Beiträge von Aurora

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Liebe Tini,


    der Gelassenheitsspruch und das Gebet sind ein sehr guter Anfang! Auch, dass du mal weg gefahren bist. Selbst wenn es nicht sofort hilft dass es dir besser geht, ist es doch ein Anfang auf dem Weg dorthin. Leider geht es eben nicht so schnell, aus diesen Gedankenstrukturen heraus zu kommen.


    Vielleicht kannst du damit anfangen, dir nur noch eine bestimmte Zeit am Tag anzusehen, wann dein Sohn zum letzten Mal online war.

    Und dann dir zu sagen, "ich kann ja nichts tun, ich habe bisher alles in meiner Macht stehenden getan und mehr geht gerade nicht!"

    Du darfst es dir auch gut gehen lassen und was Schönes essen. Denn wenn du das nicht tust wird dein Sohn davon auch nicht satt. Es macht keinen Sinn auf das Schöne zu verzichten. Dadurch wirst du immer mutloser, trauriger und andererseits ist das halt sinnlos weil es bei ihm nichts bewirkt. Mit Sicherheit macht sich dein Sohn um dich keine Gedanken...


    Dir selbst Gutes zu gönnen stärkt dich ja auch. Es gibt dir Kraft und Lebensfreude. Dein Sohn lebt sein Leben anders als du, anders, als jede Mutter sich das für ihr Kind wünscht (ich bin selbst Mutter zweier Kinder, meine Tochter ist aber verstorben). Das heißt ja aber nicht, dass du nun kein Recht dazu hast, DEIN Leben zu genießen. Ich kann das gut nachfühlen durch meine eigene Trauer um meine Tochter. Sie ist nicht an einer Sucht verstorben sondern durch eine Lungenembolie.


    Am Anfang hatte ich auch solche Gedanken wie du jetzt. Wie kann ich glücklich sein wenn sie nicht mehr da ist um ihr Leben genießen zu können. Da kam mir mal so ein Gedankenblitz... Ich habe zwei Möglichkeiten.


    Ich kann mein Leben nun ebenfalls in Dunkelheit, Angst, Trauer leben ohne es zu genießen. Dann kann ich gleich aus dem Fenster springen...


    Ich möchte aber noch leben weil ich noch Menschen habe, denen ich wichtig bin und die mir wichtig sind. Und wenn ich also noch leben möchte dann sollte ich das auch so gut genießen, wie es geht denn alles andere ist Quatsch.


    Ich möchte dir Mut machen. Trotz dieses Schicksals mit deinem Sohn. Es liegt nicht in deiner Macht, daran etwas zu ändern. Du kannst darum beten, dass er es begreift, was er da tut. Dass er von anderer Stelle Hilfe bekommt und sie auch annimmt.

    Und ich möchte dir Mut machen dich selbst zu sehen. Das Licht, die Blumen, all die schönen Dinge, die es ja auch gibt. Du kannst auf den Verzicht von all dem niemandem helfen, im Gegenteil, du schadest einzig und allein dir damit sehr. Ich glaube nicht dass das der Sinn des Lebens ist, dass, was diese höhere Macht für dich möchte.


    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig Mut machen. Trauer, Weinen, das ist gut und wichtig! Es gibt viel zu betrauern gerade für dich. Denn nichts anderes ist ja das Loslassen deines Sohnes. Aber mach es dir ein wenig leichter indem du auch das annimmst, was sich an Gutem für dich bietet.


    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo und willkommen Niodorma,


    ich habe das schon sehr oft so gehört, dass Alkoholiker, wenn sie in Therapie oder so sind, plötzlich sehr abweisend sind. Sie brauchen das um für sich selbst erst mal klar zu kommen.


    Dass aber nun du der Buhmann bzw die Buhfrau sein sollst kenne ich eher als nasses Verhalten. Nasse Alkoholiker geben so gut wie immer die Schuld an ihrem Saufen anderen, bevorzugt eben leider dem Partner.


    Was kannst du tun? Ganz einfach. Lege jetzt mal deinen Focus und deine Energie nur auf dich! Er ist versorgt und in professioneller Behandlung, soll nun mal seinen Weg erst mal finden und verstehen lernen, wieder Eigenverantwortung zu übernehmen.


