Beiträge von Aurora

    Als ich hier Anfang Mai 2007 aufgeschlagen bin war das Forum noch gewissermaßen in den Kinderschuhen.

    Die täglichen Beiträge waren überschaubar. Ich hab mich hier gut aufgehoben gefühlt, endlich waren hier auch Mitbetroffene, Cos, die wussten wovon ich hier schrieb. Für mich war es echt ein Glückstreffer hier angekommen zu sein.

    Ich hab also hautnah miterlebt, wie das hier wuchs und verfeinert wurde, wie immer mehr Menschen hier ankamen und wie vielfältiger alles wurde. Trotz der schweren Themen Alkoholsucht, Coabhängigkeit.

    Ich denke noch immer auch an den Gründer dieser Plattform und bin Alex07 sehr dankbar, dass er es weiterführt, nachdem dieser es aufgegeben hatte.

    Aurora

    Hallo,

    der Urlaub mit der Enkelin bei Sohn und Schwiegertochter war wunderschön. Wie gut, dass ich meine Flugangst weggesteckt habe. Es hat alles wunderbar funktioniert und wir hatten eine tolle Zeit.

    Beim nächsten Mal hoffe ich schon noch entspannter zu sein. Denn es steht fest dass ich da nochmal hin möchte. Zusammen mit meinem Mann.

    Aurora

    Hallo Fanny,

    Hallo Aurora, in der Theorie verstehe ich das gut.

    Das ist ja die Schwierigkeit. Im Kopf ist es ganz klar. Aber das Herz hat immer wieder Gegenargumente. Ich kenne das nur zu gut. Mir hat es geholfen, eine Art Feindbild aufzubauen. Mir zu sagen dass es Gründe hatte, dass ich mich getrennt hatte.

    Anstatt mir zu sagen, was er doch für ein armes Schwein wäre, wie sensibel er doch wäre, welchen ungesunden Einfluss er durch seine Urfamilie hätte habe ich erkannt, dass er als Erwachsener da gut alleine was gegen machen kann. Erwachsene können sowas.

    Und ich hab auch erkannt dass ich mich ständig durch seine Art hab verletzen lassen, aus Rücksicht um ihn nicht zu verletzen. Das hat mich schon erschreckt.

    Nun versuche ich Abstand zu halten. Wir wohnen getrennt. Habe ihn auf WhatsApp blockiert. Gemeinsame Schnittmenge sind nur die Kinder, die er aber ignoriert.

    Das ist das beste, was du machen kannst. Abstand halten. Jeder Kontakt triggert wieder dein Herz an und du fängst wieder an zu zweifeln. An allem. Der Abstand hilft dir, auf allen Ebenen zu verstehen, deinen Kopf zu verstehen. Er schützt dich davor, dass du wieder verletzt wirst.

    Wann kommt denn endlich die Einsicht?

    Wer weiß das schon. Bei meinem ersten Mann dachte ich zuerst, er hätte was verstanden. Er hatte nach der Trennung zu trinken aufgehört. Aber bald hatte ich das Gefühl er würde irgendwann wieder anfangen. Er hat seine Suchterkrankung nicht ernst genommen.

    Und als klar wurde dass ich nicht zurückkehren würde hat er wieder angefangen zu saufen, er hatte dann eine trinkfreudige Partnerin gefunden und hat sich schlussendlich totgesoffen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Fanny,

    wohnt ihr denn jetzt wieder zusammen oder seid ihr auch immernoch räumlich getrennt?

    Ich stecke in diesem Schock fest, dass ich ihm nie helfen konnte.

    Sieh das doch mal nicht als Schock an sondern als Erkenntnis. Du hast alles gegeben in dem Glauben, eure Situation zu verbessern, das Bild einer " normalen" Familie aufrecht zu halten. Vielleicht immer mit dem Gedanken, er könnte dadurch zur Vernunft kommen.

    Ich schreib das einfach mal weil es zum Beispiel bei mir so war. Da war die Erkenntnis, dass ich niemals hätte ihm helfen können weil er es niemals selbst wollte. Da war erstmal große Traurigkeit in mir. Aber dann war es eine große Erleichterung. Ich hatte also keine Schuld an seinem Zustand. Ich war niemals wertlos deshalb.

    Er hatte nur eine andere Vorstellung wie er sein Leben leben wollte als ich es hatte. Meine Vorstellung war, dass ich glücklich sein wollte, nicht mehr bis zur Erschöpfung alles alleine machen wollte. Nicht mehr diese Wut auf ihn spüren wollte... usw.

