Beiträge von Aurora

    Hallo und willkommen Engel,

    Mir geht es wie so vielen Angehörigen hier, kann ich meinem Gefühl, das sein Alkoholkonsum problematisch ist vertrauen? Übertreibe ich und bin einfach nur die Spassbremse?

    Mir ging es auch so. Und irgendwann wusste ich, es ist egal ob sein Alkoholkonsum problematisch ist oder nicht, ich komme damit nicht klar. Und das ist doch wichtig. Das wichtigste.

    Du magst, wenn ich richtig verstehe, seinen Lebenswandel, also das Partymachen, seine Sauftouren mit den "Jungs" etc , nicht wirklich. Er will darauf nicht verzichten. Du hast Bauchknoten und ihr ward schon 5 Mal getrennt...

    Das sagt doch schon ganz viel aus.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo FataMorgana,

    Das Forenteam
    15. Mai 2021 um 17:15

    Hier ist der Teil unserer Artikel, in dem es um Coabhängigkeit geht. Da ist auch erklärt, was das bedeutet.

    Ich finde das, was Kopffuessler geschrieben hat sehr unvollständig. Denn Coabhängigkeit ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Ein Verhaltensmuster, das sehr ungesund und belastend ist. Da ist auch viel Suchtcharakter mit dabei.

    Ich rede bzw schreibe aus Erfahrung, denn ich habe lange in Coabhängigkeit gelebt, mich lösen können und meine Thematik erkannt und verarbeitet.

    Alkoholiker und Coabhängige passen durch ihr Verhalten, ihre Bedürfnisse, zusammen wie Puzzleteilchen.

    Coabhängigkeit ist, wenn ein starkes Bedürfnis besteht, helfen zu wollen. Sich wertvoll zu fühlen, wenn man helfen kann, unentbehrlich ist. Dafür wird über die eigenen Grenzen gegangen, man ist grenzenlos und ein " Nein" gibt es nicht. Die Coabhängige " opfert" sich, hält alles am Laufen, übernimmt immer mehr Verantwortung , auch für den süchtigen Partner.

    Der Abhängige kann so in Ruhe seiner Sucht nachgehen. Die Co macht und tut. Nimmt erstmal hin, was da passiert. Beginnt zu kontrollieren, wieviel der Partner trinkt. Ich selbst hab Markierungen an Schnapsflaschen gemacht um zu sehen, wieviel er säuft. Bierflaschen kontrolliert. Irgendwann festgestellt, dass er die mit Wasser aufgefüllt hatte und gekonnt den Kronkorken wieder draufgesetzt hatte.

    Meine Gedanken, mein Leben hat sich nur noch darum gedreht, wie ich ihn vom Trinken abhalten konnte. Ich dachte, ich müsse mich genug anstrengen und dann würde er aufhören. Er gab mir die Schuld, nur wegen meines Gemeckers musste er ja saufen. Anders wäre das nicht auszuhalten mit mir.

    Ich strengte mich immer mehr an. Grenzenlos und ohne Gnade für mich und meine Gefühle. Er erzählte mir, ich würde mich täuschen, selbst wenn er kaum noch stehen konnte erklärte er mir, ich wäre blöd und er wäre völlig nüchtern. Oder sein alkoholischer Atem käme von Enzymen in seinem Magen.

    Ich wurde immer verdrehter, traute meinen Wahrnehmungen nicht mehr.

    Ich hatte immer mehr Ängste, bekam körperliche Symptome, wurde immer erschöpfter, machte aber immer weiter. Ich redete, betitelte, schrie, heulte, dass er doch aufhören sollte zu trinken. Was Sucht bedeutet war mir nicht so klar. Und wenn er mal paar Tage nicht trank war ich voller Hoffnung, dass er endlich aufhören wurde.

    Ich klammerte an der Beziehung, hatte Angst, dass, wenn ich ihn verließ, er erst recht kaputt gehen würde. Ich fühlte mich schuldig und verantwortlich und unfähig.

    Ich könnte noch viel weiterschreiben. Ich war gefangen in Prägungen aus meiner Kindheit, das alte Frauenbild ist nichts anderes als das beste Mittel, Frauen in Coabhängigkeit zu bringen. Ich hatte kaum Selbstvertrauen, Selbstwert. Ich definierte meinen Wert über das, was ich in der Beziehung leistete.

