Beiträge von Aurora

    Hallo kati, herzlich willkommen.

    Ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe nur die ersten 4 Wochen noch nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Erkennbar sind sie an den roten Nicknamen.

    Hinter jedem nassen Alkoholiker steckt ja auch noch der Mensch, das ist klar. Aber die Sucht hat immer das Kommando und viele Seiten des Menschen verschwinden im betrunkenen Zustand dahinter.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es irgendwann so ist, dass der Mensch, in dem Fall war es mein erster Mann, irgendwann garnicht mehr wirklich nüchtern war. Er hat fast rund um die Uhr getrunken, morgens hatte er noch immer viel Restalkohol im Blut.

    Ein vernünftiges Gespräch war kaum noch möglich.

    Ich weiß eigentlich wie es weiter gehen soll für mich. Aber ich bin mittlerweile so emotional angegriffen.

    Eine Trennung tut erstmal weh. Das ist doch normal. Aber der Schmerz wird weniger werden. Die Trennung ist der Weg dafür. Ein Zusammenbleiben würde den Schmerz auf andere Art nur noch verlängern.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Kicky,

    du hast dich getraut, dich hier anzumelden. Um dich mit anderen Mitbetroffenen austauschen zu können. Das ist ein sehr guter Schritt, dass du dazu den Mut hattest. Als ich anfing über meine Situation mit Außenstehenden zu reden, war ich erstmal richtig aufgeregt.

    Das zu wagen, denn ich habe mich auch dafür geschämt, dass ich in solcher Lage war und das schon so lange mitgemacht hatte. Für mich hat es sich erstmal angefühlt als wäre ich gescheitert. Was meine erste Ehe betraf. Mein Selbstwert war gegen Null.

    Und alles wirbelte in meinem Kopf und ich musste erstmal den roten Faden finden.

    Jetzt ist vielleicht auch in deinem Kopf ein großes Durcheinander. Wo kannst du anfangen? Suchtberatungsstellen, Lebenshilfe, das sind schon mal gute Ansprechpartner. Die auch rechtliche Seiten kennen. Weitere Ansprechpartner vor Ort.

    Und hier, dieser Austausch ist so wertvoll weil sich hier ganz viele Erfahrungen bündeln. Also atme mal tief durch, du bist nicht ( mehr) alleine.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo D.S.,

    Er ist ein guter Mensch

    Das spricht ihm auch niemand ab, dass er ein guter Mensch ist. Aber - er ist abhängig, süchtig. Und darunter verschwindet alles. Die Sucht hat das Kommando und er funktioniert auf Befehl. Gewissermaßen. Er kann Vieles einfach nicht mehr adäquat machen.

    Aber er bekommt dieses Laster einfach nicht los und es macht mich fertig,es macht mich kaputt,

    Es ist ja kein Laster, es ist eine Suchterkrankung und nur er kann sie zum Stillstand bringen.

    Ich fühle mich so verantwortlich für Ihn und kann ihn nicht einfach hängen lassen.Ich habe Angst das er dann völlig abstürzt und meine Kids dies erleben müssen.

    Trotz dieser Suchterkrankung ist er ein erwachsener, für sich selbst verantwortlicher Mensch. Verantwortung hast du für dich und auch für deine Kids, die sind noch nicht in der Lage, selbst für sich bestimmte Entscheidungen treffen zu können.

    Die Kinder erleben ja jetzt schon ein schräges Bild. Sie erleben ihren Vater, der betrunken ist oder sich seltsam verhält. Sie erleben dich, wie unglücklich und überfordert du bist.

    Ich hab mich nach 26 Jahren getrennt, meine Kinder waren schon erwachsen. Aber beide haben damals zu mir gesagt wie froh sie darüber wären. Sie haben ja mein Unglücklichsein lange miterleben müssen.

    Es heißt ja jetzt für dich auch nicht, dass du dich morgen trennen musst. Das kann dir sowieso niemand bestimmen, was du im Endeffekt für dich entscheidest. Aber du kannst dich vielleicht konkreter mit diesem Gedanken auseinandersetzen.

    Hier zum Beispiel, durch den Austausch und die vielen, vielen Erfahrungen von uns Mitbetroffenen. Es ist ja auch nicht einfach, alles aufzugeben. Das Haus, der Wunsch nach einer intakten Familie usw.

    Nur, ich hab für mich die Erfahrung gemacht, dass ich viel zu lange im Suchtsystem hängen geblieben bin. Und als ich endlich da rausgehen konnte war das mit vielen Verletzungen. Vor allem psychischer Art. Und die sind mir geblieben. Deshalb bin ich noch immer hier um das mitzuteilen, zu zeigen, dass es besser ist, es nicht so weit kommen zu lassen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Kicky, herzlich willkommen,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, erkennbar an den roten Nicknamen.

    Du schreibst

    übertreib ich vielleicht doch?