    Und du kannst lernen, wieder deine eigenen Bedürfnisse zu sehen und durchzusetzen, die Verantwortung für ihn ihm zu überlassen und Dinge tun, die dir und deinen Kindern gut tun. Einen ganz wichtigen Schritt hast du schon getan, nämlich du hast dich hier in unserer Selbsthilfegruppe angemeldet. Da kannst du stolz drauf sein, denn oft ist dieser Schritt nach außen einer der schwersten.


    Liebe Sonntagsgrüße

    Aurora

    Hallo Strubly,


    Wut gehört mit dazu und kann oft ein Motor dafür sein, was zu verändern.


    Ich hab es damals auch oft so gedacht. Mein Exmann und ich hatten eine tolle Eigentumswohnung, genug Einkommen um uns was leisten zu können, die Kinder erwachsen und gut geraten...


    Und doch hat das alles nicht geholfen. Die Sucht hat ihn voll beherrscht und er war nicht in der Lage, das zu verändern. Im Grunde genommen hat er von all dem Guten nichts gehabt denn er konnte das nicht genießen. Er war nur darauf aus, seine Sucht zu befriedigen. Traurig, oder?


    Und ich hab da mit drinnen gehangen weil ich dachte, ihm helfen zu können, zu müssen. Und weil ich auf meine vielen Dinge wie Wohnung, gutes gemeinsames Einkommen etc (und noch vieles mehr) nicht verzichten wollte. Aber ehrlich gesagt hatte ich ja auch von all dem nichts. Denn auch ich konnte es nicht genießen weil ich voll im Strudel der Coabhängigkeit und seiner Abhängigkeit mitwirbelte.


    Ich war wütend auf ihn, er schien mir ja alles zu vermasseln... nur weil er egoistisch war und weitersaufen musste. Ich habe gelitten und auch die Kinder. Oh wie wütend ich auf ihn war. Bis mir ein Licht aufging. Warum machte ich eigentlich MEIN Glück nur von ihm abhängig? Er wollte ja einfach nicht mit dem Trinken aufhören also gab es nur die Möglichkeit, dass ICH mich bewegen musste. Und das hab ich gemacht...


    Schreib alles auf, was dich bewegt. das ist sooo hilfreich! ich habe das damals so erfahren und auch jetzt ist es noch so. Beim Aufschreiben wirst du selbst vielleicht so manches "Aha-Erlebnis" haben. Denn oft werden einem Dinge bewusst wenn man sie schwarz auf weiß sieht, sie klar vor einem stehen und sich was sortiert hat.


    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo und willkommen Strubly,


    ja, hier gibt es viele Frauen, denen es so geht oder ging wie dir. Also die einen alkoholabhängigen Partner haben oder hatten, die am Ende ihrer Kräfte sind / waren, die Wege gesucht haben, da raus zu kommen.


    Auch bei meinem Exmann ging es nach der Pensionierung noch mal eine Stufe schlimmer los. Mein Ex war allerdings zu dem Zeitpunkt noch "jung", sag ich mal, er wurde in Erwerbsminderungsrente geschickt. Da war er... ca 50 Jahre alt. Er war auch vor seiner Berentung schon einige Jahre krankgeschrieben, dann arbeitslos (mit Absprache des Arbeitgebers) und ab da wurde es schon viel schlimmer. Hatte er auch vorher schon voll zugelangt so gab es dann schlussendlich kein Halten mehr.


    Ich habe mich nach 26 Ehejahren getrennt, obwohl ich an meiner Wohnung sehr gehangen habe und es mir sehr schwer gefallen ist. Ich verstehe dich da sehr gut! Aber schlussendlich blieb mir nichts anderes übrig, wollte ich überleben und endlich ein glückliches Leben haben. Das ist jetzt 14 Jahre her und ich bin inzwischen 63 Jahre alt und froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Für einen Neuanfang ist es nie zu spät. Mein Exmann hat sich inzwischen leider totgesoffen...


    Aber nun komm erst mal in Ruhe hier an und les dich ein wenig durch die Geschichten durch. Du wirst sehen, wie viele Parallelen es gibt.




    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo und willkommen Hamsterbacke,


    das, was da bei euch läuft, ist schon mächtig schräg.