    Ich hatte Existenzängste, wusste nicht ob ich alleine überleben könnte. Dabei war ich all die Jahre alleine gewesen. Denn mein Exmann war mit seiner Sucht verheiratet und ich war im Grunde genommen die Haushaltshilfe. Abhängige Menschen können nicht anders handeln, die Sucht bestimmt das.

    Er war abhängig vom Alkohol und ich war abhängig von ihm. Bis dass der Tod euch scheidet - oder einer endlich aussteigt aus diesem System.

    Von Schuld zu sprechen finde ich völlig verkehrt. Der Abhängige kann nicht anders handeln, die Sucht bestimmt das. Die Coabhängige kann nicht anders handeln, ihre Persönlichkeit macht, dass sie denkt, nur zum Besten für ihn und die Familie zu handeln. Es ist ein Teufelskreis.

    Das, was ich hier gerade aufgeschrieben habe ist nur ein kleiner Einblick in diese komplexe Sache. Es ist schwer, sich da rauszuarbeiten. Zu begreifen, dass ich keine Verantwortung für ihn und seine Sucht hatte war ein Meilenstein für mich. Zu lernen, mich wieder selbst zu spüren, meine eigenen Bedürfnisse zu erkennen, meine Grenzen zu verteidigen, " Nein" zu sagen, daß war echt anstrengend.

    So, ich hör jetzt mal auf, genug geschrieben...

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Vayana,

    ist doch gut, wenn du alles hier ablässt. Das befreit und gleichzeitig kann sich was sortieren.

    Ich hatte solche "Anfälle" auch damals. Schon als für mich Trennung erstmal nur eine Drohung an ihn war und ich wusste, ich kann das nicht durchziehen. Diese Gefühle haben mich dann immer wieder festhalten lassen.

    Als ich schon getrennt war hatte ich solche Gefühle einmal ganz extrem. Richtigen Druck hatte ich da und war drauf und dran, zurück zu gehen. Ich dachte, wie konnte ich ihm das zumuten, ihn alleine zu lassen, wie konnte ich ihm Unrecht tun, wie schuldig war ich doch an allem.

    Da habe ich echt einfach aushalten müssen bis diese Gefühle weg waren. Ich habe mir vor Augen geführt, dass ich ja schwerwiegende Gründe für die Trennung gehabt hatte.

    Und auf der anderen Seite… es sind so viele Hinweise… Zwischendurch massive Magenschleimhautentzündungen, Fettleber und erhöhte Leberwerte…, man sieht es ihm an, wenn er trinkt, seine letzte Partnerin hat sich wegen Alkohol getrennt…aber es ist ja gerade auch alkoholfrei möglich…selbst er hat es sogar vor einigen Jahren ausgesprochen…

    Sowas ist da total hilfreich, dass du dir das in's Gedächtnis rufst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen WirdWerden,

    Nach vielen vergebenen Versuchen Gespräche zu führen habe ich sie blockiert und aus meinem Leben gestossen - ich konnte nicht mehr.

    Damit hast du einen großen Schritt gemacht und für dich getan, was für dein eigenes, zufriedenes Leben notwendig ist.

    Alkohol ist ein Nervengift und verändert nach und nach den Menschen. Durch die Sucht wird alles andere unwichtig. Der nächste Schluck hat oberste Priorität.

    Ich hab das mit meinem ersten Mann erlebt. Ich bin nach und nach mit ihm in die Sucht gerutscht. Er alkoholabhängig, ich coabhängig. Nach der Trennung fing ich auch an zu überlegen, warum ich das so lange durchgehalten und mit mir hab machen lassen.

    Eine Selbsthilfegruppe wie unsere hier ist genau richtig um sich mit sich selbst da auseinanderzusetzen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Vayana,

    Ich habe mich entschieden, räumlich etwas Abstand zu bekommen, ich werde die nächsten Tsge mal mit mal ohne Kinder wo anders verbringen, weil ich den Kopf hier nicht frei bekomme

    Lässt du die Kinder dann alleine bei ihm? Oder sind sie dann woanders untergebracht.