    Und:

    Es ist schon viel vorgefallen… vom Polizeieinsatz, Treppensturz usw.

    Also wenn sowas schon vorgefallen ist, glaube ich nicht, dass du übertreibst.

    Mein Exmann hat mir auch immer alles Mögliche eingeredet. Er hat geleugnet dass er betrunken wäre obwohl er schon nicht mehr gerade stehen konnte. Und oft genug kam der Vorwurf ich wäre Schuld, dass er trinken müsste. Weil ich eine so schlimme Frau wäre.

    Das hat mich sehr verunsichert und ich hab meinen Wahrnehmungen nicht mehr vertraut.

    Jetzt steht erstmal alles wie ein Berg vor dir. Der Entschluss, dich hier anzumelden, war sehr gut. Denn hier kannst du dich austauschen und sortieren. Und sehen, dass du nicht die Einzige bist, in solcher Situation. Und dass es Frauen gibt, die es geschafft haben, auszusteigen.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Sternenfee,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Nur bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. Das erkennst du an den noch roten Nicknamen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Sonnenblume,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Mit einer Ausnahme, bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern die noch nicht freigeschaltet sind. Du erkennst das daran, dass die Nicknamen noch in roter Schrift erscheinen.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Sonnenblume,

    herzlich willkommen.

    Als Angehörige ist es sehr schwer zu sehen, wie der Partner sich kaputt macht. Und du stehst machtlos daneben.

    Denn solange er keine Hilfe möchte kann keiner was machen. Der Wunsch zur Abstinenz kann nur durch ihn selbst erfolgreich umgesetzt werden

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/ hier kannst du dich für den Austausch bewerben. Klick einfach auf den Link und schreib kurz was dazu.

    Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe releaseme,

    zuerst mal herzlichen Glückwunsch zum neuen Zuhause. Dass du diesen Schritt gemacht hast war ein " Ja" zum Leben, zu deinem Leben und dem der Kinder.

    Vielleicht kann es dir helfen, eine Art Liste zu machen. Denn alles auf einmal ist zu viel um es gleich zu schaffen.

    Was ist jetzt das Wichtigste für dich was du erledigen kannst?

    Für mich war nach der Trennung und dem Umzug in meine Wohnung zum Beispiel das Wichtigste, mich gemütlich einzurichten. Mit kleinem Geldbeutel. Ich weiß noch wie ich damals mit meiner ( erwachsenen) Tochter einen ganzen Tag im Möbelhaus verbracht habe. Eine schöne Erinnerung.

    Und wie ich in einem Disounter zwei schöne Gläser gekauft habe, mit Erdbeermuster, die habe ich heute noch.

    Solche Prioritätenliste kann echt hilfreich sein. Und dass du um dein Leben, um deinen Traum einer Partnerschaft mit deinem Exmann trauerst, gehört dazu. Und darf sein und ist wichtig. Versuch doch dann, immer wieder den Blick nach vorne zu richten. Auf die Freiheit und Unbeschwertheit, die immer näher rückt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Engel,

    wow, du hast konsequent alles durchgezogen, super.

    Und das ist das Resultat:

    Am Sonntag war ich mit einer Gruppe wandern. Ich habe nette Gespräche geführt und mich körperlich betätigt. Der Tag war sehr schön. Morgen fahre ich bis Sonntag an die Nordsee auf ein Retreat. Ich möchte dort dann u.a. eine Art Digital Detox machen und auf Handykonsum verzichten. Mir geht es gut, bin zuversichtlich und ich fühle mich stabil aber auch "verwundet".

    Dass da noch eine Wunde ist, ist klar. Aber die kann jetzt verheilen denn du hast alles, was wieder an ihr kratzen und sie zum Bluten bringen könnte, weggeräumt.

    Jetzt geht's wieder um dein Leben, das dir guttut, Spaß macht und lebenswert ist.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Feuersalamander,

    Alles hat an Bedeutung verloren, es dreht sich alles nur um seine Krankheit....

    Genau DAS ist es, was alle Menschen um ihn rum kaputt macht. Die Sucht, seine Sucht hat Einfluss auf alles. Nicht nur er wird davon zerstört sondern auch seine Angehörigen.

    Und da stellt sich die Frage, gibt es eine Grenze die ich als Angehörige ziehen möchte, ziehen kann, ziehen muss. Stelle ich mir so mein Leben vor. Was macht das mit meinen Kindern?

    Ich lese aus deinen Beiträgen die große Überlastung, die Angst, die Wut die in dir ist. Über allem steht nur seine Sucht, die dich so belastet, dass du vom Leben an sich nichts mehr siehst. Wo ist Leichtigkeit? Lachen, Lebensfreude? Was oder wo ist eigentlich in der ganzen Situation DEINE Vorstellung von Lebensqualität?

