Beiträge von Aurora

    Hallo Honighummel,

    boah, wie ich sowas gehasst habe. Diese " tollen" Ratschläge... " Wenn du dich trennst, geht er ganz unter" war auch so ein Satz, den ich mir anhören musste. Und für einige Leute, zum Beispiel für meine Schwiegermutter, war ich zusätzlich noch Schuld an seiner Sauferei.

    Leider gibt es noch immer wenig Informationen, welchem Lebenschaos Angehörige von Alkoholikern ausgesetzt sind. Was das für sie bedeutet, was da mit den Angehörigen passiert, wieviel Stress, Angst, Hilflosigkeit und auch oft Gewalt da ist.

    Lass dich davon nicht verunsichern, wenn es geht. Keiner von denen lebt ja dein Leben. Solche Äußerungen und Ratschläge sind echt nicht nützlich. Darum ist eine Selbsthilfegruppe so toll, hier wird dir keiner sowas sagen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Honighummel,

    Ich schreibe heute viel... aber ich hatte heute leider ziemlich viel Zeit zum Nachdenken. Es geht mir so mies. Für manche muss dass so selbstmitleidig klingen, da sie viel, viel schlimmere Zustände erlebt haben. Aber ich kann es nicht anders sagen, es geht mir sau schlecht.

    Das Nachdenken ist gut und dass du den Schmerz zulässt auch. Da was zu verdrängen hilft nicht, sag ich aus eigener Erfahrung. Und selbstmitleidig klingst du nicht, eher wie ein Mensch, der um vieles trauert und vieles erkennt.

    Und andere haben nicht viel schlimmere Zustände erlebt sondern sie haben auch sehr schlimme Zustände erlebt. Ein Vergleich, was nun schlimmer war, nutzt dir nichts. Für dich ist das gerade äußerst schlimm und das ist, was zählt.

    Ich lass einfach mal einen Drücker hier.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Honighummel,

    Aber sobald ich bei ihm bin, merke ich, wie alle meine Vorhaben und Überzeugungen wieder schwammig werden.

    Wahrscheinlich auch, weil ich Angst davor habe, bei ihm Angst und Trauer zu sehen. Das halte ich so gar nicht aus - also bei allen Menschen, die mir etwas bedeuten. ... und eigentlich auch bei sonst fast allen Menschen. Aber bei denen, die mit etwas bedeuten, ist es besonders schlimm.

    Das ist schon ein Problem, dass ich zum Beispiel auch hatte. Und was mich immer wieder hat zögern lassen. Es ist das Gefühl, dass da ein Mensch ist, dem ich Unrecht tun könnte, ihm wehtun könnte. Da ist der Mensch, der irgendwie hilflos wirkt. Einsam.

    Und dadurch wurden Seiten in mir aktiv. Mitleid zum Beispiel, Angst einen Fehler, eine falsche Entscheidung zu treffen. Angst, dass ich die Böse sein könnte.

    Und diese Seite, diese Gefühle, ihn nicht verletzen zu wollen haben aber MICH verletzt. Ich habe Schmerz hingenommen damit er ihn nicht hat.

    Wie paradox und unsinnig das war habe ich lange garnicht gemerkt. Wieviel Verantwortung für seine Gefühle ich übernommen hatte dadurch auch nicht. Und wie wenig ich im Grunde mir selbst wert war. Ich habe mich selbst verletzt mit meinem Mitleid, das hat mich echt geschockt als ich das verstanden habe. Und auch wie wenig ich mir nur wert war, wie wenig meine Gesundheit, meine Seele, mein eigenes Leben was doch glücklich sein sollte mir wert war.

    Ich bin wütend und enttäuscht. Ich fühle mich hilflos, weil mir niemand anderes helfen kann, als ich mir selbst.