    Auch wenn er gerade eine Trinkpause macht - die kann jederzeit zuende sein. Was, wenn er mit den Kindern alleine ist und sich wieder betrinken?

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Jump,

    das ist ja was... ich kann deine Gefühle so gut verstehen.

    Als mein Exmann nach einer längeren Pause wieder anfing zu trinken war auch für mich ein Tiefpunkt erreicht. Da bin ich innerlich zerfallen. Das war aber garnicht mal sooo schlecht denn da konnte ich mich endlich neu zusammensetzen.

    Ich habe, damals als ich auszog, meinem Ex sogar noch den Balkon schön bepflanzt. Um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen und mich besser zu fühlen. Völlig gaga von mir.

    Aber auch DAS und all die Ängste und Gefühle haben dazugehört. Gehören dazu. Auch mal ein Rückschritt. Wichtig ist doch, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Mut.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Jump,

    Alkohol war auch seit meiner Geburt immer ein Thema. Meine Urfamilie war groß und es gab immer was zu feiern. Alkohol war immer massig dabei und die meisten meiner Onkel und Tanten waren entweder alkoholabhängig oder coabhängig oder beides.

    Zu meinem ersten Geburtstag sollte mir ein Schnaps verabreicht werden, zum Glück habe ich den aber ausgespuckt sonst würde ich wohl heute nicht mehr leben. Ein Schnaps für eine Einjährige... wer kommt auf solche Ideen.

    Alkohol war immer ein Thema, ich hab mich von meinem ersten Mann mitziehen lassen, empfand das erstmal als " normal". Ich kannte das ja so, auf Feiern oder an Wochenenden musste das Besäufnis sein. Unter der Woche nicht. Das begann mich mehr und mehr bei meinem ersten Mann zu stören, für ihn musste es täglich sein.

    Ich hab viel und gerne mitgetrunken. An Feiern, an Wochenenden. Alle taten das. Ich mochte den Rausch und vertrug auch immer mehr. Bei ihm störte es mich immer mehr, er warf mir vor, ich würde ja selbst saufen. Er sollte aufhören, für mich kam das nicht in Frage. An den Wochenenden und auf Feiern gehörte das doch dazu. Und ich stürzte nie so ab wie er.

    Als es mit ihm immer mehr bergab ging wurde es auch bei mir mehr. Ich trank aus Frust und um alles aushalten zu können. Ich begann, mir um mich Sorgen zu machen. Ab einem bestimmten Punkt, als es immer mehr mit meinem Ex eskalierte, da hatte ich die Nase voll vom Saufen. Auch für mich.

    Ich trank nur noch selten mal was, hatte weder Lust auf Alk noch Verzichtsgedanken. Ich habe es nicht mehr gebraucht, nicht mehr gewollt und es war abstoßend für mich. Als ich mit Dante zusammenkam war es für mich schon normal geworden, abstinent zu sein. Sonst hätte das mit uns nicht geklappt.

    An meinem 50 ten Geburtstag, das ist demnächst 16 Jahre her, hab ich das letzte Mal Alkohol getrunken. Damals schon nur noch ganz wenig. Ich hatte einfach genug von diesem Gift. Und mit allem, was es mit meinem ersten Mann und ja auch mit mir gemacht hatte.

    Coabhängig wäre ich aber auf alle Fälle geworden, auch ohne meine eigene Trinkerei. Einfach weil ich so gestrickt bin.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Judith,

    das ist eine unheimlich schwere Zeit gerade.

    Du trauerst um deinen Mann und um das gute Leben, dass ihr in den ersten Jahren hattet. Und dann ist ja auch noch die Zeit, in der seine Sucht das Kommando über euer Leben hatte. Dafür wünsche ich dir viel Kraft und Mut, hinzusehen, anzunehmen und zu akzeptieren, dass du keine Macht darüber hattest, wie er war und was er getan hat.

    Natürlich frage ich mich oft warum mir das passiert, welche Fehler ich gemacht habe...

    Den zweiten Teil des Satzes lass mal weg. Von Fehlern zu reden ist eine negative Einstellung. Du hast keinen Fehler gemacht. Du hast gehandelt wie es für dich richtig und gut war in dem Moment.

