doxepin dura gegen "komische phänomene" ?

  • Hallo Ihr Lieben,

    vor knapp zwei Wochen habe ich zu einem Thread von esgehtanders meinen Senf dazugegeben, der "Komisches Phänomen" hieß.

    Ich habe nach über vier Monaten im trockenen Leben nun einen Tiefpunkt, der mich so ziemlich komplett lahmlegt.

    Mein "komisches Phänomen" zeigt sich in massiven Attacken; diese überfallartigen Zustände blockieren mich nicht nur im Moment, indem sie auftauchen, sondern sie behindern mein frisch aufgebautes, trockenes und positives Leben nachhaltig, denn ich bin nur noch passiv und bekomme im Alltag fast nichts mehr auf die Reihe!
    Ich denke überhaupt nicht an Alkohol, ich habe kein Verlangen und erlebe diese körperlichen Attacken gerade in den Augenblicken, in denen ich nie und nimmer damit gerechnet hätte: es zuckt in der Brust, ich bekomme Atemnot, der Puls geht (vermeintlich) in die Höhe und ich habe das Gefühl, nicht mehr weitergehen zu können.

    Und schon bin ich in einer Situation, in der ich den ganzen Tag durch die Gegend gehe und mich frage, WANN geht es wohl wieder los? Das macht mich wahnsinnig und blockiert mein Leben!

    Ich habe das meinem Arzt erzählt und auch einer schon länger trockenen Bekannten. Beide rieten mir zu versuchen, mittels eines Antidepressivums diese Zeit zu überbrücken. Seit fünf Tagen nehme ich "Doxepin dura 50" und ich frage mich, ob ich da nicht eventuell in etwas anderes, nämlich vielleicht in eine neue Abhängigkeit hineinschlittere.

    Ich wünsche Euch weiterhin eine gute trockene Zeit!

    Peter

  • Was ich vergaß:

    Ich würde mich sehr freuen, Eure Einschätzung zu lesen.

    Mit solchen Medikamenten hatte ich noch nie etwas zu tun und bin demzufolge sehr unsicher, ob es richtig ist, was ich tue.

    Ich wünsche Euch alles Gute!

    Peter

  • Hallo Petter,
    das tut mir sehr leid,daß du nun nach schon 4 Monaten Trockenheit solch eine Phase durchmachen musst.
    Ich habe viele Bücher über Alkoholiker auf den Weg in die Trockenheit gelesen und es kam sehr oft darin vor,das nach 3-4 Monaten ein seelisches Tief bei ihnen kam,dann wenn nämlich die erste euphorische Phase vorbei ist und sich das Leben etwas normalisiert.
    Ehrlich gesagt,hab ich da auch etwas Bammel vor,hab es nämlich bei meinen zig Versuchen vom Glimmstengel loszukommen jedes mal erlebt,am Anfang war alles gut und dann nach 3 Monaten kam der Hammer.
    Vielleicht spielt ja aber auch noch der triste November eine Rolle,es ist ja wohl der Monat,wo viele Menschen nichts gebacken bekommen und deprimiert sind.
    Ich wünsche dir ganz doll,daß es dir bald wieder gut geht und du deine Tage wieder gutgelaunt und energiegeladen angehst.

    Ich denk an dich!

    Liebe Grüsse Kiki

    mein Rückfall zeigte mir,wie kostbar ein Leben ohne Alkohol ist!

  • Hallo Petter,

    kann mich ein wenig in Dich reinversetzen.

    Auch ich leide unter Panikattacken, die aber seitdem ich abstinent lebe (Jan. 06) weniger geworden sind.

    Hast Du Dich vom Hausarzt durchchecken lassen?

    Möchte Deine Panik jetzt auch nicht zusätzlich schüren. Aber mach Dich ruhig noch ein bisschen schlauer, was die Möglichkeit der Abhängigkeit von Psychopharmaka oder Antidepressiva betrifft.

    Vielleicht ist es ja auch wirklich nur eine Phase, die vorübergeht.

    Wünsche Dir alles Gute.

    Herzliche Grüße - sunas

  • Hallo Ihr Lieben,

    und herzlichen Dank für eure Einschätzungen!

    Mittlerweile nehme ich dieses Doxepin eine Woche und es geht mir nicht schlechter. Der Arzt meinte heute jedenfalls, ich sähe bedeutend besser aus. Ist doch was.

    Als ich die ersten Schritte in mein neues Leben unternahm hat mir irgendjemand hier im Forum mal gesagt, daß ich nicht ungeduldig mit mir sein soll - und vor allem nicht leichtsinnig. Leichtsinnig, weil ich trotz Abstinenz noch in "meine" ehemalige Kneipe gegangen bin.

    Mittlerweile glaube ich, daß das einer der schlimmsten Anfangsfehler gewesen ist. Ich habe vermutlich tatsächlich mein Suchtgedächtnis immer wieder gefüttert, obwohl ich das natürlich nicht wollte. Vielleicht kommen daher die Angst- und Panikattacken. Seit ich mir darüber mehr Gedanken mache, geht es mir wirklich etwas besser.

    In nächster Zukunft werde ich keine Orte mehr aufsuchen, wo man sich primär aufhält, um Alkohol zu konsumieren. Ich trinke keinen Alkohol, also muss ich da auch nicht hin.

    Und die Leute dort vermisse ich auch nicht mehr. :D:D

    Das ist nun wirklich merkwürdig, dass ich dafür über vier Monate gebraucht habe..., aber ich bin ja auch eigentlich noch ein Säugling, was mein nüchternes Leben angeht!!!

    Ich wünsche Euch weiter alles Gute!

    Peter

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