    So ist es. Du hast es in der Hand, dein Leben zu gestalten. Er gestaltet ja seins auch nach seinem Geschmack. Wut ist gut, sie kann ein sehr guter Motor sein in die Puschen zu kommen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo helianthus,

    diese Frau spielt sich echt auf, wer weiß was in ihr vorgeht oder was sie damit bezweckt. Es tut dir aber nicht gut, hintenrum wirst du abgewertet, dir Schuld und Verantwortungslosigkeit vorgeworfen und noch viel mehr.

    Vielleicht spiegelt sie ihre eigenen Gefühle, stülpt sie dir über und fühlt sich dann besser.

    Du hast das getan was du für dich richtig gehalten hast. Du hast Grenzen gezogen um dich und deine Familie zu schützen. Im Fall des Zusammenseins mit einem suchtkranken Menschen, der keine Einsicht oder Kraft hat, die Sucht zu stoppen, hast du genau das Richtige gemacht.

    Du brauchst dir nichts vorzuwerfen. Die Lebensgefährtin hat das wohl nicht geschafft und schlägt jetzt gewissermaßen um sich. Aber das hat mit dir nichts zu tun sondern nur mit ihr selbst.

    Das ist so meine Einschätzung aufgrund eigener Erfahrungen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Honighummel,

    Und selbst, wenn es noch nicht so schlimm sein sollte, wie bei anderen, ist es sehr sicher, dass es schlimmer wird, weil er nicht aufhören möchte zu trinken, richtig?

    Richtig.

    Und selbst wenn ich es mir einreden sollte (was ich eigentlich nicht mehr so richtig glauben mag), wären so krasse Stimmungsschwankungen, ständig herumstehende Bierflaschen und das schlecht machen von mir und anderen Menschen schädlich für meinen Sohn, richtig?

    Richtig.

    Und eigentlich kann ich doch nicht so schief laufen, dass meine Wahrnehmungen alle so falsch sind oder?

    Genau. Deine Wahrnehmungen sind richtig, vertrau darauf. Warum solltest du dir da was einreden, das 2as du siehst und fühlst ist richtig. Sonst würdest du es ja nicht so sehen und spüren.

    Liebe Grüße Aurora

    Herzlich willkommen Seestern,

    wenn ein Kind abhängig ist, ist das um ein Vielfaches schlimmer als wenn es sich um den Partner handelt. Denn die emotionale Bindung, die du als Mutter hast, ist nur sehr schwer zu lösen.

    Helfen geht nicht, das weißt du aber die Ängste und Sorgen sind ja trotzdem da.

    Hier ist der Link für den Austausch: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wenn du draufklickst öffnet sich ein neues Fenster, schreib da einfach kurz nochmal weswegen du hier bist.

    Du wirst dann freigeschaltet und dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Meike,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Nur bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Du erkennst sie daran, dass die Nicknamen noch in roter Schrift erscheinen.


    Du bist nicht zu empfindlich. Es macht dir ja verschieden ungute Gefühle. Er hat kein Problem, alle trinken ja - wie gut ich diese Argumente kenne. Damit spielt er sein Trinkverhalten herunter und du bist verunsichert.

    Lies dich ein bisschen hier ein, du wirst dich in vielen Threads wiederfinden. Es ähnelt sich immer wieder, dieses Zusammenspiel Alkoholiker/ Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Meike,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Dein Mann trinkt wieder, er war vielleicht nie richtig trocken sondern hat eine Trinkpause gemacht. Das ist mein Verdacht ob es wirklich so ist, weiß ich natürlich nicht. Ich habe sowas aber auch mit meinem ersten Mann erlebt. Irgendwann ist der Druck, den die Sucht verursacht, so groß, dass das Trinken wieder losgeht.

    Deine Angst kann ich gut verstehen und sie ist leider nicht unbegründet.

    Um dich austauschen zu können klick auf diesen Link: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib kurz was dazu, dann wirst du freigeschaltet und dein Thema findest du im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder.

