Hallo Lisa,
auch in meiner Familie kamen viele Dinge erst spät zutage, manches liegt noch immer im Verborgenen. In meiner Familie wurde Vieles unter den Teppich gekehrt. Mein Vater starb mit 38 Jahren, als ich 20 war, mit einem total ruiniertem Körper. Er war ein Mensch, für den es keine Grenzen gab, was ihn selbst betraf.
Ich bin froh, dass ich nicht zu seinem Begräbnis gegangen bin - wäre ich dabei gewesen, als der Priester gesagt hat, er sei ein guter Vater gewesen, hätte ich aufstehen und die Kirche verlassen müssen. Das wollte ich seiner Familie nicht antun. Ich war niemals an seinem Grab, habe 20 Jahre später im Vorbeigehen nur einen Blick darauf geworfen.
Als ich von seinem Tod hörte, war ich grenzenlos erleichtert; denn nun verlor ich endlich die Angst, dass er irgendwann auch meinen Kindern gegenüber versuchen könnte, seine Neigungen auszuleben.
Alles Gute für Dich und Deine Familie,
Meni