    Er trinkt (vermeintlich) nicht aber nur, wenn du ihn ständig überwachst. Was ist das erst mal für ein Leben für dich und was soll das überhaupt. Er gibt dir die Verantwortung für sein Leben. Und du nimmst die auch an. Wobei - ob er dann wirklich nicht trinkt wenn du da bist, steht auch in den Sternen.


    Bei mir war es damals sehr, sehr ähnlich. Wenn ich zuhause war war mein Exmann anscheinend nüchtern, kaum habe ich mich gedreht, war einkaufen oder arbeiten oder sonstwie unterwegs und kam wieder, peng, war er bis oben hin abgefüllt.


    Irgendwann hatte ich echt Angst raus zu gehen und noch mehr, wieder heim zu kommen, andererseits musste ich das ja aber. Und heute denke ich, er hat auch damals zu diesen Zeiten schon Verstecke gehabt, an denen er sich bedienen konnte obwohl ich zuhause war. Er hatte sich aber so viele MEOS angesoffen,( das sind Enzyme, die den Alkohol abbauen und die bei ständigem Missbrauch mehr werden, sozusagen als Hilfe für die Leber) dass man es erst recht spät gemerkt hat, dass er besoffen ist. Da hatte er dann schon mächtig was intus. Vielleicht ist es bei deinem Partner ähnlich, dass auch er seine "Tankstellen" hat, die du gar nicht mitbekommst...


    Und dann sowas:

    Er sagt ich lass mir helfen und möchte das mir geholfen wird aber...

    Dieses "ABER" sagt schon alles. Er hat keinen Bock drauf, aufzuhören.


    Ich komm mit der ganzen Situation im Moment nicht klar aber nur weil ich machtlos bin ,nicht helfen kann und mich verarscht , SORRY,fühle

    Damit hast du genau erfasst, wie es ist!

    Du bist machtlos gegen den Alkohol, helfen kannst du nicht solange er keine Hilfe will. Er verarscht dich weil er dir Verantwortung übergibt, die nicht deine ist. Denn er ist erwachsen und kein Säugling, den Muddi Tag und Nacht bewachen muss, damit er überlebt.Und er beschuldigt dich und macht dich nieder, wenn er betrunken ist und du dich ärgerst. Somit bist du wiederum anscheinend verantwortlich...


    Du hast aber für ihn keine Verantwortung, er ist erwachsen. Du bist machtlos gegen seine Sucht, aus der nur er selbst heraus kann indem er Hilfe annimmt und das mit vollem Willen macht um seine Krankheit zu stoppen.


    Sucht hat nichts mit Höhen und Tiefen einer Beziehung zu tun denn es geht nur in eine Richtung - abwärts...


    Wenn du dich mit anderen Coabhängigen austauschen möchtest bewerbe dich für den offenen Bereich. Dort kannst du viel erfahren im Austausch und für dich einen Weg finden.


    Klick einfach hier : https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    Liebe Grüße

    Aurora

    Hey hallo,


    ich danke euch für die vielen guten Worte <3 liebe Stern, Speedy und Cadda.


    Speedy53 , lang ist's her. Und du warst eine der ersten, die mich begrüßt hat. Damals warst, du, glaub ich, noch Moderatorin.

    Ja, ich bin noch immer hier und ich bin gerne hier. Mir hat das Forum so viel gebracht, dass ich noch immer viel zurückgeben möchte. Vor allem für die Angehörigen. Oft dreht sich alles um den Alkoholiker und als Angehörige(r) fühlt man sich alleine, ungesehen und ungehört. Mir ging es jedenfalls so und ich war glücklich, hier endlich Gleichgesinnte gefunden zu haben. Das hat mir sehr geholfen.

    Ja, wir haben eine Menge zusammen erlebt, hier im Forum. Und einmal ja sogar live bei Doro. Das war ja was :D . Da war meine "Erbse" gerade geboren, jetzt wird sie nächsten Monat schon 13...


    Cadda , deshalb versuche ich ja ab und an mein Fädchen mal hoch zu holen. Um zu zeigen, dass es auch ein gutes Leben nach dem Leben mit einem Abhängigen gibt. Bei uns hat es nun ja nicht hingehauen, wir sind nicht mehr zusammen gekommen und mein Exmann ist inzwischen ja auch tot, hat sich regelrecht totgesoffen... Ich hab halt nie bei ihm gemerkt, dass er es mit dem Trockensein ernst meinte. Damals, nach der Trennung, als er dann nicht mehr trank. Außerdem war er eben auch nüchtern ein Armleuchter... und irgendwann hat er dann gemeint, wieder mal zu probieren...


