Hallo bin neu angemeldet, weis aber nicht recht weiter

  • Hallo Balfa,

    wenn Du ohne KV-Karte zum Arzt gehst, ist er berechtigt, Dir eine Privatrechnung auszustellen. Frag mal bei einer Krankenkasse Deiner Wahl nach: In Berlin gibt es z.B. einen Pool mit Geldern für die Krankenhäuser, wo Leute sich ohne Krankenversicherung in der Notaufnahme haben helfen lassen.

    Im Übrigen haben mir meine Schwiegereltern vor kurzem gesagt (als ich ihnen sagte, dass ich abhängig bin und ab sofort aufhören will zu trinken), ich m u s s aufhören. Ich habe ihnen ganz lieb gesagt, dass das ein Irrtum ist. Ich m u s s nicht aufhören, sondern ich w i l l aufhören. Das ist ein Riesenunterschied für mich. Ich halte Dir beide Daumen - es ist ein schönes Gefühl, sein Leben selbst steuern zu können!

    LG, Meni

  • Gten Morgen Marco,

    Du schaffst da, bis Dienstag durchzuhalten. Bin mir ganz sicher, denn der 1. Schritt ist schon getan. Du suchst Dir Hilfe und bist hier gelandet.

    Du wirst hier sehr viele nette Menschen kennenlernen, die Dich auf Deinem schweren Weg begleiten werden.

    Also... beweg Deinen Allerwertesten, erledige die Behördengänge und gehe dann zu einem Arzt.

    Dann hast Du die ersten Hürden schon hinter Dir.

    Auch meine Daumen sind gedrückt.

    Ich wünsche Dir alles Gute und freue mich, bald mehr von Dir zu lesen.

    LG Speedy53

  • Zitat von balfa_bb7

    ...denn ich glaube das es schwierig seien wird, bis Dienstag mich zusammen zu reißen...

    Hallo Marco,

    was meinst du mit "bis Dienstag zusammenreißen"? Wenn du damit meinst, bis Dienstag nichts zu trinken, dann kann das evtl. problematisch werden (Entzug, Krampfanfall). Ich weiß nicht, ob man das raten darf, aber ich würde bis zum Beginn der Entgiftung den Alkoholkonsum nicht ganz auf '0' drosseln. Aber vielleicht können dir die "alten Hasen" hier bessere Tips geben.

    Ich drück dir alle Daumen, dass du den für dich richtigen Weg beschreiten wirst (gefunden hast du den Weg ja schon).

    Viele Grüße

    pauly

    Es ist nicht leicht, das Glück in sich selbst zu finden,
    doch es ist unmöglich, es anderswo zu finden.

    Agnes Repplier

    Abstinent seit Oktober 2006

  • Hallo Marco,

    willkommen auch von mir hier, Du bist hier ganz richtig, viele alte Hasen und auch Neue, die Dir eine Menge schreiben und helfen können. Auch ich kann Dir nur aus meinen Erfahrungen schreiben, weihe Deine Freundin ein, erzähle ihr alles, sie wird Dich verstehen und kann Dich unterstützen, Dir im Notfall einen Tritt in den Allerwertesten geben, wenn Du am Dienstag den Termin nicht warnimmst. Du wirst sehen, wenn der erste Schritt gemacht ist, bekommst Du Mut auch weitere zu gehen. Wir alle wissen, daß der Weg, den wir vorhaben, kein Zuckerschlecken ist, er lohnt sich aber !! Schritt für Schritt wirst Du kleine Erfolge haben, die Dich stolz machen, vorausgesetzt, Du WILLST ES !! Wir alle hier helfen, wo wir nur können. Andere können Dir sicher noch rat geben, bezüglich der "Zwischenzeit" bis Dienstag.
    Bei mir sind es heute 55 Tage ohne dieses schädliche Zeugs. Nehme alle Kraft zusammen und dann wird es !!

    Ich wünsche Dir alles Gute!
    Tom

    Liebe Grüße!

    Tom

  • Lieber Marco

    und Herzlich Willkommen hier im Forum und unserer SHG.
    Wir helfen Dir gern auf Deinem Weg in die Trockenheit, ich denke auch, Du hast Deinen Tiefpunkt erreicht, nun wird es Zeit, aktiv was dagegen zu unternehmen.

