Isis - Hi, wie kann ich meinem Mann gegen Rückfälle helfen

  • Hi liebe Community,

    Bin noch neu, aber gerne am Erfahrungsaustausch teilnehmen.

    Ich bin fast 4 Jahre mit meinem Mann glücklich verheiratet. Seit ca. 3 Jahre ist eine offizielle Diagnose "Alkoholismus" bei ihm. Das mach ihm zu schaffen. Er war in einer Klinik, geht, wenn es seine Arbeitszeiten erlauben, regelmäßig (wöchentlich) zu AA Treffen, ließt alles mögliche zu dem Thema.

    Wenn er nichts getrunken hat, ist er der wundervollste hilfsbereiteste liebe Mensch den ich kenne und wir ergänzen uns super. Wenn er doch mal in ein Tief fällt, dann ist er genervt, teilweise aggressiv aber auch völlig neben der Spur. Leider weiß er Tags darauf nicht mehr was war.

    Leider kommt das meist vor, wenn ich länger arbeiten bin, oder mal was für mich machen möchte. Da komme ich Heim und muss mich erstmal um ihn kümmern.

    Wir leben auf dem Hof meiner Eltern und wie es auf dem Dorf so ist, gibt es immer zu besuchen oder was auch immer ein oder mehrere Biere. Er gibt die Schuld weiter und meint, dass sich meine Eltern davon trennen müssen, damit er nicht in Versuchung kommt. Ich habe ihm gesagt, dass er sich überall was hollen kann, muss ja nur einkaufen fahren. Er füllt sich ja alles in limo Flaschen um, um sich und uns zu täuschen.

    Könnt ihr mir einen Rat geben, wie ich mit ihm wieder auf den richtigen Weg kommen können?

    Danke

  • Hallo Isis,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Isis.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Isis!

    Herzlich willkommen, ich bin auch eine Angehörige, mein Mann hat viele Jahre getrunken.

    Seit ca. 3 Jahre ist eine offizielle Diagnose "Alkoholismus" bei ihm.

    Wenn er die Diagnose bekommen hat daß er Alkoholiker ist bedeutet das daß er entgiften muß und danach nie wieder Alkohol trinken darf. Er muß abstinent leben was auch einige Veränderungen im Leben bedeutet. Aber wenn er weitertrinkt wird der Alkohol immer präsent sein und es betrifft die ganze Familie, letztendlich leiden alle Familienangehörigen darunter.

    Er war in einer Klinik, geht, wenn es seine Arbeitszeiten erlauben, regelmäßig (wöchentlich) zu AA Treffen, ließt alles mögliche zu dem Thema.

    Das ist schonmal gut, es ist nämlich so trocken werden und bleiben kann nur er ganz alleine. Du kannst gar nichts machen es ist seine Aufgabe. Bestimmt ist ihm in der AA-Gruppe gesagt worden daß sein Zuhause alkoholfrei sein sollte.

    Er gibt die Schuld weiter und meint, dass sich meine Eltern davon trennen müssen, damit er nicht in Versuchung kommt.

    Da macht er es sich einfach, obwohl es äusserst ungünstig ist wenn der Alkohol so nah im Haus ist. Das käme ihm schon zugute wenn nichts mehr da wäre.

    Er füllt sich ja alles in limo Flaschen um, um sich und uns zu täuschen.

    Das kenne ich das hat mein Mann auch immer gemacht oder überall den Alkohol versteckt.

    Könnt ihr mir einen Rat geben, wie ich mit ihm wieder auf den richtigen Weg kommen können?

    Du kannst gar nicht viel machen es ist seine Aufgabe dafür zu sorgen daß er trocken wird und bleibt. Wir können den Alkoholiker nicht trocken bekommen daran scheitern wir. Wir können höchstens versuchen gut für uns zu sorgen damit wir uns nicht ganz im Alkoholstrudel verlieren. Es ist ja oft so daß sich alles nur noch um den Alkohol dreht.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

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