Alkoholismus oder Sucht vererbar?

  • hallo jasmin

    lese hierzu mal in bereich hilfe bei alkohol durch die schulmedezin den beitrag genetische veranlagung. ich denke da wirst du antworten finden er betrifft genau dieses thema.

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Jasmin,

    ich habe folgendes gelesen:

    Nach aktuellem Wissensstand gibt es heute Hinweise, daß Sucht nicht erblich ist. Untersuchungen mit Menschen identischen genetischen Materials (eineiige Zwillinge) lassen schließen, daß Sucht nicht erblich ist.

    Es gibt aber eine körperlich und psychisch bedingte stärkere Gefährdung, abhängig zu werden, wenn in der Familie häufig Abhängigkeiten vorkamen. Zu dieser Veranlagung müssen dann allerdings noch andere Faktoren hinzukommen, damit auch wirklich eine Sucht entsteht. Auf jeden Fall ist ein abhängiger Großvater sicher keine gute Entschuldigung für den eigenen hohen Alkoholkonsum.


    LG Peter Pan

  • Hallo Jasmin,

    Ob Alkoholismus vererbbar ist, ist meines Wissens noch ungeklärt, weil noch nicht lange genug untersucht. Dazu ist die Anerkennung als Krankheit noch zu kurz, um derartige Behauptungen aufzustellen oder gar Beweise zu haben. Sicher gibt es Hinweise darauf, das es vererbbar ist, aber Hinweise bekommt man immer, wenn man lange genug sucht. Es gibt auch andersartige Hinweise, das es nicht so ist.
    Durch das Trinken verändern sich Schaltungen im Gehirn, in wie weit das vererbbar ist, ist unbekannt und ob dieses überhaupt vererbbar ist.

    Meine beiden Elternteile tranken nicht und meine Großeltern auch nicht. Ich bin trotzdem Alkoholikerin geworden...

    Aber wie auch immer, was nützt Dir dieses Wissen persönlich? Macht es den Umgang mit unserer Krankheit einfacher ? Vielleicht sagen zu können, ich bin erblich vorbelastet, ich konnte ja kaum anders? Das wäre für mich eine zu billige Ausrede. Mich hat niemand gezwungen, zu saufen, das habe ich leider selber getan, bis es für mich keinen erkennbaren Weg zurück gab. Ich hab solange gesoffen, bis mir Hilfe zuteil wurde und die hab ich auch leider nur gezwungenermaßen angenommen, weil ich mich zu sehr geschämt habe. Ja, ich mußte erst mit dem Notarztwagen auf der Intensiv eingeliefert werden, leider...

    Du machst Dir Sorgen, das Du evtl. das Gen auf Deine Kinder vererben könntest, das kann ich gut verstehen. Aber meine persönliche Meinung ist, das man Kinder am besten durch eigenes Vorleben und ernste Gespräche vom Alkohol fern halten kann. Sicher wird jeder Teenie mal Alk ausprobieren, aber dann sollte man auch sofort darüber reden. Meine Tochter trinkt übrigens sehr selten, vielleicht mal ein Glas Sekt im Monat oder so, also scheine ich es auch nicht vererbt zu haben....

    Du schreibst, Deine Mutter wäre Gruppenleiterin bei den AA. Puuuh, na, ich wußte gleich, warum ich den Brüdern (und Schwestern) nicht trauen kann, nix für mich... :?
    Also ist Deine Mutter demnach nasse Alkoholikerin ? Dir, und ihr sicher auch, ist ja wohl bekannt, das Alkoholiker nie wieder einen Schluck trinken dürfen, um nicht rückfällig zu werden. Darf ich mal fragen, wie lange sie schon 1 Fl. Wein pro Woche trinkt? Und wie macht sie das in der Gruppe, spricht sie dort darüber oder verschweigt sie es? Ich würde keinesfalls in eine AA-Gruppe gehen, wo die Leiterin nasse Alki ist, sorry, aber da würde mit ja jegliches Vertauen fehlen. Aber aus AA-Kreisen ist mir bekannt, das die Rückfallquote eh sehr hoch ist, in meiner damaligen Gruppe waren schon bei 2 Treffen etliche Rückfälle, da hab ich auch Angst bekommen, hab mir gedacht: Oh je, wenn denen das passiert, hab ICH ja wohl kaum ne Chance, trocken zu bleiben. Auch aus anderen Gründen bin ich dort nie mehr hingegangen, und ich bin immer noch trocken. Mir persönlich hätten die AA dermaßen geschadet, weil ich merkte, das die mich total runterzogen. Aber das mag in anderen Gruppen anders sein, ich weiß es nicht?


    So, mehr fällt mir zu dem Thema leider nicht ein...

    Lieben Gruß an Dich
    Lilly

  • hallo jasmin

    das mit deiner ma ist dann ein mißverständniss, auch ich bin wie lilly und wohl viele andere hier davon ausgegangen das deine ma als leiterin einer aa gruppe trockene alkohlikerin ist was ja im allgemeinen auch der fall ist. sagt ja keiner das man das nicht darf nur ist es unüblich, mußt nicht gleich beleidigt sein, hätteste vielleicht dazu schreiben sollen, so sind wir von den "normalen" voraussetzungen ausgegangen und waren dadurch doch etwas verwirrt.

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

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