    Ich hab mich weiter entwickelt, aus dem Co-Verhalten raus. So gut es machbar war und ist, meine Persönlichkeit ist aber eher die eines Menschen mit viel Empathie, Hilfsbereitschaft, Harmoniebedürfnis und endloser Geduld. So in etwa. Viele der Co-Eigenschaften sind grundsätzlich sehr schöne Eigenschaften, finde ich. Aber nur so lange sie im Normalbereich sind und nicht in Verhaltensstörungen ausarten.


    Ich mach jetzt mal weiter Urlaub.


    Aurora

    Hallo,


    meene Jüte, mein Fädchen hat nun schon wieder Spinnweben angesetzt, so selten war ich hier die letzten Monate...


    ich hatte eine Menge zu verarbeiten. Mich zu erholen und so. Und langsam aber sicher komme ich seit ewigen Zeiten mal wieder zur Ruhe.


    Momentan sind mein Mann und ich im Urlaub. Trotz des eher grauen Wetters genießen wir die Zeit. Es ist so toll, Urlaube mit einem Partner zu verbringen, der nicht den ganzen Tag nach Möglichkeiten sucht, sich was an Alkohol rein zu kippen. Es ist so entspannend und einfach und sorglos, was das betrifft. Im April haben wir unseren 10ten Hochzeitstag gehabt, seit 13 Jahren sind wir nun zusammen. Und noch immer ist es für mich unfassbar, dass es solche Beziehungen geben kann wie unsere. Einfach solch unkompliziertes, ruhiges Zusammensein.


    Wenn ich überlege, wie viele Jahre ich zugebracht habe meinen ersten Mann zu kontrollieren, zu bewachen und das ohne jeglichen Erfolg... was hat mich das an Energie gekostet, echt mal. Da gab es diese entspannten Zeiten nicht. Es war immer ungewiss, in welchem Zustand ich ihn antreffe oder im Urlaub, da war er immer gereizt weil er nicht so saufen konnte wie er wollte. Denn ich wollte ja was unternehmen mit ihm. Was für ein Kampf das immer war. Und dann die Wut...


    Mein Mann und ich gehen hier, wie auch sonst bei Ausflügen oder so, gerne einen Kaffee trinken und ein Eis essen oder ein Stück Kuchen. Das ging damals gar nicht. Ich hab mich mit dem Ex ja nirgends reingetraut, mir das alles verkniffen weil er dann dort immer was Alkoholischen bestellt hat. Kaffee und Kuchen ist wohl nix für einen Säufer. Und dann war ich sauer, enttäuscht und bamm, schon gab es Streit und Stress und ich war sowieso immer die blöde Kuh. Ätzend.


    Ehrlich - ich hab jetzt nichts anderes vor als mein Leben endlich mal zu genießen, so gut es eben geht. Und das mach ich gerade :) .


    Aurora

    Hallo und willkommen Sandra,


    hast du denn selbst konkrete Gedanken, wie du aus dem Strudel Sucht/ Panikattacken rauskommen könntest?


    Ansonsten schließe ich mich Barthell und auch Cadda an. Am Anfang steht der Gang zum Arzt. Hausarzt oder wenn du hast Psychiater. Da kannst du besprechen, wie eine Entgiftung für dich aussehen kann. Wenn dein Körper vom Alkohol entgiftet ist fängt der richtige Weg aus der Sucht an. Und dann kannst du auch gegen deine Panikattacken viel besser angehen. Mit klarem Kopf.


    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Mimose,


    nun hast du schon einiges an gutem Austausch gehabt hier und noch besser ist der Austausch im Forum direkt.

    Dieser Bereich dient ja nur zur Vorstellung, daher bitte ich dich, dich für den Austausch im offenen Bereich zu bewerben.

    Das ist ganz einfach:


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Im Alkoholiker Forum Bewerben auf geschütztere Bereiche.
    alkoholiker-forum.de


    Auf den Link klicken und los geht's :) .