    Das hat mir beim Loslösen aus der Ehe sehr geholfen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Fanny,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Schreibe bitte die ersten 4 Wochen aber nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Ich habe dir auch eine PN geschrieben, schau bitte oben rechts bei den beiden Sprechblasen nach.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Fanny,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    So, wie du all die Jahre gelebt hast, dass sich alles um den Alkoholiker gedreht hat, dass du immer mehr alleinige Verantwortung übernommen hast, so ist das ganz oft in Suchtbeziehungen.

    Dass er sich getrennt hat weil er anscheinend in Ruhe bei seiner Freundin weitertrinken kann, ist klar. Ich könnte jetzt schreiben " sei froh, dass du ihn los bist". Aber das ist leichter gesagt als es sich in Wirklichkeit anfühlt.

    Für den Austausch klick bitte auf den Link: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige. Dort kannst du dich weiter austauschen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und herzlich willkommen Lady Punk,

    ich hab dich für den Austausch freigeschaltet. Du kannst hier jetzt überall schreiben, nur bitte die ersten 4 Wochen noch nicht im Vorstellungsbereich.


    Verurteilt wirst du hier nicht. Wir Angehörigen hier haben alle mal an der gleichen Stelle gestanden wie du jetzt. Als ich im Mai 2007 hier angekommen bin war ich überwältigt davon, wie viel Verständnis mir entgegen gebracht wurde. Das ich verstanden wurde weil die Situationen, Erlebnisse oft ganz ähnlich verlaufen waren wie meine.

    Im realen Umfeld hat das so gut wie keiner verstanden. Oft wurde ich sogar noch gelobt wie toll ich doch wäre weil ich diese Ehe aushielt und alles alleine stemmte. Oder es wurde mir gesagt, dass er ohne mich untergehen würde oder aber dass ich besser auf ihn aufpassen sollte.

    Es ging eigentlich immer irgendwie um ihn. Ich hatte mich im Laufe der Jahre völlig verloren. Es war garnicht so einfach mich selbst wiederzufinden. Aber durch den Austausch wurde vieles klarer und machbar.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    und du hast meinen größten Respekt dafür, dass du es trotzdem durchziehst, dass du auf deinen Kopf, in dem Fall der beste Ratgeber, hörst und nicht auf dein Herz.

    Kopf und Herz werden schon noch zueinanderfinden, manchmal brauchen sie länger dafür. Aber du hast für dich und die Kinder das Leben gewählt, das Leben das glücklich macht, das frei ist, das Chancen auf Neues hat. Auch wenn du es noch nicht sehen kannst. Es ist ja da.

    Ich werde morgen an dich denken.

    Liebe Grüße Aurora

    Guten Morgen Aha und herzlich willkommen.

    Ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen, schreibe bitte die ersten 4 Wochen hier aber noch nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, erkennbar an den roten Nicknamen.


    Ich habe nach der Trennung auch anfänglich noch immer wieder gedacht, dass ich ja auch schuldig an vielem gewesen wäre, in Situationen anders hätte reagieren sollen, nicht so böse zu ihm hätte sein sollen usw. Aber schlussendlich waren und sind meine Gedanken so dass ich sehe, seine Sucht und sein Verhalten hatten mein Leben massiv beeinflusst.

    Ich war nicht glücklich, er wurde immer übergriffiger. Egal ob ich nett zu ihm war oder böse. Ich hatte viele Jahre alles probiert um ihn vom Alkohol weg zu bekommen. Hab mehr und mehr unser Leben versucht am Laufen zu halten. Was hätte ich denn NOCH machen müssen. Inzwischen war ich psychisch krank geworden und hatte auch körperliche Beschwerden von all dem.

    Das Problem war nicht ich und auch du bist es nicht. Das Problem ist die Sucht und das, was sie mit dem Menschen macht der sie nicht stoppen will oder kann.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Wanderer,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Da du schon eine Weile hier mitliest hast du bestimmt schon einen guten Einblick bekommen. Wie es so ist mit einem abhängigen Menschen. Du beschreibst es ja auch, da helfen zu wollen geht nur, wenn der bzw die Abhängige das auch von sich aus möchte.

    Doch ich möchte ihr gerne helfen und sehe gleichzeitig mein Bedürfnis mich selbst zu schützen und mein Ziel Vermeidung von Co-Abhängigkeit.

    Dein Eigenschutz ist da tatsächlich das Einzige, was geht. Sie darauf anzusprechen ob sie etwas und wenn ja was sie von dir erwartet ist eine Idee.

    Wenn du dich austauschen möchtest kannst du gerne an unserer Gruppe teilnehmen. Hier ist der Link für die Freischaltung: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick einfach drauf und schreib kurz dein Anliegen. Nach der Freischaltung wird dein Thema von hier in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschoben, dort ist dann der Austausch. So, wie du das durch dein Lesen hier ja schon kennst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Cassey,

    das Gefühl von Freiheit im Laufe der Zeit kann ich von mir bestätigen. Freiheit aber auch Selbstsicherheit, das hab ich immer mehr gespürt. Und tatsächlich muss ich irgendetwas ausgestrahlt haben.

