Beiträge von Aurora

    Hallo Mom,

    Es nervt unheimlich und ich weiß ehrlich gesagt keine Lösung für mein Problem.

    Das ist eine gute Überschrift für das Zusammenleben mit einem Abhängigen. Erstmal. Es verändert sich im Laufe der Zeit weil die Sucht den Abhängigen immer weiter vereinnahmt, ihn körperlich und psychisch belastet. Den Alltag bestimmt.

    Als Angehörige machst du dir Gedanken, wie du ihn da rauskriegen kannst, wie du es schaffst, ihn vom Nichttrinken zu überzeugen usw.

    So ganz kurz mal gesagt.

    Eine Lösung für dein Problem kann natürlich sein, dass dein Mann den tiefen Wunsch hat, seine Sucht zu stoppen, eine Entgiftung macht und lernt, ein abstinentes Leben zu führen. Aber das kann niemand beeinflussen außer er selbst. Das muss von Betroffenen selbst kommen.

    Das bedeutet, du hast darauf nicht wirklich Einfluss.

    Und da fängt das Problem an...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Petersen,

    ich habe den Beitrag, den du im Vorstellungsbereich gepostet hast, verschoben. Denn:

    bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, du erkennst sie an den roten Nicknamen.

    Das ist eine unserer Regeln.

    Wie ist es dir denn inzwischen ergangen? Warst du in der größeren Stadt und konntest dort beim Sozialpsychiatrischen Dienst etwas erreichen?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    da bin ich mal wieder.

    Inzwischen ist hier Alltag und ich hab mich an die Situation, dass Sohn und Schwiegertochter nicht mehr umme Ecke wohnen, gewöhnt. Letztens hatte ich mit meinem Sohn einen Videocall, sie haben nun auch WLan. Da konnte ich sehen dass es ihm gutgeht und das ist die Hauptsache.

    Und sonst? Ich lebe mein Leben jeden Tag neu. Und genieße nach wie vor die Ehe mit meinem 2. Mann. Er hat Anfang August seinen 20. Trockengeburtstag gefeiert. Wir sind inzwischen fast auf den Tag genau seit 18 Jahren ein Paar. Unglaublich, wo ist die Zeit hin?

    Die Trennung vom ersten Mann war vor gut 19 Jahren.

    Und dieser Schritt war für mich das Beste, was ich hatte machen können.

    Aurora

    Hallo Rosey,

    herzlich willkommen.

    Mein erster Mann hat vor meinen Augen getrunken aber eher so, wie ich es nicht als auffällig empfunden habe. Ich hab mich zwischendurch irgendwann nur gewundert, dass er plötzlich so komisch drauf war, auf dem Sofa eingeschlafen war und ich ihn dann nicht mehr wach bekommen habe.

    Er hatte mal eine Gehirnblutung durch ein geplatzten Aneurysma gehabt. Das hat er aber gut überstanden, musste dann nur einige Jahre ein Antiepileptikum nehmen. Er hat seine Zustände dann immer darauf geschoben und ich hab es geglaubt.

    Obwohl mein Gefühl mir irgendwann was anderes gesagt hat. Er hat also auch heimlich getrunken.

    Als mir das klargeworden war fing ich an, Verstecke zu suchen und alles Mögliche zu kontrollieren. Das war echt schlimm. Zum einen war ich wütend und traurig wenn ich was gefunden hatte, zum anderen hat das auch echt Energie gekostet. Und war im Grunde genommen unnötig.

    Denn ich konnte dadurch nichts an seinem Trinken aufhalten oder ändern.

    Kennst du das auch so?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Korli,

    keine Antwort ist ja auch eine Antwort. Sie möchte getrennt sein und bleiben.

    Dass sie anderen was anderes erzählt ist gemein. Aber es geht nun schon jahrelang so, on/ off, hin und her.