    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Becki,


    ich bin eine von denen, die es viel zu lange ausgehalten haben. Ich war immer voller Hoffnung, lange Zeit, dann aber wurde ich immer verzweifelter, zorniger, ausgelaugter... Ich bin eine von denen, die anderen sagt, komm in die Puschen... weil ich am eigenen Leib gespürt habe, wie einen das Leben in einer Co/Alkoholikerbeziehung zerstört. Ich leide heute noch, nach 14 Jahren, unter den Folgen.


    . Einige hier im Forum berichten davon, dass sie viele Jahre gebraucht haben, um endlich den Schlussstrich zu ziehen. Natürlich raten sie jetzt aus Erfahrung je schneller desto besser aus der Sache rauszukommen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass denen das damals bestimmt auch geraten wurde, aber auch sie mussten ihre „Schmerzgrenze“ eben erst einmal erreichen.

    Mir wurde das damals nicht geraten. Zumindest viele, viel zu viele Jahre nicht. Vieles wussten nämlich andere Leute nicht wirklich, aus Scham habe ich ja nichts erzählt. Na klar haben auch nahestehende Menschen viel mitbekommen. Aber zur Trennung wurde mir da nicht geraten. Im Gegenteil. Oft hörte ich, dass ich doch besser auf ihn aufpassen solle, er ohne mich verloren wäre, wie toll ich doch wäre, dass ich das alle mitmachen würde. Und es wurde, gerade von seiner Familie auch, alles verharmlost und ich als schuldig angesehen.


    Zur Trennung hat mir erst sehr viel später eine Freundin geraten, das war ca 2 bis 3 Jahre vor der Trennung. Zuerst war ich über ihren Rat sehr zornig, sie hatte mir mit Vielem da einen Spiegel vorgehalten, alles, was ich nicht sehen wollte. Aber - ihr Rat hat mich angestoßen und in Bewegung gebracht. Ich habe dann angefangen mich zu informieren, über die Krankheit Alkoholismus, erst da habe ich auch erfahren, dass es Coabhängigkeit gibt. Und als ich schon im Begriff war mich zu trennen, habe ich dieses Forum gefunden. Das war das beste, was mir passieren konnte.


    Natürlich bist du alleine verantwortlich und nur du kannst bestimmen, wann und ob du einen Schlussstrich ziehen möchtest. Ich wäre froh gewesen, wenn ich damals schon die Idee gehabt hätte, eine Selbsthilfegruppe zu suchen. Wenn Menschen, anstatt mich anzufeuern, noch mehr für ihn zu tun, unterstützt hätten um aus allem raus zu kommen.


    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Olivia,


    eine ärztliche Untersuchung deiner Beschwerden ist eine sehr gute Idee. Du hast auch viel Kummer gerade, bist alleine und deine dir am nächsten stehenden Menschen sind derzeit nicht mehr da. Das kann auch körperlich weh tun, so eine Trauer.


    Es ist super, dass du dir deine Gefühle eingestehst und hier aufschreibst, zum einen hilft das gut beim Gedankensortieren, zum anderen ist geteiltes Leid halbes Leid. Alles, was dich bewegt, gehört hier in deinen Bereich!


    Du wirst aber ein viel besseres Feedback haben, wenn du das in dein Fädchen im Bereich " Erste Schritte für Alkoholiker" schreibst. Da lesen die Leute zuerst, glaub ich h jedenfalls.


    Ich drück dich mal aus der Ferne.


    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo und willkommen Vanny,


    Morgenrot hat dir schon ganz wichtige Dinge geschrieben, denen ich mich anschließen kann.


    Kinder, die in einer Familie mit Alkoholkranken aufwachsen, trainieren sich schon früh bestimmte Verhaltensmuster an. Ganz oft landen sie dann bei Partnern, die in das erlernte Schema passen. Einfach, weil das dann vertraut ist.


    Du kannst davon ausgehen, dass deine Kinder da auch schon ihre Verhaltensmuster erlernt haben, das ist dir ja auch bewusst. Das ist eine Spirale, die nie endet, wenn sie nicht unterbrochen wird. Und diesen Bruch möchtest du jetzt machen und das ist klasse! Für dich und die Kinder!


    Du kannst dich unter dem Punkt "Vorstellen" auf der blauen Leiste oben für den Austausch im offenen Forumsbereich bewerben.