    Liebe Grüße Aurora

    Guten Morgen Frieden, herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe,

    nach 27 Jahren Zusammenleben mit einem Abhängigen kann ich gut nachvollziehen, dass du nicht mehr kannst. Im Grunde genommen hast du wahrscheinlich schon viele Jahre lang oft über deinen Grenzen gelebt.

    Ich war selbst 26 Jahre lang mit einem Alkoholiker verheiratet, wobei er anfänglich noch nicht abhängig war aber schon gerne und missbräuchlich getrunken hat.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klicke den Link an, schreib kurz etwas, damit wir dich für den Austausch freischalten können. Du findest dein Thema dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Schmetterling,

    Nun weiß ich allerdings auch nicht, ob ich „übertreibe“, denn so viel wie manch anderer trinkt er ja auch nicht.

    Warum denkst du, dass du übertreibst? Die Situation und das Trinkverhalten deines Mannes triggern dich, lösen was in dir aus, tun dir nicht gut. Und genau DAS ist doch das Maß für dich. Es geht dir nicht gut damit. Punkt. Daran ist nichts übertrieben.

    Ich weiß noch von meinem ersten Mann, da dachte ich auch, er würde doch nicht so viel trinken wie andere. Zumal er das auch mir gegenüber immer wieder lautstark betont hat. Und ich hab mich immer wieder gewundert warum er immer wieder gewissermaßen von einer Minute zur anderen dermaßen weggetreten war.

    Ich hab das auf seine Medikamente gegen Epilepsie geschoben, er hatte ja eine Gehirnblutung gehabt. Und darauf, dass er eben dadurch noch immer gesundheitlich stark angeschlagen wäre, erschöpft wäre. Oh man, ich war so blö.... äh blind.

    Es hat echt lange gedauert bis ich dahinter kam, dass er seine Verstecke hatte, seine Tricks zum heimlichen Trinken. Seine Zustände hatten nichts mit seiner Gesundheit an sich zu tun sondern damit, dass er fast besinnungslos besoffen war.

    Ich frage mich heute noch, warum ich das nicht sehen konnte oder einfach verdrängt habe oder was auch immer.

    Was ich eigentlich sagen will ist, vertrau auf dein Bauchgefühl, auf deine Wahrnehmungen, die sind richtig.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe iwona,

    Mein Verstand sagt das ist gut , aber Mein Herz sagt was anderes.

    Das ist doch ganz klar, das Herz braucht immer bisschen länger. Aber deine Enkelin ist bestimmt eine tolle Frau und du und deine Tochter ihr seid ja da, wenn sie Hilfe braucht.

    Ich drück die Daumen, dass du die Nacht im Krankenhaus gut überstehst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Elara,

    das, was du über euer Gespräch schreibst, kenne ich auch von meinem ersten Mann. Nachdem ich mich getrennt hatte.

    Er war das Opfer, es ging immer nur um ihn, um seine Bedürfnisse, all sowas. Wie es mir ging war ihm nicht so wichtig. Zu der Zeit war er nüchtern also bei ihm lag es nicht am Trinken. Er war einfach so. Und da ich nach der Trennung noch sehr oft Kontakt hatte, hab ich im Grunde genommen unter Dauerbeschallung seines Selbstmitleides gestanden.

    Das war nicht gut für mich. Es hat ja trotz der Trennung und meiner immer größeren Gewissheit, dass ich nicht wieder mit ihm zusammenkommen wollte, was mit mir gemacht. Es hat sehr den Lösungsprozess verlängert. Mir auch Schuldgefühle und Mitleid gemacht.

    Wirklich besser ging das erst als ich ihn immer seltener getroffen habe und dann nur noch im Zusammenhang mit unseren ( erwachsenen) Kindern.

