Jayne - Kurze Vorstellung von mir

  • Hallo an alle,

    ich bin Mama von 3 Kindern und mein (bald Ex) Mann ist aktuell in einer Entzugsklinik.

    Hier würde ich mich gerne austauschen und habe auch bereits vor der Registrierung hier einige Geschichten gelesen,

    die leider erschreckend ähnlich wie meine Geschichte ist.

    Freue mich aber sehr den Schritt hierher gewagt zu haben, ich habe viel zu lange nichts getan, vorallem nichts für mich.

    Viele Grüße und bis bald

    Jayne

  • Hallo Jayne,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Ja stimmt, die Geschichten hier bei uns Cos ähneln sich immer wieder auf gespenstisch Art und Weise. Auch meine gehört dazu.

    Für den Austausch bewerbe dich bitte hier: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Nach der Freischaltung geht es dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige weiter, da ist dann dein Thema. Aber du hast ja hier schon gelesen und weißt wahrscheinlich schon, wie es abläuft.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Jayne,

    und schon bist du hier, ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie an den roten Nicknamen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Aurora,

    vielen lieben Dank für die schnelle Freischaltung.

    Ich konnte den ganzen Tag heute mit meinen 3 Jungs im Garten verbringen.

    Das tat gut. Die Jungs wollten am Ende gar nicht heim.


    Meine aktuelle Situation macht mich ganz kirre.

    Kurze/lange Zusammenfassung: Ich hatte mich bereits mehrfach versucht zu trennen. Klappte allerdings nicht.

    Beim letzten mal war es dann so das ich mir irgendwie vorkam als hätte ich gar keine andere Wahl, als müsste ich ihm noch eine Chance geben.

    Wegen den Kindern (damals noch 2), wegen dem was er alles sagte das ich ihm ja schulde weil er für mich so viel aufgegeben hat, weil er wegen mir keinen Job mehr hat und wenn ich gehe er nichts mehr mit mir und den Kindern zu tun haben will. Genau letzteres wollte ich den Kindern nicht antun.

    Ich dachte es wäre sooo wichtig das sie auch einen Papa haben, das ich mich einfach wieder vergessen hatte und sagte wieder, dann versuchen wir es doch nochmal.

    Die erste Zeit war es dann auch anders, es lief gut und dann kam natürlich wieder alles wie es war zurück.

    Ich brauchte vor dem wieder schlechten "zurück" eine OP im Unterleib und dann wurde ich vor die Wahl gestellt, jetzt noch ein Kind oder vielleicht nie wieder eins.

    Da ich wirklich noch ein drittes Kind wollte, war für mich die Entscheidung klar. Auch wenn es im zweiten Moment dann bedenken wegen ihm gab.

    Eigentlich wollte ich ja gehen mit den 2, doch irgendwie (im nachhinein warum auch immer) dachte ich "diesmal" wirds anders.

    Jetzt schaffen wir es, ich bekam auch einen neuen Job, war dann Schwanger und wurde trotzdem angenommen. Fühlte sich an wie ein Neustart.

    Die Schwangerschaft war allerdings die Hölle, nicht wegen der Schwangerschaft selbst, sondern wie er mit mir umgegangen ist oder auch nicht.

    Denn richtig anwesend war er selten, ich hatte die Kinder trotz Risikoschwangerschaft selbst in die Schule und KiGa gebracht (zu Fuß),

    den kompletten Haushalt gemacht und bin noch arbeiten gegangen. Das alles ohne seine Hilfe bis zur Geburt.

    Bei der Geburt war ich dann sogar alleine und musste kurz nach der Geburt organisieren das die Großeltern die 2 größeren Kinder nehmen.

    Damit ich sicher sein konnte das sie in die Schule und KiGa überhaupt gebracht werden.

    Das musste ich auch tun als ich während der Schwangerschaft mehrmals ins Krankenhaus musste (das 1,5 Std entfernt ist, wegen Frühchenstation).

    Weil ich immer weider Wehen hatte mit dem ganzen Stress und der körperlichen Belastung.

    Seitdem war bei mir klar, ich werde nicht mehr alt mit Ihm. Ich werde, sobald es mir besser geht, die Jungs nehmen und ausziehen.

    Komischerweise war er seitdem ich ihm das dann gesagt hatte wie ausgewechselt. Er konnte auf einmal helfen, da sein und sich nützlich machen.

    Doch in meine Augen war es schon zu spät. Durch ganz blöde Umstände (die ich hier aber nicht nennen mag) mussten wir dann tatsächlich nochmal zusammen umziehen.