    Aber dich zu fragen, warum es dich zu diesen beiden Männern hingezogen hat, kann dir schon viel bringen. Aber mach nicht alles auf einmal. Jetzt ist erstmal die Zeit der Trauer. Und des Sortierens, wie es nun mit dieser neuen Lebenssituation weitergeht. Komm erstmal in der neuen Phase an.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Judith,

    mein herzliches Beileid, das ist schlimm, einen Menschen auf diese Art zu verlieren.

    Ich bin keine Alkoholikerin sondern war coabhängig. Also mein erster Mann war Alkoholiker. Ich habe in meiner früheren Selbsthilfegruppe mal ein Paar gekannt, auch da hat der Mann sich suizidiert. Er hat so oft versucht aufzuhören und irgendwann fing er immer wieder an zu trinken. Er hat sich erschossen.

    Nun nutzt dir das wenig. Viel wichtiger ist doch, wie DU damit umgehen kannst. Deine Gefühle spielen mit Sicherheit Achterbahn.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo wieweit,

    ist dir klar, dass du massiver Gewalt gegen dich ausgesetzt bist ? Denn nichts anderes ist das. Er übt massive Gewalt psychischer Art gegen dich aus!

    Wenn ich hier lese wie schlimm es für Frauen mit Kindern ist, geht es mir doch noch richtig gut.

    Und du findest es gut weil du wenigstens keine Kinder mit ihm hast.

    Ganz ehrlich, das erschüttert mich regelrecht, wie du zulässt, dass er mit dir umgeht. Du hast Mitleid mit ihm, du solltest eher auf DICH gucken und Mitgefühl haben, dass du das zulässt.

    Hilfe hast du ja als Angebot zur Selbsthilfe hier in unserer Gruppe. Und hast du schon Hilfe rechtlicher Art gesucht? Einen Anwalt.Oder Beratung bei Caritas, Diakonie, solche Anlaufstellen?

    Ich glaub dir dass es vom Gefühl her eine furchtbare Überwindung ist aber es ist doch regelrecht überlebenswichtig für dich, aus dieser Situation rauszukommen.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo,

    Dante ist nun seit einer Woche aus seiner Reha zurück. Er konnte sich viel mitnehmen von dort.

    Und auch für mich war das gut, mal für mich zu sein. Nicht so im Alltagsallerlei zu versinken. Sondern Zeit für mich haben zu können.

    Und damit habe ich noch immer meine Probleme. Ich hatte immer zu tun. Mit Familienarbeit, Hausarbeit, Berufsleben,alles war immer wichtig. Nur ich nicht...

    Das heißt, doch, im Zuge der Trennung damals und der Veränderungen, die ich durchlaufen habe, habe ich mich auch wiedergefunden. Aber mit der Umsetzung hapert es oft noch. Nun ist ja die Enkelin hier und ich fühle mich schon auch verantwortlich und ich tu mich dann schwer damit, auch loszulassen. Ich denke immer, ich müsste doch da sein, müsste dies und jenes machen für sie, grenzenlos. Wenn sie anruft muss ich bereit sein.

    Und ja, neeee, muss ich nicht. Na klar findet sie es toll wenn Oma einspringt. Wenn es was Leckeres zu Essen gibt, sie mit dem Auto gefahren wird. Aber sie setzt das nicht voraus und verlangt das nicht . Das bin ich selbst.

    Und schwupps, schon bin ich wieder im altbekannten Funktionsmodus. Erst die Anderen, dann ich. Da will ich jetzt mal wieder achtsamer mit mir sein.

    Das ist eine ziemliche Sache. Oft bin ich halt auch erschöpft und mache dann nicht viel. Weil ich es dann einfach nicht schaffe.Da habe ich noch immer ein schlechtes Gewissen. Aber hier zuhause ist auch alles ordentlich. Warum also nervös sein wenn ich einfach nichts mache...

    Das heißt, ich mache ja dann nicht nichts sondern etwas, was mir Spaß macht. Netflix gucken, Buch lesen, nachdenken... Diese Muster sind tief eingeprägt. " Faulenzen" ist was Schlechtes. Etwas für sich tun ist was Schlechtes. Nööööö, is nich.

