. Mit dem Thema ist auch nicht zu spassen, weil erfahrungsgemäss der Alkoholkonsum eher noch ansteigt in Zukunft. Hat Dein Mann mal gesagt , warum er so viel trinkt?? Also jeden Tag Alkohol ist auf jeden Fall zuviel.

    Gruss White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Lea und herzlich willkommen

    Welche Menge normal und zuviel ist, darüber wird man sich streiten können. Aber betrunken ist nun eindeutig viel zuviel. Wenn das regelmäßig jede Woche ist, dann spinnst du sicher nicht. Es ist jetzt für mich schwer abzuschätzen, ob er abhängig ist oder nicht. Dafür spricht, dass er täglich sein Quantum trinkt und zweitens, dass er bei Feierlichkeiten trinkt, bis er betrunken ist. Was aber noch eindeutiger darauf hindeutet ist, dass er seinen Vorsatz, auf sein Trinken Acht zu geben, nicht einhalten kann.

    Wenn er abhängig ist und vieles spricht ja nun dafür, dann wird er es nicht schaffen, nur eine bestimmte Menge zu trinken, sondern dann muss er völlig auf Alkohol verzichten. Unter diesen Gesichtspunkten kannst du vielleicht ein vernünftiges Gespräch mit ihm führen. Deine Ankündigung, dir eine andere Wohnung zu besorgen kann dann als Nachdruck dienen.

    Lieben Gruß
    Henri

  • Lea,
    Deine Geschichte entspricht meiner Geschichte - nur daß ich mich noch viel länger habe beruhigen lassen und sehr willig war meine Augen zu verschließen. Du spinnst m.M.nach definitiv nicht.

    Nun etliche Jährchen später hat mein Mann ein ausgewachsenes Alkoholproblem und ich muß mich zu der Erkenntnis durchringen durch mein Verhalten dazu beigetragen zu haben.

    Du bist auf dem richtigen Weg, aber drohe nichts an, wenn du es nicht durchziehen kannst. Es könnte für deinen Mann der richtige Schock im richtigen Augenblick sein.

  • Hallo Lea

    Hört sich doch schon gut an. Wenn er einsieht, dass er ein Problem mit dem Alkohol hat, ist eine Basis vorhanden, auf der ihr aufbauen könnt. Allerdings ist es auch erst der erste Schritt von vielen. Hat er auch schon etwas gesagt, wie er sich denkt, dass es nun weitergeht, denn es ist nicht damit getan, dass er sich das in der SHG angehört hat, sondern er muss jetzt selbst tätig werden.

    Lieben Gruß
    Henri

  • Hallo Lea,
    mein Mann hat auch schon 1,2 Beratungsgespräche wahrgenommen - immer, nachdem es gekracht hat und ich gesagt habe, dass ich mich trenne. Mein Mann hat es nicht für sich getan, sondern wegen mir (und vor allem, damit er dann seine Ruhe hat), und dann bringt es rein gar nichts! Ich hoffe für dich, dass deiner es ernst meint und es für euch noch eine gemeinsame Zukunft gibt. Ich drück dir die Daumen ;) Denk an dich und an dein Kind und erkenne deine Grenzen. Sonst gehst du kaputt daran, nicht dein Mann...

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