    Jetzt bin ich gerade auf der Suche nach einer neuen Bleibe nur für mich und die Kids.


    Da Er aktuell ja in der Klinik ist, bin ich mit den Jungs alleine und es klappt alles wie am Schnürchen seitdem er weg ist.

    Keine Streitereien mehr, keine ständigen Vorwürfe, auch die Kids fühlen sich besser und sind viel motivierter etwas zu tun genauso wie ich.

    Er fragte mich dann ob ich wirklich noch will das er auszieht, da er ja jetzt 1 Monat in der Klinik ist und nichts mehr trinkt.

    Ich sagte das er mich zu sehr verletzt hat als das ich einfach wieder sage "Es passt schon wieder alles"

    Jetzt werde ich von ihm so hingestellt als lasse ich IHN fallen, als wäre ich die böse und würde den Kids den Papa wegnehmen.

    Vor allem wirft er mir vor das ich IHN nur wegen der Krankheit, die er sich jetzt erst eingesteht, links liegen lasse und es mir jetzt einfach mache.

    Das macht mich so richtig wütend und gleichzeitig versucht mein Kopf wieder nachzudenken ob er Recht hat!

    Ich habe hier vor Ort einen Termin bei einer Therapeutin für Angehörige ausgemacht, allerdings erst im Oktober einen Termin.

    Für mich selber freue ich mich aber das ich diese Schritte bereits geschafft habe und selbst das redet er mir noch schlecht.

    Erstmal Danke das ich das mal wo loswerden konnte und ich freue mich weiter hier zu lesen.

    Falls ihr Fragen zu meiner wirren Geschichte habt, gerne her damit.

  • Hallo Jayne,

    es war mit meinem ersten Mann auch so, immer wenn er merkte, dass ich entschlossener wurde mich zu trennen, machte er eine Trinkpause. Und ich kam wieder in's Schwanken und Hoffen und bin geblieben. Und dann ging es von vorne los.

    Und jetzt wird es ernst und du bist entschlossen. Nun fährt er weitere Geschütze auf. Ganz klar. Da wird dir Schuld zugewiesen, das du die Familie zerstören würdest. Den Kindern das Familienleben wegnehmen würdest. Es wird an dein Gewissen appelliert, dass du ihn, jetzt wo er krank wäre, verlässt.

    Alles sowas ist bei Trennungen " normal", das hatte mir meine Therapeutin damals schon angekündigt und genau so kam es auch von ihm. So wie jetzt bei dir. Es hat nichts wirklich mit dir zu tun, was da kommt. Du hast das ungleiche Familienkonstrukt lange genug aufrecht erhalten,

    Es ist aber trotzdem schwer, diese Vorwürfe als falsch einzuordnen und die Gefühle auszuhalten. Aber anders geht das nicht. Der Weg geht durch den Schmerz, wie es heißt. Da ist was dran. Und du merkst doch selbst, wieviel entspannter du und deine Kids sind ohne ihn. Und es heißt ja auch nicht, dass sie ihren Vater nicht mehr sehen sollen.

    Nur ein Zusammenleben ist nicht mehr möglich. Für eure Lebensqualität und ein sicheres Umfeld für die Kinder.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Aurora,

    Danke für deine Zeilen,

    Es ist wirklich gruslig wie sich das alles ähnelt.

    War bei uns genauso, wenn ich von Trennung sprach dann klappte alles wieder und nach ein paar Wochen war alles wieder beim alten.

    Doch diesmal nicht. Ich will nicht mehr, auch wenn ich jetzt ein schlechtes Gewissen eingeredet bekomme.

    Ich habe bald einen Termin beim Anwalt wegen der Scheidung und allem.

    Von meiner Seite aus habe ich auch kein Problem das wir nach der Trennung nach wie vor etwas zusammen machen, ganz besonders wegen der Kinder.

    Doch hier blockt er ja total ab. Entweder das ganze Paket oder gar nichts mehr.

    Aber mal sehen ob sich das noch legt. Ich denke er steht noch am Anfang und kann vielleicht gerade nicht klar denken.

    Ich HOFFE einfach das es dann anders wird und wir trotzdem nicht im Streit enden. Mal schauen was die Zeit bringt.

    Und ja da hast du recht, ich und die Kids sind so viel entspannter und ein total tolles Team.

    Vielen Dank das ich hier einiges raus schreiben kann.

    Lese aber auch gespannt weiter andere Beiträge.

    Bis dahin schöne Tage

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