    Also mach ich mich auf zur Entdeckungsreise zu mir. Mal wieder. Gibt ja immer mal was Neues. Oder ich krame Altes aus wie meine Freude an Fotografie. Der Apparat liegt schon bereit :). Auf zu neuen Motiven, da hab ich Lust drauf.

    Aurora

    Hallo Momo,

    na ja, es gibt ja noch das Prinzip " steter Tropfen Höhle den Stein". Es immer wieder zu versuchen, immer wieder diese Grenze zu missachten, ist auch ein Verhalten. Oft führt sowas zum Erfolg, einfach weil der/ die Kontaktierte seine/ ihre Ruhe haben will. Und nachgibt.

    Wenn er immer wieder andere Nummern nimmt ist das schwierig aber auf eine fremde Nummer reagiere ich zum Beispiel garnicht sondern drück sie weg. Ich drück dir die Daumen, dass er es dann langsam mal kapiert.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Maja,

    meine Trennung ist jetzt 17 Jahre her. Da waren meine Tochter 25 und mein Sohn 22. Sie waren froh, dass ich endlich diesen Schritt gemacht habe und haben mich unterstützt. Sie haben ihren Vater geliebt aber hatten keine Achtung mehr vor ihm.

    Mein Exmann wurde im Zuge der Trennung nüchtern, für gut 4 Jahre. Dann lernte er eine trinkfreudige Dame kennen und fing wieder an. Im November 2018 ist er verstorben, mit 64 Jahren. Er hat sich totgesoffen.

    In der nüchternen Zeit hatten meine Kinder auch wieder Kontakt zu ihm, als er wieder trank wurde das immer weniger.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Maja und herzlich willkommen,

    die Vergangenheit ist wie sie ist, dass du nicht eher gegangen bist ist nicht zu ändern. Du hast es alles ja immer so gemacht wie du dachtest, es wäre das beste für euch.

    Aber ich verstehe das, es ging mir ja nicht anders. Ich hab mal einen ganzen Tag geweint damals als mir klar wurde, was ich ausgehalten und auch den Kindern zugemutet hatte.

    Jetzt bist du an einem neuen Punkt angekommen, du erkennst, dass es Zeit ist zu handeln. Das ist doch super. Der Austausch kann dir sehr gut helfen auch Wege für dich zu finden. Und du bist nicht alleine.

    Liebe Grüße Aurora

    Hey Jana,

    ach doch , das ist normal wenn du zur Zeit nahe am Wasser gebaut bist. Es ist doch eine sehr emotionale Situation in der du bist. Und du bist dadurch eben sehr verletzlich. Da löst dann so ein Polizist schon was aus.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Momo,

    dass du coabhängig warst hat ja was mit deiner Persönlichkeitsstruktur zu tun. So, wie Alkoholiker achtsam mit sich umgehen müssen, wenn sie zufrieden trocken sein wollen, müssen wir Cos das auch tun.

    Ich finde das super, dass du gleich reagieren konntest.

    Coabhängigkeit hat ja nicht nur was im Zusammenleben mit Alkoholabhängigen zu tun. Diese Verhaltensmuster können in jeder Form des Zusammenlebens auftreten. Ich hab da auch leider Erfahrungen mit machen müssen.

    Aber wichtig ist erkennen zu lernen, wenn/ wann solche Situationen auftreten. Dann auch in Aktion kommen zu können. Nicht mehr hängen zu bleiben. Sich bewusst zu sein, dass es eben iimmer passieren kann aber dass du handlungsfähig bist.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Jana,

    die Freundin ist echt unsensibel obwohl sie es wohl nicht böse gemeint hat. Aber kein Kontakt, keine Infos sind immer noch die beste Möglichkeit, Abstand zu bekommen. Sowas kannst du auch sagen, dass du sowas nicht hören willst. Es reißt doch immer wieder alte Wunden auf.

    Dein Herzklopfen wegen des Anwalttermins kann ich mir gut vorstellen. Mir geht es heute noch so, wenn ich mich überwinden kann und endlich für mich wichtige Dinge in Angriff nehme, habe ich das auch. Und nach dem Herzklopfen kommt Erleichterung und dann Stolz.

    Du kannst stolz darauf sein, das du diesen wichtigen Schritt für dich endlich machen konntest.

    Liebe Grüße Aurora