Hallo Ihr Lieben,
vor knapp zwei Wochen habe ich zu einem Thread von esgehtanders meinen Senf dazugegeben, der "Komisches Phänomen" hieß.
Ich habe nach über vier Monaten im trockenen Leben nun einen Tiefpunkt, der mich so ziemlich komplett lahmlegt.
Mein "komisches Phänomen" zeigt sich in massiven Attacken; diese überfallartigen Zustände blockieren mich nicht nur im Moment, indem sie auftauchen, sondern sie behindern mein frisch aufgebautes, trockenes und positives Leben nachhaltig, denn ich bin nur noch passiv und bekomme im Alltag fast nichts mehr auf die Reihe!
Ich denke überhaupt nicht an Alkohol, ich habe kein Verlangen und erlebe diese körperlichen Attacken gerade in den Augenblicken, in denen ich nie und nimmer damit gerechnet hätte: es zuckt in der Brust, ich bekomme Atemnot, der Puls geht (vermeintlich) in die Höhe und ich habe das Gefühl, nicht mehr weitergehen zu können.
Und schon bin ich in einer Situation, in der ich den ganzen Tag durch die Gegend gehe und mich frage, WANN geht es wohl wieder los? Das macht mich wahnsinnig und blockiert mein Leben!
Ich habe das meinem Arzt erzählt und auch einer schon länger trockenen Bekannten. Beide rieten mir zu versuchen, mittels eines Antidepressivums diese Zeit zu überbrücken. Seit fünf Tagen nehme ich "Doxepin dura 50" und ich frage mich, ob ich da nicht eventuell in etwas anderes, nämlich vielleicht in eine neue Abhängigkeit hineinschlittere.
Ich wünsche Euch weiterhin eine gute trockene Zeit!
Peter