Hallo zusammen,
mein Vater ist, seit ich denken kann, dem Alkohol nicht abgeneigt.
Momentan setzt sich meine Mutter in den Kopf "er macht sowieso nicht mehr lange...". Aber um ehrlich zu sein, wette ich schon jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit mit mir, ob er das nächste Weihnachtsfest denn auch noch erleben wird.
Augenblicklich zermürbt es mich, wie ich ihn dazu bewegen kann, dass Weihnachten bei uns (meiner Tochter und mir) gefeiert wird. Die letzten Jahre habe ich leider nachgegeben, und wir haben bei meinen Eltern gefeiert. Nun ist meine Tochter 3 Jahre, und ich finde, es ist an der Zeit, dass Weihnachten eben zuhause gefeiert wird. In den letzten Jahren war es auch immer wieder für mich traurig, weil ich die Bescherung nicht zuhause für meine Tochter vorbereiten konnte.
Einerseits ist mein Wunsch zuhause zu feiern zu groß, andererseits weiss ich auch, wie mein Vater reagieren wird, wenn ich den Vorschlag mache. Denn er wollte schon den Geburtstag meiner Tochter bei sich feiern.... .
Aber andererseits möchte ich auch meiner Tochter das Fest nicht versauen, denn sie hängt sehr an Opa.
Wie bringe ich denn alles unter einen Hut ?
Ich möchte mich auch endlich diesem Druck, meinem gnädigen Herrn Vater immer alles recht machen zu müssen, entfliehen. Es geht ALLES nach seiner Pfeife.....
Hat jemand Erfahrung mit psychologischer Beratung ? Ich meine, für mich und nicht für meinen Vater (ihm ist nicht zu helfen).
Meine Mutter spricht ständig nach dem Motto "Hab Geduld", "Unsere Zeit wird kommen" und "Er sorgt schon dafür, dass er sich zugrunderichtet".
Aber das kann ja noch Jahre dauern, und so lange möchte ich nicht warten... .
Gruß,
Kerstin