    Liebe Sonntagsgrüße

    Aurora

    Liebe Olivia,


    du hast meinen größten Respekt für das, was du machst und schon für dich gemacht hast!

    Deine Tochter wird zurecht einmal sehr stolz auf dich sein können. Du lebst ihr ja auf eine Art auch vor (auch wenn sie es gerade nicht direkt mitbekommt), dass Selbsthilfe, Hilfe annehmen und aktiv für sich zu werden an gute Ziele führt.


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Im Alkoholiker Forum Bewerben auf geschütztere Bereiche.
    alkoholiker-forum.de


    Auf diesen Link kannst du klicken und kommst dann zur Bewerbung.


    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo und willkommen MeaCulpa,


    das ist ja ganz oft so, dass ehemals Drogenabhängige alkoholabhängig werden. Du schreibst es ja selbst, im Grunde bist du von illegalen Drogen auf die legale Droge Alkohol umgestiegen.


    Du hast eine Drogentherapie gemacht also weißt du sicher auch, dass du zuerst einen ( in diesem Fall jetzt) Alkoholentzug, eine Entgiftung machen solltest. Warst du inzwischen bei einem Arzt um das zu klären? Das ist sehr wichtig. Reden bzw schreiben kannst du gerne mit uns, zuerst mal hier im Vorstellungsbereich. Für eine Freischaltung für die Selbsthilfegruppe im offenen Bereich ist uns wichtig dass du entgiften bist, abstinent leben möchtest und dich halt als Alkoholiker siehst.


    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Sarah,


    Was tut man gegen die Trauer und die Wut?

    Die Wut ist ein Teil der Trauer und gehört dazu. Was du tun kannst ist, diese Trauer zu akzeptieren, es tut weh, es macht wütend, traurig, sehnsüchtig. Das alles gehört dazu und es ist wichtig, es zu durchleben. Tu dir gute Dinge, das muss nichts Großartiges sein. Eine Tasse mit gutem Kaffee trinken oder Tee schlürfen, eine große und besonders leckere Praline genießen, deinen Atem spüren... es gibt so viel. Lass deine Fantasie spielen und horch in dich rein, was dein Körper dir sagt, was er braucht gerade. Trauern ist anstrengend.


    Und wie Cadda schon schrieb, mach dir klar dass es Gründe für die Trennung gab, gute Gründe. Dass es für dich und deine Zukunft die sinnvollste Entscheidung war und sich nun Türen zu einem entspannten Leben öffnen.


    Ich schick dir einen virtuellen Drücker

    Aurora

    Hallo und willkommen Espresso,


    das Problem bei einer Suchterkrankung ist immer, dass jegliche Hilfe, die alle anbieten, nicht wirken kann wenn der oder die Abhängige sie nicht annehmen will.


    Und das noch größere Problem ist, wenn es sich dabei um das eigene Kind handelt, das betroffen ist. Da ist es so gut wie unmöglich, sich komplett raus zu halten. Vor allem, da ja auch noch die Enkel da sind, Kinder, die unter der Sucht der Mutter leiden. Im Grunde genommen wäre es das Beste, wenn dein Schwiegersohn die Kinder nimmt und sich trennt...da auch er mit der Situation völlig überfordert ist. Ich denke ich weiß so in etwa, was in ihm abgeht, ich war über 20 Jahre mit meinem suchtkranken 1. Mann zusammen.


    Und dann ist da deine eigene psychische Erkrankung. Angst- und Panikstörung, das ist eine böse Sache, ich habe das auch, bin zur Zeit aber auch gut eingestellt. Eine psychische Erkrankung erfordert aber auch einen achtsamen Umgang mit sich selbst. Genügend Erholungszeiten, all sowas. Die Sucht deiner Tochter wird deiner Angststörung nicht gut tun, kann ich mir vorstellen. Oh je.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Austausch sehr wichtig und hilfreich für dich sein wird!


    Also bewerbe dich bitte hier:


    Bewerbung - Alkoholiker Forum
    Im Alkoholiker Forum Bewerben auf geschütztere Bereiche.
    alkoholiker-forum.de


    Einfach auf den Link gehen und dann geht es los. Dann wirst du für den Austausch im offenen Bereich frei geschaltet.


    Liebe Grüße

    Aurora