    Wann kannst du akzeptieren, dass Schluss ist. So wie sich das liest bei dir ist das doch keine glückliche Beziehung gewesen zwischen euch. Warum klammerst du dich an etwas fest was es eigentlich garnicht gibt und dich nicht glücklich macht?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mom,

    ich habe dich freigeschaltet und erstmal im Bereich für Coabhängige hier platziert. Wenn du dich eher im EKA Bereich siehst kannst du dich melden und wir verschieben dich dorthin. Das hatte dir Linde66 ja schon geschrieben.

    Du kannst dich jetzt hier überall austauschen, nur bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, erkennbar an den roten Nicknamen.


    Du hast monatelang überlegt, ich finde es gut und mutig, dass du es jetzt auch gemacht hast. Du bist jetzt ein Teil unserer Selbsthilfegruppe. Ein Austausch über diese schwierige Problematik Co/ EKA kann sehr hilfreich sein und du kannst hier erfahren, wie und dass andere Mitbetroffene es geschafft haben, ein zufriedenes Leben zu erreichen.

    Wenn du hier schon so lange mitgelesen hast, hast du ja bestimmt auch einen guten Einblick bekommen und vielleicht für dich schon was erreichen können, erkennen können. Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Krümel,

    Aber ich habe klare Regeln für seinen Konsum aufgestellt. Keine Ahnung ob das auf Dauer hilft ich gehe nicht davon aus.

    Solche Regeln sind für einen suchtkranken Menschen nicht einhaltbar. Jedenfalls habe ich es mit meinem Exmann so erlebt und auch schon ganz oft hier gelesen. Und du gehst ja schon selbst davon aus.

    Wobei ich, wenn ich meine eigenen Texte hier lese, garnicht glauben kann dass ich überhaupt noch in dieser Ehe stecke.

    Das ist doch eine klare Erkenntnis. Wenn du denkst dass diese Gnadenfrist dir hilft, Kraft zu sammeln, ist das okay. Wobei ich für mich gemerkt hatte, dass ich wieder mehr Energie aufbringen konnte als ich mich um meinen eigenen Weg gekümmert habe.

    Und nicht mehr alles an dem bisschen Kraft, was ich noch hatte, in diese Beziehung gegeben habe. Denn mein Exmann hat ja nicht tatenlos zugesehen als er gemerkt hatte, dass es bei mir nun ernst war.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Petersen,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen.

    Mit einer Ausnahme, bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, du erkennst sie an den roten Nicknamen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Coco,

    wenn dein Mann bereit ist, wenn er deine Begleitung annehmen kann und will um seine Suchterkrankung zu stoppen, ist es doch okay. Und auch wenn du deine Freiräume hast und dich nicht völlig abhängig davon machst, ihn retten zu müssen. Dann ist das so, es geht ja grundsätzlich immer darum, was deine eigene Lebensvorstellung ist und ob du Leidensdruck dabei hast oder es für dich völlig okay so ist, wie es ist.

    Ich habe genau deshalb auch meine Fragen gestellt. Ich hab ja selbst lange genug als Mitbetroffene gelebt, mein Mann ist im Laufe unserer 26 jährigen Ehe und nach ( nach meiner Wahrnehmung) ziemlichem Missbrauch von Alkohol irgendwann abhängig gewesen. Und ich hab mich eben damit völlig aufgerieben, ihn vom Trinken wegzubringen.

    Und einen normalen Alltag aufrecht zu halten. Mich anzupassen damit er keinen Grund zu trinken hätte. Und noch viel mehr. Ich bin psychisch krank und körperlich völlig erschöpft da rausgegangen.

    Und so geht es ja den Angehörigen erstmal in den allermeisten Fällen, sie vergessen sich selbst weil sie helfen wollen, retten wollen was sie gemeinsam aufgebaut haben, sich schuldig und verantwortlich fühlen. Unter anderem, es spielen individuell ganz viele Emotionen und Gründe eine Rolle.