    Zitat von balfa_bb7

    Es hatte alles ganz unscheinbar angefangen, erst nur ein paar Bier dann immer mehr, bis hin zum kompletten Alk- Angebot des Supermarktes, wo ich nun schon immer nachdenke in welchen ich am besten gehe, das es hier in unserer Kleinstadt nicht so auffällt.
    Von meiner Familie und meinen Freundeskreis habe ich mich komplett zurückgezogen. Lediglich bin ich noch bei meiner Freundin zu finden, oder am Alk- Regal, mit ihr bin ich nun 1Jahr zusammen aber ihr wisst ja wie gut man den Alk verheimlichen kann, also sie weis es nicht.
    Außerdem habe ich NOCH eine eigene Wohnung, in die jeden Tag immer mehr gelbe Briefe einflattern. Leider fehlt es mir immer an dem entscheidenden Ruck mich aufzurappeln und endlich mal was zu unternehmen, ich denke das ich an meinen Persönlichen Tiefpunkt angekommen bin.
    Ich kann mit niemand mehr kommunizieren, gehe allen aus dem weg, öffne keine Post, gehe nicht ans Telefon, schaffe es nicht auf das Arbeitsamt und habe noch nicht mal eine Krankenversicherung, nix geht mehr.

    Ich erkenne mich in Deinem Beitrag genau wieder, nur hatte ich noch einen Job und eine KV. Auch andere werden sich hier wiedererkennen, das meiste kennen wir ALLE. Das Problem der Stoffbeschaffung und dabei möglichst unauffällig zu bleiben, mal in diesen, mal in jenen Supermarkt zu gehen. Aber keine Angst, die wissen eh, was mit Dir los ist. Auch wenn man denkt, man kann es noch geheim halten, wird es schon lange bemerkt.
    Jo, ich hab mich auch um nix mehr gekümmert, bin nicht mal mehr zu Bank gegangen geschweige denn, andere Behördengänge. Mußte alles mein Mann erledigen, den ich da bereits zum CO gemacht hatte.

    Ich zog mich auch immer mehr zurück, denn es sollte ja geheim bleiben, das ich ein nasser Alkie bin, Besuche im Freundeskreis waren für mich am Ende ein Greul, und das, obwohl ich so gern unter Menschen bin. Darunter hab ich auch besonders gelitten.

    Marco, unternimm was! Du mußt eine Entgiftung machen, Deine Freundin wird ganz sicher zu Dir halten, wenn sie Dich liebt, sie kann Dich auch unterstützen.
    Kläre das mit dem Amt und wie eine Entgiftung möglich ist, es wird einen Weg geben. Du mußt nicht versuchen, bis dahin trocken zu bleiben, Du bist Alkoholkrank, ein kalter Entzug könnte für Dich schlimme Folgen haben, im schlimmsten Fall kann er tödlich enden.
    Versuch am besten, auf dem Amt einigermaßen fit zu sein, das schaffst Du schon.
    Du brauchst auch nicht nüchtern zu einer Entgiftung erscheinen, das schaffen viele nicht. Du mußt dort keinen "guten Eindruck" machen, Du suchst nur Hilfe und wirst sie bekommen.

    Vor der Entgiftung selber brauchst Du gar keine Angst zu haben, sie tut nicht weh, ist nur körperlich etwas anstrengend. Du bekommst ein sauberes Bett, Ärzte und Schwestern / Pfleger kümmern sich um Dich und sie werden Dich auch nicht schief anschauen. Ich selbst hab auch im KH entgiftet, und wurde von den Schwestern sehr liebevoll betreut.

    Danach mußt Du an Deiner Trockenheit arbeiten, um trocken bleiben zu können, dazu gehört, sich ein Alk-Freies Umfeld schaffen, im Haus darf kein Alk sein etc., dazu mal später mehr.
    Versuch bitte erstmal, das mit der Kostenübernahme einer Entgiftung abzuklären, es gibt ja auch Suchtberatungsstellen, dort könntest Du doch auch nochmal anrufen, oder?

    Wir hier verstehen uns als eigenständige SHG, Du kannst danach hier mit uns zusammen an Deiner Trockenheit arbeiten, wenn Du das gern möchtest, hier ist immer jemand, der Dir zuhört und Dir antwortet, denn wir haben 24 Std. geöffnet.

    Lieben Gruß an Dich
    Lilly

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