Hey ihr Lieben,
ich hab ja schon eine Weile nichts mehr geschrieben. Ja wie sieht der Stand der Dinge aus? Unverändert. Es kommt zu Trinkpausen von 1-3 Wochen und der Spaß geht von vorne los. Ich will ihm eigntl. die Chance geben, die Langzeit-Behandlung anzugehen, die für den 7. April andatiert ist.. Er soll alle 7-14 Tage anrufen, ob er eventuell vorgezogen werden kann... Er geht jeden Montag zu den AA, nach wie vor. Nur meistens passiert irgendwas unvorhergesehenes oder es ist finanziell eng und er trinkt wieder. So wie heute. Ob es jetzt je 2x 0,2l mit 37,5% Wodka waren oder mehr, weiß ich nicht... Grade liegt er im Bett und schläft und ich sitze hier und verzweifel langsam. Ich versteh's einfach nicht: Ja es ist finanziell eng, aber das macht es nicht besser und im Zweifel gibt es ja auch Schuldnerberatungen...
Ferner war er am Donnerstag in der Suchtambulanz, eigntl. für einen Aufnahmetermin.. die haben ihn einfach wieder heimgeschickt. Ich verstehs nicht... er bettelt gefühlt um Hilfe, die Hilfe kommt entweder nicht / langsam und es führt zum Rückfall. Immer das gleiche Schemata. Problematisch ist, dass er wegen dem ADHS auch ein Medikament nimmt, was eigntl. Wirkstoffe drin hat, die das Suchtgedächtnis anregen können. Keine Ahnung, warum man ihm das gibt, obwohl die Problematik bekannt ist.
Jedenfalls kam es eben wieder zum Streit und ja, ich muss ehrlich und leider zugeben, dass ich "körperlich" geworden bin. Nicht geplant, nicht aus Wut... eher aus Verzweiflung und das macht die Sache nicht im geringsten besser + ich mach mich dafür eh schon selbst fertig. Egal wie oft ich mir vornehme, ihn dann einfach links liegen zu lassen oder den Raum zu verlassen, ich kriegs nicht umgesetzt. Vielleicht bin ich dafür einfach zu Blöd, ich weiß es nicht. Natürlich passiert sowas wieder am Wochenende, wo ich nichts klären oder machen kann...
Einerseits will ich die Langzeit immer noch abwarten, andererseits weis ich einfach nicht, wie ich noch 2 Monate und 20 Tage... oder gegebenenfalls "nur" 2 Monate (er muss ja vorher 2-3 Wochen in die Entgiftung zur Sicherheit) aushalten soll. Aber selbst wenn ich entscheide, es nicht mehr mitzumachen bis dahin, sitze ich trotzdem hier fest, weil ich nicht bei Freunden oder Familie unterkommen kann und nicht einfach ausziehen kann in wenigen Tagen....
Ich kann einfach nicht mehr ...