    Wir sind jetzt im Grunde genommen DEINE Selbsthilfegruppe. Hier ist der Ort so es um dich geht. Um deine Gedanken, Gefühle und Wege, wie du mit deiner Situation umgehst usw. Es ist halt aber nicht möglich einen Austausch für deinen Mann zu machen, das kann ja nur er selbst.

    Ich schreibe dir das nicht mit erhobenem Mod - Zeigefinger sondern als ehemals Selbstbetroffene mit eigener Erfahrung und aus meinen Erfahrungen, die ich in 19 Jahren hier in der Suchthilfe im Forum und einige Jahre zusätzlich in einer realen Gruppe gesammelt habe.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Coco,

    Und noch ein Gedanke, der mir beim quer Lesen immer mal wieder kommt - ist wirklich als Anregung gedacht: ich frage mich, ob diese Frage "lebenslang abstinent?" nicht manchmal zu früh kommt (auch wenn Abstinenz absolut notwendig und unumgänglich ist). Für jemanden wie meinen Mann wäre sie im Moment völlig überfordernd. Er könnte sie nur theoretisch beantworten und das "Suchthirn" kann sich ja eh kaum vorstellen, überhaupt die Entgiftung zu schaffen, diesen ersten (so wichtigen) Schritt.

    Woher weißt du so genau, was in deinem Mann vorgeht? Er überfordert wäre, er nur theoretisch antworten könnte usw.

    Das sind doch DEINE Gedanken. Oder hast du auch ein Suchthirn, Suchterfahrung? Und selbst dann bist doch du du und nicht er. Du steckst doch nicht in ihm drin.

    Auch wenn dein Mann krankheitsbedingt vielleicht keine reale Gruppe besuchen kann bringt es ihm nichts, wenn du das für ihn machst. Sowas sind wichtige Schritte, die er alleine machen muss. Weil sie seine ureigrnsten innersten Dinge betreffen.

    Was erwartest du für DICH in unserer Selbsthilfegruppe?

    Auf diese Frage habe ich irgendwie keine wirkliche Antwort bekommen. Denn bisher ging es so gut wie garnicht um dich. Es geht nur um deinen Mann und um das, was er machen oder verstehen soll. Klar, er scheint gesundheitlich stark eingeschränkt zu sein. Aber das bedeutet nicht, dass du für ihn aus seiner Abhängigkeit gehen kannst. Das kann nur er alleine.

    ER muss diese Schritte tun. Eine Verbesserung seines Zustandes was seine Sucht betrifft kann nur er alleine bewirken. Niemand sonst.

    Das ist einfach eine Tatsache.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Pinguin,

    das hört sich jetzt nach einem sehr guten Plan an. Da ist was in Bewegung gekommen. Klasse.

    Ich hoffe, das Gespräch beim Anwalt hat auch noch Einiges klären können.

    Ich drück die Daumen, dass es auch bald mit einer Wohnung klappt und du und deine Kinder zur Ruhe kommen könnt. Es ist schonmal gut, dass du die Möglichkeit hast, bei deinen Eltern unterzukommen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Petersen,

    das ist echt schlimm, das mit ansehen zu müssen. Wie ein Mensch langsam kaputt geht. Und das, was du ihm wegräumen musst. Ich versteh das weil du da ja auch wohnst, mir ist es ähnlich ergangen.

    Hast du dich schon mal an den Sozialpsychiatrischen Dienst gewandt. Du findest die zuständige Einrichtung wenn du unter deinem Wohnbezirkt oder deiner Stadt googelst.

    Dort bekommen auch Angehörige in solchen Fällen wie bei dir Hilfe und konkrete Ansprechpartner oder nötige Hilfen.

    Ich ermutige dich, dort um einen Termin zu bitten. So wie jetzt kann es nicht weitergehen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Coco,

    du hast ja für deinen Mann alles bestens organisiert. Ist er so hilflos, dass er es nicht alleine kann? Und ist er vollumfänglich damit einverstanden? Das sind eine ernstgemeinte Fragen.