    Was bedeutet das für dich? Und was wünschst du dir für deine Kinder, die diese Schwere ja auch mitleben. Und das tun sie. Ich habe genug erfahren von EKAs, hier in unserer Selbsthilfegruppe, in meinem familiären Umfeld kann ich sehen, wie sie selbst als Erwachsene noch davon beeinträchtigt sind.

    Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte.

    Das ist die Frage und das ist die Stelle, an der du ansetzen kannst. Wie lange hältst du das noch aus. Und: musst du das aushalten? Wer zwingt dich dazu?

    Ich wär so gerne wieder sorgloser, gelassener und einfach ich selbst. Das Leben genießen und mich über Kleidung aufregen, wie früher. Alles hat an Bedeutung verloren, (...)

    Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass du mit ihm als nassen Alkoholiker an deiner Seite das nicht erreichen kannst.

    Dieses Wort " Trennung", schon dieser Gedanke daran, das hat bei mir viel ausgelöst. Das löst viel aus. Veränderung macht auch Angst. Aber für mich war der Schritt die logische Konsequenz für: ich will leben, glücklich sein.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe orangeblau,

    ich kann sehr gut verstehen, dass in dir viele Fragen sind. Es ging mir damals auch so. Ich habe viel bei den Alkoholikern gelesen, das hat mir geholfen, mich selbst einordnen zu können.

    Es hat mir geholfen zu erkennen, dass ich keine Verantwortung für seinen Konsum hatte, dass ich keine Schuld daran getragen hatte, dass ich nichts hätte tun können.

    Daraus konnte ich Frieden mit mir schließen.

    Ich bin tatsächlich die Letzte, die dir irgendetwas unterstellen möchte. Du hast gelebt und gehandelt wie wir Cos das grundsätzlich ähnlich tun. Sonst wären wir keine Coabhängigen. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung dass es für mich dann auch wichtig war, auf mich selbst zu gucken.

    Auf ihn hatte ich lange genug geschaut, mich selbst vergessen. Es war wichtig, dass ich mich selbst wieder in den Mittelpunkt meines Lebens gestellt habe. Mein eigenes Leben nach und nach geordnet habe um meinen Weg, unabhängig von ihm, gehen zu können.

    Um meinen eigenen Wert wieder spüren zu können. Das war wichtig um mich lösen zu können.

    Mein Hinweis im Fragen an Alkoholiker Fädchen war dazu gedacht, dass du den Fokus wieder mehr auf dich legst. Es war nicht gemeint dich abzuwerten oder dir was zu unterstellen. Es tut mir leid wenn das so angekommen ist.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe orangeblau,

    Was waren denn eure jeweiligen Entzugserscheinungen während der nassen Zeiten, also nicht beim Beginn der Abstinenz, sondern währenddessen? Wie hat sich die Sucht für euch bemerkbar gemacht? Wird das immer schlimmer mit der Zeit? Wie kann man sich das vorstellen?

    Warum ist das für dich wichtig, das zu wissen? Es hat doch im Grunde genommen für dich keinen Nutzen.

    Versuch bitte den Fokus wieder auf DICH zu richten, in den Kopf eines Süchtigen zu blicken nutzt dir nicht wirklich was. Denn darauf hast du keinen Einfluss und es ist kaum nachvollziehbar, was da abgeht. Wenn du es nicht selbst an dir erlebt hast.

    Das meine ich nicht böse.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    mein erster Gedanke beim Lesen war auch ob du rechtliche Beratung hast. Was Haus und Finanzen, Unterhalt angeht.

    Die Gedanken, Ängste kommen, er hat ja auch oft genug gedroht und so. Das ist automatisch. Es kann helfen zu gucken, was realistisch davon ist also von den Gedanken. Dich zu informieren. Und abzulenken. Wenn du etwas machen kannst, egal was, auch wenn es nur bewusstes Atmen ist, bekommst du ein Gefühl, dass du etwas unter Kontrolle hast. Das beruhigt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Engel,

    vielen Dank für das Teilen deines Weges, für deinen Mut, das aufzuschreiben. Da ist viel Scham dabei, auch bei mir war es so.

    Du hast die Trennung ein zweites Mal geschafft, das finde ich echt stark. Ich hatte damals gedacht wenn ich zurück gehe schaffe ich es nicht nochmal.

    Es ist gut, dass du in therapeutischer Behandlung bist denn da steckt viel dahinter, was in einen geschützten Rahmen gehört.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Engel,

    ich hab dein neues Thema in dein altes Fädchen verschoben. Bitte schreibe hier weiter.

    Du sprichst da ein Thema an, was grundsätzlich in die Hände von Therapeuten gehört. Hier können dir Mitglieder ihre allgemeinen Erfahrungen über ihr Leben und die Trennung vom Alkoholiker mitteilen aber alles, was viel tiefer geht oder auch mit Coabhängigkei nichts zu tun hat ist hier ungeeignet. Wir sind ja alles Laien.

    Hast du denn therapeutische Unterstützung?

    Lieber Gruß Aurora