    Damals, ich war noch berufstätig, sagte eine Kundin zu mir ob ich was verändert hätte. Ich sähe so anders, besser aus. Neue Frisur?

    Nö, ich meinte, das wäre alles noch wie vorher. Das, was ich verändert hätte wäre, dass ich mich endlich getrennt hätte.

    Also mache ich das, was ich einer Freundin bei einer Trennung geraten habe. 1 Schritt nach dem anderen, 1 Gedanke nach dem anderen.

    Aus jedem Schritt wird ein Stück mehr Weg.

    Das, was du gestern in der Gruppe erlebt hast hab ich damals hier so empfunden. Endlich Menschen die mich ernstgenommen haben, die wussten, wovon ich schrieb. Das ist echt eine große Hilfe um den eigenen Weg zu finden.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Cassey,

    wow, das finde ich klasse, wie klar du bei diesem Gespräch warst.

    Diese Vorwürfe habe ich auch zu hören bekommen, immer wieder. Ich hab mich dann immer gerechtfertigt und er hat dadurch immer wieder Angriffspunkte gehabt. Das war nicht toll, es hat Energie gekostet und mich verunsichert. Es hat lange gedauert bis ich so klar und deutlich war, Grenzen setzen konnte usw. Ab da ging es gewissermaßen aufwärts.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Steevie,

    Welche Mutter unterstützt ihren Sohn Alkohol zu beschaffen…??!

    Zum Beispiel hat meine damalige Schwiegermutter das gemacht. Wenn wir oder mein Exmann alleine da zu Besuch war hatte sie immer Bier da. Und der Schwiegervater auch " Verdauungsschnaps".

    Und das obwohl sie schon auch gesehen haben, das da was nicht stimmte und ich, wenn ich dabei war, auch geschimpft habe.

    Sie haben oft genug ihren Sohn absolut volltrunken und zusammengesunken rumsitzen sehen.

    Sie haben die Augen verschlossen weil sie nicht wahrhaben wollten, dass ihr Sohn " so einer" war. Denn Alkoholiker sind nur die Anderen gewesen. Darüber hat sich die Schwiegermutter das Maul zerrissen.

    Und zudem sind auch Eltern nicht vor Coabhängigkeit gefeit. Zur Coabhängigkeit kann auch gehören, dass der Stoff besorgt wird.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Cassey,

    Ich könnte so viel schreiben aber ich denke ihr wisst alle von was ich spreche.

    Ja, ich weiß es...

    Er zerstört alles mit dem Trinken und ich bin die, die alles verliert. Nicht materiell, das auch, sondern meine Träume und Sehnsüchte, die Liebe, mein Zuhause, meinen Mann.

    So in der Art habe ich mich auch lange gefühlt. Dass er mit der Sauferei alles kaputt macht, dass wir es doch so schön hätten haben können. Da war ganz viel Traurigkeit und irgendwann mehr und mehr Wut und zum Schluss nur noch Ekel, Hass.

    Ich bin so allein.

    Dieses Gefühl hatte ich auch sehr oft. Als die Kinder noch kleiner waren hat er sich schon nicht viel gekümmert. Er war der Typ " Herr im Haus, der das Geld verdient und damit genug getan hat". Im Laufe der Jahre wurde es durch das Trinken, irgendwann durch die Sucht immer schlimmer.

    Sex... auch so ein Thema. Ich hatte so viel Ekel und Wut in mir, das ging garnicht mehr.

    Ich hab mich nach 26 Jahren getrennt.

    Ich hoffe ich schaffe es. Mir fehlt die Kraft. Aber ich habe fest vor wieder glücklich zu werden.

    Du kannst das auch schaffen. Na klar kostet das Kraft. Aber mit jedem Schritt den du machst wirst du merken, wie es besser wird.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Daniela,

    du bist jetzt im Angehörigenbereich und kannst dich überall austauschen. Schreibe aber bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, erkennbar an den roten Nicknamen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Daniela,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Ich kann mich dem, was du in der Beratungsstelle erfahren hast, nur anschließen. Solange der Abhängige nicht aufhören möchte kannst du für ihn nichts tun. Und der Weg geht weiter abwärts.

    Mit diesem Link kannst du für den Austausch freigeschaltet werden:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick einfach drauf und bitte um Freischaltung, dann wird dein Thema aus diesem Bereich in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschoben.

    Liebe Grüße Aurora