    Für ihn war das aber lange so dass er immernoch Hoffnung hatte, dass ich doch zurückkomme. Eben weil ich keine klare Grenze gezogen hatte.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Issi,

    Heute 17.00 hat er sein erstes Gespräch, ca 6-8 Leute, Psychologe und Experte ( AA Ungarn). Habe etwas Angst, daß die Unterstützung hier wg nicht vorhandenem Geld evt weniger gut als in Deutschland ist🤔 Den Link hatte ich ihm ja ins KH geschickt und da hat et sich beschwert, warum ich ihm das sende.

    Du hängst dich da voll in Dinge rein, die dich eigentlich nichts angehen. Du machst dir Gedanken um die Qualität der Selbsthilfegruppe, schickst ihm den Link... Das sind Dinge, die in SEINER Verantwortung liegen und es ist wichtig, dass er seine Verantwortung wieder übernimmt und selbst dafür sorgt, seine Abstinenz zu stabilisieren.

    Habe die ganze Zeit Kontakt zu seiner Tochter (26) und er hat sich gestern auch bei ihr geoutet, habe ihm gesagt, es wäre gut, wenn er seine Familie informiert.

    Auch solche Sachen wie das Outen ist ganz alleine seine Aufgabe und Verantwortung.

    ...ich werde ihn unterstützen ...

    Wie sieht denn diese Unterstützung für dich aus?

    Und ganz wichtig, was machst du für dich selbst?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Issi,

    die Sucht steht an erster Stelle, wenn sie nicht gestoppt ist. Und nach ihr kommt erstmal 'ne ganze Weile garnix. Das ist Fakt.

    Steht auch drinnen, es muss mit weiteren Anfällen gerechnet werden. Er sagt, es kommt von einem Virus.

    Aha, ein Virus. Mein Exmann hatte auch immer so merkwürdige angebliche Diagnosen auf Lager. Es lag nie am Alkohol...

    Finale Antwort von ihm: er hätte jetzt gerne einen Herzinfarkt, dann wäre alles vorbei. Er geht seinen Weg.....

    Auch DAS kenne ich. So Sprüche, super.

    Und das nicht drüber weiter reden wollen kenne ich auch. Es ähnelt sich sehr oft, wie solche Gespräche ablaufen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Issi,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, du erkennst sie an den roten Nicks.

    Wer alkoholabhängig ist und dann plötzlich und ohne ärztliche Begleitung keinen Alkohol trinkt, hat einen sogenannten kalten Entzug. Anscheinend war das bei deinem Freund der Fall. Ein kalter Entzug ist sehr gefährlich, es kann sein, dass außer starkes Schwitzen, Zittern, Kreislaufproblemen nichts weiter passiert. Aber es kann auch zu schlimmen Zuständen kommen und zum Tod führen.

    Es ist also gut, dass er im Krankenhaus ist und medikamentös behandelt werden kann und unter ärztlicher Aufsicht ist.

    Dass du zwischen den Stühlen bist kann ich mir vorstellen. Er ist dir ja einerseits eine große Hilfe, wie du schreibst. Aber Alkoholiker sind immer suchtgesteuert und das bedeutet, die Sucht kommt immer zuerst. Das ist ein sehr starker Drang konsumieren zu müssen. Und das macht Abhängige unberechenbar und mehr und mehr unzuverlässig.

    Bin momentan noch "zwischen den Stühlen", obwohl ich ihm heute geschrieben habe, dass er in Zukunft gerne weiter trinken kann, aber ohne mich....

    Solche Androhungen sind sehr mit Vorsicht zu genießen. Aus eigener Erfahrung. Ich habe meinem ersten Mann immer wieder mit Trennung gedroht, es aber nie umgesetzt. Er hat mich irgendwann ausgelacht und nicht mehr ernstgenommen. Und das kannst du hier auch bei anderen Angehörigen immer wieder lesen.

    Deswegen ist es gut nur solche Ansagen zu machen, die du auch einhalten kannst. Alles andere macht dich irgendwann unglaubwürdig.

    Liebe Grüße Aurora