    Und was ist mit dir? Du suchst hier Hilfe und Unterstützung aber ich weiß nicht so genau, für wen. Du bist hier im Angehörigen- und Cobereich und da sollte es um DICH gehen. Nicht um ihn. Denn das alles macht doch was mit dir.

    Über deinen Mann einen Austausch zu führen bringt nichts, er müsste es schon alleine machen, für sich. War er denn in der gemischten Selbsthilfegruppe dabei? Das wäre doch eine Anlaufstelle für IHN und du hast deine hier.

    Wie habt ihr den Übergang von einem kritischen Zustand zu Hause in eine stationäre Entgiftung erlebt?

    Ich war erleichtert dass er sich freiwillig hat einliefern lassen. So konnte ich zur Ruhe kommen, er musste sich um sich selbst dort kümmern und hatte medizinische Unterstützung.

    Kontakt zur örtlichen Suchthilfe der Caritas (2 hilfreiche Telefontermine)

    Ist das ein Kontakt für dich?

    Was erwartest du für DICH in unserer Selbsthilfegruppe?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Pinguin,

    du drehst dich wie ein irrer Brummkreisel im Kreis und ich hab das Gefühl, du kannst gerade nicht wirklich irgendwas wahrnehmen von den Beiträgen und das mal sacken lassen.

    So putscht sich das immer mehr auf und du hast nichts davon. Deshalb möchte ich gerne mal eine Ansage machen.

    Alles was hier steht ist immer und immer wieder geschrieben worden. Also ist es jetzt erstmal genug. Ihr lieben User tut in meinen Augen Pinguin keinen Gefallen mehr damit. Also macht doch bitte mal eine Pause.

    Und Pinguin, jetzt versuch doch mal ein paar Stufen runterzuschalten. Wenn ich mich richtig erinnere hast du heute Termine. Versuch doch, dich darauf vorzubereiten. Nur daran zu denken. Nur für jetzt und heute zu denken was du da vorhast und für dich und deine Kinder erledigen kannst.

    Denn nur darauf hast du JETZT Einfluss. Und diese Gedanken an Schuld, wenn sie kommen, schick in den Keller oder lass sie von imaginären Teufelchen niedrprügeln. Denn diese Gedanken sind falsch. Du hast nicht Schuld.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Eliza,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, erkennbar an den roten Nicknamen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Eliza,

    herzlich willkommen.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass du dich entlastet fühlst. Aber du merkst auch, dass da Muster in dir sind und die gehen eben nicht mal so einfach weg. Auch als Angehörige, Coabhängige gibt es so Einiges, worauf man selbst ehrlich blicken sollte.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/ das ist der Link für den Austausch. Klick ihn an und schreib kurz was dazu und dann wirst du freigeschaltet. Dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Pinguin,

    es ist doch im Grunde genommen völlig egal ob er eine Suchterkrankung hat oder nicht. Wichtig ist doch, dass DU ein Problem damit hast. Es dich beeinträchtigt. Und dann darfst du es auch verändern, für dich. Wenn ER kein Problem in seinem Konsum sieht, egal ob Sucht oder nicht, dann wird er auch nichts ändern. Für ihn ist sein Leben doch okay.

    Ja bei mir geht's nicht nur um den Alkohol. Es geht auch um Beziehungsthemen. Ist das unangebracht hier?


    Im Zusammenhang mit der Beziehung mit einem Abhängigen ist ein Austausch hier okay. Denn der Alkoholkonsum und die Folgen dadurch haben ja auf die Beziehung und wenn es sie gibt auch auf die Kinder Einfluss. Da ist hier die richtige Stelle zum Austauschen.

    Wenn es rein nur um Beziehungskrisen ohne Alkohol oder andere Drogen geht gibt es andere Anlaufstellen.

    Liebe Grüße Aurora